Dienstag, 16. Februar 2010

Step 1: Hokkaido

(Hier müßte eigentlich die unten erwähnte Karte sein, die wird aber momentan überarbeitet und ist deshalb momentan beim Grafiker und nicht hier ;-)



Es hat leider etwas gedauert, weil ich bisher keine Lust hatte, die Route am PC auszuarbeiten, aber hier ist sie. Zumindest Teil 1 meiner Reise... er beschränkt sich daher auf Hokkaido - die nördlichste Insel, auf der ich die ersten Monate (voraussichtlich April bis Juni) verbringen werde.
Da ich das Planen lange im Voraus nicht mag und diese Reise auch keine typische 0815-Liste zum Abhaken wichtiger Touristen-Attraktionen werden, sondern vor allem von zwischenmenschlichen Kontakten und Erlebnissen geprägt sein soll (wenn es nach mir geht), hatte ich einige Schwierigkeiten mein Versprechen zu halten und hier meine ausgewählte Strecke zu veröffentlichen.

[Bei meinem letzten Japan-Besuch habe ich mich immer erst vor Ort erkundigt, was es zu sehen und zu erleben gibt und dann ganz nach meiner persönlichen Stimmung entschieden. So war ich sehr flexibel und fühlte mich nicht von meinen eigenen Plänen unter Druck gesetzt. Allerdings hatte ich damals nur zwei Wochen zur Verfügung und so standen zugegebenermaßen meine wichtigsten Knotenpunkte, aufgrund von gewissen Notwendigkeiten fest.]

Doch nach einer Weile dachte sich ein Teil in mir, es sei wohl doch ganz praktisch zumindest einige Anlaufstationen zu haben, zwischen denen ich mich dann immer noch treiben lassen kann. Ganz planlos wollte auch ich nicht durch eine fremde Insel fahren - wer weiß was mir sonst für landschaftliche Leckerbissen oder gastfreundliche Orte verborgen blieben?

Ich stieß eher zufällig auf einen sehr guten Reiseführer: "The rough guide to Japan"
Er ist zwar auf Englisch geschrieben, aber dafür enthält er eine Menge Insider-Tipps, wie z.B. herrliche Landschaften, urprüngliche Dörfer und eine Fülle an Informationen über sonst nirgends so genau ausgeführte Kleinigkeiten. (Und dabei habe ich inzwischen fast die gesamte Bandbreite an Japan-Reiseführern, die die Stuttgarter Bücherläden zu bieten haben)
Jedenfalls war es mir anhand dieses Werkes möglich, trotz meiner Abneigung eine einigermaßen sinnvolle Route zusammenzustellen, die meine Leser hier hoffentlich zufriedenstellen wird:

Die erste Woche nach meiner Ankunft am 05. April steht bereits durch den (zunächst) einwöchigen Aufenthalt bei meinem ersten Arbeitgeber fest. Ich hoffe jedoch, dass er sich noch ein wenig ausdehnen lässt. Die Familie wirkt sehr nett und ich würde ungern schon nach einer Woche wieder gehen, denke ich. Aber das wird sich erst dort zeigen. Vorerst schreibe ich regelmäßig Briefe, damit sie mich schon etwas kennen lernen können und somit ihre Meinung vielleicht ändern...

Anschließend möchte ich die Insel einmal umrunden. Zu meiner Freude wird ein Freund aus meinem Astronomie-Arbeitskreis Mitte April sein Auslandsjahr in Sapporo beginnen, wo ich ihn natürlich gerne besuchen würde. Aber da der Zeitpunkt und die Umstände noch nicht ganz klar sind, vermerke ich diesen Besuch erstmal mit einem Fragezeichen. Wenn es noch zu früh sein sollte, werde ich ihn vielleicht nach meiner Umrundung heimsuchen - dann hätte ich wenigstens schon etwas zu berichten.

Die Umrundung selbst mache ich vor allem wegen der Einsamkeit und der Natur. Hokkaido ist im Vergleich zu den anderen drei Hauptinseln sehr dünn besiedelt, daher ist es für meinen Einstieg bestens geeignet. Ich werde versuchen, mich während dieser Zeit schonmal etwas an das Alleinsein zu gewöhnen.
Es gibt eine Menge Nationalparks und ich hoffe, viele Tiere sehen zu können. Auch wunderschöne Berge sind in Hülle und Fülle vorhanden und sofern diese nicht mehr zugeschneit sein sollten, werde ich mich jeder Gelegenheit erfreuen, sie zu erklimmen.

Mehr kann ich momentan leider noch nicht über meine Zeit in Hokkaido voraussagen, aber wenn ich erst einmal dort bin, wird es sicherlich noch genug zu erzählen geben...

Mata ne
Kira

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen