<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612</id><updated>2012-02-16T19:39:11.744-08:00</updated><title type='text'>Mondhäschen auf Reisen</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>38</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-5460883351132572132</id><published>2011-02-26T15:21:00.000-08:00</published><updated>2011-03-13T15:53:14.253-07:00</updated><title type='text'>Okinawa: Haisai, Shiisa und Mangogaerten</title><content type='html'>Am Faehrenterminal angekommen, musste ich noch eine ganze Weile die Zeit tot schlagen, bis endlich mein Schalter oeffnete und ich das Ticket kaufen konnte. 16.000 Yen (etwa 160 Euro) waren fuer so eine Ueberfahrt nicht gerade billig, aber die Fluege, die ich ohne Probleme (also ohne Kanjikenntnisse) haette buchen koennen, fingen erst bei ca. 400 Euro an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine immer groessere Menschenmenge versammelte sich nun in der Terminalhalle und ich ergriff die Flucht, um den Horden zu entkommen. Draussen las ich mir die Wegbeschreibung zu meinem Dock durch. Dieser zufolge, gab es wohl einen Bus, der uns alle zur Anlegestelle bringen wuerde. Noch immer war mehr als eine Stunde zu ueberbruecken und so beschloss ich, Proviant kaufen zu gehen, denn die Ueberfahrt wuerde gute zwei Tage dauern und wer weiss, wie es um die Verpflegungsangebote auf dem Schiff stuende? Der Infozettel besagte, dass es kein Restaurant gaebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schaute mich suchend um. In welcher Richtung wuerde ich wohl am Schnellsten auf einen Convinience Store treffen?&lt;br /&gt;Mein Blick fiel auf drei Auslaender, die in meine Richtung schauten und sich unterhielten. Ich laechelte ihnen zu und das schien sie zu ermutigen, naeher zu kommen. (In Japan ist es ein Phaenomen, dass viele Westler nichts von anderen ihrer Art wissen wollen und sie teils komplett ignorieren. Zumeist sind es solche, die gerne selbst Japaner waeren und versuchen, ja nicht mit ihresgleichen in Verbindung gebracht zu werden. Zu schrecklich waere es fuer diese Wunsch-Japaner, fuer einen gewoehnlichen Touristen gehalten zu werden!) Wie sehr viele andere, eingeborene Japaner jedoch, habe ich nichts dagegen, Menschen anderer Nationalitaeten zu treffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So lernte ich Catriona, Marc und Emily kennen.&lt;br /&gt;Sie kamen aus Schottland, Canada und England und unterrichteten alle Englisch in der Praefektur Kochi. Auch sie wolten nach Okinawa, allerdings nur fuer einen einwoechigen Urlaub.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da auch sie Verpflegung kaufen wollten, machten wir uns gemeinsam auf den Weg und deckten uns in einem Lawson mit verschiedenen Backwaren, Snacks und Getraenken ein.&lt;br /&gt;Auf dem Rueckweg mussten wir uns dann doch noch ziemlich ins Zeug legen, um den Bus nicht zu verpassen, weil das Geschaeft einen fast 20minuetigen Fussmarsch entfernt lag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-C1PY6IpunfI/TXwZNK-eesI/AAAAAAAAAas/vX86jD1DhqE/s1600/IMG_7611.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583365352107965122" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-C1PY6IpunfI/TXwZNK-eesI/AAAAAAAAAas/vX86jD1DhqE/s320/IMG_7611.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Bereits jetzt verstanden wir uns sehr gut und die Freude war daher umso groesser, als wir feststellten, dass unsere "Betten" auf der Faehre nebeneinander lagen. Nun, es waren eigentlcih nur sehr schmale Matratzen in einem Raum fuer etwa 70 Personen, denn keiner von uns hatte genug Geld fuer die 2. Klasse.&lt;br /&gt;So lagen wir wie die buchstaeblichen Sadinen in der der Dose. Zu meinem Pech lag neben mir ein alter Herr, der nachts laut schnarchte, sich umherwarf und meinen sowieso schon geringen Schlafplatz beanspruchen wollte. Ich musste ihn mir stets vom Leib halten, was alles andere als angenehm war, denn er roch etwas stark.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-suaXZM36cjY/TXwaJwL8U7I/AAAAAAAAAa0/96E4f3Rl0B8/s1600/IMG_7619.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; FLOAT: right; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583366392888710066" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-suaXZM36cjY/TXwaJwL8U7I/AAAAAAAAAa0/96E4f3Rl0B8/s320/IMG_7619.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Als wir gerade Kyushu hinter uns gelassen hatten und Kurs auf Okinawa nehmen wollten, schlug das, sowieso schon unschoene Wetter um:&lt;br /&gt;Hohe Wellen schuettelten uns ordentlich durch, normales Gehen an Bord war schon nicht mehr moeglich. Wir fuhren zwar noch ein bisschen weiter, aber angesichts der Gefahr drehten wir zu guter letzt um und ankerten in ruhigeren Gewaessern. Gegen Mittag war eine Weiterfahrt noch immer nicht moeglich. Deshalb wurde angekuendigt, das Schiff wuerde kurz in Kagoshima, einem Hafen in Kyushu anlegen. Alle die wollten, oder mues &lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-suaXZM36cjY/TXwaJwL8U7I/AAAAAAAAAa0/96E4f3Rl0B8/s1600/IMG_7619.JPG"&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;sten, koennten dort aussteigen, alle Uebrigen sollen an Bord bleiben und "auf besseres Wetter" warten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider gingen meine drei neuen Freunde von Bord. Fuer sie wuerde es sich nicht lohnen zu warten, da ihr Urlaub dafuer einfach zu kurz war. Stattdessen hatten sie sich spontan mit der Idee fuer eine Tour durch Kyushu angefreundet. (Ich hatte ihnen meinen Reisefuehrer geliehen, aus dem sie sich einige Informationen heraussuchen konnten).&lt;br /&gt;Wir tauschten noch Adressen aus und ich verprach, ihnen allen eine Postkarte aus Okinawa zu schicken (wenn ich denn ankaeme). Zum Schluss gaben sie mir ihren restlichen Proviant als Abschiedsgeschenk: Wer weiss, wie viele Tage ich wuerde warten muessen? Sehr viel Bargeld hatte ich dank des teuren Ticktes auch nicht mehr uebrig und daher war ich froh, mir an Bord nicht allzuviel kaufen zu muessen. (Es gab nur ein paar Automaten, an denen man sich Fertiggerichte und Getraenke ziehen konnte und die waren natuerlich fast doppelt so teuer, wie auf dem Festland).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-zQVxMlqATJo/TXwdLHkWiNI/AAAAAAAAAbE/6TBq_jO1e44/s1600/IMG_7621.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583369714879858898" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-zQVxMlqATJo/TXwdLHkWiNI/AAAAAAAAAbE/6TBq_jO1e44/s200/IMG_7621.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Nachdem alle ausgestiegen waren, fuehlte ich mich natuerlich zunaechst etwas einsam. Nun war ich der einzige Westler auf dem Schiff. Doch bald fand ich neuen Anschluss: Eine aufgeschlossene, japanische Familie aus Neuseeland war zu meinem Glueck auch an Bord. Da alle sehr gut Englisch sprachen, konnten wir zum Zeitvertreib viele interessante Gespraeche fuehren und sie erzaehlten mir viel von ihrem Land.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-zQVxMlqATJo/TXwdLHkWiNI/AAAAAAAAAbE/6TBq_jO1e44/s1600/IMG_7621.JPG"&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;Neuseeland war schon damals in meine engere Wahl fuer den Auslandsaufenthalt gefallen und ich hatte beschlossen, naechstes Jahr zumindest einige Monate dort zu verbringen. Da hatte ich nun natuerlich dei beste Informationsquelle zur Hand und das nutzte ich auch aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter war inzwischen nicht besser geworden und das aenderte sich auch in den folgenden Tagen nicht. &lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-zQVxMlqATJo/TXwdLHkWiNI/AAAAAAAAAbE/6TBq_jO1e44/s1600/IMG_7621.JPG"&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Sylvester feierten wir deshalb an Bord!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein ungewoehnlicheres Sylvester habe ich noch nie erlebt, aber lustig und ausgelassen war es trotzdem. Wir fuehlten uns bereits wie eine grosse Familie - schwierige Situationen schweissen Menschen ja stets zusammen.&lt;br /&gt;Einer der Passagiere entkorkte sogar eine teure Sakeflasche, die er seinen Freunden auf Okinawa als So &lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-zQVxMlqATJo/TXwdLHkWiNI/AAAAAAAAAbE/6TBq_jO1e44/s1600/IMG_7621.JPG"&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;uvenier hatte mitbringen wollen und teilte sie nun mit allen. Im Gegenzug bekam er Bier aus dem Automaten. Etwas anderes stand leider nicht zur Verfuegung, aber das war eigentlich keinem so wichtig. Jeder knapste auch etwas von seinem Proviant ab und damit fuellten wir einen ganzen Tisch...&lt;br /&gt;Waehrend wir auf den Countdown warteten, blieben die Nachrichten im Fernsehen (das wir gluecklicherweise empfangen konnten) ueber die Wetterlage gleich: Schneestuerme - nun auch in Japan -  legten Zuege, Flugzeuge und Schiffe lahm: Unsere Faehre war eine der letzten, die ueberhaupt ausgelaufen war, erfuhren wir nun. Menschen sassen an zugigen Bahnhoefen, Flughaefen und Terminals fest, ein Weiterkommen war derzeit unmoeglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da hatte es uns in unserem schwimmenden Gemeinschaftsraum doch gar nicht so schlimm getroffen. Es war warm, wir hatten einen Platz zum Schlafen, genug zu Essen (wenn auch einseitig), konnten duschen (nun musste allerdings Wasser gespart werden, weshalb "Duschzeiten" eingefuehrt wurden) und nun sogar feiern!&lt;br /&gt;Zudem hatte die Crew angekuendigt, auf jeden Fall zu warten, bis eine Ueberfahrt moeglich war, denn zu unserem Glueck befanden sich wichtige Handelsgueter an Bord, die benoetigt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst nach Neujahr besserte sich das Wetter und die Fahrt ging - nun reibungslos - weiter.&lt;br /&gt;So kam ich am Abend des 2. Januars endlich auf Okinawa an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte mich schon in meinem Reisefuehrer informiert und war auf ein sympathisch klingendes Gasthaus gestossen, in dem ich logieren wollte und das ganz in der Naehe des Hafens lag.&lt;br /&gt;Doch wie ich nun feststellen musste, gab es mehrere Haefen und derjenige, an dem wir einliefen, war fast am anderen Ende der Stadt!&lt;br /&gt;Am Ausgang traf ich einen Herren, den ich fragte, ob es hier einen Bus oder eine Bahn ins Stadtzentrum gaebe. Er hatte leider auch keine Ahnung, warte aber gerade auf ein Taxi. Ich koenne gerne mit ihm mitfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erleichtert nahm ich sein Angebot an und waere schon froh gewesen, in belebtere Gebiete zu gelangen, aber der nette Mann liess das Taxi genau vor dem Gasthaus halten und lehnte sogar mein Geld ab... Wenn das nicht mal wieder ein guter Start war! :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; FLOAT: right; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583372489561743602" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-zXwDMfJN5Y8/TXwfsoEEIPI/AAAAAAAAAbc/HUYRBBJbc64/s320/IMG_7792.JPG" /&gt;&lt;/div&gt;Zudem war die Unterkunft wirklich gemuetlich. Ich musste zwar eine Weile warten, bis die Betreiber zurueckkamen, erstand dann aber fuer 1.500 Yen pro Nacht eine Koje in dem 4-Personen-Raum. Das ganze Haus war mit Strandgut gefuellt; zum Teil war es sogar in den Bau integriert. Duerre, trockene Baumstaemme umrahmten Tueren, Mosaike aus Steinen, Korallen und Muscheln zierten die Waende. Es gefiel mir auf Anhieb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch meine Mitbewohner waren alle sehr nett und freundlich.&lt;br /&gt;Sie halfen mir spaeter sogar dabei, ueber Internet einen billigen Flug nach Taiwan zu finden  und begleiteten mich auch noch ins Reisebuero um ihn dort, nochmals verguenstigt, zu buchen.&lt;br /&gt;Am 16. Maerz wuerde ich dort meine Freundin May, die ich bei meiner ersten Gastfamilie auf Hokkaido kennen gelernt hatte, besuchen. Diese hatte mir auch bereits einen Rueckflug nach Deutschland gesichert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-4EqJVbSyp6U/TXwenj-ag1I/AAAAAAAAAbU/meipyGSDWHw/s1600/IMG_7694.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; FLOAT: right; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583371303053329234" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-4EqJVbSyp6U/TXwenj-ag1I/AAAAAAAAAbU/meipyGSDWHw/s320/IMG_7694.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Da ich erst am 5. Januar bei meiner neuen Gastfamilie in der Naehe von Nago anfangen wuerde zu arbeiten, verbrachte ich noch zwei Tage in Okinawas Hauptstadt. Zu meiner Enttaeuschung war das Wetter leider gar nicht, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte angenommen, hier Sonne und azurblauen Himmel vorzufinden, wie man es in allen Reiseprospekten vorgegaukelt bekommt, doch es war immerzu grau und bewoelkt oder regnete sogar. Immerhin war es warm, so liess sich auch das schlechte Wetter ertragen.&lt;br /&gt;Allerdings machten auf diese Weise meine Entdeckungstouren und Spaziergaenge nur halb so viel Spass! Das alles waere im Sonnenschein um so vieles huebscher; Die steinernen Gaesschen, die Palmen, Statuen aus Ton, die niedlichen kleinen Haeuser mit den drolligen Daechern...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-tWm8jJiRmOc/TXwd4GGJC1I/AAAAAAAAAbM/fC6zGKjvj1I/s1600/IMG_7678.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; FLOAT: left; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583370487578823506" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-tWm8jJiRmOc/TXwd4GGJC1I/AAAAAAAAAbM/fC6zGKjvj1I/s400/IMG_7678.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Besonders gut gefielen mir die vielen verschiedenen "Shiisa". Das sind Statuen, halb Hund, halb Loewe, die an allen Eingaengen postiert sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einer davon hat hierbei den Mund geoeffnet, waehrend der des anderen geschlossen ist. Das hat auch seinen Grund, denn Ersterer macht dan Laut "Un" (was angeblich das erste Geraeusch bei unserer Geburt ist) und der Zweite "Ah" (das letzte Geraeusch, bevor wir sterben). Zusammen symbolisieren sie daher einen Kreislauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okinawa ist auch fuer seine Glas- und Toepferwaren bekannt. In einer versteckten Gasse fand ich diese Laeden dicht an dicht und einige bieten wirklich so wunderschoene Sachen an, dass ich mich beim Einkauf ehrlich beherrschen musste!&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-4EqJVbSyp6U/TXwenj-ag1I/AAAAAAAAAbU/meipyGSDWHw/s1600/IMG_7694.JPG"&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-RxI4kpFvp50/TXwgmdeFPmI/AAAAAAAAAbk/IV0iKbU-iDc/s1600/IMG_7805.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; FLOAT: left; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583373483150491234" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-RxI4kpFvp50/TXwgmdeFPmI/AAAAAAAAAbk/IV0iKbU-iDc/s400/IMG_7805.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Am Morgen des 5. fuhr ich mit dem Bus nach Nago. Dort wuerde mich jemand abholen und zum Haus meiner neuen Gastmutter bringen.&lt;br /&gt;Akihito-san war erst 30 Jahre alt und unterstuetzte meine Gastmutter Yaeko-san bei geschaeftlichen und organisatorischen Dingen. Sie besitzt mehrere Felder mit Gemuese, Zuckerrohr, Drachenfrucht und sogar einige Mangobaeume, die in Gewaechshaeusern stehen.&lt;br /&gt;Die Mangos bringen ihr wohl den meissten Verdienst im Sommer, doch fuer den Rest des Jahres hat sie mir ihren verschiedenen Gemuesesorten, die sie auf dem Markt verkauft, sowie getrockneten Fruechten auch gut ausgesorgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-JT-jkUb-bG8/TXwhSKUobKI/AAAAAAAAAbs/7fYmIAeqGh8/s1600/IMG_7879.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; FLOAT: right; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583374233924824226" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-JT-jkUb-bG8/TXwhSKUobKI/AAAAAAAAAbs/7fYmIAeqGh8/s400/IMG_7879.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Ich hatte eigentlich vorgehabt, nur zwei Wochen hier zu arbeiten, doch die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz erwies sich als aeusserst schwierig, wenn man Japanisch nicht fliessend beherrschte. Nach meiner dritten Absage fragte ich, ob ich nicht bis Mitte Maerz bleiben durfte und durch ein Missverstanis hatten sie das gluecklicherweise von Anfang an so kalkuliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher verbrachte ich 2 1/2 Monate in Yanbaru Kokaen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war eine herrliche Zeit! Ich lernte so viel und bekam einen wirklich guten Einblick in das Leben auf dieser Farm.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-JT-jkUb-bG8/TXwhSKUobKI/AAAAAAAAAbs/7fYmIAeqGh8/s1600/IMG_7879.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Heute ist mein letzter Tag hier, und weil ich gleich packen muss, kann ich vorerst nur mit ein paar Bildern dienen, um euch einen Eindruck von dem gluecklichen Leben hier zu vermitteln:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-SyklsQqlePU/TXxLdNeWDMI/AAAAAAAAAck/-2gx3za_vhg/s1600/2011-01-23%2B15-01-21.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583420603237797058" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-SyklsQqlePU/TXxLdNeWDMI/AAAAAAAAAck/-2gx3za_vhg/s320/2011-01-23%2B15-01-21.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Nrt5rwfqHHY/TXxJnfy97ZI/AAAAAAAAAcE/2JlFBl64k30/s1600/2011-01-20%2B09-06-42.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 150px; FLOAT: left; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583418580931571090" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-Nrt5rwfqHHY/TXxJnfy97ZI/AAAAAAAAAcE/2JlFBl64k30/s200/2011-01-20%2B09-06-42.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-WixmlUz7GCw/TXxJKJ-Pj7I/AAAAAAAAAb8/GaFLy5SVU8k/s1600/2011-01-18%2B13-25-53.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 150px; FLOAT: left; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583418076857077682" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-WixmlUz7GCw/TXxJKJ-Pj7I/AAAAAAAAAb8/GaFLy5SVU8k/s200/2011-01-18%2B13-25-53.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-ujiNe2vOsWU/TXxKpLqRACI/AAAAAAAAAcU/_idqYA0wKrw/s1600/2011-01-22%2B11-04-00.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 240px; FLOAT: left; HEIGHT: 320px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583419709397729314" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-ujiNe2vOsWU/TXxKpLqRACI/AAAAAAAAAcU/_idqYA0wKrw/s320/2011-01-22%2B11-04-00.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-OxL751MuQTM/TXxQB-fNVfI/AAAAAAAAAc0/nVdxmSH-ru8/s1600/IMG_8535.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 417px; FLOAT: left; HEIGHT: 317px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583425632916559346" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-OxL751MuQTM/TXxQB-fNVfI/AAAAAAAAAc0/nVdxmSH-ru8/s400/IMG_8535.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-JT-jkUb-bG8/TXwhSKUobKI/AAAAAAAAAbs/7fYmIAeqGh8/s1600/IMG_7879.JPG"&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-zyuRJyrDSPI/TXxK6b1upzI/AAAAAAAAAcc/LfjbyfqIdxM/s1600/2011-01-22%2B12-11-11.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 300px; FLOAT: right; HEIGHT: 400px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583420005798553394" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-zyuRJyrDSPI/TXxK6b1upzI/AAAAAAAAAcc/LfjbyfqIdxM/s400/2011-01-22%2B12-11-11.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-zyuRJyrDSPI/TXxK6b1upzI/AAAAAAAAAcc/LfjbyfqIdxM/s1600/2011-01-22%2B12-11-11.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-QkrlqoFzO6U/TXxL-u80_LI/AAAAAAAAAcs/aK0iDglzVec/s1600/IMG_8480.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583421179159706802" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-QkrlqoFzO6U/TXxL-u80_LI/AAAAAAAAAcs/aK0iDglzVec/s200/IMG_8480.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-QkrlqoFzO6U/TXxL-u80_LI/AAAAAAAAAcs/aK0iDglzVec/s1600/IMG_8480.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-gKw3TM21qaM/TXwi2VHakCI/AAAAAAAAAb0/GzZdX_pxhUk/s1600/IMG_8045.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 448px; FLOAT: right; HEIGHT: 306px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5583375954809098274" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-gKw3TM21qaM/TXwi2VHakCI/AAAAAAAAAb0/GzZdX_pxhUk/s400/IMG_8045.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ueber diesen Link gelangt ihr auch zur Homepage meiner Gastfamilie, die Posts schreiben die Wwoofer (ja, auch ich - zumindest habe ich es versucht!). Es ist nur auf Japanisch, aber auch hier gibt es zumindest ein paar  Bilder zum Ansehen...&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;http://yanbaru-k.jp/hpgen/HPB/categories/526.html&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich werde versuchen, diesen Post so bald als moeglich zu vervollstaendigen, aber noch weiss ich nicht, wann ich dazu komme. Vielleicht gelingt es mir in Taiwan, bei meiner Freundin...&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Bei der aktuelle Sitation ist aber natuerlich noch nicht sicher, wie lange ich ueberhaupt dort bleiben kann.&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Bis dahin schonmal vielen Dank an alle die mitgelesen und mich begleitet haben! Auch wenn das Jahr nicht sehr froehlich endet, habe ich doch viel erlebt und gesehen. Nun freue ich mich auf good old Germany...&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mata ne&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Kira&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-5460883351132572132?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/5460883351132572132/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2011/02/okinawa-haisai-shiisa-und-mangogaerten.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/5460883351132572132'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/5460883351132572132'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2011/02/okinawa-haisai-shiisa-und-mangogaerten.html' title='Okinawa: Haisai, Shiisa und Mangogaerten'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-C1PY6IpunfI/TXwZNK-eesI/AAAAAAAAAas/vX86jD1DhqE/s72-c/IMG_7611.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-4311025619688139864</id><published>2011-01-16T15:20:00.000-08:00</published><updated>2011-03-11T15:52:05.949-08:00</updated><title type='text'>Eine Woche Biwa-see und Weihnachten in Osaka</title><content type='html'>Als ich in Otsu ankam, hatte mir mein Couchsurfing-host leider noch immer nicht zurueckgeschrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Couchsurfing ist eine Internetseite, auf der sich Millionen von Menschen aus allen Teilen der Erde registriert haben und somit eine grosse, freundschaftliche Verbindung bilden. Man kann, nachdem man ebenfalls registriert ist, einzelne Mitglieder anschreiben und anfragen, ob man dort uebernachten darf. Es handelt sich meisstens um eine einmalige Sache und ist kostenlos - rein auf freiwilliger Basis und um die Freundschaft und Kommunikation zwischen verschiendenen Nationalitaeten zu verbessern.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So beschloss ich, zunaechst einmal die Umgebung zu erkunden und endlich einen Blick auf den Biwa-See zu werfen, den ich schon sehen wollte, seit mir meine Oma das Buch mit Japanischen Erzaehlungen aus dieser Region geschenkt hatte. (Bei Interesse, es heisst: "die acht Gesichter vom Biwa-See")&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch den schweren Rucksack hatte ich natuerlich keine Lust auf lange Wanderungen am Seeufer entlang, der ohnehin die optischen Ausmasse eines kleinen Meeres hatte. Daher begnuegte ich mich dort lediglich mit einem kleinen Picknick, genoss den Ausblich und machte mich anschliessend auf die Suche nach einer guenstigen Unterkunft, sollte ich spaeter noch immer keine Nachricht erhalten haben. Zudem war es ziemlich kalt (schon Mitte Dezember) und ein eisiger Wind pfiff mir um die Ohren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fand ein Internetcafe, in dem ich die Nacht verbringen wollte. Leider hielt ich es draussen in der Kaelte nur bis etwa acht Uhr Abends aus, dann fluechtete ich mich doch schon in die Waerme und Geborgenheit einer kleinen Kabine und goennte mir sogar zwei der, fuer die Gaeste ausliegenden, Decken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pflichtbewusst wie ich bin, hatte ich mir fest vorgenommen, in dieser Nacht den naechsten Blogpost zu schreiben. Leider blieb es bei diesem Vorsatz, denn als ich mir auf Youtube gerade Shrek ansah (wie gesagt, ich bin pflichtbewusst!) klingelte mein Handy...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war Hiroshi, mein Couchsurfing-host. Er hatte soeben erst meine Mail gelesen und fragte nun, ob ich noch immer bei ihm uebernachten wolle. Es war schon nach 22:00 Uhr und wahrscheinlich hatte er noch anderes vor, als nachts durch die Gegend zu fahren. Ausserdem war ich jetzt, mit warmen Getraenken abgefuellt und in meine Decken gekuschelt, ein bisschen zu traege geworden um mich nochmal vom Fleck zu ruehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Hiroshi bestand darauf und so verabredeten wir uns fuer halb elf vor dem Internetcafe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-9SkGhGr1IWw/TXRcRr7tEcI/AAAAAAAAAak/eNzJ1J-O6zk/s1600/IMG_6568.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; FLOAT: right; HEIGHT: 214px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581187297139560898" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-9SkGhGr1IWw/TXRcRr7tEcI/AAAAAAAAAak/eNzJ1J-O6zk/s320/IMG_6568.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Ich war schon wieder ziemlich durchgefroren, als wir uns endlich fanden, aber es lohnte sich. Hiroshi sprach sehr gut Englisch und sogar einige Worte Deutsch, denn er war vor zwei Jahren fuer einige Zeit in Europa gewesen. Wir verstanden uns gleich sehr gut und als wir bei ihm zuhause ankamen, stellte ich fest, dass er noch bei seiner Familie wohnte. Nun bereitete ich all diesen lieben Menschen auch noch Umstaende. Das war mir etwas peinlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatten bereits meinen Futon zurechtgemacht, ich durfte duschen und als ich ihnen gerade "gute Nacht" sagen wollte, hatten sie fuer mich sogar noch ein kleines Abendbrot gezaubert und unterhielten sich mit mir noch eine ganze Weile, bis uns allen die Augen zufielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am naechsten Morgen bekam ich ein herrliches Fruehstueck und wurde anschliessend sogar noch zum Bahnhof gefahren, wo ich meinen Zug zur naechsten Gastfamilie nach Takashima nehmen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war meine erste Erfahrung mit Couchsurfing gewesen und ich bin froh, dass sie so positiv verlief. Denn es ist wirklich eine tolle Sache und viel besser als ein Hotel, nicht nur aus preislicher Hinsicht...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-4NShkkfGMpM/TXQVoUlWfHI/AAAAAAAAAZk/j-PLO-q2Vhg/s1600/IMG_7509.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581109620683209842" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-4NShkkfGMpM/TXQVoUlWfHI/AAAAAAAAAZk/j-PLO-q2Vhg/s320/IMG_7509.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Meine Gastfamilie war auch diesmal einzigartig. Sie bestand aus der alleinerziehenden Mutter Shoei-san, ihrer (geistig behinderten und supergoldigen) Tochter Minga, sowie dem Helfer Kota, der Shoei bei den geschaeftlichen Dingen und bei schweren koerperlichen Aufgaben unterstuetzte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausser mir gab es noch zwei weitere Wwoofer: Wang-Lin, ein Maedchen aus China und die Neuseelaenderin Ellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Gastmutter war zwar sehr lieb, aber auch sehr spirituell. Das ist normalerweise nicht so schlimm, solange diese Menschen es still ausleben, aber hier wurde man regelrecht dazu angehalten, ebenso zu empfinden. Das war etwas anstrengend, da ich nunmal nicht an Wiedergeburt und gute Geister glaube.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Shoei erzaehlte mir beispielsweise, dass ihre Tochter in ihrem frueheren Leben ein Delfin gewesen sei und sie selbst mit Kota verheiratet gewesen waere. In einem noch frueheren Leben dagegen, waere Minga die Tochter von Kota. Irgendwie hat es mich nur verwundert, das alles auf diese drei Personen beschraenkt blieb, doch ich hielt lieber meinen Mund.&lt;br /&gt;Wenn Menschen einen bestimmten Glauben haben, dieser ihnen hilft und sie damit gluecklich sind, soll man sich besser gar nicht einmischen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-gIcw45rsFTE/TXQYczu8ThI/AAAAAAAAAZ8/ZijWcaZouLM/s1600/IMG_7522.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581112721421389330" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-gIcw45rsFTE/TXQYczu8ThI/AAAAAAAAAZ8/ZijWcaZouLM/s320/IMG_7522.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Die Arbeit war wenig abwechslungsreich, aber da ich nur eine Woche dort verbrachte, machte es mir nichts aus. Ich half Kota groesstenteils, Holz zu holen, zu zersaegen und aufzuschichten. Manchmal fuhren wir zum Feld (das mit dem Auto immerhin 20 Minuten entfernt lag) und ernteten Gemuese. Shoei verschickt Gemuese an Restaurants und Privatkunden, deshalb mussten wir mit dem Verpacken besonders sorgfaeltig sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Unser Tag begann erst gegen zehn oder elf Uhr morgens. Jeder fruehstueckte, wann es ihm passte und was er wollte. (Wir buken jeden Abend frisches Brot und Shoei hatte eine grosse Auswahl an Marmelade und Butter - das war sehr lecker!) Allerdings endete unser Tag dafuer auch erst gegen sieben oder acht Uhr abends. Das Verpacken war immer langwierig, deshalb wurden wir selten frueher fertig. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es war, wie gesagt, ziemlich kalt. Im Haus waren wir zwar vor dem Seewind, aber leider nicht vor der Kaelte geschuetzt. Denn eine Heizung gabe es hier nicht... So bekam jeder von uns nur eine Waermflasche und daher waren die Naechte oft wenig erholsam. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-gqvINjHlojI/TXQWpHgA_uI/AAAAAAAAAZ0/JyzChQbqL10/s1600/IMG_7507.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581110733862665954" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-gqvINjHlojI/TXQWpHgA_uI/AAAAAAAAAZ0/JyzChQbqL10/s200/IMG_7507.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Wir wurden angehalten, Wasser zu sparen, aber zugleich wurde jeden Abend die riesige Badewanne (fast schon ein kleiner Pool) gefuellt und mit dem grossen Holzofen aufgeheizt. Allerdings war das Wasser aufgrund der Menge nur lauwarm, was mich und die anderen Wwoofer nicht dazu veranlasste, uns dort entspannen zu wollen. Deshalb wurde sie nur von der Familie genutzt - eine ziemliche Wasserverschwendung, wie ich fand. Aber vielleicht war so das Waschen von Minga einfacher.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das klingt nun alles recht negativ, doch ich fand den Lebensstil eigentlich recht interessant! Alles verlief sehr locker und entspannt und wir konnten im grossen Tun und Lassen, was wir wollten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Shoei war auch sehr am Umwelt- und Naturschutz interessiert. So erfuhr ich hier zum ersten mal von einer Methode, die sich EM (Effektive Mikroorganismen) nannte. Einfach erklaert, funktioniert sie folgendermassen: In der Natur kommen etwa 10% "gute" und 10% "schlechte" Bakterien vor. Die restlichen sind neutral. Nun kommt es hin und wieder vor, dass mal die "guten" und mal die "schlechten" Bakterien staerker sind. Dann schliessen sich die neutralen Bakterien dem Ueberlegenen an. Durch Zufuegen der EM, wird der Bestand an guten Bakterien kuenstlich erhoeht. Man kann EM in fluessiger Form oder als Schlammbaelle anwenden, um beispielsweise Seen und Fluesse zu reinigen. Die Herstellung ist sehr einfach und wenn man erstmal eine Flasche voll hat, kann man mit dieser weitere Liter EM produzieren. (wir mussten uns nach der Herstellung immer laut bei den Bakterien bedanken und ihnen viel Kraft wuenschen, damit sie gut werden) Es sieht aus wie naturtrueber Apfelsaft und riecht etwas streng nach Essig. Shoei stellt es her, um es in den Kanal zu kippen, der am Haus entlangfliesst, in den Biwa-See muendet und frueher im Sommer angeblich furchtbar gestunken hat, wenn die Farmer ihre Pestizide benutzten. Seit sie regelmaessig EM anwendet, hat sie dieses Problem nicht mehr. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Etwas anderes, das mich tief bewegt hat, war der Film "the cave", den die Familie auf DVD hatte. Er handelt von einer Bucht an der Ostkueste Japans, in der noch immer Delfine gejagt werden. Sie werden durch laute Geraeusche in die Bucht gescheucht, dort zusammengetrieben und abgeschlachtet. Der Film wurde vom ehemaligen Flipper-Trainer gedreht und dokumentiert. Er und einige professionelle Taucher benutzten speziell getarnte Kameras, um an die Aufnahmen zu gelangen. Es ist wirklich furchtbar anzusehen, ruettelt aber das Bewusstsein wach! &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-DpoFD_Xup40/TXQZ5eM7v5I/AAAAAAAAAaE/CqGu_D4KGJQ/s1600/IMG_7543.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; FLOAT: right; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581114313369436050" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-DpoFD_Xup40/TXQZ5eM7v5I/AAAAAAAAAaE/CqGu_D4KGJQ/s320/IMG_7543.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Die Woche ging sehr schnell rum. An meinem letzten Tag hatten wir alle frei und besuchten einen Handarbeitskurs, in dem wir lernten, Bambusrollaeden zu basteln. Das war sehr interessant und die Herstellung ist wirklich nicht besonders schwierig. Wir konstruierten zuvor noch ein Gestell, das die ganze Sache sehr erleichterte. Das "Weben" des Rollos dauerte nur wenige Minuten:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; DISPLAY: block; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581115069287040658" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-aUi1Qfm8f-k/TXQaleNvBpI/AAAAAAAAAaM/4dDvKDDhzzc/s400/IMG_7559.JPG" /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ehe ich mich versah, war schon der Tag meiner Abreise gekommen. Der Tag, an dem ich endlich meine kleine Schwester Milena wiedersehen wuerde! Wir hatten uns fuer Mittags am Bahnhof von Osaka verabredet, doch ich fuhr schon morgens hin, weil ich es nicht mehr abwarten konnte. So wartete ich in einem Cafe, an dem Ausgang, wo Milena und ihre Freundin Berna eintreffen wuerden.&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Tatsaechlich gab es aber vier verschiedene Ausgaenge, und so fanden wir uns erst nach etwas Stress und Gerenne...&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-wYrS6EqZ6LQ/TXRaKk_GkFI/AAAAAAAAAaU/-cZXdRMGNj8/s1600/IMG_7599.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 397px; FLOAT: left; HEIGHT: 295px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581184975992426578" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-wYrS6EqZ6LQ/TXRaKk_GkFI/AAAAAAAAAaU/-cZXdRMGNj8/s400/IMG_7599.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Dann aber war die Wiedersehensfreude riesig und wir lagen uns erstmal fuenf Minuten in den Armen, bis wir uns Richtung Gasthaus aufmachten. (Auch das war eine Odysee, aber viel lustiger, denn wir waren ja jetzt zu dritt) &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das Gasthaus hatte Milena ausgesucht und es war auch wirklich eine gute Wahl gewesen! Man fuehlte sich gleich wie zuhause, die Leute dort waren alle supernett, wir hatten ein Zimmer fuer uns allein und alles war sehr gemuetlich eingerichtet!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Hier verbrachten wir fast die ganzen ersten zwei Tage, denn es war Weihnachten und wir alle in Gammelstimmung. Sogar Geschenke und deutsche Suessigkeiten hatten sie mir mitgebracht. Ich war sehr gluecklich, dieses Fest nicht allein irgendwo verbringen zu muessen, denn in Japan ist es eher ein Anlass, um mit dem Partner etwas zu unternehmen, und spielt hier keine grosse Rolle. Dass ich sogar einen Teil meiner Familie um mich hatte, war natuerlich ein besonderes Geschenk! (Zudem bekam ich die Naechte im Gasthaus bezahlt... eine ungeheure Erleichterung fuer meine Reisekasse! Nochmal danke dafuer! :))&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Aus Deutschland erhielten wir nun Nachrichten ueber haufenweise Schnee, der Zuege lahmlegte und Strassen blockierte. Doch hier bekamen wir kaum etwas davon zu spueren. Den Vormittag lang schnieselte es ein wenig, ansonsten blieben unsere Weihnachten unweiss.&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir unternahmen, touristisch gesehen, kaum etwas. Lediglich das Schloss sahen wir uns an. Aber mir war ohnehin das Zusammensein am Wichtigsten... Die beiden Maedchen wollten vor allen Dingen shoppen gehen und da es dabei stets etwas Kurioses zu sehen gab, hatte auch ich meinen Spass, selbst wenn mir das Geld fuer eigene Einkaeufe fehlte. :)&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-pivss7WI4dQ/TXRa56tPAnI/AAAAAAAAAac/SOd6B3doZ7g/s1600/IMG_7609.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; FLOAT: right; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581185789276914290" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-pivss7WI4dQ/TXRa56tPAnI/AAAAAAAAAac/SOd6B3doZ7g/s320/IMG_7609.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Leider ging auch diese Woche viel zu schnell rum! &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Milena und Berna wollten weiter nach Kyoto und ich hatte mich entschieden, gleich nach Okinawa ueberzusetzen, da nun, durch den Kaelteeinbruch,die Arbeitssuche in Honshu, Shikoku und Kyushu zu schwierig und ungemuetlich geworden war.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mit Hilfe der Gasthausmitarbeiter gelang es mir, einen Platz auf der naechsten Faehre zu ergattern. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;(Wie ich geschockt festgestellt hatte, fuhr die Okinawa-Faehre von Osaka aus nur fuenf Mal im Monat - und eine davon zu meinem unverschaemten Glueck genau an unserem letzten gemeinsamen Tag! So musste ich nicht noch allein die Zeit in Osaka totschlagen, bis auch ich endlich aufbrechen konnte)&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir fuhren noch gemeinsam zum Hauptbahnhof, wo sich unsere Wege trennten: Ich machte mich zum Faehrenterminal auf, Milli und Berni fuhren nach Kyoto.&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir versuchten die Trennung aber tapfer zu ertragen, denn immerhin wuerden wir uns bereits in knapp drei Monaten wiedersehen...&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mata ne&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Kira&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-4311025619688139864?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/4311025619688139864/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2011/01/eine-woche-biwa-see-und-weihnachten-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4311025619688139864'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4311025619688139864'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2011/01/eine-woche-biwa-see-und-weihnachten-in.html' title='Eine Woche Biwa-see und Weihnachten in Osaka'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-9SkGhGr1IWw/TXRcRr7tEcI/AAAAAAAAAak/eNzJ1J-O6zk/s72-c/IMG_6568.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-8455334248242337737</id><published>2010-12-26T18:00:00.000-08:00</published><updated>2011-03-01T02:23:57.692-08:00</updated><title type='text'>Sternstunden in Hyogo</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ein Zuhause in der Fremde...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsaechlich gelang es mir, meine Gastfamilie und die anderen wwoofer zu ueberzeugen, mich alleine an der Strasse zurueckzulassen, an der ich mein erneutes Glueck als Tramper versuchen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesmal musste ich ein wenig laenger als gewoehnlich warten, doch nach ungefaehr 20 Minuten fuhr ein Auto an die Seite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch die heruntergekurbelte Scheibe erklaerte mir ein beleibter und freundlicher Geschaeftsmann, er koenne mich leider nur ein Stueckchen mitnehmen. Doch das waere immerhin ein Stueckchen naeher an meinem Ziel (fuer heute erstmal Nagoya), deshalb stieg ich natuerlich trotzdem ein. Ich wollte mir die Stadt ansehen und dann am naechsten Tag versuchen, weiter nach Sueden, nach Osaka weiterzukommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Fahrer arbeitete fuer ein internationales Hotel und sprach daher etwas Englisch. Ungefaehr 1 1/2 Stunden spaeter (also eher ein grosses Stueckchen und ungefaehr die Haelfte der Strecke nach Nagoya!) setzte er mich in einem kleinen Ort ab, wo er noch etwas zu erledigen hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lief ein paar Meter weiter bis zu einem Cafe, das eine eigene Einfahrt hatte. Das erschien mir sehr praktisch, denn dort konnten meine potentiellen weiteren Fahrer bequem halten und somit waere auch die Chance, dass sie dies taeten, groesser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann zog ich mein, durch den an diesem Tage sehr starken Wind, inzwischen eingerissenes und zerfleddertes Schild mit meinem Wunschziel hervor und wartete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine fuenf Minuten spaeter hielt (durch meinen strategisch guenstig ausgewaehlten Standpunkt) ein weiteres Auto. Auch diesmal handelte es sich um einen Geschaeftsmann, jedoch juenger aber ebenso hilfsbereit. Leider fuhr auch er nicht nach Nagoya und konnte mich nur eine kurze Strecke mitnehmen. Jedoch gab er mir einen wichtigen Hinweis: Von Nagoya aus sei es sehr schwierig jemanden zu finden, der nach Osaka fuehre, da die Autobahn dorthin nicht direkt an Nagoya vorbeifuehre. Ich solle lieber die Bahn nehmen oder noch heute versuchen nach Osaka zu gelangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war noch frueh am Tage, gerade mal Vormittag, deshalb beschloss ich spontan, Nagoya zu streichen und meinen Weg nach Osaka fortzusetzen. Das konnte ich leicht schaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich, diesmal am Rande einer etwas groesseren Stadt abgesetzt wurde, wusste ich erst nicht so recht, wohin. Es gab mehrere grosse Strassen, aber keine Schilder in Sichtweite. Welche fuehrte nach Osaka? Mein Fahrer hatte sich diesbezueglich etwas unklar ausgedrueckt, wie ich jetzt feststellen musste. Fussgaenger waren auch nicht unterwegs, die ich haette fragen koennen. Und Geschaefte gab es hier auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also lief ich die Strasse, an der ich herausgelassen worden war, ein wenig entlang und irgendwann hielt auf einmal ein Auto neben mir. Ein betagter Mann sass im Wagen, der einen Mundschutz trug, wie ihn in Japan alle benutzen, sobald die Nase nur ein wenig laeuft. Ich habe immer bezweifelt, ob das die Ansteckungsgefahr senkt. Aber ohne Frage ist dies eine nette Geste den Mitmenschen gegenueber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er fragte mich, wohin ich wollte und meinte daraufhin, er koenne mich ein Stueck bis zu einer Raststaette an der richtigen Autobahn mitnehmen, muesse dann aber leider woanders hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch dies war nur eine kurze, jedoch sehr merkwuerdige Begegnung und bewies, dass das, was ich ueber die Japaner in einem meiner Buecher gelesen habe, wohl (natuerlich nur teilweise) wirklich stimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sind pervers...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunaechst verlief die Unterhaltung aber ganz typisch. Wir unterhielten uns ueber Autos (wobei sich die Japaner stets freuen, wenn ich ihnen erzaehle, dass mein Vater einen Mitsubishi faehrt und es zudem fuer ein sehr gutes Fahrzeug haelt, da aeusserst selten etwas zu reparieren ist), dann ueber das Essen (nein, die Deutschen essen normalerweise nicht dreimal am Tag Wuerstchen und trinken auch kein Bier zum Fruehstueck!), gefolgt von der Frage, ob ich ihm nicht meine Unterhose verkaufen wolle...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ist sie weiss oder pink?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war sprachlos. Gerade hatten wir uns noch ueber Bier unterhalten und dann kam auf einmal sowas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da er aber kein Englisch sprach, konnte ich ihn leider nur mit den weniger hoeflichen Worten, die ich bisher bei den Gastfamilien mit kleinen Kindern gelernt hatte, bedenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;DAME! (Sehr nuetzlich, weil man es fast immer anwenden kann, wenn einem etwas nicht passt - im einfach Gebrauch so aehnlich wie "lass das" oder "nein!". Ich verstaerkte die Betonung und brachte es damit auf ein "vergiss es und wage nicht nochmal zu fragen!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er lies trotzdem nicht locker und wollte mir am Ende um die 10.000 Yen (etwa 100 Euro) dafuer bezahlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich blieb trotzem bei meinem "dame!", das ich in regelmaessigen Abstaenden zu seinem Monolog einwarf. (Ich hatte keine Lust, eine ernsthafte Diskussion daraus zu machen, sondern bestand nur darauf, dass er mich bitte einfach an der versprochenen Raststaette absetzen sollte). Zum Glueck war er ein harmloses, kleines, duennes Maennchen, mit dem ich es im Zweifelsfalle locker haette aufnehmen koennen und er fuhr mich auch brav bis zum besprochenen Ziel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als er endlich davonbrauste, goennte ich mir an der Raststaette erstmal ein kleines Mittagesessen, bevor ich mein Glueck erneut versuchte. Hier war auf jeden Fall ein viel besserer Ausgangspunkt, als an den Abschnitten davor!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So stellte ich mich mit meinem Schild an die Ausfahrt und wartete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesmal sogar verhaeltnismaessig lange. Viele schauten zwar interessiert oder fuhren langsamer, um mein Schild genauer lesen zu koennen, aber fast eine halbe Stunde hielt niemand.&lt;br /&gt;(Ich nehme an, das lag an der guenstigen Lage - da kann man als Autofahrer die Verantwortung leichter an andere abgeben, weil die Chance so hoch ist, dass einen irgendwann doch jemand mitnimmt. Verloren an irgendeiner Strasse wirkt man dagegen armseliger.)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dann fuhr einer dieser kleinen weissen Laster (die es wegen der kurzen Nase und damit verminderten Knautschzone nicht in Deutschland gibt) mit einer Vespa auf der Ladeflaeche an mir vorbeiund hielt kurz hinter der Ausfahrt, einige Meter von mir entfernt. Aber niemand stieg aus oder machte den Anschein, als wolle er mich mitnehmen...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich ueberlegte gerade, ob ich nicht einfach hinueberlaufen sollte, da hielt auf einmal eine Motorradfahrerin vor mir, drueckte mir laechelnd eine Petflasche heissen Tee in die Hand und verschwand mit dem ueblichen "ganbarre" (halte durch) so ploetzlich, wie sie gekommen war.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Etwas ueberrumpelt schaute ich mich um. Der weisse Laster war noch immer da. Doch nun war der Fahrer ausgestiegen und blickte zu mir hinueber.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Eine offensichtlichere Einladung brauchte ich nicht, schnappte meinen Rucksack und rannte zum Auto. Der Fahrer war um die 30, trug eine lustige Muetze und zeigte erstaunlich viele Kronen fuer sein Alter, wenn er lachte. Er fuhr nicht direkt nach Osaka, aber in einen der kleinen Nebenorte und es gebe Zuege, falls es schon zu spaet waere um zu trampen. So warf ich meinen Rucksack zu seinem Motorroller auf die Ladeflaeche, vertaeute ihn mit einigen der Seile und kletterte in die kleine Fahrerkabine.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Bis Osaka war es tatsaechlich noch ein ganzes Stueck, aber das bemerkten wir kaum, denn nach der Auto-Wuerstchen-Bier-Huerde schafften wir es sogar in etwas interessantere Gefilde und mein Fahrer erzaehlte mir einiges ueber die Gegend, in der er wohnte.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Zum Schluss fuhr er mich sogar doch noch direkt bis zum Bahnhof von Osaka und ich verbrachte den Abend und die Nacht in einem Internetcafe. Diesmal wurde die Kabine von einem grossen, bequemen Sessel eingenommen. Doch zum Schlafen war er trotz seiner Gemuetlichkeit wenig geeignet. Erschwerend kommt immer hinzu, dass das Licht natuerlich die ganze Zeit ueber brennt und ich mir jedesmal meinen Schal um die Augen binden muss, um mich etwas entspannen zu koennen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Doch es war immerhin warm, ich konnte duschen und als ich am naechsten Morgen bezahlte, war es um einiges weniger, als ich ausgerechnet hatte. Es war noch sehr frueh am Morgen und nur wenige Menschen waren auf den Strassen unterwegs. So beschloss ich, lieber gleich den Zug Richtung Himeji zu nehmen, dessen Schloss ueberall fuer seine Schoenheit geruehmt wird und was praktischerweise ein Zwischenbahnhof auf meiner Reise nach Suwa in der Praefektur Hyogo war.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ausserdem wuerde ich in einem der Nebenorte vielleicht eine guenstigere Unterkunft fuer meine letzte Nacht finden koennen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf23dOMU9I/AAAAAAAAAYY/JsEEh86uj3w/s1600/IMG_7261.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 317px; FLOAT: right; HEIGHT: 245px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5555180097982190546" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf23dOMU9I/AAAAAAAAAYY/JsEEh86uj3w/s320/IMG_7261.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;In Himeji angekommen, erwartete mich jedoch erst einmal eine Enttaeuschung: Das Schloss wurde von einem grossen Stahlgeruest verdeckt und die Kraene, sowie der Baustellenlaerm trugen auch nicht gerade dazu bei, den Charme alter Zeiten wieder aufleben zu lassen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich troestete mich stattdessen mit dem dafuer sehr huebschen Park, der sich ueber eine gewaltige Flaeche erstreckte und in bunten Herbstfarben erstrahlte. Durch zahlreiche Ginko- und Ahornbaeume reicht die Farbpalette in Japan naemlich von intensivem goldgelb bis blutrot.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich fuehlte mich heute nicht in der Stimmung fuer einen langen Tag in diversen Museen, die es hier in Huelle und Fuelle gab, dazu war das Wetter einfach viel zu schoen. Nachdem ich also mehrere Stunden durch den Park flaniert war und der Nachmittag schon langsam in den Abend ueberging, machte ich mich per Zug weiter in Richtung Suwa auf. Nach einigem Suchen und Fragen fand ich in dem Ort vor meiner Endstation auch noch eine einigermassen preiswerte Minshuku.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Am naecsten Morgen musste ich schon um neun Uhr auschecken, hatte mich mit meiner Gastfamilie (bei welcher ich einen ganzen Monat lang arbeiten wuerde) aber erst drei Stunden spaeter am Bahnhof verabredet. Deshalb erkundete ich den Ort, fand einen gigantischen, uralten Ginkobaum unter dem ich mein Fruehstueck hielt und schlenderte ziellos durch die langsam erwachenden Strassen. Die Stadt schien einen Faibel fuer Sterne zu haben. Auf den Messingschildern an den Bruecken und Gullideckeln (die in jeder Stadt andere Motive zeigen), and Mauern und Geschaeften - ueberall fand man sie wieder.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich sah das als gutes Omen. Denn schliesslich mag ich Sterne auch. Spaeter sollte ich auch noch den Grund erfahren, warum die Stadt gerade dieses Symbol gewaehlt hatte.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die restliche Zeit vertrieb ich mir lesend am Bahnhof in der Sonne. Dann warf auf einmal etwas einen Schatten auf mein Buch und ich blickte auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf39Ydbb5I/AAAAAAAAAYw/sPAJJubWKkM/s1600/IMG_7311.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 300px; FLOAT: left; HEIGHT: 400px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5555181299294760850" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf39Ydbb5I/AAAAAAAAAYw/sPAJJubWKkM/s400/IMG_7311.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Ein aelterer, schlanker und symphatisch laechelnder Mann stand vor mir. Es entpuppte sich als mein Gastvater Seji-san. Seine Frau Kazumi wartete, ebenfalls laechelnd, am Auto. &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Der erste Eindruck sollte nicht taeuschen. Sie waren die liebsten, warmherzigsten und grosszuegigsten Menschen, die man sich nur vorstellen kann!&lt;br /&gt;Sie wohnten nicht direkt in Suwa (das hatte ich insgeheim gehofft, weil es dort eine Post und Geschaefte gab). Aber auf dem Weg zu ihrem Haus, kamen wir an einem Schild vorbei, das besagte, dass es hier ganz in der Naehe eine Sternwarte gaebe und sie versprachen mir, irgendwann gemeinsam dorthin zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Ihr Haus war sehr neu und modern. Ich muss gestehen, dass ich nach meiner Zeit in diversen zugigen und baufaelligen Heimen ein wenig erleichtert ueber etwas Komfort war. Das Badezimmer musste nicht mit Hand beheizt werden. Im Gegenteil. Es gab sogar einen kleinen Computer am Badewannenrand, auf dem man die exakte Temperatur einstellen konnte!&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf3jSZq8II/AAAAAAAAAYo/1Z1F-SGbOlQ/s1600/IMG_7281.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5555180850991788162" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf3jSZq8II/AAAAAAAAAYo/1Z1F-SGbOlQ/s200/IMG_7281.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Mein Zimmer war ein Palast. Es war riesig, hatte zwei westliche Betten (pure Nostalgie), ein Regal mit Buechern (auch in Englisch!), einen eigenen Fernseher (den ich aber nur einmal benutzte, um fuer fuenf Minuten die Japanische Version von Harry Potter zu gucken. Harry hatte in der Synchronisation eine piepsige Maedchenstimme bekommen, die leider nicht lange zu ertragen war) und sogar einer eigenen Toilette...&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Ich war im Himmel. &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Man bemerkt gleich den Unterschied zwischen den Familien, die wwoofer akzeptieren, weil sie wenig Geld und zuviel Arbeit haben, und denen, die es rein aus Hobby und Interesse an anderen Kulturen tun. Diesmal war es letzteres, was ich erfahren durfte.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Kazumi und Seji hatten an einer Wand eine Weltkarte aufgehaengt und dort mit rotem Filzstift die Heimatlaender und -orte ihrer bisherigen Helfer eingetragen. Daneben prangten sogar Fotos! Das hatte ich zu diesem Zeitpunkt erstmals gesehen und es ruehrte mich zutiefst.&lt;br /&gt;Ausser den beiden gehoerte auch noch die 98jaehrige Grossmutter zu unserer kleinen Familie. Sie war ein Engel - ich haette sie am liebsten eingepackt und mitgenommen! Auch den 19jaehrigen Sohn Kenji lernte ich kurz kennen, als er auf einen Besuch vorbeikam. Leider war er jedoch sehr schuechtern und nur selten wechselten wir ein paar Worte.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf58Juy92I/AAAAAAAAAZQ/5-UmVxD9JdI/s1600/IMG_7485.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5555183477184460642" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf58Juy92I/AAAAAAAAAZQ/5-UmVxD9JdI/s200/IMG_7485.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Die Arbeit war auch vielfaeltig und interessant. Wir praeparierten ein Feld fuer das kommende Jahr (ich durfte den kleinen Handtraktor fahren), holten Feuerholz aus dem Wald (wobei ich Seji-san, der bereits 70 Jahre alt war, verbieten musste, die schweren Staemme selbst zu schleppen), faellten einige erwachsene Bambusbaeume, um daraus einen Unterstand zu bauen, errichteten einen Kompost und vieles, vieles mehr.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf5T5QkfiI/AAAAAAAAAZI/WuE2AjRzHNs/s1600/IMG_7434.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5555182785567948322" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf5T5QkfiI/AAAAAAAAAZI/WuE2AjRzHNs/s320/IMG_7434.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Wir verbrachten auch mehrere Tage damit, ein junges Bambuswaeldchen abzuholzen, weil es leider (aus mir unverstaendlichen Gruenden) vielen Einwohnern ein Dorn im Auge war.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Dennoch war es trotz allen Bedauerns ein lustiges Projekt, besonders weil das Wetter schoen und meine Gastfamilien sehr streng im Einhalten von Pausen mit zugehoeriger Verpflegung war. :)&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Ich genoss nicht nur das Schlafen in einem richtigen Bett (zum ersten Mal, seit ich in Japan angekommen war!), sondern auch das Essen! Nach meiner Curry-Diaet bei der letzten Gastfamilie konnte ich mich kaum noch daran erinnern, dass es noch etwas anderes gibt.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Doch hier assen wir fast jeden Morgen Toast (richtig braun und knusprig!) mit Marmelade oder Ei, tranken Kaffee oder Schwarztee mit Milch (Kazumi wurde nach wenigen Tagen und zu meinem Glueck selbst abhaengig) und Mittag gab es Gerichte, wie sie in einem Restaurant angemessen gewesen waeren. Kazumi konnte wirklich ausgezeichnet kochen... Manchmal stellten sie auch mich an die Toepfe und wollten Deutsche Kueche. Dann gab es Spaghetti Bolognese, Pizza (ist beides nicht Deutsch, ich weiss), Brat- oder Backofenkartoffeln, Pfannkuchen, Tomatensuppe und eben alles, was nur einfache Zutaten erfordert, da es hier in Japan nicht so einfach ist, spezielle Gewuerze zu bekommen und generell alles teuer ist.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Da wir inzwischen fortgeschrittenen Dezember schrieben und ich Kazumi von den Keksen erzaehlt hatte, die meine Mama in Deutschland nun bestimmt schon backte, wurde ich eines Tages auch noch darum gebeten. Aber nicht nur ein paar, denn sie wollte wollte eine Curry-Party geben und das Gebaeck als Nachtisch reichen. Drei Tage stand ich deshalb in der Kueche und fabrizierte fuer die 30 Gaeste Tonnen an Weihnachtsplaetzchen und Apfelkuchen. (Beruhigenderweise konnten sich auch die Japaner nicht zurueckhalten und alles wurde bis auf den letzten Kruemel verputzt. Es scheint sich damit nicht nur um eine Schwaeche der Deutschen zu handeln, sondern liegt einfach an den gemeinen Keksen! Das war mir unterbewusst schon immer klar xD)&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Meine Gastfamilie besass auch drei Haustiere: Chibie, der Wachhund, mit dem ich jeden Abend einen Spaziergang machte; Mame, eine junge Huendin, die aber gerade in der Hundeschule war und natuerlich Uka, das Kaninchen. ("uka" bedeutet auf Japanisch, wenn ein Ei aufbricht und etwas schluepft)&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Wegen Uka hatte ich mich eigentlich erst fuer diese Gastfamilie entschieden. (Ein wwoofer-paerchen, das ich in Gifu traf, hatte mir von dieser Familie erzaehlt) Und ich hatte mich auch nicht getaeuscht. Kaninchenbesitzer sind alle nett (sofern sie die Tiere nicht halten, um sie zu essen!) Uka gehoerte eigentlich der Tochter, die aber in Osaka war und sich nicht mehr darum kuemmern konnte... Deshalb war niemand richtig mit dem armen Ding vertraut und seit zwei Jahren fristete es daher ein einsames Leben im Kaefig. Kazumi traute sich nicht, es auf den Arm zu nehmen, weil es immer so strampelte.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Deshalb machte ich es mir zum Projekt, dem Haeschen ein besseres Leben zu ermoeglichen und zeigte ihr, dass das mit etwas Uebung kein Hexenwerk war. Nach einigen Tagen konnte meine Gastmama es bereits selbst aus dem Kaefig holen und war auf einmal richtig verliebt in Uka. Das war so schoen anzusehen. Ich baute an meinem ersten freien Tag auch ein Holzhaeuschen, denn bisher stellte sein einziger Unterschlupf ein alter, zernagter Pappkarton dar.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Waehrend meiner dritten Woche in Suwa besuchten wir endlich die Sternwarte. Die Bedingungen waren ideal: die Nacht war warm und der Himmel ganz klar!&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Die Fuehrung war natuerlich auf Japanisch, deshalb verstand ich nicht alles, was erklaert wurde, doch die Objekte, die wir beobachteten sprachen ohnehin fuer sich. Das Teleskop war riesig und mit 2 m Durchmesser sogar das groesste in ganz Japan!.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf5Hv9HT3I/AAAAAAAAAZA/bpslpdWXfOA/s1600/IMG_7412.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; FLOAT: right; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5555182576911994738" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf5Hv9HT3I/AAAAAAAAAZA/bpslpdWXfOA/s320/IMG_7412.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Wir betrachteten den Andromedanebel, den Kugelsternhaufen M15, den blauen Schneeball (erstmals davon gehoert), den Orionnebel und Jupiter. &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Ich hatte sogar das Glueck, auf einen Japanischen Astro-Fotografen zu treffen, der mir nach unserer Unterhaltung seine Mailadresse gab und ein paar Tage spaeter die Himmelsaufnahmen des Abends schickte. Sogar jetzt noch erhalte ich hin und wieder schoene Fotos per Mail, wenn er etwas Besonderes vor die Linse bekommen hat.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Mir gefiel auch, dass Kazumi und Seji ein so aktives Leben fuehrten. Nicht nur die Arbeit machte Spass, auch privat wurde viel geboten. Wir gingen zusammen zu einem Kaffeekraenzchen der Dorfbevoelkerung mit anschliessendem Bingoabend (lustigerweise gewannen wir drei gleichzeitig), besuchten die Huendin Mame in der Hundeschule, machten kleine Ausfluege in die Gegend und einmal nahm micht Seji-san sogar mit, um mit vielen anderen Bewohnern zusammen die Neujahrsdekoration fuer Haus und Auto zu basteln. &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf4mPfKT1I/AAAAAAAAAY4/46x3qpljaBo/s1600/IMG_7394.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 240px; FLOAT: right; HEIGHT: 320px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5555182001260744530" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf4mPfKT1I/AAAAAAAAAY4/46x3qpljaBo/s320/IMG_7394.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Wir verwendeten altes Reisstroh, das noch von der letzten Ernte aufgehoben worden war und da auch mein Gastvater zum ersten Mal teilnahm, war es umso vergnueglicher. Aber Seji-san schien es einfach mehr im Blut zu liegen, denn seine Gebilde sahen am Ende um einiges professioneller aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuehlte mich pudelwohl in Suwa. Es war wie eine richtige Familie und es mangelte mir an nichts. Mit dem Fahrrad konnte ich ab und zu zur nahegelegensten Post fahren um meine Briefe und Karten zu verschicken, ich hatte viel zu lesen und das Telefonieren stellte auch zum ersten Mal kein Problem dar; Meine Familie durfte anrufen, wann immer sie wollte!&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Daher war es kein Wunder, dass die Zeit wie im Fluge verging. Auch die freudige Aussicht, bald meine kleine Schwester zu Weihnachten in Osaka zu treffen, trug natuerlich dazu bei. Nur noch eine Woche wuerde ich vorher bei einer anderen Familie am Biwa-See in der Praefektur Shiga arbeiten.&lt;/p&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf3WwNfgsI/AAAAAAAAAYg/G4v6r8vph2M/s1600/IMG_7280.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5555180635655471810" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf3WwNfgsI/AAAAAAAAAYg/G4v6r8vph2M/s320/IMG_7280.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Der letzte Abend war sehr traurig. Ich wollte eigentlich gar nicht weg aus diesem Paradis, doch meine Reise musste weitergehen.&lt;br /&gt;Zum Abschied wurde ich reich beschenkt und gebeten, wiederzukommen. (Da ich naechstes Jahr auch meine kleine Schwester in Japan besuchen will, die dann dort ihr Auslandsjahr macht, wird das in jedem Fall eine Station werden!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie brachten mich mit dem Auto zum Bahnhof und wir fielen uns alle schniefend in die Arme. Dann setzte ich mich ziemlich niedergeschlagen in den Zug Richtung Otsu, wo ich einen Tag Urlaub am See machen wollte, bevor es mit der Arbeit weiterging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-8455334248242337737?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/8455334248242337737/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/12/sternstunden-in-hyogo.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/8455334248242337737'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/8455334248242337737'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/12/sternstunden-in-hyogo.html' title='Sternstunden in Hyogo'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf23dOMU9I/AAAAAAAAAYY/JsEEh86uj3w/s72-c/IMG_7261.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-79423905135418852</id><published>2010-11-18T04:21:00.000-08:00</published><updated>2010-12-26T18:44:28.421-08:00</updated><title type='text'>Mori no ie - Arbeiten in Kashimo</title><content type='html'>Von Wachschweinen im Hof und Ratten im Schlafzimmer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Zug ging es also ganz gemaechlich von Toyama nach Kashimo. Die Haelfte der Strecke kannte ich ja bereits aus meiner vorherigen Zeit in Gero, als ich auf der kleinen Kuhfarm arbeitete, denn auch Kashimo liegt in der Praefektur Gifu und nur wenige Haltestellen von meiner damaligen Gastmutter entfernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQN_-MF34I/AAAAAAAAAXQ/j4nRm5yZaWA/s1600/IMG_7033.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5554079633131298690" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; CURSOR: hand; HEIGHT: 240px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQN_-MF34I/AAAAAAAAAXQ/j4nRm5yZaWA/s320/IMG_7033.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ma-san, mein neuer Gastvater und sein juengster Sohn Kanta holten mich vom Bahnhof ab. Waehrend der Fahrt wurde ich ueber den Lebensstil und Besonderheiten meiner neuen Gastfamilie aufgeklaert.&lt;br /&gt;Vor fuenf Jahren hatte er zusammen mit seiner Frau Rie-san ein altes Bauernhaus, das bereits 150 Jahre alt war, erworben und restauriert. Sie nannten es "mori no ie" - Waldhaus (auch wenn es in Wirklichkeit nur am Waldrand liegt). Doch dieser Name beschreibt auch ihren Lebensstil, der sehr naturverbunden und umweltbewusst ist.&lt;br /&gt;Sie finanzieren ihre Familie mit derzeit zwei Soehnen durch einen kleinen Laden, den sie auch online betreiben und wo man allerhand oekologische Produkte von Seifen ueber Lebensmittel und sogar Waermflaschen aus Deutschland kaufen kann. Rie-san backt zudem selber vegane Kuchen und Kekse, die uns manchmal in einer kleinen Pause zum Probieren gereicht wurden und welche tatsaechlich sehr gut schmecken, obwohl sie ohne Butter, Zucker, Milch und Ei hergestellt sind.&lt;br /&gt;Allerdings muss sie schon sehr frueh morgens aufstehen, um die grosse Nachfrage befriedigen zu koennen (das heisst, ich hoerte sie manchmal schon gegen drei oder vier Uhr frueh in der Kueche rumoren) und war daher oft etwas gestresst und ungeduldig. Allerdings sprach sie so gut wie kein Englisch und wenn man deshalb eine ihrer Instruktionen nicht gleich auf Japanisch verstand, war sie veraergert und machte es lieber selber als es erneut zu erklaeren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch organisierte Ma-san fuer fast jedes Wochenende einen Workshop, ein Seminar oder andere Treffen, nicht nur weil es ihm grossen Spass machte, sondern auch um sich selbst und damit den Laden bekannter zu machen. Das Bewirten fiel jedoch Rie-san zur Last, was ihren Stress nicht gerade linderte. Oft kamen bis zu 20 Personen. (Ein Seminar war zu Ehren einer Australierin, die in ihrem Heimatland ebenfalls eine organische Farm betreibt und ein Referat ueber ihre Methoden hielt, das andere war ein Workshop ueber den theoretischen und praktischen Umbau von Autos, so dass diese umweltfreundlicher mit WVO (waste vegetable oil - also altem Frittierfett) fahren konnten)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Leben der WWOOFer war hier ebenso geschaeftig.&lt;br /&gt;Wir schliefen auf dem geraeumigen Dachboden und da das Haus, wie gesagt schon sehr alt war und wir bereits Ende Oktober schrieben, blies ein eiskalter Wind durch teilweise fingerbreite Spalten. Einige Tage nach meiner Ankunft vernagelten wir daher alles mit grossen Pappkartons. Da ich anfangs das einzige Maedchen war, wurde fuer mich nur eine kleine Nische mit Stellwaenden notduerftig abgetrennt.&lt;br /&gt;Offenbar hielten auch Spinnen, Stinkwanzen und Mauese den Dachboden fuer ein ausgezeichnetes Winterquartier, denn des Nachts konnte ich viele kleine Fuesse ueber die Tatamimatten trippeln und kleine Zaehne an den Kartons nagen hoeren.&lt;br /&gt;Eines Abends vernahm ich ungewoehnlich lautes Rascheln aus der Ecke, die meinem Futon am naechsten lag. Das konnte keine Maus sein. Ich versuchte mit meiner kleinen Taschenlampe die Ursache dieses Laerms auszumachen, sah aber nichts. Stattdessen verstaerkte sich das Rascheln nur. Letztendlich siegte doch die Neugier und ich kroch auf allen vieren unter die Schraege. Und dort in einer der Mausefallen, die Ma-san aufgestellt hatte, hing mit einer Pfote eine panische Ratte und versuchte sich mit Leibeskraeften zu befreien.&lt;br /&gt;Ich hatte keine Ahnung, wie ich dem Tier helfen konnte und so blieb mir nur, meinen Gastvater zu holen, der die Falle samt Ratte einfach in Zeitungspapier wickelte und damit verschwand. Ich habe nie herausgefunden, was damit geschah...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Alltag:&lt;br /&gt;Gegen sechs Uhr Morgens wurden wir von dem lauten Quieken des Hausschweins Buddha geweckt, das nach seinem Fruehstueck verlangte. Die Menschen assen jedoch erst gegen acht Uhr und unsere Morgentaetigkeiten nahmen nicht so viel Zeit in Anspruch, da wir zu zweit waren und sie unter uns aufteilen konnten. Deshalb mussten wir uns erst eine Stunde spaeter langsam aus dem warmen Bett quaelen, auch wenn die Beschwerden von Buddha keinen Schlaf mehr zuliessen. Meine erste Aufgabe vor dem Fruehstueck bestand also daraus, dem armen verhungernden Schwein sowie den Huehnern den Topf mit Kuechenabfaellen zu servieren, anschliessend die Waesche zu waschen und aufzuhaengen, die Toilette zu putzen, die Boeden zu fegen, den Tisch zu decken und Rie-san beim Kochen zu helfen. Spaeter wuschen wir das Geschirr, raeumten das Haus fertig auf und dann rief uns Ma-san zur Farmarbeit. &lt;div&gt;Diese ging normalerweise bis gegen halb eins, dann halfen wir beim Mittagessen und ab halb zwei bekamen wir endlich eine kleine Mittagspause (die wir natuerlich alle verschliefen).&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Um drei ging es weiter. Waehrend die anderen ihre Aufgaben vollendeten, wurde einer von uns abkommandiert, das abendliche Bad einzuheizen, was fast drei Stunden dauerte, denn der Ofen war sehr klein und das Holz brannte &lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf6QHTPJ1I/AAAAAAAAAZY/k4IuTSvIjKM/s1600/IMG_7256.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5555183820129380178" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; CURSOR: hand; HEIGHT: 150px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRf6QHTPJ1I/AAAAAAAAAZY/k4IuTSvIjKM/s200/IMG_7256.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;schlecht. Meisstens qualmte es so sehr, dass schon in den wenigen Sekunden, die man brauchte, um die Luke zu oeffnen und neue Scheite nachzuschieben, unter der Decke des Raums eine dicke Rauchwolke entstand. Diese war auch dafuer verantwortlich, dass ich jeden Tag das Waschbecken und den Fussboden putzen musste, da sich ueberall die feinen Russpartikel absetzten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Farmarbeit an sich bestand aufgrund des fortgeschrittenen, dennoch waehrend des Tages noch immer herrlich warmen Wetters, nicht mehr ausschliesslich aus Feldtaetigkeiten, denn der Reis war bereits geerntet und hing zum Trocknen ueber langen Stangen.&lt;br /&gt;Das Schoene an mori no ie war, dass die Arbeit, abgesehen von den haeuslichen alltaeglichen Aufgaben sehr vielfaeltig war:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRHs65JWKuI/AAAAAAAAAWU/ICzdtRWFfi0/s1600/IMG_7004.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5553480312041122530" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 240px; CURSOR: hand; HEIGHT: 320px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRHs65JWKuI/AAAAAAAAAWU/ICzdtRWFfi0/s320/IMG_7004.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;So lernten wir unter anderem, wie man die Papierbespannung der typisch Japanischen Schiebetueren erneuert. (Ma-sans Soehne liebten es, mit ihren kleinen Fingern Loecher hineinzupieken, wann immer man nicht hinsah).&lt;br /&gt;Dazu weicht man zunaechst das alte Papier an den Klebestellen mit warmen Wasser auf. So laesst es sich leichter abziehen und komplett entfernen. Nachdem das Holzgestell getrocknet ist, wird der Rahmen und die inneren Leisten mit Kleister (frueher machte man ihn aus Reisstaerke) bestrichen und anschliessend mit dem duennen Papier frisch beklebt. Das ganze laesst man wieder eine Weile trocknen, bevor die Tuer wieder einsetzt werden kann. Ein altes Japanisches Haus ist noch so konstruiert, dass man alle Waende leicht aushaken kann, denn im Sommer ist es sehr heiss und in dieser Zeit wurden frueher fast alle Papierwaende entfernt um die Luft zirkulieren zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQOAhQMHTI/AAAAAAAAAXg/GI_myMZQ7Y0/s1600/IMG_7130.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5554079642543725874" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 240px; CURSOR: hand; HEIGHT: 320px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQOAhQMHTI/AAAAAAAAAXg/GI_myMZQ7Y0/s320/IMG_7130.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Einmal erzaehlte uns Ma-san eine interessante Geschichte. Drei Jahre nachdem er das Haus gekauft hatte, entruempelte er einen der Schuppen, die noch heute teilweise voll Krempel vom Vorbesitzer sind und fand bei dieser Aktion zwei alte Handmuehlen aus Holz, die fast auf 100 Jahre datiert werden konnten. Diese Handmuehlen bestehen aus zwei schweren Teilen. Das Untere hat die Form eines Kegels auf einem Sockel und dieser Kegel ist mit vielen Rillen versehen. Das obere Teil dagegen hat dieselbe Kegelform im Inneren und laesst sich deshalb nahtlos auf das Unterstueck setzen und bewegen. Das Korn wird in ein Oeffnung im Deckel gefuellt, rieselt in die Rillen und wenn man nun das Oberstueck bewegt, wird es dadurch zermahlen.&lt;br /&gt;Das Interessante war nun, das Ma-san in diesen Muehlen einige alte Reiskoerner fand, die mindestens 50 Jahre alt sein mussten. Diese Reiskoerner pflanzte er auf gut Glueck ein und eines davon begann tatsaechlich zu spriessen! &lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQQYy6SuOI/AAAAAAAAAXo/9i7NLCKMObY/s1600/IMG_7137.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5554082258623838434" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: hand; HEIGHT: 240px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQQYy6SuOI/AAAAAAAAAXo/9i7NLCKMObY/s320/IMG_7137.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Waehrend der folgenden Jahre konnte er mit Geduld und Fuersorge durch wiederholtes Einpflanzen tatsaechlich letztenendes einige hundert Aehren gewinnen, die er nun zusammen mit uns dreschen wollte.&lt;br /&gt;Aber nicht auf moderne, herkoemmliche Weise. Denn er hatte auch einige alte Geraetschaften in den Schuppen gefunden, mit denen die Menschen vor der Zeit der Elektrizitaet arbeiteten.&lt;br /&gt;Als erstes verwendeten wir etwas, das aussah, wie ein grosser Kamm mit eisernen, dreieckigen Zacken. Durch diese zogen wir in kleinen Buendeln die Reishalme und bewirkten so, dass am unteren Ende, wo die Zacken spitz zusammenliefen, die Reiskoerner abgetrennt wurden. Das ganze Geraet war nicht sehr schwer und deshalb musste man es mit den Fuessen abstuetzen um dem Zug entgegenzuwirken.&lt;br /&gt;Nachdem wir etwa ein fuenftel der Halme auf diese Weise bearbeitet hatten, was ziemlich viel Zeit in Anspruch nahm, zeigte uns Ma-san eine andere Maschine. Diese bestand aus einer grossen drehbaren Holztrommel mit kleinen Drahtboegen auf der Oberflaeche. Die Trommel brachte man mit den Fuessen durch ein Pedal in Bewegung, aehnlich den frueheren Naehmaschinen, und waehrend sich die Trommel drehte, legte &lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQQaAgdKeI/AAAAAAAAAYI/G8t7QBxiflA/s1600/IMG_7129.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5554082279453436386" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: hand; HEIGHT: 240px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQQaAgdKeI/AAAAAAAAAYI/G8t7QBxiflA/s320/IMG_7129.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;man buendelweise die Halme darauf. Die kleinen Drahtboegen hatten in diesem Fall die Aufgabe, die Koerner abzutrennen und es ging dank der Rotation erheblich schneller, als mit den Eisenzacken. Dennoch brauchten wir einige Zeit, bis alle Reiskoerner eingesackt waren. Danach ging es weiter mit dem normalen Reis, der inzwischen gut durchgetrocknet war und davon gab es nicht nur hunderte sondern tausende von Halmen. Zum Schluss hatten wir alle ordentlichen Muskelkater in den Beinen und waren froh, als dieser Teil der Arbeit erledigt war.&lt;br /&gt;Die letzte Maschine war ein grosser Holzkasten mit einem Trichter oben, sowie einige kleinere Oeffnungen an den Seiten und einer Handkurbel. Die Kurbel betaetigte einen Ventilator. Das gedroschene Korn wurde von einer Person in den Trichter gefuellt und waerend es rieselte betaetigte ein anderer den Ventilator um Halmreste, Huelsen und anderen leichten Abfall von den Koernern zu trennen. Die guten Koerner kamen flossen durch eine der Oeffnungen in den Sack, waehrend aus einer anderen der Staub und Abfall geweht wurde. Allerdings war dieser Vorgang nicht sehr zuverlaessig, denn schwerer Abfall konnte nicht weggeblasen werden.&lt;br /&gt;Dennoch war es ein interessantes Projekt bei dem man vor allem Respekt vor dem Arbeitsaufwand damals lernte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQQZqnX4kI/AAAAAAAAAX4/AQfTxoBA4Jk/s1600/IMG_7197.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5554082273576870466" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 240px; CURSOR: hand; HEIGHT: 320px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQQZqnX4kI/AAAAAAAAAX4/AQfTxoBA4Jk/s320/IMG_7197.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Eines Tages kam ein Freund der Familie vorbei, den alle wegen seiner Vorliebe fuer Alkohol nur "Brandy-san" nannten, um Buddha sein jaehrliches Bad zu verpassen. Buddha war in der Tat so schmutzig, dass man nicht mehr sagen konnte, welcher der Flecken auf dunkle Pigmente zurueckzufuehren war und welcher auf den Matsch im Hof. Also lockten wir das arme nichtsahnende Tier an seiner Leine (es trug eine Art Harnisch um die Brust, wie man ihn auch manchmal bei Hunden sieht) und mithilfe eines Topfes voll Koernern, die ich nach Haensel &amp;amp; Gretel-Manier vor seiner Schnauze plazierte auf die Strasse.&lt;br /&gt;Dort hatte Brandy-san bereits einen Eimer warmes Wasser, Seife, sowie einige Buersten und Schrubber bereitgestellt. Schon beim Anweichen des Schmutzes mit Wasser fing es an zu quitschen, als hinge sein Leben davon ab. Das wurde auch nicht besser, als die Buersten zum Einsatz kamen, doch bald fanden wir heraus, dass man es sehr gut mit Futter ablenken konnte. Waehrend der eine es also mit ein paar Koernern beschaeftigte, nahm es von den Bemuehungen des anderen, es sauberzuschrubben, keine Notiz mehr. Das klappte aber natuerlich nicht mehr, als die Schnauze selbst an der Reihe war, doch nach gut zwei Stunden konnten wir es beinahe blitzeblank von diesen Qualen erloesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war sogar noch dort, als Buddha endlich den graesslichen Harnisch loswurde, den es seit fast zwei Jahren trug, denn ich half dabei, einen Zaun um das Huehnerhaus zu bauen, welches sein neues Zuhause werden sollte. Die Huehner selbst wuerden in einem groesseren Schuppen untergebracht werden, denn Ma-san wollte bald anfangen sie zu zuechten.&lt;br /&gt;Ich dachte, das Schweinchen wuerde Freudenspruenge machen, als es endlich frei war, doch nichts dergleichen. Es hing nur mit der Nase im Matsch und wedelte mit dem Schwanz, als es sich seinen Weg durch das neue Terretorium wuehlte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber genau wie schon bei anderen Gastfamilien, bestand meine Zeit in mori no ie nicht nur aus Arbeit (wie ich die interesannten Taetigkeiten trotzdem nennen muss, da sie sehr den Koerper ermuedeten) sondern auch aus Ausfluegen und Unterricht.&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5554079627276174002" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; CURSOR: hand; HEIGHT: 240px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQN_oYHwrI/AAAAAAAAAXI/ka2EGTGQtm0/s320/IMG_7085.JPG" border="0" /&gt;Uns wurde gezeigt, wie man selbst Bier braut und abfuellt. (Lustigerweise verwendete Ma-san dafuer als Grundlage deutschen konservierten Hopfen)&lt;br /&gt;An einem anderen Vormittag nahm er uns mit zu seiner Tanzgruppe, die sich hin und wieder trifft und, durch Trommeln begleitet, Afrikanische Taenze probt. Das machte sehr viel Spass, denn wenn man eine lange Zeit in einem fremden Land verbringt, erscheinen einem dort andere Kulturen ebenso aufregend, wie im eigenen Land. Wir bekamen sogar Einfuehrungsunterricht im Trommeln.&lt;br /&gt;Als wir Besuch von der Australierin hatten, machten wir alle zusammen einen Ausflug zu einem grossen Gebirgsbach, der durch einen herrlichen, und nun im Herbst bunten Wald floss. Wir erklommen ein ganzes Stueck des Berges auf schoenen Holztreppen und -wegen, die wiederum auf Stelzen standen. Man ging praktisch auf Laminat, nobler ist eine Wanderung kaum moeglich. :) &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: left"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQOAUlFg8I/AAAAAAAAAXY/TSRfPJwnCkc/s1600/IMG_7030.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5554079639141712834" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 240px; CURSOR: hand; HEIGHT: 320px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQOAUlFg8I/AAAAAAAAAXY/TSRfPJwnCkc/s320/IMG_7030.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Anschliessend fuhr Ma-san an einem Tempel vorbei, in dem ein gigantisch grosser, uralter Baum stand. Man datierte ihn auf mindestens 1.500 Jahre! &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: left"&gt;Nachdem wir auch diesen ausgiebig bewundert hatten zeigte uns unser Gastvater auch noch ein Noh-Theater, das zwar nur 100 Jahre alt war, aber dennoch beeindruckte. Wir bekamen eine richtige Fuehrung, nicht nur hinter, sondern auch unter die Kulissen und durften mit einigen der Requisiten, wie alten Samuraischwertern posieren. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: left"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQN_EztE4I/AAAAAAAAAXA/QIfUaOWsUCs/s1600/IMG_7057.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5554079617728189314" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; CURSOR: hand; HEIGHT: 240px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQN_EztE4I/AAAAAAAAAXA/QIfUaOWsUCs/s320/IMG_7057.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: left"&gt;&lt;br /&gt;Alles in allem verging meine Zeit durch all diese aufregenden Events sehr schnell, obwohl es an ein paar besonders langen und harten Tagen nicht so schien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine naechste Station wuerde die Praefektur Hyogo sein, wo meine neue Gastfamilie in Suwa lebte. Da ich meine Reisekasse schonen wollte, hatte ich beschlossen ueber Nagoya und Osaka dorthin zu trampen. Sehr zur Belustigung meines Gastvaters, der sich meines Erfolges nicht sicher war. Zudem war ich wohl der erste WWOOFer der etwas in dieser Art betrieb und er wollte es sich nicht entgehen lassen, mich zu beobachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich praeparierte mir also mal wieder ein Schild und stellte mich damit am Morgen meiner Abreise an die Strasse.&lt;br /&gt;Tatsaechlich begleiteten mich alle anderen WWOOFer und meine Gastfamilie bis dorthin und wollten allen Ernstes warten, bis mich ein Auto mitnahm.&lt;br /&gt;Doch ich fuerchtete, die Autofahrer koennten denken, ich sollte fuer die ganze Gruppe eine Mitfahrgelegenheit ergattern und wuerden aus diesem Grund gar nicht erst anhalten. Deshalb gelang es mir am Ende doch, sie zu ueberzeugen mich allein zu lassen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-79423905135418852?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/79423905135418852/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/11/mori-no-ie-arbeiten-in-kashimo.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/79423905135418852'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/79423905135418852'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/11/mori-no-ie-arbeiten-in-kashimo.html' title='Mori no ie - Arbeiten in Kashimo'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TRQN_-MF34I/AAAAAAAAAXQ/j4nRm5yZaWA/s72-c/IMG_7033.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-8932885581594177561</id><published>2010-11-07T22:34:00.000-08:00</published><updated>2010-11-11T23:47:19.291-08:00</updated><title type='text'>Urlaub auf Amerikanisch - Toyama</title><content type='html'>In Takayama angekommen, teilte ich Mario-san (Nanakos Freundin) meinen Plan mit, versuchen zu wollen, nach Shirakawago zu trampen. Der Bus war doch recht teuer und bisher hatte ich damit ja immer Glueck gehabt. Sie meinte, dass ich gar keine schlechten Chancen haette, weil dieses Dorf sehr beruehmt ist und viele Leute dorthin fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings war die Stadt selbst kein guter Startpunkt und so fuhr Mario-san mich ein paar Kilometer weiter, zu einer "michi no eki" - was uebersetzt so viel wie "Strassenbahnhof" heisst und nichts weiter ist, als eine Raststaette.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNeh5LQCBPI/AAAAAAAAAWM/FTYdUlfdmso/s1600/IMG_6795.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNeh5LQCBPI/AAAAAAAAAWM/FTYdUlfdmso/s400/IMG_6795.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537072270519960818" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dort half sie mir sogar, einen alten Pappkarton mit meinem Wunschziel auf Japanisch zu beschriften. So wuerde ich bestimmt jemanden finden, der mich mitnahm.&lt;br /&gt;Zum Abschied kaufte sie mir ein paar Kekse und versprach, in zwei Stunden wieder vorbeizukommen um mich aufzulesen, falls ich keinen Erfolg gehabt haben sollte. Dann wuerde sie mich zum Bahnhof bringen, wo ich doch noch den Bus nach Shirakawago nehmen koennte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So verabschiedeten wir uns und ich lenkte meine Schritte, das Pappschild unter dem einen Arm, erstmal Richtung Toilette.&lt;br /&gt;Als ich die Kabine verliess, stand an den Waschbecken bei meinem Rucksack eine Dame, die offensichtlich auf mich wartete und fragte, ab dieses Gepaeck mir gehoere.&lt;br /&gt;Ich befuerchtete schon, ich haette meine Sachen dort widerrechtlich abgestellt (obwohl ich keine Verbotsschilder sehen konnte, aber die Japaner sind in vielen Dingen etwas eigen) und wollte mich schon entschuldigen, als die Frau auf das Pappschild zeigte und sich erkundigte, ob ich dorthin wolle.&lt;br /&gt;Ich bejahte, woraufhin sie davonwuselte, mir ungeduldig winkend, ich solle ihr folgen.&lt;br /&gt;Im Gehen erzaehlte sie mir, sie und ihr Mann kaemen an Shirakawago vorbei und koennten mich dort absetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat man von so unverschaemten Dusel schon gehoert? Waere ich aberglaeubisch, wuerde ich vermuten, dass dafuer das Pech eines Tages geballt ueber mich hereinbrechen muesse...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir quetschten also meinen dicken Rucksack in den Kofferraum und fuhren los. Unterwegs schrieb ich Mario-san noch eine kurze SMS, dass ich Erfolg gehabt habe und sie sich nicht weiter Sorgen muesse.&lt;br /&gt;Die Fahrt verlief still. Das Ehepaar redete viel miteinander auf schnellem Japanisch und fragten mich kaum aus. Doch das war mir sehr recht. Ich war etwas muede und so konnte ich einfach aus dem Fenster gucken und die herbstlich-bunte Landschaft vorbeisausen sehen. Ein Auto war doch etwas Schoenes. Jedenfalls in manchen Situationen. Ansonsten bleibe ich meinem Rad treu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir waren nach meinem Zeitgefuehl vielleicht gerade eine Dreiviertelstunde gefahren, da wiesen sie nach rechts, wo sich ein kleines Dorf malerisch in ein Tal schmiegte. Dort laege Shirakawago, erklaerten sie mir.&lt;br /&gt;Ich konnte von hier noch kein einziges Strohdach erspaehen und dachte, ich haette mir das alles vielleicht falsch vorgestellt, doch als wir die kleine Dorfstrasse entlangfuhren, hoerten die Backstein- und Betonhaueser an einer Stelle urploetzlich auf und stattdessen erhoben sich strohgedeckte Huetten gen Himmel, der mit seiner azurblauen Farbe einen tollen Kontrast herstellte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNehfWiPVeI/AAAAAAAAAWE/HFAmZKkUE3g/s1600/IMG_6798.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNehfWiPVeI/AAAAAAAAAWE/HFAmZKkUE3g/s320/IMG_6798.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537071826872522210" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Diese, von der UNESCO als Weltkulturerbe erklaerten Huetten werden auch "gassho-zukuri" genannt, was soviel wie "betende Haeuser" bedeutet, da die Daecher wie zwei, zum Gebet aneinandergelegte Haende aussehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier verabschiedete ich mich von dem netten Ehepaar, das spontan beschlossen hatte, sich die Sache auch einmal anzusehen, wo sie schon einmal dort waren.&lt;br /&gt;Ich suchte erstmal einen Supermarkt auf, um dort mein Schild in einem der Muelleimer loszwerden und mir etwas zu trinken zu kaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNehK-TcvaI/AAAAAAAAAV8/Yc8Qh2EbWLQ/s1600/IMG_6802.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNehK-TcvaI/AAAAAAAAAV8/Yc8Qh2EbWLQ/s320/IMG_6802.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537071476770651554" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Als ich das Geschaeft wieder verliess, traf ich an der Strasse ein Paerchen, die Taiwanesin Emily und den Muenchner Markus. Wir verstanden uns gleich gut und nachdem wir fuer Markus eine Post gefunden hatten, wo er Geld abheben konnte, schlenderten wir gemeinsam durch das Dorf.&lt;br /&gt;Sie zeigten mir sogar ein Infobuero, wo man Busfahrkarten kaufen und sein Gepaeck einlagern konnte. Das tat ich auch sofort mit meinem schweren Rucksack.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So erleichtert fuehrten wir unseren kleinen Spaziergang fort, ich wurde sogar auf einen Kaffee eingeladen, bis es fuer die beiden Zeit war, ihr Gepaeck zu holen und sich zur Bushaltestelle zu begeben. Sie wollten die Nacht in einem anderen, kleineren Gassho-Zukuri-Dorf (Ainokura) verbringen, das von Touristen nicht so ueberlaufen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNeg2vXcGII/AAAAAAAAAV0/Lk5vbs4pnrU/s1600/IMG_6809.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNeg2vXcGII/AAAAAAAAAV0/Lk5vbs4pnrU/s400/IMG_6809.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537071129163470978" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Auch ich hatte vorgehabt, in einer der beruehmten Huetten zu uebernachten und mich zuvor in der Touristeninformation nach einem freien Platz erkundigt, doch da genau an diesem Tag ein Festival stattfand, war alles schon lange ausgebucht. Die Dame musterte mich daraufhin abschaetzend und fragte, wie hoch mein Budget sei, fuer 30.000 Yen sei sicher noch etwas in einem der besseren Hotels zu finden. (Das entspricht in etwa 300 Euro!)&lt;br /&gt;Nun, ich brauche hier niemandem etwas vorzumachen - mein Budget hatte unter diesen Umstaenden nicht einmal fuer eine Stunde in einem dieser Hotels gereicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So beschloss ich, die Nacht in den Bergen in meinem Zelt zu verbringen. Markus hatte mir erzaehlt, dass er mit Emily zu einem Aussichtspunkt gegangen war, der nur etwa 10 Minuten entfernt lag und dort gaebe es genug Moeglichkeiten unbehelligt zu campen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also machte ich mich auf den Weg, um mir die Sache anzusehen.  Die Aussicht auf das Dorf war wirklich herrlich und runherum gab es viele Buesche, unter denen ich mein Zelt aufschlagen konnte.&lt;br /&gt;S0 machte ich mir einen restlichen schoenen Tag im Dorf, kaufte ein Gastgeschenk fuer Kati und heisse Maissuppe in der Dose, Milchbroetchen, Mohrrueben und eine Flasche Wasser als Proviant.&lt;br /&gt;Ich wurde nicht ins Tal zurueckkehren, da ich oben am Aussichtspunkt ein Schild zur Autobahn gesehen hatte, wo ich morgen zunaechst mein Glueck versuchen wollte, Richtung Toyama zu trampen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNeghSE2fmI/AAAAAAAAAVs/wcqqu6igYsw/s1600/IMG_6810.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNeghSE2fmI/AAAAAAAAAVs/wcqqu6igYsw/s400/IMG_6810.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537070760523628130" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Gegen halb sechs, als es langsam daemmerte, holte ich meinen Rucksack von der Information und stieg den Berg hinauf. Als ich mein Zelt aufgebaut und mein Abendbrot aus Maissuppe und Broetchen unter dem schoenen Ausblick verspeist hatte, war es schon ganz dunkel.&lt;br /&gt;Nun schimmerten nur noch die entferten Lichter der erleuchteten Fenster und Shemen der Huetten zu mir hinauf, die von einem grossen Strahler sanft beleuchtet wurden.  Ich fragte mich, ob man unter diesen Umstaenden eine gute Nacht dort unten verbringen konnte, mit dem Strahler, der heller schien als der Mond...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oft hielten Autos und Menschen stiegen aus, die diese Szenerie ebenfalls geniessen wollten. Auch, als ich schon lange in meinem Schlafsack lag, hoerte ich dann und wann Autotueren knallen, Schritte auf knirschendem Kies, die an meinem Zelt vorbeikamen und ab und zu Geraschel im Gebuesch. Gedaempft erklang die Trommelmusik des Festivals sogar noch bis hierher und wiegte mich in den Schlaf. Dennoch konnte ich nicht wirklich tief schlafen, aber dafuer genoss ich am naechsten Morgen die frische Luft und den Sonnenaufgang ueber den Bergen umso mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fruehstueckte, packte in aller Ruhe meine Sachen und begab mich auf die kleine Strasse Richtung Autobahn.&lt;br /&gt;An einer Abzweigung zoegerte ich. Ich zog meine Karte zu Rate, konnte aber nicht entscheiden, welcher Weg besser sei. Beide fuehrten zu unterschiedlichen Autobahnen und es gab leider keine direkte Verbindung nach Toyama. Ein Auto fuhr langsam an mir vorbei, bog in die rechte Strasse ein und als es schon fast ausser Sicht war, hielt es in einer Kurve an.&lt;br /&gt;Ich sagte mir, wenn ich diese Strasse waehlte, haette ich vielleicht die Chance, dass mich der Fahrer moeglicherweise mitnahm... Und genau so war es. Als er sah, welchen Weg ich waehlte, stieg er aus und kam auf mich zu. Offensichtlich hatte er nur darauf gewartet, wie ich mich entscheiden wuerde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er war Rentner und wollte heute einen Ausflug in die Naehe von Kamikochi, nach Nagano machen. Wir luden gemeinsam meinen Rucksack in den Kofferraum und ich bedankte mich mehrmals. Ich war froh, dass ich mal wieder so einfach einen Lift gefunden hatte. Mir war momentan auch egal, wohin es ging. Zeit hatte ich genug - bei Kati hatte ich mich erst fuer morgen angemeldet und solange er mich in irgendeinem Ort ablud, wo ich eine Zug nehmen konnte, war es mir recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNegN4Zc3-I/AAAAAAAAAVk/JwkggfZiT2A/s1600/IMG_6828.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNegN4Zc3-I/AAAAAAAAAVk/JwkggfZiT2A/s320/IMG_6828.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537070427213193186" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir fuhren die kleine, enge Bergstrasse entlang, die sich oft wand und links und rechts mit den herrlichen bunten Baeumen bewachsen war. Sonst gab es nichts. Nur Berge und Baeume fuer mindestens eine Stunde! Da waere ich schoen gewandert mit meinem schweren Rucksack!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch auf diese Weise konnte ich diese wunderschoene Landschaft geniessen.  Mein Sankt Martin  war auch ein freundlicher, unterhaltsamer Genosse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er war etwas betruebt, dass er mir nicht sehr weit helfen konnte, denn nach dieser Bergstrasse musste ich nach Westen und er gen Norden, nach Nagano. Er redete sehr schnelles Japanisch und es war fuer mich wirklich anstrengend ihm zu folgen und alles zu verstehen.&lt;br /&gt;Aber die Muehe lohnte sich, denn er fragte mich, ob ich heute noch etwas vorhabe, und nachdem ich verneinte, lud er mich ein, mit ihm den Ausflug nach Nagano zu machen. Gluecklich sagte ich zu, denn als ich damals bei Kazuko-san gearbeitet hatte, wollte ich unbedingt in die Berge nach Kamikochi und dass mir das nun wider Erwarten doch vergoennt war, sah ich als wahres Geschenk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fuhren eine ganze Weile durch laendliche Gegenden, ab und zu musste sich auch mein Ojiisan nach dem Weg erkundigen, trotz neustem Navigationssystem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNefk5vvCsI/AAAAAAAAAVc/0sGPMNCLADo/s1600/IMG_6841.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNefk5vvCsI/AAAAAAAAAVc/0sGPMNCLADo/s400/IMG_6841.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537069723200457410" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Schliesslich waehlte er eine kleine Strasse und wir fanden uns inmitten eines Gebirges wieder.&lt;br /&gt;Hier gab es sogar eine Seilbahn, mit der man fahren konnte. Er war ganz versessen darauf, sie mir zu zeigen und so warteten wir einige Minuten, bis sie sich in der Ferne in unser Blickfeld schob.&lt;br /&gt;Wir standen auf einer Art Plateau und er erklaerte mir, dass das eigentlich ein Hubschrauberlandeplatz war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von hier bot sich eine besonders schoene Aussicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir uns nach etwa einer halben Stunde auf den Weg zurueck zum Auto machten, fragte Ojiisan mich, wie mein Verhaeltnis zu Onsen stuende und war hocherfreut, als ich erzaehlte, ich moege sie dermassen gern, dass ich am liebsten einen davon nach Stuttgart importieren wuerde!&lt;br /&gt;Er wollte mir gerne eine sehr beruehmte heisse Quelle zeigen, die ganz in der Naehe war.&lt;br /&gt;Und dann lud er mich dorthin ein!&lt;br /&gt;Spaeter, als wir uns sauber und erhitzt im Warteraum wieder trafen, wollte er gern noch etwas essen, bevor es weiterging. Und auch hier war ich machtlos gegen seine Grosszuegigkeit, denn fuer ihn stand es ausser Frage, dass er mich auch noch zum Essen einlud! Es gab Udon mit dicken Nudeln und schmeckte herrlich...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach diesem magenwaermenden Mahl brachen wir auf. Ojiisan wollte mich an einer michi no eki absetzen, da ich von dort mehr Erfolg haette, ein Auto nach Toyama zu finden. Er wohnte naemlich in Nagoya und das lag an der Ostkueste - also genau entgegengesetzt von meinem Zielort.&lt;br /&gt;Doch die erste Raststaette kam und ging, ohne dass er auch nur die Geschwindigkeit aenderte. Auf meinen fragenden Blick hin meinte er nur, etwas weiter sei eine andere, die geschickter laege.&lt;br /&gt;Allerdings stellte sich das "etwas weiter" als gute 15 Kilometer heraus.&lt;br /&gt;Aber auch hier hielt er nicht und als ich ihn, nun wirklich verwundert fragte, warum er weiterfuehre, da erklaerte er mir, nicht alle Menschen seien nett und er wuerde sich einfach Sorgen um mich machen und daher lieber direkt nach Toyama bringen!&lt;br /&gt;Natuerlich versuchte ich, ihm das auszureden, doch es war vergebens. Ihm mache das Autofahren ohnehin Spass, deshalb solle ich mir keinen Kopf machen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sagt sich so leicht. Immerhin brachte ich ihn um einen erholsamen Tag.&lt;br /&gt;Als wir in Toyama ankamen, sah er auch wirklich muede aus und ich wollte ihn gern auf einen Kaffee einladen, doch den schlug er einfach aus! Nachdem ich meine Sachen ausgeladen hatte, verabschiedete er sich auch gleich von mir und brauste winkend davon.&lt;br /&gt;Ich stand, von meinem Dusel noch immer etwas ueberrumpelt, am Strassenrand und musste mich erstmal sortieren. Eigentlich hatte ich ja erst am naechsten Tag hier ankommen wollen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So setzte ich mich erstmal bei einem Springbrunnen auf eine Bank und uebelegte. Zwar war es unwahrscheinlich, dass Kati meine Nachricht rechtzeitig lesen wuerde, aber ich schrieb ihr von meinem Handy aus trotzdem erst einmal eine E-mail, erklaerte die Situation und bat sich, mich schon heute Nacht bei sich aufzunehmen. (Ich traute mich nicht, sie anzurufen, weil sie um diese Zeit vielleicht gerade arbeitete. Sie unterrichtet Englisch und mitten in ihrer Stunde anzurufen war bestimmt nicht gern gesehen)&lt;br /&gt;Dann machte ich mich auf den Weg zum Bahnhofsgebaeude, denn dort konnte ich mich schonmal nach guenstigen Unterkuenften und einem Internetcafe erkundigen. Ein Businesshotel gab es in der Naehe fuer 1.900 Yen und Internetzugang sogar sehr guenstig direkt im zweiten Stock des Bahnhofs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also erkundigte ich mich zunaechst in dem Hotel nach freien Zimmern. Doch auch hier war aufgrund eines Festivals alles ausgebucht. Dann stand es wohl mit den anderen billigen Unterkuenften aehnlich.&lt;br /&gt;Deshalb suchte ich am Bahnhofs-PC nach Internetcafes in der Naehe. Dann wuerde ich die eine Nacht eben dort verbringen. Das war auch weitaus flexibler, falls Kati mich doch noch kontaktieren sollte. Ich hatte auch Erfolg und fand eines, keine zwei Strassen weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schulterte wieder meinen Rucksack und machte mich auf den Weg um herauszufinden, ob man dort schlafen konnte. (Ist zwar normalerweise so, aber man kann nie wissen...)&lt;br /&gt;Als ich an der Kreuzung ankam, wo es haette sein sollen und ich mich gerade bei einem netten Restaurantbesitzer danach erkundigte, hoerte ich auf einmal hinter mir jemanden meinen Namen rufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war Kati!&lt;br /&gt;Sie kam auf mich zugeradelt und laechelte.&lt;br /&gt;Was fuer ein Zufall aber auch! Sie hatte meine E-mail natuerlich noch nicht gelesen, war aber gerade auf dem Heimweg von einem Arztbesuch.&lt;br /&gt;Gluecklicherweise war es auch kein Problem fuer sie, mich schon heute Nacht zu beherbergen. Im Gegenteil. Ihr Freund war zur Zeit auf Geschaeftsreise in China und sie langweile sich zu Tode.&lt;br /&gt;Sie lachte nur ueber meine "unangemessene Ruecksichtsnahme", wie sie es ausdrueckte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr Appartement war auch gar nicht weit entfernt. Nach nur 10 Minuten standen wir schon davor und sie erklaerte mir die PIN-Nummer fuer den automatischen Tueroeffner.&lt;br /&gt;Die Wohnung war ein wenig kleiner als die von Claus, aber definitiv groesser als Lottis. Es gab ein relativ grosses Badezimmer, die Kuechenzeile befand sich nicht eingeklemmt im Flur, sondern in einem kleinen Vorzimmer und das Schlaf- oder Wohnzimmer liess sich mit Faltwaenden abtrennen. Dort passten leicht vier Matratzen nebeneinander und ich bekam auch sofort meine eigene Ecke. Kati stellte mir sogar einen kleinen Tisch hinein, worunter und worauf ich meine Sachen unterbringen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die folgenen Tage waren sehr erholsam. Ich tat nicht besonders viel. Da Kati meisstens von Nachmittags bis Abends arbeitete, standen wir erst spaet auf, fruehstueckten, gingen einkaufen, kochten gemeinsam Mittagessen, redeten und alberten viel herum und manchmal kamen ihre Freundinnen zu Besuch.&lt;br /&gt;Ihre beste Freundin kannte sie schon ihr ganzes Leben. Jules war auch Amerikanerin und wohnte im selben Gebaeude. Auch ihr Freund hauste nur zwei Stockwerke ueber ihr.&lt;br /&gt;Das war natuerlich sehr praktisch fuer Kati. So war sie zumindest nie alleine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie unterrichtete mich auch in Amerikanischer Kueche. So durfte ich Pancakes mit Ahornsirup, Oatmeal (In Wasser gekochte Haferflocken mit Rosinen) und diverse Smoothis aus Fruechten, Milch, Haferflocken, Erdnussbutter u. v. m. kosten. Allerdings stellte ich fest, dass ich Erdnussbutter ueberhaupt nichts abgewinnen kann!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab und zu unternahmen wir auch Ausfluege.&lt;br /&gt;In Toyama gibt es viele schoene Orte und ein paar interessante Museen, die ich erkundete, wenn Kati gerade arbeitete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNeez1WrrHI/AAAAAAAAAVM/79wOi9JI5e0/s1600/IMG_6862.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNeez1WrrHI/AAAAAAAAAVM/79wOi9JI5e0/s320/IMG_6862.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537068880208047218" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Einer meiner Lieblingsplaetze wurde der "Berg der 1.000 Buddhas". Der Name an sich erklaert schon ziemlich gut, worum es sich dabei handelte.&lt;br /&gt;Unendlich viele Steinfiguren reihten sich dicht an dicht den Huegel hinauf und dazwischen gab es eine ausgetretene Steintreppe, die man bis zum Gipfel erklimmen konnte.&lt;br /&gt;Von dort aus hatte man eine tolle Sicht auf die Stadt. Leider gefiel das scheinbar auch den Muecken sehr gut, denn lange konnten wir dort nicht verweilen, ohne aufgefressen zu werden. Dabei war es schon Ende Oktober!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Wochenende hatte Kati frei und so machten wir alle zusammen einen Ausflug nach Kurobe.&lt;br /&gt;Das ist eine huebsche kleine Stadt in den Alpen, inmitten unberuehrter Natur an einem grossen Fluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier konnte ich auch meine ersten Japanmakaken hautnah sehen - und natuerlich fotografieren! Ich hatte schon bei Nanako einen dieser rotgesichtigen Affen gesehen, aber nur vom Auto aus, wie er auf einem Baum sass.&lt;br /&gt;Hier sassen sie auf der Strasse! Und auf den Gleisen der kleinen Gebirgsbahn, mit der wir spaeter weiterfahren wuerden.&lt;br /&gt;Sie wanderten ganz gemaechlich herum, als wuessten sie, dass man ihnen hier nichts antun wuerde. Das war wirklich um einiges beeindruckender als im Zoo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNedqESwQ8I/AAAAAAAAAU8/jkd_rDdaPP8/s1600/IMG_6940.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNedqESwQ8I/AAAAAAAAAU8/jkd_rDdaPP8/s200/IMG_6940.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537067612907783106" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNeeHhQCvrI/AAAAAAAAAVE/_Rsk4zyCCJA/s1600/IMG_6935.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNeeHhQCvrI/AAAAAAAAAVE/_Rsk4zyCCJA/s400/IMG_6935.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537068118897245874" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Einwohner schienen das gewohnt zu sein, denn sie beachteten die Affen kaum. Fast so, als handele es sich um streunende Katzen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider kamen bald noch mehr Touristen hinzu und das wurde den Tieren dann wohl doch ein wenig zu viel und sie verzogen sich hinter eine Absperrung des Bahnhofs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also liessen wir sie in Ruhe und gingen unsere Fahrkarten fuer die kleine Gebirgsbahn kaufen.&lt;br /&gt;Wir entschieden uns fuer die offene Variante, die nur ein Dach, aber keine Waende hat, denn es war zwar bewoelkt, regnete aber nicht.&lt;br /&gt;Wir fuhren am Grat einer tiefen Schlucht entlang, die der Fluss geschaffen hatte und sich dort breit und von tuerkies-blauer Farbe noch immer entlangwaelzte.&lt;br /&gt;Einen Staudamm gab es auch zu bewundern und viele kleine und grosse rote Bruecken, die sich ueber die Schlucht spannten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir stiegen an einem kleinen Bahnhof aus, wo das Bahnhofsgebaeude und ein Restaurant die einzigen Gebaeude waren, und gingen zum Fluss hinunter. Reissend bahnte er sich seinen Weg, machte aber troztdem kaum Laerm dabei.&lt;br /&gt;Wir wollten in einen Onsen gehen, den es hier geben sollte, aber wir hatten das wohl ein bisschen falsch verstanden, denn es handelte sich dabei um keinen, wie ich sie bisher kennen gelernt hatte.&lt;br /&gt;Am Rand des Flusses, wo eine Menge Geroell und riesige Steine lagen, bildeten diese natuerliche Becken im Boden, in denen sich Wasser gesammelt hatte. Doch kein Flusswasser, denn diese kleinen Lachen waren richtig heiss und Dampf stieg in die kalte feuchte Luft...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir planschten mit den Fuessen in den Becken, bauten Sandburgen, liessen Steine huepfen und kletterten ueber die Felsen am Ufer entlang. Es war ein schoener Nachmittag und wir gingen erst, als es leicht zu nieseln anfing.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNecZfly-iI/AAAAAAAAAUs/DYldS0GJ-8c/s1600/IMG_6951.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNecZfly-iI/AAAAAAAAAUs/DYldS0GJ-8c/s400/IMG_6951.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537066228666006050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ausserdem hatten wir uns beim Verlassen des Bahnhofs fuer einen bestimmten Zug zurueck anmelden muessen und dieser wuerde auch demnaechst fahren.&lt;br /&gt;Die Rueckfahrt war nicht mehr sehr angenehm. Bis auf unsere Fuesse waren wir ziemlich unterkuehlt und der Fahrtwind blies uns frisch und tropfengeschwaengert entgegen. Doch das konnte unsere Stimmung nicht trueben, hatten wir doch einen schoenen Tag gehabt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf diese Weise verging mein Urlaub in Toyama wie im Flug. Zumal ich jeden Tag Katis Laptop zur Verfuegung hatte und dieses sogar ueber Internet verfuegte. Endlich konnte ich mal wieder nach Herzenslust viele Stunden am PC verbringen, Filme auf YouTube sehen, Onlinebuecher lesen (obwohl es sogar eine Buecherrei direkt gegenueber mit einer kleinen Englischen Abteilung gab) und mit meiner Familie skypen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Essen war natuerlich auch ausnahmslos westlich: Toast mit Marmelade, Haferflocken, Spaghetti in allen Variationen und das Wichtigste: Schwarztee mit Milch! Das vermisste ich ganz besonders! Misosuppe zum Fruehstueck war zwar auch nicht uebel, aber gegen meinen gewohnten Schwarztee kam einfach nichts an und ich konnte ihn sogar Kati schmackhaft machen, die sonst nur Kaffee trank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allzu bald war diese herrliche faule Zeit leider vorbei und der Tag der Abreise naehrte sich. Aber irgendwie freute ich mich auch schon wieder darauf, etwas Neues zu sehen und wieder etwas Sinnvolles zu tun. Zum Abschalten war der Urlaub genau richtig gewesen, aber mein Auslandsjahr wollte ich hauptsaechlich schon etwas Erlebnisreicher gestalten...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kati stand mit mir am Morgen frueh auf und begleitete mich noch bis zum Bahnhof. Dann verabschiedeten wir uns, ich versprach zu schreiben und machte mich schliesslich auf den Weg zum Zug Richtung Gifu. Diesmal ging es allerdings nicht nach Gero, sondern nach Kashimo, ein Ort etwas weiter oestlich. Ich hatte diese Familie mit zwei kleinen Jungs bereits bei Nanako-san angeschrieben und die Zeit dort versprach sehr interessant zu werden. Ich war schon gespannt, was mich wohl erwartete...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-8932885581594177561?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/8932885581594177561/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/11/urlaub-auf-amerikanisch-toyama.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/8932885581594177561'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/8932885581594177561'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/11/urlaub-auf-amerikanisch-toyama.html' title='Urlaub auf Amerikanisch - Toyama'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TNeh5LQCBPI/AAAAAAAAAWM/FTYdUlfdmso/s72-c/IMG_6795.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-4452292387236797736</id><published>2010-10-26T17:59:00.000-07:00</published><updated>2010-11-07T22:34:09.124-08:00</updated><title type='text'>Gifu - wo Kuehe entlaufen und Baumhaeuser aus Lehm sind</title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;div&gt;Als ich meine Busfahrkarte gekauft hatte und mich an das Terminal begab, warteten dort schon einige andere Leute. Viele trugen Trekkingkleidung und kleine Rucksaecke. Offensichtlich wollten sie in den Bergen wandern. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es faellt mir inzwischen leicht, unverbindliche Gespraeche zu beginnen und bald unterhielten sich zwei nette Frauen ausgelassen mit mir, boten mir von ihrem Proviant an und fragten mich aus. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Als wir im Bus sassen und ich einen letzten Blick auf Matsumotos Strassen warf, winkte mir zu meiner grossen Ueberraschung Antonia von einer Kreuzung aus zu. Ich winkte zurueck, als wir gerade in die Strasse einbogen, die uns Richtung Alpen fuehren sollte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TMd9903uVrI/AAAAAAAAAT8/puu-uDSqz2I/s1600/IMG_6667.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TMd9903uVrI/AAAAAAAAAT8/puu-uDSqz2I/s400/IMG_6667.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5532529168365803186" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Und das Geld fuer das Ticket zahlte sich aus! &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Der Blick auf die Gipfel war einfach fantastisch, noch dazu war das Wetter gut und ich hatte als Sitznachbarn die beiden netten Damen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Allerdings dachten sie wohl, ich langweile mich und so sprachen sie weiter mit mir. Aus Hoeflichkeit antwortete ich natuerlich, aber ich haette in diesem Moment lieber einfach nur weiter aus dem Fenster gesehen...&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sich lange auf Japanisch zu unterhalten ist nach wie vor auf Dauer anstrengend fuer mich.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Spaeter, als sie an einem beruehmten Onsen ausstiegen, kam eine der anderen Businsassinnen  nach kurzer Zeit zurueck und gab mir schnell noch eine kleine Plastiktuete mit ein paar Kraeckern und etwas zu Trinken. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es sind immer wieder kleine Gesten wie diese, die fuer mich einen Tag zu etwas Besonderem werden lassen, bevor er ueberhaupt richtig begonnen hat. Die einfache Tatsache, dass hier, zwischenmenschlich gesehen noch etwas stimmt, das in anderen Kulturen leider fast verloren ist.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Takayama ist eine sehr huebsche Stadt. Frei von Wolkenkratzern hat sie etwas Leichtes, Offenes an sich. Kleine Gassen, davon einige in altertuemlichen Stil, erstrecken sich links und rechts der Hauptstrasse und an ihrem Ende steigt das Gelaende leicht an und dort reiht sich Tempel an Tempel.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;In einem davon befand sich meine Jugendherberge und ich muss sagen, dass keine zuvor so ideal gelegen war. Ein von Baeumen umgebener Tempelhof sorgte fuer etwas Privatsphaere vor den Touristen und unter uns breitete sich die Stadt in alle Richtungen aus.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich liess mein Gepaeck im Zimmer und schlenderte den ganzen Tag einfach nur durch die Gassen, kaufte ein Geschenk fuer meine neue Gastfamilie und schrieb ein paar Karten. Ich hatte sogar einen Fernseher, aber ausser den ueblichen hektischen Talkshows, die, anders als in Deutschland, eine Menge Entertainment von Promineten (die ich natuerlich nicht kannte) boten, lief leider nichts.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Am naechsten Morgen nahm ich den Zug bis Gero, wo mich Nanako-san, meine Gastmutter abholen wuerde. Mit mir sass ein grosses, blondes Maedchen mit im Abteil und als sie an der gleichen Haltestelle ausstieg wie ich, stellte sich heraus, dass auch sie fuer ein paar Tage bei der gleichen Gastfamilie arbeiten wuerde wie ich. Kati war Amerikanerin. Sie arbeitete normalerweise in Toyama als Englischlehrerin, hatte aber ungewoehnlicherweise einmal vier Tage am Stueck frei und deshalb beschlossen, diesen kleinen Urlaub besonders zu gestalten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Gemeinsam fuhren wir also wenig spaeter im Auto zu Nanako-sans Farm. Ausser uns, so erzaehlte sie uns, habe sie derzeit noch drei weitere Helfer: Emy und Rita aus Taiwan und Hiroshi, ein Japaner der in der Gegend wohnte und nur am Wochenende kam.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir liessen die Sachen im Auto und ueberquerten zusammen die Kuhweide, bis wir vor einem Baumhaus standen. Allerdings war es ein merkwuerdiges Baumhaus, denn es bestand nicht aus Holz sondern aus Lehm und hatte die Form einer Halbkugel. Kleine Fenster waren hineinmodelliert worden und jetzt rief Nanako-san etwas in die Wipfel des Baumes, in dem das ganze Gebilde auf einer Holzplatte ruhte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Drei Koepfe linsten ueber die Bruestung und wenig spaeter standen die anderen WWOOFer vor uns. Wir wurden schnell Freunde, denn sie waren alle sehr lieb.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es zurueck zu dem Baum und diesmal durften auch wir uns in die luftigen Hoehen begeben. Wir, die wir neu waren, bekamen im Inneren der Lehmkugel ihren Platz und wir bekleisterten einen ganzen herrlichen Nachmittag lang die Waende mit einem Lehm-Stroh-Gemisch, bis wir selbst kaum noch zu erkennen waren. Ich hatte lange nicht mehr solchen Spass bei der Arbeit gehabt!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Abends fuhren wir zu einem anderen Haeuschen in der Naehe, das Nanako-san gehoerte. Hier wuerden wir allerdings nur die Naechte verbringen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Morgens standen wir immer gegen sechs auf und fuhren zurueck zu dem groesseren Farmhaus, das ihren Eltern gehoerte und wo wir unsere Arbeit verrichteten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Diese bestand aus vielen verschiedenen Dingen und war erfrischend abwechslungsreich! Kein Tag verlief wie der andere, mal abgesehen von den Mahlzeiten. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;So ernteten wir Paprika, Salat und Kartoffeln, jaeteten in den kleinen Beeten und im Garten, pflanzten Knoblauch, schaufelten kiloweise Erde von der Kuhwiese in grosse Saecke, deren Inhalt dann wiederum auf die verschiedenen Felder verteilt wurde, raeumten in einer tagelangen Aktion die Schuppen auf, reinigten dreimal pro Woche das Haupthaus, befreiten den Boden des Baumhauses von Lehmresten und wuschen die alten, lehmverschmierten grossen Plastikplanen ab.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 214px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TMd6hqU_AwI/AAAAAAAAATc/Z1HAyUdahOc/s320/IMG_2328.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5532525385964520194" border="0" /&gt;&lt;div&gt;Wenn es regnete, gab es immer etwas im Haus zu tun. (Einmal bat uns Nanako-san, einen Kuchen zu backen und die Leitung dieser Ehre fiel mir zu. Ich entschied mich fuer den gedeckten Apfelkuchen, der Natsumi damals so gut geschmeckt hatte)&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Oder wir pulten Getreidekoerner aus Aehren. Das war etwas ermuedend, wenn man den ganzen Tag damit beschaeftigt war und das Stoh piekte ueberall in der Hose, aber wir hatten waehrdessen viel Zeit zum Reden und Herumalbern.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;Eine der schoensten Alltaeglichkeiten war mit Abstand die Teepause gegen zehn. Dann setzten wir uns, wo wir gerade arbeiteten nieder, tranken Tee, ruhten aus oder assen ein paar Snacks, die Nanako immer bereithielt. Das Arbeiten nach einer kleinen Pause faellt immer um so vieles leichter und ich bin stets froh, wenn meine aktuelle Familie diese Gewohnheit hat. (Meistens ist es in den Familien mit Kindern ueblich. ^^)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Gekocht und Abgewaschen wurde uebrigens von uns allen zusammen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ausser den oben erwaehnten, kleineren Arbeiten, hatten wir auch ab und zu wirklich Interessante Aufgaben:&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;An einem sonnigen Tag holten wir zum Beispiel die Reisernte ein. Schon seit Wochen, waehrend meiner Reise durch Nagano und Gifu hatte ich ueberall auf den stoppeligen, kahlen Reisfeldern kleine Holzgestelle gesehen, ueber denen in Buendeln die Reisaehren zum Trocknen hingen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nun war es wohl an der Zeit, die vollstaendig getrockneten Koerner zu enthuelsen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dazu begaben wir uns mit einer grossen, lauten Maschine auf das Feld. Dann wurden ich, Emy und Rita (Kati war vor ein paar Tagen schon abgereist) an verschiedenen Plaetzen postiert. Wir rotierten allerdings im Verlauf der Arbeit, damit es nicht langweilig wurde und wir alles lernen konnten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nanako bediente die Maschine und lenkte sie an den Holzgestellen entlang (es gab insgesamt sieben Stueck, ueber alle Felder verteilt und jedes davon war um die 15 Meter lang) , waehrend Rita die goldenen Buendel abnahm und auf ein Tablett legte, das an der Seite des elektrischen Enthuelsers angebracht war. Nanako nahm daraufhin Buendel um Buendel und fuehrte es in eine Art Schleuse, wo jedes einzelne geruettelt und geschuettelt wurde. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Koerner flossen ueber einen Trichter in die Saecke, die hinten angebracht waren. War ein Sack voll, ertoente ein schrilles Signal und einer von uns eilte zum prallen Sack, lenkte den Trichter in einen neuen, verschloss den vollen und schleifte ihn an den Feldrand. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die geschuettelten Aehren wurden von Emy ueberprueft. Waren noch zuviele Koerner enthalten, die die Maschine nicht erwischt hatte, wurden sie an Nanako zurueckgegeben, die sie nochmals durch die Schleuse laufen lies. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die vollstaendig entkorten wurden dann wiederum von mir mit Stricken gebuendelt und ebenfalls am Feldrand gestapelt. Sie wuerden spaeter als Futter fuer die Kuehe dienen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ein anderes Mal halfen uns die Kuehe dabei, das interessante Arbeit entstand. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das Gelaende, auf dem sie grasen, besteht naemlich nicht nur aus einer Wiese, die zu einem grossen Fluss hin steil abfaellt, welcher somit eine natuerliche Sperre bildet. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Auch ein Wald erhebt sich auf einem Berg empor, bis er von einer kleinen Strasse unterbrochen wird. Und hier ist es schwer, einen wirklichen Zaun zu errichten, denn in dem Stein halten die Pfosten nicht gut. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nanako-san dachte wohl, die Erhebung an sich waere Schutz genug, doch sie irrte sich. Kuehe scheinen grosse Gemsen zu sein, denn oft kraxeln sie dort herum, als waere es das Normalste der Welt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nun, an den meissten kritischen Stellen kommen sie durch die Abgrenzung der Strasse nicht weiter, aber eines Tages, als sie sich so vorwaerts frassen, schafften sie es anscheinend doch irgendwie, einen Weg zu finden, der durch den Wald aus dem Grundstueck von Nanako-san fuehrte, denn sie fand die Tiere erst einige Kilometer entfernt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Natuerlich zog das Probleme nach sich: Einige Polizisten kamen, um die Weide zu begutachten und da der Zaun an vielen Stellen nicht mehr wirklich intakt war, wurde befohlen, ihn komplett zu erneuern. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das Weideland war ziemlich gross und so brachten wir also einen ganzen Tag damit zu, neue Pfosten in die Erde zu treiben, Draehte zu spannen und durch den Wald zu stapfen, um an den unmoeglichsten Stellen ein Durchkommen zu verhindern.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mit ein bisschen Glueck geschieht auf den Farmen, ausser der Arbeit auch mal ein bisschen was anderes. In diesem Fall hatte ich sogar dreifaches Glueck, denn uns waren ein Barbeque-Abend, ein grosses Feuer (das wir aus grossen Balken und anderem Holz, das uns beim Aufraeumen in die Haende gefallen war und von dem Nanako-san nicht wusste, was sie damit anfangen sollte, errichteten) sowie eine Mochi-Party vergoennt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 214px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TMd7NqYgjnI/AAAAAAAAATk/c_3dB_5M4Eo/s320/IMG_2541.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5532526141893545586" border="0" /&gt;&lt;div&gt;Fuer Letzteres durften wir bereits um vier Uhr Feierabend machen. Zusammen fuhr&lt;/div&gt;&lt;div&gt;en wir zu ein paar Freunden der Familie, die verschiedene Aktivitaeten in der Region anbieten und damit ihr Geld verdienen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Momentan waren dort eine Gruppe Deutscher Angestellter zu Gast, die in Gifu eine Zweigfirma besuchten - zur Verbesserung der Zusammenarbeit, wie mir schien.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Und heute wollten ihnen ihre Japanischen Kollegen zeigen wie man Mochi macht. Das ist eine Art kleiner Kloss aus Klebreis, der, mit Sojapuder paniert, oft "anko" enhaelt - eine suesse Paste aus roten Bohnen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Prozedur uebernehmen heutzutage meisstens Maschinen, weil sie sehr aufwaendig ist:&lt;/div&gt;&lt;div&gt;In der Kule eines huefthohen Sockels, wir ein Klebreis-Klumpen so lange von zwei bis vier Personen mit hoelzernen Haemmern bearbeitet, bis sich die Staerke verbindet und das ganze zu einer Art Teig wird. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dieser wird dann mit der besagten Bohnenpaste gefuellt und paniert. Es gibt verschiedene Arten von Mochi, doch diese ist die, bei Auslaendern wohl bekannteste.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Auch wir durften die Haemmer schwingen, auch wenn die Maenner natuerlich bei weitem kraeftiger waren, lautere Schlaege erzielten und ohne uns bestimmt auch schneller gewesen waeren, doch heute hatten alle Zeit und nur der Spassfaktor zaehlte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Spaeter am Abend revangierten sich die Deutschen Kollegen mit einem Europaeischen Festmahl aus improvisierter Lasagne (die dennoch sehr gut war), Tortillas, Pizza und Bratkartoffeln. Und auch, wenn ich mich an all dem nicht sattsehen konnte, so war doch mein, durch die Japanische leichte Kost inzwischen geschrumpfter Magen begrenzt und ich konnte bei Weitem nicht so viel essen, wie ich gerne gewollt haette.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TMeBHFtjsNI/AAAAAAAAAUc/gFXNvzMgf5w/s320/IMG_6727.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5532532626040271058" border="0" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Leider musste ich mich ein paar Tage spaeter bereits von Emy und Rita verabschieden. Sie kehrten zurueck nach Taiwan. Vielleicht haben wir ja eine Chance uns dort noch einmal zu sehen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die beiden waren mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen, denn wir hatten viel gemeinsam: Auch sie waren beide Sekretaerinnen und Emy genauso frustriert, wie ich es gewesen war. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Als wir uns verabschiedeten sagte sie mir noch, dass auch sie bald kuendigen wolle. Ich hoffe nicht, dass ich es war, die sie dazu inspiriert hat, denn auf Asiatischem Boden ist eine Kuendigung laengst nicht so selbstverstaendlich oder einfach wie in Deutschland... &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TMeCUxrHR5I/AAAAAAAAAUk/00lmHBWwK3c/s400/IMG_6756.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5532533960691107730" border="0" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Noch am selben Tag jedoch, kamen zwei andere Taiwanesen und auch, wenn sie ueberaus freundlich, hilfsbereit und herzensgut waren, so waren sie doch kein Ersatz fuer die zwei, die ich hatte entbehren muessen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich war ein bisschen deprimiert, weil es mir in diesem Moment so schien, als bestuende meine ganze Reise aus einer einzigen Serie von Abschieden, denn wann immer ich jemanden ins Herz schloss, ich musste ihm frueher oder spaeter Lebewohl sagen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Aber natuerlich ist das Unsinn, denn der Abschiedsschmerz zeigt doch immerhin, dass meine Reise von vielen liebenswerten Menschen gekreuzt wird und das ist doch allein schon die ganze Sache wert. :)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es war nun Mitte Oktober und auch ich musste mich von Nanako-san verabschieden, denn neue Helfer standen bereits auf der Warteliste und sie hatte nicht genug Platz fuer uns alle.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Meine neue Gastfamilie hatte ich schon gefunden - ganz in der Naehe von dieser Farm, denn ich wollte unbedingt erleben, wenn sich all die gruen bewaldeten Huegel bunt faerbten. Der Herbst kam spaeter als erwatet, ich hatte angenommen, dass ich bereits bei Nanako-san in diesen Genuss kaeme, doch auch, wenn es morgens bereits sehr frisch war und die Naechte kalt, machten die Blaetter nur vereinzelt Anstalten ihre Farbe zu aendern.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Aber bevor ich die neue Arbeit antrat, wollte ich erst ein bisschen durch die Gegend reisen. Mein Auslandsjahr sollte schliesslich etwas lockerer sein, als ein normaler Alltag mit nur 30 Tagen Urlaub. Ausserdem hatte mich Kati fuer eine Woche zu sich nach Toyama eingeladen und gesagt, ich duerfe bei ihr wohnen. Das wuerde mir die Moeglichkeit geben, mich umzusehen und gleichzeitig meine Reisekasse etwas schonen. Ganz zu schweigen von mir, denn ich fuehlte mich zu diesem Zeitpunkt ein wenig ausgelaugt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Auch die beiden Taiwanesen verliessen die Farm am selben Morgen. Eine Freundin von Nanako-san fuhr uns mit dem Auto bis nach Takayama. Von dort wollte ich versuchen, bis nach Shirakawago zu trampen, einem kleinen Dorf, dass fuer seine strohgedeckten Haeuser bekannt war. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir sehen uns dort :)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mata ne&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Kira&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-4452292387236797736?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/4452292387236797736/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/10/gifu-wo-kuehe-entlaufen-und-baumhaeuser.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4452292387236797736'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4452292387236797736'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/10/gifu-wo-kuehe-entlaufen-und-baumhaeuser.html' title='Gifu - wo Kuehe entlaufen und Baumhaeuser aus Lehm sind'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TMd9903uVrI/AAAAAAAAAT8/puu-uDSqz2I/s72-c/IMG_6667.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-7162073880876235197</id><published>2010-10-19T23:53:00.000-07:00</published><updated>2010-10-20T04:02:25.212-07:00</updated><title type='text'>Nagano Teil II</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TL6gXEjDjxI/AAAAAAAAATU/zPDuC6qzDos/s1600/IMG_6503.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TL6gXEjDjxI/AAAAAAAAATU/zPDuC6qzDos/s320/IMG_6503.JPG" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5530033710675758866" /&gt;&lt;/a&gt;Nach gut einer Stunde kam ich in Matsumoto an.&lt;br /&gt;Schon vom Bahnhof aus, konnte man die Japanischen Alpen sehen, die sich rund um die Stadt in die Hoehe reckten. Ich hoffte, an meinem freien Tag vielleicht einen Ausflug dorthin unternehmen zu koennen. Bestimmt hatte meine Gastmama Informationen darueber.&lt;div&gt;Ausserdem wollte ich eine altertuemliche Strasse in Narai besichtigen, die in meinem Reisefuehrer empfohlen wurde und von der mir bereits Jamie (die Neuseelaenderin, mit der ich gemeinsam auf Hokkaido in Otaki gearbeitet hatte) erzaehlt hatte. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich machte mich auf, zur Bahnhofsinformation, wo man gute Tipps in Sachen Unterkunft und Sightseeing bekommt, um mich nach einem Internetcafe oder einer Jugendherberge zu erkundigen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Leider gab weder das eine, noch das andere. Nur ein einigermassen preiswertes Businesshotel war vorhanden und so checkte ich mich notgedrungenermassen dort ein. Immerhin konnte ich meinen schweren Rucksack dort abladen, duschen und mich umziehen, bevor es auf Entdeckungstour ging. Natuerlich sah ich mir die Burg an, fuer die Matsumoto so beruehmt ist, und sie lohnte sich auch wirklich. Die Treppen im Gebaeude waren sehr drollig. Manche fast kniehoch. Und dazu die Tueren laecherlich niedrig. Man fragt sich, wie die Japaner, die damals bekanntlicherweise kleiner waren als heute und oft ihre schweren Ruestungen trugen, diese Stufen wohl gemeistert hatten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;In der Eintrittskarte war ausserdem die Besichtigung des staedtischen Museums enthalten. Auch das war sehenswert, denn es enthielt viele Gegenstaende des taeglichen Lebens aus frueheren Epochen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nach diesem kulturellen Teil goennte ich mir, ein wenig durch die Stadt zu schlendern, Postkarten zu erwerben (man wusste ja nie, ob sowas in der Naehe der Farm zu finden war) und das schoene Wetter an diesem freien Tag zu geniessen. Leider schaffte ich es an diesem Tag nicht mehr in die Berge. Ich hatte vorgehabt, im Hotelrestaurant Abends Pizza zu essen, weil ich das schon so lange nicht mehr gekostet hatte, aber leider war es gerade am heutigen Tage geschlossen. Deshalb verbachte ich meine Zeit stattdessen mit dem Schreiben meines Blogs, der mal wieder (inzwischen Normalzustand) ueberfaellig war.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Am naechsten Morgen fand ich mich um halb zehn vor dem Bahnhof an einer franzoesischen Baeckerei ein, die von meiner neuen Gastmutter als Treffpunkt vorgeschlagen worden war.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich wartete. Ueber eine Stunde. Was mochte passiert sein? Vielleicht steckten sie im Stau, oder ihr war etwas zugestossen, oder sie hatte mich vergessen...&lt;/div&gt;&lt;div&gt;In der Annahme, ich muesse meinen Weg wohl irgendwie alleine finden, kramte ich meine Stadtkarte und die Adresse, die mir Kazuko-san gegeben hatte aus meiner Tasche und versuchte die Gegend auf der Karte ausfindig zu machen. Als mir das nicht gelang, ueberlegte ich, ob ich nicht einfach zur naechsten Post gehen und mich dort erkundigen sollte, als mein Telefon klingelte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Person am anderen Ende sprach Deutsch. Bereits meine Mails waren auf Deutsch beantwortet worden, weil momentan wohl Deutsche Studenten, oder WWOOFer bei Kazuko-san halfen. Immerhin gab es so keine Missverstaendnisse und ich war, um ehrlich zu sein auch etwas erleichtert, denn im Profil stand, man muesse gut Japanisch verstehen und sprechen koennen. Und auch, wenn ich inzwischen um einiges mehr verstand, als bei meiner Ankunft in Japan, so war es doch noch weit vom Level "gut" entfernt. Doch wenn es noch andere Leute dort gab (sogar aus meinem Heimatland) die mir helfen konnten, mich verstaendlich zu machen, dann hatte ich keine Bedenken mehr. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Stimme fragte, wo ich denn sei. Es stuende jemand bereits seit einer Stunde am Treffpunkt und warte auf mich... &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wahrheitsgemaess antwortete ich, dass auch ich bereits eine Stunde wartete, und zwar an der vereinbarten Baeckerei. Allerdings kenne ich mich nicht aus und deshalb sei es gut moeglich, dass es noch eine zweite gab, die der Beschreibung entsprach. Mir wurde die Telefonnummer des Wartenden durchgegeben und ich rief gleich an. Leider nahm keiner ab, doch kurz darauf stand ein verwirrter Japanischer Student vor mir und fragte mich, ob ich die Deutsche WWOOFerin war.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Erleichterung.&lt;/div&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TL6d8rfZAhI/AAAAAAAAATM/X9FUMa4QIBA/s400/IMG_6614.JPG" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5530031058249646610" /&gt;&lt;div&gt;Solche ungeplanten Schwierigkeiten versetzen mich immer in leichte Aufregung.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Aber nun war ja alles gut und wir gingen gemeinsam zu seinem Auto.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir fuhren eine Weile durch die Stadt, dann wichen die Haeuser langsam den Bergen, bis unser Weg nur noch durch gruene Huegel fuehrte, die nur ab und zu von ein paar Farmhaeuschen links und rechts, oder Feldern unterbrochen wurden.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es war wirklich sehr schoen. Und ruhig.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Auch wenn ich auf den Farmen immer viel Alltaegliches entbehren muss, wie Postaemter oder Supermaerkte, so macht diese Ruhe doch viel wett. Denn sie ist Voraussetzung fuer unberuehrte Natur und eine Vielzahl an Tieren, wie ich sie in Deutschland selten erlebt habe. So sind fuer die hier lebenden Japaner Adler, Reiher, Rehe, Wildschweine, Libellen, Gottesanbeterinnen, Affen und Kaninchen beinahe unspektakulaer. Doch bei all diesen herrlichen Tieren bin ich doch froh, dass mir bisher eine hautnahe Begegnung mit einem Baeren erspart geblieben ist.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dafuer hatte ich eine etwas einschuechternde erste Begegnung mit meiner neuen Gastmutter Kazuko-san. Keinesfalls Negativ. Es war nur so, dass ich ueber den tatsaechlichen Grad ihrer Behinderung sehr schockiert war. Im Profil hatte es geklungen, als koenne sie alles selbststaendig machen, saesse aber eben im Rollstuhl. Nun sah ich, dass das nicht stimmte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sie sass zusammengesunken auf dem Boden, einen Arm krampfhaft angewinkelt, die andere an den Koerper gedrueckt und sah mich mit einem schiefen Grinsen von unten an.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ihre Sprache bestand aus einzelnen Worten, die sie, wie es den Anschein hatte, unter grosser Anstrengung hervorbrachte und man gezwungen war, sich den Zusammenhang begreiflich zu machen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Aber sie war wirklich eine sehr goldige Person. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Bei meiner letzten Gastfamilie in Haramura hatte ich eine getoepferte Schale, in die das Bild einer Katze eingeritzt war, erworben, die der Vater meiner Gastmutter gemacht hatte. Denn in Kazuko-sans Profil stand, sie habe drei Katzen. Da konnte das also nicht ganz falsch sein. Zumindest moegen musste sie diese Tiere...&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Und ihr koennt euch nicht vorstellen, wie entzueckt sie war. Ihr "Oooh" dauerte mehrere Sekunden und es schraubte sich in die Hoehe, als sie mich ansah und mir ihr strahlendes, etwas schiefes Laecheln schenkte. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;So war das Eis gebrochen und ich wurde noch ein bisschen ausgefragt, bevor ich meinen Rucksack auf mein Zimmer brachte und es anschliessend auf die Felder zu den anderen ging. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Denn ausser mir, war nur mein Fahrer und eine andere Japanische Studentin bei ihr, die mir halfen, Kazuko-san zu verstehen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die restlichen WWOOFer traf ich an, als sie gerade auf dem Heimweg waren, denn sie hatten alle Feldarbeit bereits erledigt. So lernte ich Antonia und Johanne (Wwooferinnen, die beide aus Deutschland kamen), Toto (einen der vielen Japanischen Studenten, der gerade Semesterferien hatte), sowie Rohan (Wwoofer aus England) und einen weiteren aus Japan kennen, dessen Namen ich aber leider schon wieder vergessen habe...&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Alle bereiteten mir einen herzlichen Empfang und ich hatte gleich das Gefuehl, dass es mit so vielen Leuten in meinem Alter, eine tolle Woche werden wuerde.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;In ihrem Verlauf stiessen noch die zwei Tailaender, sowie ein franzoesische Schweizerpaerchen dazu.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TL6bO3V1KdI/AAAAAAAAAS0/aIIYZgMUAa8/s400/IMG_6586.JPG" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5530028072133536210" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Da Kazuko-san nur ein paar kleine Felder hatte, die eher Gaerten waren und auf denen es zur Zeit nicht viel zu tun gab, bestand unsere Arbeit eigentlich nur daraus, fuer alle zu kochen, das Haus zu putzen und fuer unsere Gastmutter zu sorgen. Da wir aber sehr viele waren, und es sich unter allen aufteilte, konnte man nicht wirklich von Arbeit reden. Eher umgekehrt. Man war froh, wenn es mal etwas zu tun gab und so kloppten wir uns beinahe ums Abspuelen, Abtrocknen oder die anderen kleinen Aufgaben, die hin und wieder anfielen. (Fuenf Leute zugleich in der Kueche, war deshalb keine Seltenheit)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Was das Betreuen unserer Gastmutter anging, so bestand es daraus, sie zu fuettern, ihr beim Toilettengang zu helfen (natuerlich nur die Maedchen, die Jungs trugen sie nur dorthin), sie umzuziehen und bettfertig zu machen. Einmal pro Nacht musste sie umgedreht werden. Dies uebernahm an den Wochenenden, wenn kein Pfleger kam, oft einer der Jungs, die eh auf der unteren Etage schliefen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das Besondere an dem Tagesablauf hier war, dass wir nicht um sechs aufstehen mussten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Weil Kazuko-san ohne Hilfsmittel nicht schlafen konnte, blieben wir naemlich bis um elf oder zwoelf auf, um ihr Gesellschaft zu leisten, waehrend sie sich mit Sake betrank. Und sie trank leicht einen Liter davon pro Abend. Dann wurde sie sehr, sehr lustig, schlief manchmal kurz am Tisch ein und redete noch undeutlicher als sonst. Aber wir Maedchen mussten ihr noch ein letztes Mal beim Toilettengang helfen, bevor sie dann Anweisungen gab, ins Bett gebracht werden zu wollen. (Und wenn sie betrunken war, konnte man diese Aufgabe eigentlich nur zu dritt bewaeltigen) &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Daher durften wir mindestens bis um acht oder halb neun schlafen. Manchmal wurde es auch spaeter, wenn unsere Gastmutter laenger schlief oder eine Pflegerin da war, die das Anziehen und die Toilette uebernahm.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Meine Zeit hier war wirklich sehr interessant und lehrreich. Denn obwohl Kazuko-san einen hilflosen Eindruck machte, war sie doch vollkommen klar im Kopf (auch wenn sie sich nicht gut ausdruecken konnte, weil ihre Behinderung auch den Mundbereich einschloss).&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sie wusste ganz genau, was auf den Feldern gemacht wurde, welches Gemuese reif sein sollte, wo gejaetet werden musste und vieles mehr, ohne selber dort gewesen zu sein. Das war schon sehr beeindruckend.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Manchmal fuhr sie sogar fuer einen halben Tag zum Arbeiten in die Stadt. Ich habe schon wieder vergessen, woraus diese Arbeit im Einzelnen bestand, aber es handelte sich um irgend etwas im Bereich Behindertenfoerderung. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TL6ZYfj_ZuI/AAAAAAAAASk/pbcn7o9_kIo/s320/IMG_6591.JPG" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5530026038525912802" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Einmal kochten Johanna, Antonia und ich ein Deutsches Abendessen. Es gab selbstgemachten Kartoffelbrei, Buletten und Kuerbissuppe. Das fand sogar bei fast allen Anklang und mein Magen freute sich auch darueber.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Manchmal kochten Antonia und ich auch einen grossen Topf Milchreis, denn im Vergleich zu anderen Familien herrschte hier kein Mangel an Milch! Lustig war auch, dass mit jeder Milchreis-Party (wie wir sie zu nennen pflegten) neue Anhaenger dazukamen. Erst ein paar der Japaner, dann die Taiwanesen und spaeter die Schweizer. Auch wenn wir jedesmal mehr kochten, war es zum Schluss fast immer zu wenig.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;Kurz vor meiner Abreise bekam ich zusammen mit den beiden sogar noch einen Tag frei. (Naja, eigentlich war er erst nur fuer Johanna und Antonia gedacht, immerhin waren sie schon seit Anfang September dort, aber sie waren so lieb und fragten Kazuko-san, ob ich mitkommen koenne und weil wir sowieso viel zu viele waren, machte es keinen Unterschied, ob ich mitkam oder blieb). Wir wurden sogar in die Stadt gefahren, denn der Bus fuhr hier nur dreimal am Tag. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich hatte ihnen von Narai erzaehlt und sie fuer diese Idee begeistert. Am Bahnhof erkundigten wir uns jedoch erstmal nach dem Fahrpreis, den das Budget meiner Gefaehrtinnen war nicht hoeher als das meine. Doch zu unserer Freude kostete die Fahrkarte nur 700 Yen und so tuckerten wir mit der Regionalbahn wenig spaeter durch die Berge.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Narai lag wirklich wunderschoen. Ueberall konnte man die sanften gruenen Huegel sehen, die Sonne schien und der Himmel war blau. Was fuer ein Urlaubstag!&lt;/div&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TL6Vwy6zOkI/AAAAAAAAASc/WqXGoG2nJmU/s320/IMG_6636.JPG" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5530022057992206914" /&gt;&lt;div&gt;Auch der Ort selber enttaeuschte nicht. Kleine, alte Haeuschen reihten sich dicht an dicht, links und rechts die breite, ruhige Strasse entlang. Nur ein paar wenige Autos stoerten die Illusion der Vergangenheit. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Souveniershops boten hier sogar wirklich huebsche Dinge an. Ein alter Ladenbesitzer, der bestimmt schon ueber neunzig war und einen schlimmen Tatterich hatte, servierte uns Tee, malte uns Erinnerungsbildchen und beschenkte uns mit selbstgedruckten Karten, waehrend wir uns dort umsahen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Strasse war lang, aber wir gingen sie ein paar Mal auf und ab und genossen den Anblick. Am oberen Ende gab es einen schoenen roten Shintoschrein, der die ganze Szenerie abrundete.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Als am Nachmittag langsam Wolken aufzogen und wir alles gesehen hatten, goennten wir uns in einem der niedlichen Cafes ein Stueck Kuchen und machten uns danach auf den Rueckweg.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich musste in der Stadt noch ein paar Einkaeufe fuer die Schweizer erledigen, die am folgenden Abend Spaghetti Bolognese kochen wollten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Um uns die Zeit zu vertreiben, bis uns jemand abholen wuerde, gingen wir anschliessend in eine nahegelegene Karaokebar.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;An diesem Abend wuerden die Taiwanesen kochen und wir waren alle schon gespannt darauf. (Kazuko-sans Lieblingsessen beinhaltet naemlich immer Rettich. Der ist dann in Form von Blaettern oder Wurzeln ueberall zu finden und wir freuten uns, ihm fuer die naechsten Abende zu entkommen, denn der bittere Geschmack ist nicht so sehr unser Fall).&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TL6U4XTsXaI/AAAAAAAAASM/GgA2FL06plI/s400/IMG_6654.JPG" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5530021088507747746" /&gt;&lt;div&gt;Der Morgen der Abreise kam schneller als gehofft. Hier hatte es mir wirklich gut gefallen. All die vielen jungen Leute und der entspannte Alltag waren sehr erholsam gewesen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Doch ich freute mich auch auf meine neue Gastmutter in Gero (Gifu). Sie besass nach ihren Angaben acht Rinder und betrieb als Hobby ein Puppentheater. Das hoerte sich doch spannend an.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich hatte beschlossen mit dem Bus von Matsumoto nach Takayama zu fahren, denn die Strecke fuehrt mitten durch die Japanischen Alpen. Ich war nicht in der Lage gewesen, sie zu besichtigen, geschweige denn zu besteigen, da wollte ich sie wenigstens einmal aus der Naehe sehen...&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mit mir verliessen auch Johanna und Antonia die Farm. Sie hatten ebenfalls eine neue Gastfamilie, etwas noerdlicher. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Einer der Studenten fuhr uns deshalb gemeinsam zum Bahnhof, wo wir uns verabschiedeten. Ich Richtung Busterminal, die beiden anderen zur Bahn. :)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mata ne&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Kira &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-7162073880876235197?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/7162073880876235197/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/10/nagano-teil-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/7162073880876235197'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/7162073880876235197'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/10/nagano-teil-ii.html' title='Nagano Teil II'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TL6gXEjDjxI/AAAAAAAAATU/zPDuC6qzDos/s72-c/IMG_6503.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-2575642404080825729</id><published>2010-10-01T16:25:00.000-07:00</published><updated>2010-10-19T02:25:08.477-07:00</updated><title type='text'>Das Tor zum Himmel - Nagano Teil I</title><content type='html'>&lt;div&gt;Die Zugfahrt nach Haramura (Nagano) genoss ich Gegensatz zu der nach Tokyo sehr.&lt;/div&gt; &lt;div&gt;Ich musste diesmal zur zweimal umsteigen, hatte keine grossen Gepaeckberge zu bewegen und konnte mich viel der Landschaft widmen, die nach und nach huegeliger wurde. Immer oefter fuhr ich durch Tunnel und langsam gingen die Huegel in ein Gebirge ueber.&lt;/div&gt; &lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;div&gt;Auf diesen Teil der Reise hatte ich mich unter anderem am meisten gefreut. Ich mag Berge sehr und fuer die naechsten Wochen wuerde ich sie taeglich sehen koennen. &lt;/div&gt;  &lt;div&gt;Der Zug fuhr nur bis Chino, aber es gab einen Bus bis Haramura. Von dort waren es allerdings noch etwa 40 Minuten zu laufen, bis zu der abgelegenen Farm, wo meine neue Gastfamilie wohnte. Immerhin war das ein Zeichen fuer eine ungestoerte Lage in der Natur und konnte huebsch sein. Dennoch war mein Rucksack schwer und ich hatte eigentlich nicht so grosse Lust lange damit zu wandern...&lt;/div&gt;  &lt;div&gt;Ich musste eine ganze Weile auf den naechsten Bus warten. Als ich mich dann jedoch zur Station begab und dort, an meinen Rucksack gelehnt, wartete, kam ein aelteres Ehepaar auf mich zu und sprach mich an. Woher ich denn kaeme und wo ich hinwolle, fragten sie.&lt;/div&gt; &lt;div&gt;Leider konnten sie kein Englisch, aber ich verstand trotzdem, dass die Farm, zu der ich wollte, wohl auf ihrem Weg laege und sie mich gern mitnehmen wuerden. &lt;/div&gt; &lt;div&gt;Und schon schickte die Frau den Mann los, um das Auto zu holen und schleifte mich, die immer noch ein wenig unsicher war, ob sie auch alles richtig verstanden hatte, zum Ticketschalter, wo sie mein Busticket zurueckgab und mir das Rueckgeld in die Hand drueckte.&lt;/div&gt;  &lt;div&gt;Nach wenigen Minuten hatten wir meinen Rucksack in das kleine Auto gequetscht und ich sass auf der Rueckbank. Das war natuerlich eine sehr bequeme Loesung und ich freute mich, dass mir der lange Fussmarsch bei der Hitze erspart blieb. Diesmal hatte ich mich noch nicht einmal fuer einen Lift mit einem Schild an die Strasse stellen muessen. Und irgendwie erschien es mir als des Guten fast zuviel, dass mir das Glueck immer wieder so zugeflogen kam...&lt;/div&gt;  &lt;div&gt;Das nette Ehepaar fuhr mich tatsaechlich bis in den Hof, wo mich meine neue Gastmama schon erwartete. Sie schrieben mir noch auf meine Stadtkarte ihre ungefaehre Adresse, gaben mir einen huebschen Faecher als Abschiedsgeschenk (war es nicht eigentlich ich, die sie beschenken sollte?) und baten mich, sie zu besuchen, wenn ich einen Tag frei hatte. Leider sollte ich dies jedoch nie hinbekommen, weil die Adresse unvollstaendig war.&lt;/div&gt; &lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;div&gt;Der Empfang war ein wenig kuehl und bei dieser Stimmung blieb es auch die ganzen zweieinhalb Wochen. &lt;/div&gt; &lt;div&gt;Die Farm erinnerte mehr an ein kleines Dorf, denn sie bestand nicht nur aus einem Haus, sondern aus mehreren Gebaeuden, darunter eine grosse Kueche, ein Inside- und ein Outside-Restaurant, einer kleinen Verkaufstheke, die zugleich als Kasse und Baeckerei diente, ein Wohnhaus fuer meine Gasteltern, ein Wohnhaus fuer die Mitarbeiter, einigen Staellen fuer die Tiere, einer Fisch- und einer Fleischraeucherei, und noch vielen anderen kleineren Einrichtungen.&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;/div&gt; &lt;div&gt;Ausser mir, gab es dort eine Ziege, einen Hund, viele Huehner, meine Gasteltern, ein Paerchen, das hier arbeitete um zu lernen, wie man seine eigene Farm aufbaute, eine Freundin der Familie, die mithalf, die Schwester meines Gastvaters und einen anderen WWOOFer aus Irland, James, der gerade eine Reise durch ganz Asien machte und zufaelligerweise auch Sekretaer war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TK_PPDxzKnI/AAAAAAAAARs/dx1jtBIUGCU/s1600/IMG_6469.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TK_PPDxzKnI/AAAAAAAAARs/dx1jtBIUGCU/s320/IMG_6469.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5525863125426055794" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; Im Gegensatz zu meinen bisherigen Gastfamilien, verlief hier jeder Tag genau gleich!&lt;br /&gt;Morgens um sechs ging es fuer mich, James und das Paerchen raus auf die kleinen Felder, wo wir Tomaten, Zucchini, Auberginen, gruene Paprika, Bohnen und Salat ernteten. Das gab es dann zum Fruehstueck, Mittags und Abends zu essen. Und ich kann versichern, dass es einem bereits nach ein paar Tagen zum Hals raushaengt, denn viele Variationen sind damit nicht moeglich!&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt; &lt;/div&gt; &lt;div&gt;  &lt;/div&gt; Unser Gastvater Haseyan kam erst gegen halb acht auf die Felder nach. Unter seiner Anweisungen jaeteten wir dann, duengten, oder pflanzten Saetzlinge ein. Um halb neun fuhren wir dann endlich zurueck, um Fruehstueck zu machen. Wenn man so frueh aufsteht und auf leeren Magen gleich arbeiten muss, haengt einem zu dieser Zeit der Magen bereits in den Kniekehlen und man wuerde alles essen... (Oft stibiezte ich mir deshalb noch auf dem Feld ein paar Tomaten von den Straeuchern)&lt;br /&gt;Nach dem Fruehstueck ging es gleich weiter. Die Blumen waren zu giessen, die Restaurantboeden und die Tische zu wischen, das gepflueckte Gemuese zu waschen und je nach Bedarf wurde es anschliessend verarbeitet. Meisstens kamen gegen halb elf die ersten Gaeste und die Kellnerarbeit begann. Ansonsten wurde zwischendurch eigentlich nur die ganze Zeit sauber gemacht, abgewaschen oder Gemuese geschaelt.&lt;br /&gt;An Wochenenden war immer besonders viel los. Da war fuer uns vor vier Uhr nichtmal an Essen zu denken, weil der Laden so brummte. Die Arbeit an sich war nicht besonders hart, aber da hier nicht wie ueblich nur sechs Stunden gearbeitet wurde, sondern von Morgens bis Abends, schlauchte es dennoch. Fairerweise bekamen James und ich dafuer zwei Tage frei, aber bei den alltaeglichen Dingen wurde unsere Mithilfe trotzdem erwartet, wenn man sich nicht wie ich, ab und zu ganz vom Acker machte und Tagesausfluege unternahm. Das war aber natuerlich nur bei gutem Wetter moeglich und mir nur zweimal vergoennt. An meinen anderen freien Tagen regnete es leider, denn bei Regen kamen keine Gaeste, es gab nicht viel Arbeit und unsere Hilfe wurde nicht gebraucht.