Mittwoch, 6. Januar 2010

Von undichten Zelten und anderen "Komplikationen"

Die Zeit ist wie im Flug vergangen.
Inzwischen schreiben wir schon 2010 und damit ist Japan einen gigantischen Schritt näher gerückt, ohne dass inzwischen viel passiert wäre.
Ich wollte mir ein paar organisatorische Dinge unbedingt für die letzten Wochen aufheben, um beschäftigt zu sein.
Nichts Schlimmer, als die Schäfchen im Trockenen zu haben, Däumchen zu drehen und zu warten, warten, warten... Wenn ich nur schon los könnte!

Aber zum Glück HABE ich noch viel zu tun, was mir die Zeit verkürzt und mich antreibt. Nächste Woche muss ich nach München, um mein Visum endlich zu beantragen. Bis ich alle Unterlagen dafür zusammenhatte, dauerte es leider länger als gedacht. Gut, dass ich schon so früh mit der Planung angefangen habe. Doch nun besitze ich Kopien und Ausdrucke sämtlicher Ersparnisse, die Bestätigung meiner Reiseauslandsversicherung, einen Hinflug, Passfotos, meinen Reisepass, Lebenlauf (auf Englisch und Japanisch), Reiseroute (auf Englisch und Japanisch) und die Begründung meiner Antragstellung (eine DIN A4-Seite). Damit werde ich also dann ins Generalkonsulat pilgern und hoffentlich bald auch die ersehnte Erlaubnis in Händen halten.

Wenn es nach mir ginge, wären noch hunderte von Büchern zu lesen, verschiende Recherchen zu machen, um alle nur denkbaren Informationen zu bekommen. Doch ich habe schlicht und einfach keine Muße. Über Weihnachten habe ich es gerade mal geschafft, die Nähte des undichten Zeltes zu reinigen. Glücklicherweise ist heute ein Feiertag, also werde ich versuchen es später frisch zu imprägnieren. Einen Riss von der Länge meines Daumens hat es auch.

Zum Fest der Liebe habe ich von meiner Familie eine wundervolle Luftmatratze bekommen, die federleicht, bequem und zudem selbst aufblasbar ist. Welch ein Komfort im Vergleich zu meiner bisherigen Isomatte - die diesen Namen genaugenommen gar nicht verdient hat, da sie weder isolierte, noch vor den schmerzhaften Unebenheiten im Boden schütze... Ein erholsamer Schlaf scheint nun endlich gesichert.

Dann wären noch ein zweites Paar Radtaschen, ein Schlafsack und etliche andere Kleinigkeiten zu erwerben.
Die kleinen Radtaschen für mein Vorderrad (je 20 Liter) sind von Ortlieb - das bedeutet für mich den unverzichtbaren Luxus trockener, sauberer Klamotten - wofür ich allerdings etws mehr bezahlen musste. Auch die Hinterradtaschen sollen mir diese Sicherheit gewährleisten, sind aber, da sie pro Tasche 25 Liter fassen, nochmal teurer. Jedoch bin ich sicher, es nicht zu bereuen, wenn ich dann im taifungebeutelten Spätsommer unterwegs bin und die Straßen unter Wasser stehen.

Meine Freundin Janina, die ich aus dem Japanisch-Kurs kenne, hat sich zudem angeboten, diesen Blog mit Bilder zu füllen, da ich dort auf Achse ja keinen eigenen PC mitführen kann.

In meinem Zimmer kann man inzwischen nicht mehr treten... überall stehen Kisten, mein Zelt macht sich auf dem Boden breit und auf meinem einzigen Tisch
stapeln sich all jene Dinge und Unterlagen, die ich mitnehmen will/muss. Verschiedene Anläufe an den Feiertagen, Ordnung in das Chaos zu bringen, sind im Sand verlaufen.
Aber die Stimmung ist dafür gut - jedes Mal wenn ich die Sachen sehe, überkommt mich Vorfreude - zum Glück sind es nur noch drei Monate! :)

Übrigens hat sich inzwischen so viel Kram angesammelt, den ich mit
nehmen muss, dass ich das Rad doch extra aufgeben werde. Trotzdem werde ich bei Klappi bleiben, denn inzwischen ist es mir schon sehr ans Herz gewachsen. (Außerdem möchte ich ihm das Erlebnis "big in Japan" nicht vorenthalten - auch Drahtesel haben Gefühle...)

Mata ne
Kira

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen