Vor etwa zwei Wochen hat mein Drahteselchen neue Hufeisen bekommen.
Die alten Weißwandreifen waren zwar urig, wiesen allerdings schon etliche Risse auf und trotz ihres nostalgischen Charms traute ich ihnen nicht zu, mich das kommende Jahr hindurch sicher zu tragen.
Nun habe ich nach einer Einführung in die höheren Weihen des Reifenwechselns meinem Schatz zwei schicke schwarze "Schwalbe Marathon" verpasst. (Mit Reflektionsband)
Außerdem war meine Tante so lieb, sich für mich um einen Vorderrad-Gepäckträger zu kümmern, der hoffentlich bald bei mir eintreffen wird. Ich kann es nicht erwarten mein Eselchen weiter aufzurüsten, zu beladen und endlich die erste Runde mit vollem Gepäck zu drehen. Ich bin schon so gespannt, wie es die 25 zusätzlichen Kilos verkraftet... bzw. wie es sich damit fährt. In meiner Vorstellung wird das zu Anfang bestimmt ein Eierlauf und mir bleibt zu hoffen, dass ich nicht von den Hütern des Gesetzes mit Verdacht auf Alkoholgenuss gleich wieder aus dem Verkehr gezogen werde. Ein kleiner Trost bleibt mir jedoch: Ich besitze wenigstens keinen Führerschein, den sie mir wegnehmen könnten.
Und seit einer Woche habe ich nun auch meinem geliebten breiten Bett den Rücken gekehrt und schlafe auf meiner gemütlichen neuen Luftmatratze in meinem kürzlich erworbenen Schlafsack. Sozusagen um die Wächter meiner zukünftigen Nachtruhe schon einmal zu testen, mich an sie zu ge- und meines Bettes zu entwöhnen.
Vielleicht auch, das muss ich zugeben, um dann ein Stück Zuhause mitnehmen zu können - keine sterilen, neuwertigen Errungenschaften.
Der Schlafsack ist zwar ein wenig zu klein und zu eng, aber nur minimal. Meine klaustrophobischen Anfälle halten sich jedenfalls in Grenzen und es ist bestimmt auch eine Sache der Gewohnheit. Irgendwann werde ich es mir nicht mehr anders vorstellen können... hoffe ich jedenfalls.
Der Verzicht auf ein Kopfkissen erscheint mir da schon schwieriger. Seit Tagen tut mein Nacken weh und ich kann nicht mehr ganz durchschlafen - aber das wird sich mit der Zeit sicher auch legen. Gerade deshalb trainiere ich ja schließlich - damit sich das böse Erwachen vor Ort in Grenzen hält und ich mir sagen kann, dass das nicht nur an der ungewohnten Umgebung liegt. :)
Mata ne
Kira
Donnerstag, 11. Februar 2010
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