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt; Allgemein fuehlte ich mich dort ziemlich ausgenutzt. Arbeiten sollte man koennen wie eine Maschine und wenn die  Arbeit getan und der Tag vorbei war, wollten sie nichts mehr von mir wissen. Den reden tat hier fast nie jemand mit mir. Sogar Fragen stellen war ihnen zuviel. Besass ich die Frechheit und erkundigte mich nach Arbeit oder fragte, wie etwas zu erledigen sei, bekam ich zur Antwort nur, ich solle mich gefaelligst selber nach Arbeit umsehen und sie haetten jetzt keine Zeit mir das zu erklaeren... Na, das hoert man doch gern. Es war nicht sehr motivierend und deshalb fuehlte ich mich hier auch nie wie in einer Familie, sondern einfach nur als Arbeitskraft. Allerdings ohne Lohn. Paprika und Zucchini waren ja auch nicht gerade kostspielige Verpflegungen...&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt; Das einzige Entgegenkommen bestand aus unregelmaessigen Onsenbesuchen. Die wurden uns sogar bezahlt. Doch wenn man bedachte, dass sich die Dusche der Mitarbeiter in einem kalten und schmutzigen Kellerloch befand, in dem alle moeglichen Tiere hausten, dann bin ich mir nicht so sicher, ob ich ihnen das als Grosszuegigkeit anrechnen soll.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Unter anderem hatte ich mir diese Familie ausgesucht, weil sie in ihrem Profil allerlei aufregende Aktivitaeten angegeben hatte. Toepfern, Brot und Kuchen backen, Suessigkeiten herstellen, ein Farmladen, Waldhaeuser bauen, eine Kunstgallerie, angeln und vieles mehr.&lt;br /&gt;Aus der Art, wie sie diese Sachen angaben, schloss ich, dass man all das dort lernen konnte und ich war wirklich aufgeregt und freute mich darauf. Nach einigen Tagen merkte ich jedoch, dass uns all das gar nicht zur Verfuegung stand. Nicht einmal an unseren freien Tagen!&lt;br /&gt;Ich erkundigte mich sogar einmal direkt nach dem Toepfern und da wurde mir erklaert, dass sich die Toepferei gar nicht hier, sondern bei meiner Gastmutter Kumi zuhause in Tokyo befand. Ausserdem waere der Holzverbrauch viel zu hoch und sie machten das nur fuer Gruppen, die bezahlten... Als ich das hoerte, war ich schon etwas enttaeuscht.&lt;br /&gt;Ich erzaehlte Kumi,  dass ich schon in Deutschland als Konditorin gearbeitet hatte, aber sie interessierte sich nicht fuer Deutsche Baeckerei und wollte mir nicht einmal etwas Japanisches zeigen. Keine Zeit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haette ich James nicht gehabt, mit dem ich mich wenigstens ab und zu ueber die Situation aussprechen konnte, waere ich wahrscheinlich nach einer Woche wieder gegangen.&lt;br /&gt;Kumi hatte mir an meinem ersten Tag bereits erzaehlt, dass die meisten nach dieser Zeitspanne leider schon wieder abreisten, weil sie die Arbeit dort so erschoepfte, aber ich glaube ja eher, dass es daran liegt, weil man sich dort einfach nicht richtig wohl fuehlen kann...&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Dennoch passierten ab und zu Dinge, die mich wieder etwas besaenftigten und weshalb ich es doch weiterversuchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Erste bestand aus einem Handwerker-Wochenende, an dem viele verschiedene Handwerker auf dem Farmgelaende ihre Zelte aufschlugen, Staende errichteten und ihre selbstgefertigten Dinge anpriesen. Das war aufregend, auch wenn ich kaum Zeit hatte, mir die Sachen anzusehen, weil wir durch die zahlreichen Besucher, die das Spektakel anzog, im Restaurant alle Haende voll zu tun hatten.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt; Dennoch freundete ich mich mit einigen der netten Leute an und wurde zum Schluss sogar von ihnen beschenkt und gebeten, sie hier und dort zu besuchen, wenn mich meine Reise zufaellig vorbeifuehrte.&lt;br /&gt;Abends holten sie mich an ihre Lagerfeuer, wir tranken Sake und Bier, redeten (wobei ich mein Japanisch um einiges verbessern konnte, denn unter etwas Alkohol geht das Sprechen einfach leichter), lachten viel und ich genoss diese Stunden freundlicher Gesellschaft in vollen Zuegen.&lt;br /&gt;Bei einer dieser Gelegenheiten erkannte ich auch, dass mein Handy unter einem der Baeume, wo ich gerade sass, sogar Empfang hatte. Auf dem ganzen Gelaende hatte ich damit naemlich bisher keinen Erfolg gehabt. Nun konnte ich auch endlich wieder meinen Freunden und meiner Familie schreiben. Einen PC gab es zwar, dennoch benutzte James ihn immer dann, wenn ich gerade dieselbe Idee hatte. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es tat mir ehrlich leid, als die Handwerker wieder abreisten. Sofort wurde es sehr still und ziemlich einsam auf der Farm. Ich haette unter Tage gern wieder so viel gearbeitet, wenn sie dafuer geblieben waeren und wir die lustigen Abende haetten fortsetzen koennen.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Auch mein erster Ausflug in die Berge gehoerte zu den Dingen, die ich nicht vergessen werde und in sehr guter Erinnerung behalten habe.&lt;br /&gt;Ich hatte mich schon in den ersten Tagen nach Orten erkundigt, die gut zu erreichen waren und wohin ich an meinem ersten freien Tag fahren wollte.&lt;br /&gt;Unter anderem bot sich der Kurumayama an, ein Berg, der touristisch sehr gut erschlossen ist und im Winter als Skigebiet dient. Ich musste unbedingt in die Berge -  weil ich sie jeden Tag vor der Nase hatte, war dieser Wunsch am Groessten und ich plante, den Kurumayama zu besteigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte wirklich Glueck. An meinem freien Tag schien die Sonne und zufaellig waren zwei Mitarbeiter eines Zweigrestaurants, das Haseyans Tochter gehoerte, auf der Canadianfarm. Nach dem Fruehstueck wollten sie wieder zurueck und das lag genau auf meinem Weg. Somit hatte ich meinen ersten Lift schon bequem gefunden.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt; Im Ort konnte ich sogar praktischerweise gleich meine Post erledigen, denn im Umkreis der Farm, auf der ich arbeitete, gab es sowas natuerlich mal wieder nicht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Unglaublicherweise befand sich in dem anderen Restaurant mein zweiter Lift. Ein Vater mit seiner Tochter, die in der Naehe des besagten Berges wohnten und mich gerne mitnehmen wollten. Sie fuhren mich sogar direkt dorthin!&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TK_Op-Ul0lI/AAAAAAAAARc/KssRhS1hAKs/s1600/IMG_6410.JPG"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TK_Op-Ul0lI/AAAAAAAAARc/KssRhS1hAKs/s400/IMG_6410.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5525862488306209362" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt; &lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Mit so einem Start konnte der Tag doch nur gut weitergehen. Ich kaufte mir ein Ticket fuer den Skilift und fuhr ein Stueck einen anderen Huegel hinauf, bis zu einem kleinen Cafe. Von dort aus, erklomm ich den Gipfel und genoss die Aussicht. Das Wetter war wirklich herrlich und man hatte eine unglaubliche Sicht. Ich fuehlte mich so frei und leicht, dass ich eigentlich gar nicht mehr runter wollte.&lt;br /&gt;Doch ich hatte ja noch einiges vor und entschloss mich nach ein paar Stunden in den luftigen Hoehen zum Abstieg. Auf dem Weg nach unten goennte ich mir in dem kleinen Cafe noch einen heissen Kakao um Kraefte nachzutanken. Dann fuhr ich mit der Gondel wieder nach unten und begab mich auf dem Pfad, der mich zum Kurumayama fuehren sollte.&lt;br /&gt;Leider war es fuer einen Aufstieg schon zu spaet. Ich wanderte und wanderte und der Berg schien trotzdem nicht naeher zu kommen... Gegen zwei Uhr kehrte ich daher wieder um.&lt;br /&gt;Es gab noch einen anderen Ort in der Naehe, der sehr huebsch sein sollte und den ich mir deshalb gern ansehen wollte.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt; Ich ging an der Bergstrasse entlang, die nur leicht befahren war und versuchte zu trampen. Doch diesmal gelang es mir nicht gleich. Erst, nachdem ich etwa eine Dreiviertelstunde gelaufen war, hielt ein LKW-Fahrer und nahm mich den Rest des Weges mit.&lt;br /&gt;Die Gegend, die ich mir nun ansah, nannte sich Kirigamine. Aber sie war weitaus unspektakulaerer als das Gebirge, welches ich gerade verlassen hatte und ich war ein wenig enttaeuscht. Als huebsch konnte ich das leider nicht wirklich bezeichnen. Ein Wanderweg, einige Laeden und ein kleiner Ponyhof.&lt;br /&gt;Letzterer schien mir ein naeherer Blick wert und ich sah mir die Tiere an. Eine Gruppe Cowboys sass in einem Unterstand und trank Kaffee und ich wurde von einem niedlichen Dackel schwanzwedelnd begruesst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt; &lt;div&gt; &lt;div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TLYwSauy1hI/AAAAAAAAASE/3TYclgQFLHE/s1600/IMG_6420.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TLYwSauy1hI/AAAAAAAAASE/3TYclgQFLHE/s320/IMG_6420.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5527658685615232530" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;/div&gt; Als ich mir ein Schild ansah, auf dem eine kurze Reittour durch das Gelaende angepriesen wurde und ich mir gerade ueberlegte, ob ich das nicht wagen sollte, (das letzte Mal hatte ich vor etwa 15 Jahren auf einem Pferd gesessen) rief mir einer der Cowboys zu, woher ich denn kaeme.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt; "Deutschland" erwiederte ich. Das schien sie sehr zu interessieren, denn sofort baten sie mich, auf einem der Klappstuehle Platz zu nehmen und einer sprang sogar davon, um mir am naechsten Getraenkeautomaten etwas zu Trinken zu holen.&lt;br /&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;Sie erzaehlten mir, dass vor zwei Jahren ein Junge aus Deutschland ein paar Monate lang fuer sie gearbeitet hatte und sie noch heute mit ihm Kontakt hatten. Er lebe in Stuttgart.&lt;br /&gt;Was fuer ein Zufall. Die Gruppe konnte sich kaum halten vor Erstaunen und fragten, ob ich ihn kenne. Leider sagte mir sein Name nichts, trotzdem wurde ich gebeten, ihm dies und das auszurichten... Als waere Stuttgart ein Kuhdorf. Bestimmt werde ich ihm gleich nach meiner Rueckkehr zufaellig in der S-Bahn treffen...&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt; &lt;div&gt;  &lt;/div&gt; Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile. Es waren sehr liebe Leute. Ein Grossvater (der sehr schwerhoerig war), sein Sohn, sein Enkel (der immerhin schon Mitte zwanzig war und fuer zehn Jahre in Neuseeland gelebt hatte) und dessen Freund, der mit ihm dort gewesen war.&lt;br /&gt;Im Winter arbeiteten sie als Snowboard- und Skilehrer und sagten, wenn ich wiederkaeme, wuerden sie mir Skifahren beibringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TK_O5uVNcaI/AAAAAAAAARk/qe8sLYiGgHA/s320/IMG_6450.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5525862758891745698" border="0" /&gt;Wir hatten einen schoenen Nachmittag zusammen und gegen sechs, als es langsam begann dunkel zu werden und ich mich deshalb zum Aufbruch bereit machte, fragten sie mich, wann ich denn wieder auf der Farm sein muesse. Nun, ich war erwachsen und keiner kuemmerte sich um mich, daher war es eigentlich egal, aber ich wollte ungern im Dunkeln trampen, wo man schwerer zu sehen war und Haramura war ja nicht gerade um die Ecke.&lt;br /&gt;Doch zu meinem Erstaunen luden sie mich zum Abendessen ein. Danach wuerden sie mich auch nach Hause fahren, versprachen sie mir.&lt;br /&gt;Wow&lt;br /&gt;Natuerlich nahm ich an und nachdem wir die Pferde auf ihre Farm zurueckgebracht und versorgt hatten (Ich durfte helfen sie einzufangen und vorne im grossen Pferdetransporter mitfahren) machten wir uns auf den Weg zu ihrer Wohnung.&lt;br /&gt;Nur das es keine Wohnung war, sondern ein richtiges Hotel, gleich am Kurumayama, das sie betrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab Spaghetti Carbonara, Ananas und verschiedenes Gemuese. Ihren Dackel hatte ich auch schon ins Herz geschlossen und er sass die ganze Zeit ueber auf meinem Schoss.&lt;br /&gt;Schade, dass ich am naechsten Tag arbeiten musste. Es war so gemuetlich, dass ich eigentlich gar nicht gehen wollte.&lt;br /&gt;Doch leider hat alles ein Ende und so brachen ich und die zwei Jungs gegen halb zehn auf.&lt;br /&gt;Aber auch die Fahrt war noch sehr lustig und sie versprachen mir, mich irgendwann einmal Abends mit zum Bowlen zu nehmen. (Klappte allerdings nie xD)&lt;br /&gt;Es war spaet, als ich auf der Farm ankam und keiner ausser Kumi war zuhause. Die anderen assen irgendwo ausserhalb zu Abend...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem anderen Tag war mir kuenstlerisches Glueck beschert. Und zwar durfte ich in einem ruhigen Moment der Schwester von Haseyan dabei zusehen, wie sie einen Lampenschirm auf Japanische Art beklebte. Dazu verwendete sie verschiedenfarbiges Papier und machte sich den Durchscheineffekt zunutze, um farbige Highlights zu setzen. Das war das erste wirklich Interessante, was ich hier sah.&lt;br /&gt;Und es wurde noch besser! Denn sie zeigte mir zwei alte Lampenschirme, bei denen die Papierbespannung eingerissen war und bat mich, ihr zu helfen und einen davon auf meine Art zu restaurieren.&lt;br /&gt;Leider kam ich an diesem Tage nur so weit, die alte Bespannung zu entfernen und das Rohgestell zu saeubern, dann rief die Arbeit erneut, doch meine folgenden Feierabende und freien verregneten Tage brachte ich nun damit zu, den Schirm zu bekleben. Das machte so Spass, dass ich trotz stumpfer Kinderplastikschere versuchte ins Detail zu gehen und die verschiedenen Seiten nicht nur mit einfachem Papier, sondern kleinen Bildern wie Huehnern, Ziegen, Blumen, Libellen, Schmetterlingen und Herbstlaub verzierte, um mich laenger damit beschaeftigen zu koennen.&lt;br /&gt;Natuerlich musste ich ihn bei meiner Abreise zuruecklassen, denn er gehoerte ja trotz allem nicht mir, aber ich hatte dennoch viel Freude an diesem Zeitvertreib gehabt und es waere mir ohnehin nicht moeglich gewesen, ihn in meinen Rucksack zu packen. :)&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Etwa zwei Wochen waren vergangen, da geriet James mit meinem Gastvater in einen grossen Streit. James war es nun endgueltig zuviel geworden und er war wohl der erste WWOOFer, der seine Meinung ueber die Missstaende laut aussprach, denn es endete damit, dass mein Gastvater ihn offensichtlich nicht mehr leiden konnte und mir nun dauernd beteuerte, "was fuer eine gute Arbeiterin ich im Gegensatz zu James sei, denn nach mir brauchte man nicht zu suchen, wenn es Arbeit gab" und aehnlicher Schwachsinn, der mich sehr beleidigte, denn schliesslich war ich ja kein Hund, der um seine Gunst flehte und sich deshalb mustergueltig benahm.&lt;br /&gt;Diese Aeusserungen machten mich so wuetend, dass ich mir an James ein Beispiel nahm und Haseyan ebenfalls sagte, was ich dachte.&lt;br /&gt;Und man haelt es nicht fuer moeglich, aber er entschuldigte sich bei mir! Sogar richtig kleinlaut sagte er mir, er fuehle sich ganz schlecht, wenn er wuesste, das er mich gekraenkt habe und hasse (!) sich selber dafuer... Ich weiss bis heute nicht, ob er das ernst gemeint hat. Irgendwie habe ich das Gefuehl, dass das nur Show war. Er ist viel zu selbstbewusst und von sich selbst eingenommen, um sich vor jemandem wie mir so zu erniedrigen.&lt;br /&gt;Aber noch am selben Abend lud er uns zu Sushi und Okonomiyaki in die Stadt ein...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum nur, muss man sich von Menschen wie ihm erst wie der letzte Dreck behandeln lassen, bis auch einem gutmuetigen Charakter der Geduldsfaden reisst, um dann wieder durch Handlungen wie diese gnaedig gestimmt zu werden, und man schuldbewusst denkt, sich in der Person vielleicht geirrt und sie zu Unrecht als Sklaventreiber abgestempelt zu haben... Sowas irritiert mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider packte James ein paar Tage spaeter trotzdem seine Sachen und machte sich nach Korea auf. In diesem Moment beneidete ich ihn sehr. Denn auch, wenn ich selbst die Nase voll hatte, besass ich immer noch (in diesem Fall vielleicht falsches) Pflichtbewusstsein und wollte nicht einfach so verschwinden. Ich hatte mit ihnen ueber Mail damals naemlich ausgemacht, den ganzen September zu helfen und wegen mir hatten sie daher vielleicht andere WWOOFer abgelehnt und meine Hilfe eingeplant.&lt;br /&gt;Ich wollte ihnen zumindest eine Frist geben und so kuendigte ich an, naechste Woche Montag zu gehen. (Denn am Wochenende war sicher wieder viel los und auch wenn ich gegenueber meinen Gasteltern keine Reue empfunden haette, sie mit der ganzen Arbeit sitzen zu lassen, so gab es dennoch auch liebe Menschen, denen ich den vermehrten Stress nicht antun wollte. Eriko zum Beispiel, die Freundin der Familie. Sie war immer sehr lieb zu mir gewesen und eine Seele von Mensch. Stets um mein Wohl besorgt und herzensgut. Oder das Paerchen, das sehr eifrig war und schon seit sechs Monaten dort arbeitete. Ich frage mich, wie sie das durchgehalten haben...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte im Internet bereits nach einer neuen Gastfamilie gesucht und eine nette Frau in Matsumoto gefunden. Dieser Ort schien mir sehr interessant, denn Kazuko-san hatte leider eine koerperliche Behinderung, sass nach ihren Angaben im Rollstuhl und ich fand, dass man sehr stark sein musste, wenn man es in diesem Zustand schaffte, mehrere Felder zu bestellen, WWOOFer anzunehmen und zu versorgen. Auch ihre Bewertungen waren sehr gut und deshalb beschloss ich, naechste Woche nach Matsumoto zu fahren, mir dort einen Tag frei zu nehmen um mir die Stadt und das Schloss anzusehen und dann bei meiner neuen Gastmutter eine Woche zu arbeiten, bevor es am 2. Oktober zu der naechsten Familie in die Praefektur Gifu ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten Tage vergingen natuerlich nicht ganz so schnell, wie ich gerne gewollt haette.&lt;br /&gt;Doch gibt es noch eine Begebenheit zu erwaehnen, die ich in meinem Kalender mit "Haseyans nice day" vermerkt habe:&lt;br /&gt;Dieser Tag war wirklich merkwuerdig. Er begann damit, dass mich mein Gastvater zum Einkauf von Knoblauch und Zwiebeln mitnahm, die er gerne pflanzen wollte. Auf dem Weg zur Stadt fuhr er extra durch Fujimi (was soviel bedeutet wie "den Fuji sehen"). Dabei handelte es sich um ein kleines Dorf, das seinem Namen auch gerecht wird, denn von dort aus sah ich tatsaechlich zum ersten Mal den beruehmten Vulkan. Das Lustige war ja, dass ich damals zwar auf ihm herumgeklettert bin, ihn aber bisher nie aus der Ferne gesehen hatte.&lt;br /&gt;Anschliessend kaufte mir Haseyan in der Stadt sogar einen Crepes...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spaeter am Tage nahm er mich mit auf einen Ausflug nach Suwa, wo eine kleine Burg steht. Ich hatte einmal erwaeht, dass ich mir diese gerne ansehen wuerde und daran hatte er sich wohl erinnert. Es blieb auch nicht bei der Burgbesichtigung, sondern wurde noch mit einem anschliessenden Restaurant- sowie Onsenbesuch getoppt. (Letzteres war mir allerdings ziemlich unangenehm, denn wir waren die einzigen Gaeste und die Besitzer, die glaubten, wir waeren verheiratet (danke fuer das Kompliment, er war fast 30 Jahre aelter als ich!), boten uns an, wir koennten gerne zusammen in das Maennerbad. Mein Gastvater wollte das Angebot auch tatsaechlich annehmen, doch das stand fuer mich wirklich ausser Frage und so stellte ich mich einfach taub und ging schnurstracks zum Frauenbereich.) Sachen gibts, die gibts gar nicht...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein letzter Abend auf der Farm war dafuer wirklich schoen, denn Eriko lud mich in ein kleines Restaurant ein, mit deren Besitzern sie befreundet war. Es gab Huehnersuppe, Salat und als Nachtisch sogar Schokoladenkuchen, der traumhaft schmeckte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am naechsten Morgen gab sie mir als Abschiedsgeschenk eine Tuete Kekse und einen Muffin, allerdings unter der Voraussetzung, dass ich Haseyan nichts davon erzaehlte und auch fuer mich behielt, dass sie die Restaurantrechnung bezahlt hatte.&lt;br /&gt;Dann fuhr sie mich sogar zum Bahnhof und da mein Zug schon am Gleis wartete und sie sich zunutze machte, dass ich mich im Gebaeude nicht auskannte, rannte sie schnell zum Fahrkartenschalter und hatte mir mein Ticket nach Matsumoto schon gekauft, bevor ich ueberhaupt Zeit hatte zu protestieren, da ich mit meinem schweren Rucksack nur hinterherschnaufen konnte. (Immerhin kostete die Karte 700 Yen, das war doch wirklich nicht noetig!)&lt;br /&gt;Nicht einmal richtig verabschieden konnte ich mich, denn der Zug hielt hier nicht lange und Eriko draengte mich panisch Richtung Absperrung. So winkte ich ihr nur noch einmal zu, dann war sie auch schon in der Menschenmenge verschwunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eriko war mit Abstand das Beste, was mir auf dieser Farm passiert ist. Ich werde ihre Grossherzigkeit nie vergessen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht es in Nagano Teil II mit meiner Zeit in Matsumoto :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-2575642404080825729?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/2575642404080825729/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/10/das-tor-zum-himmel-nagano-teil-i.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/2575642404080825729'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/2575642404080825729'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/10/das-tor-zum-himmel-nagano-teil-i.html' title='Das Tor zum Himmel - Nagano Teil I'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TK_PPDxzKnI/AAAAAAAAARs/dx1jtBIUGCU/s72-c/IMG_6469.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-1645139718802162525</id><published>2010-09-21T02:54:00.000-07:00</published><updated>2010-09-23T00:11:09.993-07:00</updated><title type='text'>Special: Schlafen auf Japanisch</title><content type='html'>&lt;div align="left"&gt;Meine grosse Schwester hat mich vor einiger Zeit gebeten, irgendwann einmal genauer darueber zu schreiben, wie ich an verschiedenen Orten so naechtige, bzw. mich dort so einrichte.&lt;br /&gt;Inzwischen befinde ich mich auch schon fast ein halbes Jahr auf Japanischem Boden, habe schon Etliches ausprobiert und denke, dass ich dieser Thematik nun einen eigenen Post widmen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fange wohl am Besten damit an, wo ich bisher die meissten Naechte verbracht habe...　 &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Gastfamilie:&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Die Zimmer, die ich bei derzeit drei verschiedenen Familien hatte, waren sehr unterschiedlich! &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJiZxJdpDcI/AAAAAAAAAPc/q29GXZbzKwQ/s1600/IMG_5632.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519330412975427010" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJiZxJdpDcI/AAAAAAAAAPc/q29GXZbzKwQ/s320/IMG_5632.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJia52yWNxI/AAAAAAAAAPs/AW82D2X3fbE/s1600/IMG_1734.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519331662092449554" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJia52yWNxI/AAAAAAAAAPs/AW82D2X3fbE/s200/IMG_1734.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJia52yWNxI/AAAAAAAAAPs/AW82D2X3fbE/s1600/IMG_1734.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJia52yWNxI/AAAAAAAAAPs/AW82D2X3fbE/s1600/IMG_1734.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJia52yWNxI/AAAAAAAAAPs/AW82D2X3fbE/s1600/IMG_1734.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJia52yWNxI/AAAAAAAAAPs/AW82D2X3fbE/s1600/IMG_1734.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;In Otaki bekam ich gar kein Zimmer, sondern eine eigene kleine Holzhuette, die allerdings nur notduerftig eingerichtet war und eher den Eindruck machte, als stuenden dort jene Sachen, die man bei mir zuhause wohl eher in den Keller oder auf die Dachspitze verbannt haette. Doch das stoerte mich eigentlich weniger. Mir machte in der Winterzeit eher zu schaffen, dass ich Abends in einen eiskalten Raum kam, weil er mit Holz beheizt wurde, ich aber den ganzen Tag zum Arbeiten draussen oder im Haupthaus verbrachte. Auch in meiner einstuendigen Pause wurde es erst ertraeglich warm, wenn sie schon fast wieder vorbei war, obwohl ich mich immer unter meinen Futon verkroch. (Die Huette hatte ein sehr hohes Dach, wohin meine ganze ersehnte Waerme entwich) Strom fuer Lampe bekam ich nur durch ein Verlaengerungskabel, das ich Abends beim Haupthaus einstoepselte, den Tag ueber aber weggeraeumt werden musste, damit es nicht stoerte. Natuerlich vergass ich das Einstoepseln hin und wieder, machte mich mit meiner kleinen Lampe auf den Weg durch den Wald und merkte meine Schusseligkeit erst, als ich versuchte das Licht anzuknipsen. In den meissten Faellen hatte ich dann keine Lust mehr, nochmal zurueckzugehen... &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJie3I9GlrI/AAAAAAAAAQc/Q5cDVV5bWEs/s1600/IMG_6157.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519336013476304562" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJie3I9GlrI/AAAAAAAAAQc/Q5cDVV5bWEs/s320/IMG_6157.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;In Mukawa dagegen bewohnte ich ein kleines Zimmer mit Teppichboden innerhalb des　Haupthauses. Es aehnelte nur in seiner Eigenschaft als Rumpelkammer der Unterkunft in Otaki, war aber sonst ganz gemuetlich. Zumindest haette ich im Winter nicht gefroren. Waehrend die Holzhuette jedoch unbestritten &lt;em&gt;mein&lt;/em&gt; Refugium war, kamen hier staendig die Kinder herein, stoeberten in meinen Sachen, kletterten ueber meine Matratze durchs Fenster aufs Dach und machten noch andere Dinge, die in der Mittagspause, wenn man gerne schlafen wollte, etwas stoerend waren. Anweisungen wurden einfach ignoriert. Deshalb breitete ich mich mit meinen persoenlichen Habseligkeiten auch gar nicht erst aus. Hier blieb ich ja auch nur zwei Wochen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJifFW1znuI/AAAAAAAAAQk/uYaT-1qnf9A/s1600/IMG_6488.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJifFW1znuI/AAAAAAAAAQk/uYaT-1qnf9A/s1600/IMG_6488.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519336257721966306" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJifFW1znuI/AAAAAAAAAQk/uYaT-1qnf9A/s320/IMG_6488.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Auf der Canadianfarm in Haramura (Nagano) hatte ich ein richtiges Tatamizimmer mit altertuemlicher Bauerntapete in einem der vielen Nebengebaeude. Es war recht gemuetlich und durch die Strohmatten hatte es einen angenehmen Geruch. Auch war praktisch, weil man durch den ueberdachten Balkon, zu dem eine Schiebetuer herausfuerte hoeren konnte, wenn es regnete. So wusste ich, ob ich mich um sechs, wenn mein Wecker klingelte, langsam aus den warmen Laken schaelen musste, oder noch bis halb acht weiterdoesen durfte. (Bei Regen gingen wir naemlich nicht auf die Felder zum Ernten und Jaeten, sondern trafen uns erst gegen acht zum Fruehstueck). Ein richtiges Haupthaus gab es hier nicht.&lt;br /&gt;Bei allen Familien bekam ich bisher den traditionellen Futon zum Schlafen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Zelten (Campingplatz):&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJicTvhvVuI/AAAAAAAAAP8/4gRcAfKZUs4/s1600/IMG_5989.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; FLOAT: right; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519333206331971298" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJicTvhvVuI/AAAAAAAAAP8/4gRcAfKZUs4/s320/IMG_5989.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Zelten kann man hier in Japan sehr gut. Besonders auf Hokkaido gibt es viele huebsche Plaetze, einige daven sehr natuerlich und rustikal gehalten - eher einfache Rasenflaechen, mit nur einem kleinen Waschhaus.Diese waren mir auch am Liebsten, weil man ungestoert blieb.&lt;br /&gt;Mein Zelt an sich ist ja sehr klein - gross eingerichtet habe ich mich deshalb nie, alle Sachen lieber in den Taschen gelassen und diese rechts und links von meiner Matratze als kleine Schutzmauer drapiert. Auch fuer den Fall, dass es regnen sollte, was es nicht klug, etwas ausserhalb der wasserdichten Packtaschen aufzubewahren.&lt;br /&gt;An meinem Zelt mag ich, dass es fast nichts wiegt und schnell aufzubauen ist. Ausserdem trocknet es gut, wenn es mal nass wird.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Appartements:&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJigstGd39I/AAAAAAAAARE/wtyxPRLiQ4c/s1600/IMG_6316.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 240px; FLOAT: right; HEIGHT: 320px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519338033223950290" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJigstGd39I/AAAAAAAAARE/wtyxPRLiQ4c/s320/IMG_6316.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Die typisch Japanischen Singlewohnungen sind sehr klein. Besonders in Tokyo. In Lottis Fall gab es ausser der winzigen Nasszelle gar kein richtiges Zimmer, wenn man ein solches, als mit Tuer abgetrennten Raum definiert. Der Raum, in dem wir schliefen, war eher eine Verbreiterung des Flurs, in dem sich auch eine Kuechenzeile befand. Deshalb war hier meine Luftmatratze sehr praktisch - die konnte ich tagsueber auf den Balkon raeumen oder einfach an eine Wand lehnen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Claus Wohnung war etwas groesser und hatte ausser dem verbreiterten Kuechenflur noch ein, durch Schiebetuer verschliessbares Tatamizimmer. So hatte ich sogar die Wahl zwischen Luftmatratze auf Tatami oder westlichem Bett im Flur. Beides war sehr gemuetlich. &lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJiZxWpuRkI/AAAAAAAAAPk/yNqnldKyzJc/s1600/IMG_5766.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519330416515761730" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJiZxWpuRkI/AAAAAAAAAPk/yNqnldKyzJc/s320/IMG_5766.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJifagmK0jI/AAAAAAAAAQs/ClG-2uApaHo/s1600/IMG_6182.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJifagmK0jI/AAAAAAAAAQs/ClG-2uApaHo/s1600/IMG_6182.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 150px; FLOAT: left; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519336621117985330" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJifagmK0jI/AAAAAAAAAQs/ClG-2uApaHo/s200/IMG_6182.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Die Wohnung der hilfsbereiten Familie in Niigata ueber der Waescherei hatte dagegen viele Raeume und ich durfte ja sogar im Zimmer der Tochter auf einem Futon schlafen, obwohl ich natuerlich auch mit dem Sofa im Wohnzimmer Vorlieb genommen haette!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Hotel:&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;das meisste Geld habe ich mit Abstand fuer Hotels ausgegeben. Deshalb erlaubte ich mir diesen Luxus bisher auch nur zwei Mal - fuer die Nacht meiner Ankunft mit dem Flugzeug in Chitose und in Matsumoto, wo es schlicht und einfach nichts Anderes gab! (und ich bin inzwischen gut im Finden der guenstigsten Unterkunft in einer fremden Stadt...)&lt;br /&gt;Natuerlich rechtfertigte sich der Preis in beiden Faellen durch eigene Dusche und WC, Kosmetikartikel, westliches Bett und Fernseher (wer es noetig hat).&lt;br /&gt;Da ich all das aber eigentlich nicht brauche und auch mit weniger luxurioesen Unterkuenften sehr zufrieden bin, vermeide ich es wenn moeglich. Auch die fehlende Gesellschaft ist eher ein Minuspunkt. Zu viel Privatsphaere ist hinderlich, um neue Bekanntschaften zu machen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Ryokan:&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJif4pdiKuI/AAAAAAAAAQ0/6Rg-lrDrJZw/s1600/IMG_6201.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519337138893761250" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJif4pdiKuI/AAAAAAAAAQ0/6Rg-lrDrJZw/s320/IMG_6201.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Dabei handelt es sich um Gasthaeuser im Japanischen Stil, in denen man auch noch traditionell empfangen und umsorgt wird. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich habe in Niigata meine Ryokan-Erfahrung gemacht und war positiv ueberrascht, wie huebsch die Zimmer sind. Sie haben nichts vom sterilen Charakter der meisten Hotelzimmer und man fuehlt sich gleich wohl. So verbrachte ich auch gerne mehr Zeit innerhalb dieser vier Waende und war nicht nur zum Schlafen dort.&lt;br /&gt;Ich bekam umsonst gruenen Tee, (natuerlich) einen Futon und erhielt einen Yukata (eine Art Japanischer Morgenmantel fuer alle Tages- und Nachtzeiten)&lt;br /&gt;Viele Moeglichkeiten mich einzurichten, gab es aus Ermangelung von Schraenken allerdings nicht. Deshalb liess ich alles in den Taschen, die ich vorsichtshalber auf Zeitungspapier abgestellt hatte.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Minshuku:&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJibanYpqxI/AAAAAAAAAP0/gfNgfyTCEgI/s1600/IMG_5825.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519332224893823762" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJibanYpqxI/AAAAAAAAAP0/gfNgfyTCEgI/s320/IMG_5825.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Ich habe bisher nur in einer dieser unprofessionellen Privatunterkuenfte geschlafen, damals auf dem Weg nach Wakkanai und es war gerade gut genug, um eine trockene Nacht zu verbringen. Ich erhielt einen ziemlich heruntergekommenen, modrigen Raum mit fleckigem Teppichboden, dessen einziges Moebelstueck aus einem kleinen Tisch bestand. Ein richtiges Fenster gab es auch nicht, nur eine Art waagerechte Schiessscharte, deren Verglasung sich nicht oeffnen liess und weshalb es durch meine trocknenden Sachen in Kombination mit der voll aufgedrehten Heizung schnell tropisch wurde.&lt;br /&gt;Das Bad teilte ich mir mit den anderen Gaesten und eine Reihe von Waschbecken befand sich im Eingangsbereich.&lt;br /&gt;Dafuer haette ich fuer einen geringen Aufpreis eine warme, selbstgekochte Mahlzeit erhalten.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Bed &amp;amp; Breakfast Hotel:&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJigOKsvxPI/AAAAAAAAAQ8/dertKEPGq94/s1600/IMG_6224.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519337508593190130" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJigOKsvxPI/AAAAAAAAAQ8/dertKEPGq94/s320/IMG_6224.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Jaaa, die gibt es sogar in Japan! Die Zimmer waren in meinem Fall in Niigata, auf vier Personen ausgelegt, aber ich hatte Glueck und den ganzen Raum fuer mich! (Er war auch eng genug und es gab keine Schraenke, um seine persoenlichen Dinge zu verstauen)&lt;br /&gt;Essen war nicht beinhaltet und ich teilte mir auch hier das Bad mit den anderen. Mir gefiel auch der grosse Gemeinschaftsraum, in dem fast immer jemand anzutreffen war und der Gelegenheit bot, neue Leute kennen zu lernen und sich zu unterhalten. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Jugendherber&lt;/em&gt;&lt;em&gt;ge:&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Fuer mich liegt sie etwa auf dem gleichen Level, wie ein Bed &amp;amp; Breakfast Hotel, aber mir hat Letzteres trotzdem von der Atmosphaere besser gefallen. Die Herbergen waren manchmal etwas heruntergekommen oder schlecht zu erreichen. Doch je schlechter die Herberge, desto freundlicher das Personal. Jedenfalls habe ich das so empfunden.&lt;br /&gt;Doch man muss ihnen auch zugute halten, dass sie viele Prospekte ueber Sehenswuerdigkeiten oder schoene Landschaften in der Naehe bereithalten. (Kann man allerdings auch am Bahnhof finden oder in Postaemtern erfragen)&lt;br /&gt;In den Jugendherbergen hat man einen eigenen Spint im Zimmer, den man auch abschliessen kann. So musste ich mich nicht um mein Gepaeck sorgen, wenn ich auf Entdeckungstour ging.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Rider House:&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJidSitpybI/AAAAAAAAAQM/S-qpMov9ZJg/s1600/IMG_6012.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 150px; FLOAT: right; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519334285224036786" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJidSitpybI/AAAAAAAAAQM/S-qpMov9ZJg/s200/IMG_6012.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Am Liebsten habe ich in diesen Unterkuenften geschlafen. (Leider gibt es sie nur in Hokkaido, was sich dadurch erklaert, das diese fuer Motorradfahrer ausgelegt sind und in Hokkaido nun einmal die schoensten und einsamsten Strecken existieren)&lt;br /&gt;Sie sind nicht nur unheimlich preiswert, ich habe auch immer nette und interessante Menschen getroffen und es war stets eine Ueberraschung, was man wohl vorfinden wuerde. Ich habe sie oft auf den ersten Blick gar nicht als Unterkunft realisiert, weil es sich um unscheinbare, verfallen aussehende Haeuschen oder im anderen Fall um einen Eisenbahnwaggon gehandelt hat.&lt;br /&gt;Dennoch waren es meine persoenlichen Favouriten, trotz fehlender oder kaputter Dusche. Ein Kombini war meistens in der Naehe, so konnte ich mich auch mit Essen versorgen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJiczStjJ9I/AAAAAAAAAQE/4bdng55QUzU/s1600/IMG_5994.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519333748352690130" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJiczStjJ9I/AAAAAAAAAQE/4bdng55QUzU/s320/IMG_5994.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJih5hyzLqI/AAAAAAAAARU/GpgM9leIlmI/s1600/IMG_6100.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 240px; FLOAT: right; HEIGHT: 320px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519339353038597794" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJih5hyzLqI/AAAAAAAAARU/GpgM9leIlmI/s320/IMG_6100.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;Internetcafe:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJihRGEb7nI/AAAAAAAAARM/vD4yOo3A7Gk/s1600/IMG_6192.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 240px; FLOAT: left; HEIGHT: 320px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519338658401611378" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJihRGEb7nI/AAAAAAAAARM/vD4yOo3A7Gk/s320/IMG_6192.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Als ich einmal zwei Fliegen mit einer billigen Klappe schlagen wollte, wich ich auf diese Schlafmoeglichkeit aus. Fuer nicht besonders kuschelig, aber zweckmaessig habe ich sie empfunden. Man kann eine Kabine zu einem Sonderpreis fuer acht Stunden mieten und in dieser Zeit ins Internet gehen oder eben schlafen. Leider sind die Trennwaende nur ein Sichtschutz. Vor Geraeuschen bewahrten sie mich jedoch nicht und daher wachte ich auch auf, als neben mir ein Mann anfing, laut zu schnarchen...&lt;br /&gt;Dafuer darf man sich am Getraenkeautomaten gratis bedienen, manchmal gibt es auch Automaten fuer Ramen oder Maissuppe.&lt;br /&gt;Die Kabine war allerdings ziemlich eng und ich war froh, nicht besonders hoch gewachsen zu sein, ansonsten haette ich mich arg einrollen muessen. &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;em&gt;Anderes:&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;An meine Nacht im Park von Wakkanai denke ich war nicht so gern zurueck, aber sie muss der Vollstaendigkeit halber wohl trotzdem erwaehnt werden...&lt;br /&gt;Von romantischen Naechtigen unter Sternenhimmel konnte jedoch hier keine Rede sein, da es furchtbar kalt war, ich natuerlich kein Lagerfeuer hatte und mein einziger Schutz aus dem besagten Klettergeruest bestand, unter dem ich meinen Schlafsack ausgerollt hatte. Mein Fahrrad liess ich bepackt um im Ernstfall abhauen zu koennen. Fuer ein Foto war es leider zu dunkel und Morgens dachte ich ehrlich gesagt nur daran, moeglichst schnell zu verschwinden... Aber ich werde etwas in dieser Art bestimmt nur im aeussersten Notfall wiederholen (wenn ich Pleite bin oder irgendwo in der Pampa hocken sollte!)&lt;br /&gt;Die Nacht im Schiff war auch nicht von der erholsamen Sorte... Auch deshalb, weil das Licht die ganze Zeit ueber anblieb. So band ich mir eines meiner Tuecher um den Kopf und rollte mich auf meinem Lager an der Wand zusammen. Meine Taschen hatte ich auf meinem Fahrrad gelassen, das im Schiffsrumpf vertaeut war und nur das Noetigste in den Gemeinschaftsschlafraum mitgenommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe, ich habe nichts vergessen und es waere interessant fuer mich, was ihr so bevorzugen wuerdet, wenn ihr in meiner Stelle waert. :)&lt;br /&gt;Eine neue Erfahrung werde ich mit Vermerk hier einfuegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-1645139718802162525?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/1645139718802162525/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/09/special-schlafen-auf-japanisch.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/1645139718802162525'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/1645139718802162525'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/09/special-schlafen-auf-japanisch.html' title='Special: Schlafen auf Japanisch'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TJiZxJdpDcI/AAAAAAAAAPc/q29GXZbzKwQ/s72-c/IMG_5632.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-5208432395675203474</id><published>2010-09-12T18:59:00.000-07:00</published><updated>2010-09-13T03:02:55.001-07:00</updated><title type='text'>summer in the city - Tokyo</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3ut5LF3XI/AAAAAAAAAOk/380ljqo5-YA/s1600/IMG_6237.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3ut5LF3XI/AAAAAAAAAOk/380ljqo5-YA/s320/IMG_6237.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5516327590807592306" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nachdem aus meinen Arbeitsplaenen fuer die Hauptstadt nun leider nichts wurde und ich zum Nichtstun verdammt war (ich arme!), mich aber trotzdem noch ein bisschen in dieser gigantischen Stadt aufhalten wollte, beschloss ich, ein paar neue Freunde in der Umgebung zu finden.&lt;br /&gt;Mein einziger bisheriger Kontakt bestand aus Masashi, einem Japanischen Freund, der auch schon oefter in Stuttgart auf Dienstreise gewesen war. Allerdings war er zur Zeit sehr beschaeftigt und hatte keine Zeit fuer mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So schrieb ich also ueber "Couchsurfing" (eine weltweite Internetplattform fuer Reisende, auf der man kostenlose Logis fuer eine Nacht und nette Leute finden bzw. Schlafplaetze anbieten kann) ein paar Leute an, die ebenfalls in Musashino lebten.&lt;br /&gt;Dadurch kamen ich und Lotti mit dem witzigen Taiwanesen Andy in Kontakt, mit dem wir uns ein paar Mal treffen konnten. Wie es der Zufall wollte, wuerde er im Fruehjahr nach Taiwan zuruckkehren und lud mich deshalb ein, ihn dort zu besuchen, wenn ich im April mit der Fahere von Okinawa uebersetzte. (May war inzwischen auch so lieb gewesen, mir einen Rueckflug zu organisieren - ihre Freundin arbeitet in einem Reisebuero in Taipei und konnte mir einen guten Preis herausschlagen. Allerdings muss ich ueber Hongkong und London fliegen, aber was solls)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Andy besuchten wir an einem Abend eine gemuetliche Jazzbar, in der die Musiker zum Schluss sogar zu uns kamen, und sich dafuer bedankten, dass Auslaender ihnen zugehoert hatten. Bis dahin hatte ich Jazz eigentlich nicht besonders gemocht, aber diese Auffuehrung gefiel mir sehr gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3v-ALmAqI/AAAAAAAAAOs/GY6lhiWPD2E/s1600/IMG_6274.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3v-ALmAqI/AAAAAAAAAOs/GY6lhiWPD2E/s400/IMG_6274.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5516328967078281890" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ein anderes Mal stuerzten wir uns in das unglaubliche Gewuehl eines Sommerfeuerwerks. Das war eine aufregende Erfahrung. Die Haelfte aller Japaner kam im Kimono oder Yukata, sie hatten auf dem Boden ueberall ihre blauen Plastikplanen ausgebreitet, hielten Picknick und vergnuegten sich, waehrend um uns herum die Raketen gigantische bunte, feuerspruehende Blumen, Smileys und Schmetterlinge an den Himmel malten und alles von stimmungsvoller Musik begleitet wurde.&lt;br /&gt;Andy berichtete mir, dass es ueber 40.000 Feuerwerkskoerper waren - und das Spektakel dauerte auch ueber zweieinhalb Stunden...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen hatten mir meine Eltern meinen grossen Rucksack geschickt, denn mit dem Rad, ohne Vordergepaecktraeger konnte ich nicht weiterreisen.&lt;br /&gt;So schob ich es ein letztes Mal auf Japanischem Boden zur Post, verpackte es dort in seine Tasche und gab es auf. Ein paar Monate wuerde es unterwegs sein und sein eigenes Abenteuer erleben...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Lottis Urlaub begann, liesse wir uns auch Buecherreiausweise anfertigen, fuer die grosse Bibliothek in Mitaka, zu der ich auch viele Male alleine lief um ganze Tage dort Sitzend und Lesend zu verbringen.&lt;br /&gt;Denn, ich habe es noch nicht erwaehnt, ist aber wichtig: ES WAR WARM!&lt;br /&gt;Nicht die angenehme leichte Hitze eines Sommers. Stickig und drueckend war die Luft. Man hatte beinahe das Gefuehl, es waehre kein Sauerstoff vorhanden, das Denken fiel etwas schwer und ohne Grund lief der Schweiss den ganzen Tag. Nachts wurde es nicht besser. Selbst ohne Decke und trotz offener Balkontuer war es zu warm und auch, wenn dann und wann ein kleines Lueftchen Linderung schaffte, schlief ich schlecht und wachte am Morgen wenig erholt auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war einfach nicht angenehm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mag Sommer, aber nur, wenn man vor der Hitze auch irgendwie fliehen kann - in ein kuehles Haus oder in den Schatten. Doch hier bot nichtmal dieser Schutz. Dort war es zwar unsonnig, aber man fuehlte sich noch immer wie in einer Sauna.&lt;br /&gt;Erleichterung brachte demnach nur die Klimaanlage. Und weil Lotti zwar eine solche besass, wir diese aber aus Kostengruenden nie benutzten, fluechtete ich eben in die Buecherei und verbrachte dort himmlische schwitzfreie Stunden, waehrend ich mich durch einen Grossteil der Englischen Abteilung frass. (Lottis persoenlicher kleiner Buchbestand, war mir schon laengst zum Opfer gefallen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3zaZnP4CI/AAAAAAAAAPM/D_9TzmP3QXA/s1600/IMG_6308.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3zaZnP4CI/AAAAAAAAAPM/D_9TzmP3QXA/s320/IMG_6308.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5516332753476378658" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Waehrend Lottis Urlaub unternahmen wir natuerlich auch andere Sachen. Wir besichtigten den Tokyo Tower und andere Sehenswuerdigkeiten, spazierten durch Shibuya, assen Eis in Harajuku und beobachteten dabei die Menschen. Da gab es immer etwas zu lachen, denn anscheinden war es gerade Mode, seine Unterwaesche zu zeigen, indem man auf Guertel verzichtete oder sehr kurze Roecke trug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Claus mit seiner Freundin nach Tokyo kam, trafen wir uns in Asakusa - dem Tempelviertel und schlenderten durch Ueno. Es war schoen, ihn nochmal zu sehen, und wir hatten eine schoene Zeit. Moeglicherweise kommt er in seinem naechsten Urlaub nach Okinawa und wir koennen uns dort nochmal sehen, bevor ich Japan verlasse.&lt;br /&gt;Auch meine Schwaegerin reiste in ihrem Urlaub gerade mit Freunden durch Japan und so schafften auch wir es, uns an einem Tag zu treffen. Das war wie ein Stueckchen Heimat. Ich habe es sehr genossen. Zusammen gingen wir aufs Governement-Building, von dessen Spitze man eine grossartige Aussicht ueber Tokyo hat und besuchten ein kitschiges Romantikviertel am Hafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meiner letzten Woche schaffte ich es dann auch noch, mich mit Masashi fuer das grosse Samba-Festival zu verabreden, das jedes Jahr stattfindet. Es war ein gigantischer Umzug mit toller Musik, vielen aufwaendigen Wagen und Kostuemen. Den Herren gefielen besonders die zahlreichen Damen im Bikini und mit Federschmuck. (Leider stand vor mir eine Dame, die sehr stark nach nasser Katze roch, was mich zusaetzlich zu meinen schmerzenden Fuessen ein bisschen ablenkte)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und natuerlich war ich auf dem Fuji!&lt;br /&gt;Das war nun schon seit zwei Jahren mein Wunsch und auch deshalb hatte ich meinen Besuch bei Lotti in den August gelegt. Die Klettersaison ist naemlich Ende August schon vorbei und die Versorgungsstationen haben geschlossen...&lt;br /&gt;Den Aufstieg plante ich fuer einen Montag, denn dann waren vielleicht nicht so viele Menschen unterwegs. So nahm ich den Abendbus und kam gegen neun am Fusse des Berges (der immerhin schon auf 1.700 Metern liegt) an. Ich hatte mich naemlich fuer eine naechtliche Besteigung entschieden, denn ich wollte unbedingt den Sonnenaufgang vom Gipfel sehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von meinen Alpenerfahrungen wusste ich, dass man sich zunaechst etwas akklimatiesiern sollte, bevor man aufsteigt.&lt;br /&gt;Aber mir ging es eigentlich gut und die Warterei kam mir eher wie Zeitverschwenung vor. Zur Ablenkung gab es auch nur ein paar Souveniershops, die den gewohnten Kitsch fuer Touristen anboten. Immerhin konnte ich noch eine Flasche Wasser erwerben, die ich in meine Umhaengetasche (in Ermangelung eines Rucksackes) zu den Winterklamotten und den Keksen stopfte. Ich war mir nicht sicher, ob ich wirklich Muetze, Schal, Jacke und Handschuhe brauchen wuerde. Die Tasche war sehr prall gefuellt, aber ich hatte mich trotzdem dafuer entschieden das ganze Zeug mitzuschleppen, weil ich es hasse zu frieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich wieder nach draussen ging (es war stockduster und alle hatten ihre kleinen Kopflampen in Betrieb) schnappte ich ein paar Brocken Deutsch auf. Ich dachte, ich haette mich verhoert und blieb deshalb stehen. Doch es war zweifelsohne meine Muttersprache und als ich die Personen ausfindig machte, die sich in ihr unterhielten, sah ich, dass es sich um einen Mann mit seinem Sohn handelte. Ich drueckte mich ein wenig in der Naehe herum und als die Gelegenheit guenstig schien, sprach ich den Mann an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hiess Reinhold und hatte hier in Japan eine Zweigfirma. Sein Sohn hatte gerade sein Abi in der Tasche und kam ihn besuchen.&lt;br /&gt;Reinhold kam aus Muenchen und so kamen wir ein bisschen ins Gespraech ueber die Stadt und was er dort so arbeitete. Er war sehr lustig und lachte gern und erzaehlte mir, dass er schon zweimal auf dem Fuji gewesen sei.&lt;br /&gt;Diese Erfahrung imponierte mir und so fragte ich, ob ich mich fuer den Anfang ihnen anschliessen duerfte, denn ich hatte keine Ahnung, wo der Pfad anfing... (Es war nicht ausgeschildert und trotz Vollmond so dunkel, dass man gerade mal drei Meter weit sehen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Glueck hatten beide nichts dagegen und so machten wir uns auf den Weg. Reinhold schien nichts von Akklimatisierung zu halten und mir war es auch lieber so. Ich hatte ein wenig Sorge, den Gipfel nicht rechtzeitig zu erreichen.&lt;br /&gt;Die ersten Hoehenmeter waren sehr human. Es lief sich leicht und im Licht von drei Stirnlampen konnte man einen guten Teil des Weges beleuchten.&lt;br /&gt;Doch dann kamen wir an eine Stelle, an der man bis zum Gipfel blicken konnte und ich wusste nicht recht, wie wir das jemals bis zum Sonnenaufgang bewaeltigen sollten. Es schien ziemlich weit!&lt;br /&gt;Aber nun gab es kein Zurueck mehr. Der Weg war zu schmal, als dass sich zwei Personen aneinander vorbeizwaengen haetten koennen und deshalb ist man gezwungen, immer weiterzugehen, selbst wenn man lieber wieder umkehren moechte.&lt;br /&gt;Die tatsaechliche Hoehe hatte mich zwar ein wenig geschockt, aber umkehren war das Letzte, was ich jetzt wollte. Es war angenehm, in der Dunkelheit zu laufen und es gab einige fiese Stellen, die bei Sonne und Hitze sehr muehsam geworden waeren.&lt;br /&gt;An der ersten Huette, nach etwa zwei Stunden, kauften wir uns nur jeder einen Schokoriegel um Kraefte nachzutanken, goennten uns ein paar Minuten Rast und dann ging es weiter. Es wurde fast monoton. Man achtete nur auf den naechsten Schritt. Ein paar Mal musste man regelrecht kraxeln, weil der Weg nur aus Felsbrocken bestand. Ein Wanderstock, wie ihn so viele mit sich fuehrten und den man im Tal hatte kaufen koennen, um ihn an jeder Station fuer 200 Yen mit diversen Stempeln versehen zu lassen, waere hier mehr als hinderlich gewesen, wo man doch beide Haende brauchte, um sich nach oben zu ziehen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ging es weiter. Doch nach und nach konnte man kleine, ermutigende Fortschritte erkennen, wenn man den Abhang hinunterspaethe.&lt;br /&gt;Unter uns schlaengelten sich auf dem Pfad hunderte von kleinen Lichtern den Berg empor. Wie eine Perlenkette aus Gluehwuermchen sahen die vielen Bergsteiger aus.&lt;br /&gt;Reinhold mahnte nun zur Eile. Bald wuerden auch die Leute, die in den Huetten auf dem Berg geschlafen hatten, aufbrechen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Wenn wir in diesen Stau kaemen, wo alles nur noch stockend voranging, haetten wir gute Chancen, ihn zu verpassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb legten wir einen Zahn zu und waren schnell am schnaufen. In einer der letzten Huetten goennten wir uns trotzdem eine kurze Rast und schluerften Nudelsuppe. Dann ging es weiter. Pausen wurden nun unangenehm, denn T-Shirt und Pulli waren laengst nassgeschwitzt und sobald man stehenblieb wurde es schnell kalt. Meine Winterklamotten hatte ich laengst angezogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3yiZrw_yI/AAAAAAAAAPE/_f2i94Ld02k/s1600/IMG_6385.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3yiZrw_yI/AAAAAAAAAPE/_f2i94Ld02k/s320/IMG_6385.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5516331791422652194" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach sechs Stunden erreichten wir den Gipfel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir waren nicht in den Stau gekommen und dennoch tummelten sich hier bereits jede Menge Menschen aller Altersklassen. Der Getraenkeautomat war leer, aber dafuer ergatterten wir trotz anfaenglicher Skepsis einen tollen Aussichtsplatz in der ersten Reihe am Grat.&lt;br /&gt;Die Gluehwuermchenkette riss nicht ab, sondern verdichtete sich zur Mitte des Berges hin noch. Inzwischen regelten sogar ein paar Polizisten mit ihren roten Leuchtstaeben den Verkehr. (Zusammen mit den uebervorsichtigen Japanern, die an jeder Biegung rasselnd Sauerstoff inhalierten, hatte man ein bisschen den Eindruck, mitten in Dreharbeiten zur neusten Star-Wars-Episode geraten zu sein)&lt;br /&gt;Nun warteten wir. Es war halb vier und die Sonne wuerde erst gegen fuenf aufgehen. Noch war nichtmal ein Schimmer am Horizont auszumachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wurde sehr kalt. Ich war froh ueber meine Jacke und die anderen Sachen, aber dennoch war es zu wenig um mich vollstaendig zu schuetzen. Die nassen Klamotten, die ich darunter trug, schienen alle Waerme abzuweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam erhellte sich der Himmel, die Sternenpracht ueber uns, sowie das Lichtermeer der grossen Stadt im Tal verblassten und die Menschen um uns herum wurden lebhafter.&lt;br /&gt;Einige, die wie Raupen kokongleich in ihre Rettungsdecken gewickelt auf dem Boden lagen und versuchten zu schlafen, regten sich muede und spaehten hoffnungsvoll gen Horizont, der nun unter einer dicken Wolkendecke lag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiterwarten. Die Zeit schien sehr lang. Trotz Handschuhe und der dicksten Socken, die ich besass wurden mir Finger und Zehen klamm. Immerhin musste ich nicht mit dem kalten Boden vorlieb nehmen, sondern konnte mich auf einen Baumstamm setzen, der am Grat vor der Absperrung lag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3xlX__DGI/AAAAAAAAAO0/SoOhAkllHA4/s1600/IMG_6369.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3xlX__DGI/AAAAAAAAAO0/SoOhAkllHA4/s200/IMG_6369.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5516330742998568034" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Endlich nahm der Himmel einen azurfarbenen Ton an und ueber der Wolkendecke entwickelte sich ein immer intensiveres Orange, das langsam ins Gelbliche ueberging.&lt;br /&gt;Dann ertoenten erste Ausrufe.&lt;br /&gt;Die Sonne!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings nicht in ihrer gewohnt gleissenden Pracht, sondern zunaechst nur ein orangeroter Tropfen, der unter den Wolken hing und wie eine Luftblase langsam nach oben stieg.&lt;br /&gt;Dann erklomm der Tropfen die Wolken.&lt;br /&gt;Sofort schien es waermer zu werden, als uns die ersten Strahlen erreichten. Noch tat es nicht weh, in die Sonne zu schauen, denn das Licht fiel noch flach. So war es moeglich viele schoene Fotos zu schiessen - in meinem Fall vielleicht zu viele, denn nach ein paar Minuten war die Batterie meiner Kamera leer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3yA3SRjvI/AAAAAAAAAO8/4t611MAW0l0/s1600/IMG_6381.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3yA3SRjvI/AAAAAAAAAO8/4t611MAW0l0/s400/IMG_6381.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5516331215253245682" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir genossen etwa eine halbe Stunde dieses kleines Wunder der ersehnten Waerme und dann lud Reinhold mich und seinen Sohn auf eine heisse Misosuppe und einen noch heisseren Tee in eine der Huetten auf dem Gipfel ein, die inzwischen geoeffnet hatten. Dazu konnten wir unsere noch immer steifen Finger an einer kleinen ersterbenden Feuerstelle waermen.&lt;br /&gt;Ganz allmaehlich wich die Kalte der Muedigkeit und wir wurden traege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir rafften uns jedoch nochmal auf und gingen anschliessend bis zum Krater um hinabzublicken, aber er lag noch immer unter einer Eisschicht und war mehr oder weniger unspektakulaer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen sechs begannen wir den Abstieg.&lt;br /&gt;Und er war weitaus anstrengender als der Aufstieg, obwohl er nur dreieinhalb Stunden dauerte.&lt;br /&gt;Denn der Weg war sehr steil und bedeckt von einer dicken Dreckschicht und losem Geroell, das einen immer wieder ins Schlittern brachten und oft auch zu Fall.&lt;br /&gt;Nach einer Stunde bereits schmerzten Knie und Waden. Man merkte deutlich, dass das eigentlich nicht gesund sein konnte.&lt;br /&gt;Dennoch hielten wir durch. Natuerlich. Was blieb denn anderes uebrig?&lt;br /&gt;Irgendwann lies auch die Steigung nach und wir kamen an die Stelle, wo sich Aufstieg und Abstieg deckten. Hier wurde es angenehmer zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um halb zehn waren wir wieder im Tal, wo sich nun jede Menge Leute tummelten. Einige in Aufbruchsstimmung, mit frischem Mut und wippendem Schritt, andere voellig geraedert am Boden liegend. Wir gesellten uns zu den Geraederten und bedienten uns erstmal ausgiebig an den Getraenkeautomaten.&lt;br /&gt;Kurz darauf verabschiedeten sich Vater und Sohn. Reinhold gab mir aber noch seine Emailadresse, er wolle mir die Fotos schicken, die er gemacht habe, weil doch meine Kamera ihren Geist aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;Da war ich dann voellig zufrieden mit dem Erlebnis und verabschiedete die beiden herzlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich musste noch eine ganze Weile auf meinen Bus warten, aber diesmal im Warmen.&lt;br /&gt;Den Muskelkater in den Beinen wurde ich allerdings erst nach ein paar Tagen los, obwohl ich weiterhin tapfer jeden Tag zur Buecherei lief, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der letzte Tag stand nun vor der Tuer und ich konnte sogar noch eine letzte Verabredung umsetzen, mit einer Japanerin von Couchsurfing, mit der sich Lotti hoffentlich noch einmal treffen kann, denn sie war wirklich eine sehr liebe Frau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann brach der Morgen an und ich auf. Mit der Bahn Richtung Nagano,&lt;br /&gt;Diesmal etwas entspannter, nur mit Rucksack...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-5208432395675203474?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/5208432395675203474/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/09/summer-in-city-tokyo.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/5208432395675203474'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/5208432395675203474'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/09/summer-in-city-tokyo.html' title='summer in the city - Tokyo'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TI3ut5LF3XI/AAAAAAAAAOk/380ljqo5-YA/s72-c/IMG_6237.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-4303574268646830029</id><published>2010-09-07T20:06:00.000-07:00</published><updated>2010-09-07T22:08:25.456-07:00</updated><title type='text'>Special: Die Japanische Buerokratie</title><content type='html'>Oder: Warum einfach wenns auch umstaendlich geht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ihr gerne ueber die Inkompetenz von Behoerden lacht, dann ist diese Geschichte gerade richtig fuer euch. Wenn ihr euch eher darueber aufregt, solltet ihr sie vielleicht besser nicht lesen. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich wollte ich ja die Zeit in Tokyo nutzen, um meine Reisekasse etwas aufzubessern und dort zu jobben. Lotti musste ja auch arbeiten - sie ist seit Juli fuer ein Jahr in Japan und hier als Englischlehrer-Assistentin an einer internationalen Schule taetig - und ich hatte keine Lust, den ganzen Tag allein zu sein.&lt;br /&gt;Gewissenhaft, wie ich auch manchmal bin, wollte ich mich also recht bald um das Buerokratische kuemmern, damit ich schnell eine Arbeit antreten konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TIcCCkQeCTI/AAAAAAAAAOU/GBqdlsBciis/s1600/IMG_6296.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TIcCCkQeCTI/AAAAAAAAAOU/GBqdlsBciis/s320/IMG_6296.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5514378511854209330" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Zu diesem Zweck muss man sich zunaechst in der Stadt registrieren und eine sogenannte "alien registration card" beantragen. Das ist eine Art Personalausweis fuer Auslaender, auch wenn es eher nach einer Aufenthaltsgenehmigung fuer Marsmenschen klingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sieht sie uebrigens aus:&lt;br /&gt;(auch wenn ich die meisten der interessanten Schriftzeichen wegen Datenschutz uebermalen musste)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Praktischerweise wollte Lotti ohnehin nochmal im Rathaus von Musashino vorbei, um ihre eigene ar-card abzuholen. Deshalb konnte ich mich einfach anschliessen, weil ich ja nicht wusste, wo es sich befand.&lt;br /&gt;Und damit begann der ganze Aerger...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Beantragen an sich ging schnell und machte wenige Probleme. Eine der Damen konnte sehr gut Englisch und es kamen keine Missverstaendnisse auf.&lt;br /&gt;Erst als es um die Krankenversicherung ging, wurde es kompliziert. An sich hatte ich nichts dagegen, auch wenn ich mich etwas wunderte, da ich ja bereits in Deutschland eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hatte und diese im Uebrigen Voraussetzung fuer die Genehmigung des Visums war. (Spaeter erfuhr ich in der Deutschen Botschaft, das diese in Japan gar nicht anerkannt wird - da kann sich schon die Frage nach dem Sinn stellen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch, wenn es nun einmal Pflicht war, wie man mir versicherte, dann hatte es wohl keinen Sinn sich zu straeuben, denn auch wenn etwas unlogisch ist, lernen Japaner schon frueh, alles als gegeben zu akzeptieren und keine Fragen zu stellen. (Ausserdem schien mir eine zusaetzliche Absicherung gar nicht so bloed zu sein, denn beim Arzt wuerde ich damit nur 30 Prozent der Kosten bezahlen muessen und sowas kann ja schnell teuer werden. Soviel Geld hatte ich nun auch wieder nicht gespart, als dass ich das ohne Probleme vorstrecken koennte...)&lt;br /&gt;Jedenfalls ging ich den armen Angestellten bestimmt gruendlich auf die Nerven, denn ich stellte jede Menge Fragen und je mehr Antworten ich erhielt, desto undurchdachter kam mir die ganze Sache vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es verhielt sich naemlich folgendermassen:&lt;br /&gt;Anders als in Deutschland, zahlt man hier monatlich das Geld fuer seine Versicherung an die Stadt, in der man lebt. (Es wird auch nicht vom Konto eingezogen, sondern man muss es bei der Post einzahlen) Wenn man nun umzieht, muss man sich also in der alten Stadt ab- und in der neuen anmelden, sowie seine Adresse beim Postamt aendern. Bis nun die ganzen Unterlagen an die Verwaltung der Stadt des neuen Wohnsitzes uebergegangen sind und die neue Adresse registriert ist, koennen einige Wochen vergehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wie war dies fuer jemanden umsetzbar, der quasi alle paar Wochen seinen Aufenthaltsort wechselte und auch nicht an einen der Orte zurueckkehrte - jemanden wie mich?&lt;br /&gt;In meinem Fall machte doch all das An- und Abmelden ueberhaupt keinen Sinn, dachte ich mir. Konnte ich nicht einfach den ganzen Jahresbetrag auf einmal an nur eine Stadt zahlen?&lt;br /&gt;Aber nein! Das waere unmoeglich, wurde ich sofort zurechtgewiesen.&lt;br /&gt;Ich wollte nicht lockerlassen; denn wenn ich nun einmal nicht mehrere Wochen bei einer Gastfamilie bleiben konnte (was durchaus moeglich war, wenn viele WWOOFer dort arbeiten wollten), wie sollte ich dann bitte auf den Bescheid der Stadt warten, um dann damit zur Post gehen und den Monatsbetrag zahlen zu koennen?&lt;br /&gt;Wenn das also schlichtweg einmal nicht moeglich war, was wuerde dann passieren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Sie MUESSEN bezahlen!", war die sachliche Antwort, gerade so, als haette die japanische Buerokratie die Macht, selbst physikalische Gesetze ausser Kraft zu setzen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was soll man darauf antworten? Ich starrte nur verstaendnislos zurueck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Form ging es weiter. Fast vier Stunden lang! (Insgesamt verbrachte ich waehrend meiner Zeit in Tokyo um die zehn Stunden dort)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das Ende vom Lied war trotzdem, dass ich keine andere Wahl hatte, als mich dieser Sinnlosigkeit zu beugen...&lt;br /&gt;So kehrte ich nach einem Tag zurueck, weil ich mich mit diesem Schicksal einfach nicht abfinden konnte und wollte. Zumal mir Lotti und Jacki (die ich inzwischen nochmal getroffen hatte) beide versicherten, sie haben keine Extra-Versicherung aufgedrueckt bekommen. Warum nur ich??? (Auch das stellte sich spaeter heraus: sie waren durch ihre Arbeitgeber versichert. Wusste ich aber zu dem Zeitpunkt nicht)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch alle Muehe und geopferte Zeit -  ganz zu schweigen von meinen Nerven - war vergebens. Es blieb dabei!&lt;br /&gt;Ich war sogar, wie schon erwaehnt, einmal zur Deutschen Botschaft gefahren, um mir dort Rat zu holen, doch nach fast drei Stunden Warterei fertigte man mich nur mit der Erklaerung ab, man kenne sich hier nicht mit dem Japanischen Gesetz aus (zu aller Ironie war es eine Japanerin, die dies sagte) und ich solle gefaelligst in der Japanischen Botschaft in Deutschland anrufen, wenn ich darueber Auskunft haben wolle!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War das zu fassen?&lt;br /&gt;Da blieb einem doch nichts anderes uebrig, als den Kopf zu schuetteln und lauthals zu lachen.&lt;br /&gt;(Mir war in diesem Augenblick allerdings nicht so sehr zum Lachen zumute, weil ich mir mit meinem Problem ziemlich alleingelassen vorkam)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich dann ein paar Tage, bevor ich Tokyo verliess, nochmals das Rathaus aufsuchte, um mich ordnungsgemaess (und in sarkastischem Ton) abzumelden, sah es fast so aus, als klaere sich die Sache doch noch zum Guten auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir wurde gesagt, ich koenne doch unter der Adresse in Tokyo registriert bleiben und solle einfach so tun, als wohne ich das ganze Jahr dort und reise eben viel herum.&lt;br /&gt;(Ich hatte inzwischen auch den Versicherungsbescheid ueber 6200 Yen bekommen und brav den Jahresbetrag bei der Post bezahlt. Ich haette das Geld, das ich an diese Stadt zuviel bezahlt haette, zurueckerhalten, sobald ich in der neuen Stadt registriert waere. Dafuer hatte ich ihnen Lottis Japanische Bankverbindung gegeben, denn ich besass hier ja kein Konto.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nun sollte ich mich nicht ummelden und erst, wenn ich Japan vollstaendig verliesse, meine ar-card und die Versicherungskarte nach Musashino zurueckschicken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum denn nicht gleich so, dachte ich mir in Hochstimmung, weil mir endlich jemand entgegen zu kommen schien.&lt;br /&gt;Die ganze Reise waere mit all den Umregistrierungen sehr unschoen und kontrolliert geworden, dabei wollte ich doch ein Jahr lang mal nichts von derlei Dingen wissen und mich frei fuehlen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und alles nur wegen dieses bloeden Personalausweises, der mir noch nichteinmal von Nutzen gewesen war, denn ich hatte keine Arbeit gefunden. Zwar durfte ich einen Tag lang in einem Restaurant jobben, aber nur ein Monat Aufenthalt war allen potentiellen Arbeitgebern zu kurz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natuerlich musste ich mir erst noch Lottis Einverstaendnis einholen, dass ich unter ihrer Adresse wohnen bleiben koenne. Und das bereitete mir etwas Sorgen.&lt;br /&gt;Das lag allerdings nicht an meiner Freundin, sie haette sicher nichts dagegen gehabt, doch einen Tag zuvor war ihre Chefin von einem langen Urlaub zurueckgekommen und Lottis Vermieterin hatte sich gleich bei ihr darueber beschwert, dass nun zwei Personen in einer Singlewohnung registriert waeren und das sei gegen das Japanische Gesetz!&lt;br /&gt;Leider stellte sich in der Tat heraus, dass das nicht ginge und ich mich beim Verlassen von Tokyo abzumelden haette.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Damen im Rathaus waren bedrueckt, ob dieser Auskunft. Verstaendlich, sie hatten sich ja stundenlang mit meinem Fall beschaeftigt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so hoffte ich nur, dass ich vielleicht die Adresse meiner neuen Gastfamilie in Nagano behalten koenne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich vor ein paar Tagen in der Stadtverwaltung von Haramura war, kam jedoch alles etwas anders.&lt;br /&gt;Anscheinend gelten ueberall in Japan andere Gesetze, denn sie sagten, es waere gegen das Gesetz, eine Adresse zu behalten und ich haette die Regeln zu befolgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na grossartig. Nun ging das Ganze von vorne los...&lt;br /&gt;Ich konnte mich gerade noch davon abhalten, meinen Kopf ganz fest auf den Tisch zu hauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf eine abermalige stundenlange Diskussion hatte ich nun wirklich keine Lust! Und sie weigerten sich strikt in Musashino anzurufen. Dabei haetten die ihnen alles viel besser und schneller erklaeren koennen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch immerhin erledigten die Angestellten alle Formalitaeten, waehrend ich (mal wieder etliche Stunden) wartete. Zum Schluss bekam ich meine geaenderte ar-card, den Bescheid ueber einen weiteren Jahresbeitrag (diesmal komischerweise 6300 Yen) und meine neue Versicherungskarte ausgehaendigt.&lt;br /&gt;Waehrend ich wartete, hatte ich weiter mit einer der Damen geredet und sie sagte mir, sie verstehe die Regeln im Rathaus von Musashino nicht, denn ich muesse mich nach ihrer Kenntnis weder abmelden, noch meinen Ausweis zurueckgeben, wenn ich Japan verliess.&lt;br /&gt;Aber wo lag dann noch das Problem? Warum sollte ich mich nochmal all dem aussetzen, wenn es im Grunde nicht wichtig war, dass ich mich in der Stadtverwaltung meines Wohnsitzes abmeldete oder ihnen den Ausweis zurueckgab?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verlor nun entgueltig die Geduld und beschloss, zwar ein allerletztes Mal die Versicherung an Haramura zu bezahlen, wo ich ja nun offiziell wohnte, mich dann aber nicht noch einmal um diesen Muell zu scheren, von dem sowieso niemand eine Ahnung zu haben schien!&lt;br /&gt;Die Adresse meiner neuen Gastfamilie durfte ich auch behalten (hatte bereits deren Einverstaendnis), ich besass meine neue Versicherungskarte (die ich wahrscheinlich sowieso niemals brauchen wuerde) und sollte mir doch etwas passieren, dann war ich eben gerade zufaellig auf Reisen. Die Karte galt ueberall, das hatte mir mein Gastvater Haseyan versichert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wozu also noch weiter darueber nachdenken? Ich war wahrscheinlich sowieso die Einzige, die sich jemals ernsthaft damit beschaeftigt hatte. Alle anderen, die viel reisten, waehrend ihrem Auslandsjahr, hatten sich bestimmt einfach nie registrieren lassen... haette ich nur nie nach Arbeit in Tokyo gesucht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine grosse Sorge, wenn ich "die Regeln" nicht befolgte, hatte sowieso nur darin bestanden, dass man mich bei meiner Ausreise in die Stadt zurueckschicken wuerde, in der ich mich nicht ordnungsgemaess abgemeldet hatte. Das war den sturen Beamten durchaus zuzutrauen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TIcZiZwq2oI/AAAAAAAAAOc/0SGs8f1V_S4/s1600/IMG_6321.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TIcZiZwq2oI/AAAAAAAAAOc/0SGs8f1V_S4/s320/IMG_6321.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5514404347559729794" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Da dies nun anscheinend doch nicht notwendig war, gab es auch keinen Grund das ganze Procedere weitere Male durchzuziehen! (Zumal ich nicht so viel Geld hatte, um in jeder Stadt, in der ich laengere Zeit bliebe, den Jahresbeitrag zu bezahlen. Selbst, wenn ich das Geld in Deutschland von Lotti sicherlich zurueckbekommen wuerde)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab jetzt bin ich also wieder frei. Oder zumindest ist es mir Schnuppe...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ein Rebell der Japanischen Buerokratie!!!&lt;br /&gt;(Ob die mich dann nochmal in ihr Land lassen? xD)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne,&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-4303574268646830029?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/4303574268646830029/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/09/special-buerokratie-in-japan.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4303574268646830029'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4303574268646830029'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/09/special-buerokratie-in-japan.html' title='Special: Die Japanische Buerokratie'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TIcCCkQeCTI/AAAAAAAAAOU/GBqdlsBciis/s72-c/IMG_6296.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-9110065506585163670</id><published>2010-08-18T02:32:00.000-07:00</published><updated>2010-08-22T22:59:25.480-07:00</updated><title type='text'>Arbeitssuche in Niigata</title><content type='html'>Die Ueberfahrt dauerte etwa 20 Stunden und ich kam gegen 15:00 Uhr des folgenden Tages in Niigata an. Ich hatte nicht sehr gut geschlafen. Es gab nur eine duenne Decke, der Teppichboden war etwas hart und als Kopfunterlage bekam jeder nur ein quadratisches Lederkissen, das etwa so gemuetlich war wie ein Ziegelstein. Zudem brummte ununterbrochen der Schiffsmotor, was auch den gesamten Boden vibrieren liess...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGup5QMSTUI/AAAAAAAAANc/s5ZsFMCLn2o/s1600/IMG_6170.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; FLOAT: right; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5506681770454699330" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGup5QMSTUI/AAAAAAAAANc/s5ZsFMCLn2o/s400/IMG_6170.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;So fluechtete ich mich schon frueh morgens auf das Deck und ging nur einmal in die Kabine zurueck um mir Mittags den Proviant aus Onigiri, Wasser und Keksen zu holen, den Naomi mir vorsorglich mitgegeben hatte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Draussen war es viel schoener. Der Himmel war azurblau mit nur einigen Flockenwoelkchen und als ein paar Leute neben mir anfingen die Moeven zu fuettern wurden wir bald von ihnen umschwaermt, was einen fantastischen Anblick bot.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich genoss die salzige Luft, die Wellen, das Gleissen der Sonne auf dem Wasser und die Tiere, die ich hin und wieder zu Gesicht bekam. Darunter sogar einmal ein ganzer Schwarm fliegender Fische, die neben dem Schiff hersprangen, als waeren es Miniaturdelphine.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Es war eine sehr kurzweilige Fahrt und bald schon legten wir in Niigata an und ich schob mein Rad von Bord, das nun stolzer Besitzer eines kleinen gelben Faehnchens war, welches es von ein paar netten Motorradfahrern geschenkt bekommen hatte, die ebenfalls mit der Faehre uebergesetzt hatten. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Da es nun schon kurz vor vier war, wurde es langsam Zeit sich zu orientieren und nach einer Unterkunft fuer die Nacht Ausschau zu halten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Leider konnte mir das Hafenofficepersonal nicht viel weiterhelfen, denn sie waren wohl normalerweise betuchtere Passagiere gewohnt und konnten mir nur mit Unterkuenften in einer Preisklasse von ueber 5.000 Yen dienen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Jedoch hatte mir Naomi in Mukawa noch den Tipp gegeben, mich nach den sogenannten "Sudomari" zu erkundigen. Das sind reine Schlafgelegenheiten, ohne Essen und anderen Komfort. So machte ich mich auf den Weg zur naechsten Tankstelle. Dort konnte man meistens sachkundige Auskuenfte zur Umgebung erwarten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Doch diesmal nicht. Auch der Tankwart empfahl mir das Businesshotel in der Naehe und weil ich annahm, dass es wohl wirklich nichts anderes gaebe und es immer spaeter wurde, beschloss ich, morgen weiterzusuchen und heute eben in den teuren sauren Apfel zu beissen. Im Hotel haette ich hoffentlich zumindest Internet...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Als ich mich in einer kleinen Waescherei nochmals des Weges versicherte (die Beschreibung, die ich an der Tankstelle erhalten hatte, war etwas vage) wurde ich von der netten Besitzerin spontan zu einem Getraenk eingeladen, weil es draussen so heiss war und sie wohl Mitleid mit mir hatte (Ich war von der Ueberfahrt mal wieder sonnenverbrannt).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Im Laufe unserer Unterhaltung stellte sich heraus, dass sie bereits in Europa gewesen war, damals, zu ihrer Hochzeitsreise, und die sogenannte, bei allen Asiaten beliebte "romantic line" entlanggefahren war (eine Schloessertour, teilweise am Rhein entlang, die von Italien, ueber Oesterreich nach Deutschland bis Frankreich fuehrt).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;So kamen wir durch ihr Interesse an meiner Heimat nett ins Gespraech und ich fragte sie spaeter, ob es nicht eine billigere Unterkunft als das besagte Hotel gaebe.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Sofort fing sie darauf an, Kataloge fuer mich zu waelzen und fand sogar ein anderes Businesshoteol am anderen Ende der Stadt, das immerhin 2.000 Yen guenstiger war, heute aber leider geschlossen hatte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;In diesem Moment kam ihr Mann herein, der Sicherheitsbeamter war und mir gleich vorgestellt wurde. Nach einem kurzen, schnellen Dialog auf Japanisch, von dem ich leider nur Brocken verstand, wurde ich anschliessend tatsaechlich gefragt, ob ich nicht Lust haette, die Nacht in ihrem Hause zu verbringen. Ich koenne im Zimmer ihrer Tochter schlafen... Wow...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;(Was danach kam, war sehr niedlich, denn sie hatten wohl Sorge, ich sei kein Tierfreund und fragten vorsichtig, ob ich denn Hunde moege... sie besaessen naemlich einen. Nun, jeder der mich kennt weiss, dass das fuer mich ja vielmehr noch ein Bonus ist und so beruhigte ich sie in dieser Hinsicht schnell.)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Sogar mein Eselchen bekam einen eigenen Unterstand, bei den anderen Fahrraedern.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuuodE3OHI/AAAAAAAAANk/Y49o4VU51yY/s1600/IMG_6187.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; FLOAT: left; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5506686979413588082" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuuodE3OHI/AAAAAAAAANk/Y49o4VU51yY/s400/IMG_6187.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Ich konnte mein Glueck immer noch nicht so recht fassen und nachdem ich all meine Sachen abgelegt hatte, machte ich mich gleich aufeinen kleinen Erkundungsspaziergang in die Gegend, auf den mich Hund und Gastmama begleiteten. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Sie wohnten in einem sehr huebschen Viertel, mit vielen alten Haeusern und kleinen Gaesschen. Abschliessend erklommen wir noch eine Art Turm, von dem wir einen herrlichen Sonnenuntergang ueber Niigata bewundern konnten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Spaeter am Abend holten wir die Tochter von der Uni ab, die zum Glueck auch nichts gegen meine Anwesenheit hatte. Und dann gab es ein traumhaftes Abendessen! :)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der folgende tag wurde ziemlich gammelig. Da ich erfahren hatte, es gaebe in der Naehe ein Internetcafe, ging ich am Vormittag dorthin, um mich nach den Preisen fuer eine Nacht zu erkundigen und meine E-mails abzurufen. Ich wartete ja immer noch auf Nachrichten von den Gastfamilien, die ich in Mukawa angeschrieben hatte. Eine Absage war dabei, blieben noch zwei Chancen. Sollte ich keine Familie bekommen, muesse ich eben weiterreisen, es in Gunma oder Nagano probieren oder gleich zu meiner Freundin Lotti nach Tokyo fahren...&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Gluecklicherweise durfte ich noch den ganzen Nachmittag bei der netten Familie verbringen. Ich lernte die Freundin des Sohnes kennen, die sogar etwas Deutsch lernte und wir sahen uns gemeinsam den Michael Jackson Film an und assen dabei Wassermelone und Eis.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Gegen fuenf wollte ich die Gastfreundschaft nicht laenger in Anspruch nehmen, bedankte mich und begab mich langsam zum Internetcafe. Ich wuerde erst um 21:00 Uhr mit meinen Taschen reinduerfen und so verbrachte ich die letzten Stunden davor, Postkarten schreibend, Japanisch lernend und doesend. Die Sonne war schon lange untergegangen, als ich endlich alles zusammenpackte und mir eine Kabine geben lassen konnte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Natuerlich dachte ich nicht in erster Linie ans Schlafen; wann konnte ich sonst wohl wieder acht Stunden am Stueck ins Internet? Diese Aussicht war einfach zu verlockend und erst lange nach Mitternacht, als ich wirklich, wirklich muede wurde, packte ich meinen Schlafsack aus und legte mich auf den gepolsterten Boden. (Leider kam wenig spaeter ein weiterer Uebernachtungsgast, der so laut schnarchte, dass die duennen Trennungswaende wackelten und fuer mich das Weiterschlafen unmoeglich machte)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuvSMz5fXI/AAAAAAAAANs/FQwI_AhGUmY/s1600/IMG_6215.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5506687696601972082" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuvSMz5fXI/AAAAAAAAANs/FQwI_AhGUmY/s320/IMG_6215.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Am naechsten Morgen begab ich mich ans andere Ende der Stadt, um dort weiterzuwarten und eine andere guenstige Unterkunft zu finden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das Businesshotel hatte wieder geschlossen, deshalb ging ich die Strasse weiter entlang und hielt die Augen offen, aber es schien fast unmoeglich hier etwas billiges zu finden.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Beim Ueberqueren einer Strasse traf ich auf eine Frau, die mich interessiert musterte und so fragte ich sie , ob sie mir weiterhelfen koenne.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sie konnte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Und sie begleitete mich nicht nur zum Ryokan, wo sie fuer mich sogar einen Sonderpreis herausschlug, sondern nahm mich anschliessend auch noch mit in eine tolle Onsenlandschaft an der Kueste, wo sie sich mit ihrer Freundin traf. Ich wurde auf ein Eis eingeladen und spaeter, als wir besagte Freundin zuhause absetzten, bekam ich von derem Mann noch eine wunderschone grosse Fotografie der Kirschbluete geschenkt. (Ich musste sie leider gleich heimschicken, weil dafuer in meinem Gepaeck einfach kein Platz mehr war).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Meine neue Bekanntschaft von der Strasse lud mich Abends sogar noch zu einem fantastischen Essen mit mehreren Gaengen (darunter Kartoffelsuppe, Kaesefondue, Spaghetti, Fisch und Salat) in ein suesses kleines Europaeisches Restaurant im Griechischen Stil ein und bot mir ihre Hilfe bei der Arbeitssuche an. Japan ist wirklich voll von gutherzigen, liebevollen Menschen, die sehr interessiert an der Westlichen Kultur und stets offen fuer Gespraeche sind. Man muss nur selbst dafuer offen sein...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die naechsten zwei Naechte verbrachte ich in dem huebschen Ryokan und wartete noch immer auf die Antworten der letzten beiden Familien. Kurz darauf bekam ich leider eine weitere Absage...&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuvlm-utwI/AAAAAAAAAN0/OXcRjphrVEE/s1600/IMG_6221.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; FLOAT: right; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5506688030044239618" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuvlm-utwI/AAAAAAAAAN0/OXcRjphrVEE/s400/IMG_6221.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuvlm-utwI/AAAAAAAAAN0/OXcRjphrVEE/s1600/IMG_6221.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Durch weiteres Umhoeren erfuhr ich von einem billigen Bed &amp;amp; Breakfast Hotel und beschloss, in der kommenden Nacht dort zu schlafen. Einen Tag wuerde ich noch warten. Haette ich dann immer noch nicht meine letzte Antwort, wuerde ich nach Tokyo weiterfahren.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Zu meiner Freude lag die neue Unterkunft fast direkt am Meer- nur fuenf Minuten mit dem Fahrrad entfernt. Deshalb verbrachte ich den ganzen Tag am Strand und badete im lauwarmen Japanischen Ozean. Es war wie Urlaub.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ausser mir uebernachteten im Gasthaus noch ein Japaner und ein gleichaltriger Junge aus Neuseeland, mit dem man sich gut unterhalten konnte, wenn man sich erstmal an den Akzent gewoehnt hatte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Am naechsten Morgen, dem 22. Juli, verabschiedete ich mich und fuhr wie geplant zum Bahnhof um ein Busticket nach Tokyo zu kaufen. Es war inzwischen schon so heiss, dass ich mir eine mehrtaegige Fahrradtour ueber die Bergkette einfach nicht antun wollte.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dort bekam ich am Ticketschalter erstmal einen Schreck: Das Mitfuehren von Fahrraedern sei sowohl in den Bussen, als auch den Bahnen nicht erlaubt, teilte mir eine Angestellte kuehl mit. In Hokkaido war das nie ein Problem gewesen. Wie sollte ich jetzt nach Tokyo kommen, ohne einem Hitzschlag zu erliegen? Warum war denn das hier auf Honshu anders?&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Sicherheitshalber fragte ich nochmal im Bahnbuero nach, denn ich war mir fast 100%ig sicher, dass es in den Zuegen erlaubt war, sofern man das Rad in einer Tasche transportierte...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dies erwies sich auch Gott sei Dank als korrekt. Die Zugfahrkarte war nichtmal um so vieles teurer als der Bus, allerdings handelte es sich um regionale Bahnen und ich muesse fuenf mal umsteigen... Prost Mahlzeit. Mit all dem Gepaeck wuerde das sicher kein Vergnuegen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Auf meine Bitte hin, suchte die nette Bahnangestellte mir sogar noch die Abfahrts- und Ankunftsgleise, sowie die Fahrzeiten heraus und so ausgestattet begab ich mich nach draussen, um mein Rad ordnungsgemaess zu verpacken. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dort traf ich dann noch auf eine Art Hippi-Yakuza, mit Ganzkoerpertattoo und in Jedikutte, der mir seinen Musikerfreund in Tokyo empfahl und gerade nach Hokkaido fuhr, sowie auf eine nette, schuechterne Japanerin, die mich auf Deutsch ansprach, weil sie meine "Sendung mit der Maus-Hupe" erkannt hatte und zuhause fuer sich Deutsch lernte. (Respekt!)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Es war eine furchtbare Fahrt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Nicht wegen dem Umsteigen, aber wegen all dem Gepaeck, das ich nun, ohne Hilfe meines Eselchens bewegen musste. Ich fuehlte mich nun selber wie ein Packesel. Ueber der einen Schulter die grosse Tasche mit meinem Fahrrad, in die ich auch noch eine der kleinen Vorderrad-Gepaecktaschen, meine Lenkertasche, Schlafsack, Isomatte und Zelt gestopft hatte, ueber der anderen Schulter meine beiden grossen Hinterrad-Gepaecktaschen und die zweite Kleine. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich wankte. Ich fluchte. Immerhin waren es wohl um die 45 Kilo Gepaeck, die ich so durch die Gegend schleppte und die ungepolsterten Riemen schnitten mir unangenehm in die Haut.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/THIML36mOpI/AAAAAAAAAN8/7P0AUUxP-UA/s1600/IMG_6227.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; FLOAT: right; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5508478692355357330" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/THIML36mOpI/AAAAAAAAAN8/7P0AUUxP-UA/s320/IMG_6227.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Ich musste letztendlich sogar acht Mal umsteigen, weil wegen eines Gewitters ein Zug ausfiel und wir deshalb auf einem Umweg mit zwei anderen Bahnen und einem Bus nach Tokyo fahren mussten. Haette ich im vierten Zug nicht die Bekanntschaft mit einer netten, kraeftigen, hilfsbereiten Japanerin gemacht, dann waere ich wohl wirklich unter dem Gewicht zusammengeklappt. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Aber sie schwang sich meine beiden grossen Hinterradtaschen ueber die Schultern und half mir so, mein Gepaeck von Gleis zu Gleis zu schleppen... Ich wankte trotzdem.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Bei einer dieser Aktionen ging auch leider mein Vorderrad-Gepaecktraeger zu Bruch, den mir meine Tante zum Abschied geschenkt hatte. Ich war untroestlich. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der Vorfall entschied jedoch, dass ich mein Eselchen von Tokyo wieder nach Deutschland schicken wuerde, da es in Japan keinen Ersatz dafuer gab und er nicht aussah, als koenne man ihn nochmal reparieren. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Hier auf Honshu war der Verkehr ausserdem wirklich toedlich. Es gab auch nicht mehr die komfortabel breiten Seitenstreifen fuer Radler und ich nehme an, dass es wirklich keine Freude mehr gewesen waere, auf diese Weise weiterzureisen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Als ich endlich erschoepft, mit zitternden Knien und unzaehligen Prellungen und Schuerfwunden am Endbahnhof ankam, erwarteten mich bereits meine Freundin Lotti und ihr Kollege. Dieser war gluecklicherweise gross und stark und nahm mir mein Rad ab. Gemeinsam fuhren wir zu ihrer kleinen Wohnung, wo ich mich erstmal eine Woche pflegen musste, bis alle Blessuren verschwunden waren.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Und hier beginnt auch mein Abenteuer Tokyo...&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mata ne&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Kira&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-9110065506585163670?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/9110065506585163670/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/08/arbeitssuche-in-niigata.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/9110065506585163670'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/9110065506585163670'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/08/arbeitssuche-in-niigata.html' title='Arbeitssuche in Niigata'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGup5QMSTUI/AAAAAAAAANc/s5ZsFMCLn2o/s72-c/IMG_6170.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-7233226865800713693</id><published>2010-08-18T00:36:00.000-07:00</published><updated>2010-08-18T02:24:20.942-07:00</updated><title type='text'>Kuhmist zum Geburtstag (2 Wochen Mukawa)</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuZ8DEbzYI/AAAAAAAAANU/K9c4qrYEikw/s1600/IMG_6162.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; FLOAT: right; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5506664226285669762" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuZ8DEbzYI/AAAAAAAAANU/K9c4qrYEikw/s320/IMG_6162.JPG" /&gt;&lt;/a&gt; Am fruehen Morgen erreichte ich also per Bus Mukawa, ein kleines Oertchen in der Naehe von Tomakomae.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich haette mich gar nicht zu fragen brauchen, wie ich die Farm finden sollte, denn meine neue Gastmama Naomi erwartete ich schon mit Regenschirm am Busstop.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sogar ihr Auto hate sie mitgebracht, so beliess ich Eselchen in seiner Tasche und wir hievten es in den Kofferraum. Die Fahrt dauerte nur sehr kurz - ein paar Minuten spaeter rollten wir schon ueber knirschenden Kies in die Einfahrt zum Wohnhaus, das recht gross war.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;In der Nahe des Hofes konnte ich bereits zu meiner rechten die Gewaechshaeuser, dazwischen den Kuhstall und zu meiner Linken einen kleinen, bunt bluehenden Garten mit Schaukel und einigen Scheunen im Hintergrund ausmachen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ausser dem Hund, der mich klaeffend als Eindringling meldete, war niemand zuhause. Die Kinder waren noch in der Schule und Kazu, der Vater, arbeitete auf den Feldern.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Gegen alle Erwartungen bekam ich den Rest des Tages zur Eingewoehnung und Erkundung der Umgebung frei. Ich hatte angenommen, gleich mit der Arbeit beginnen zu muessen, so wie es bei Natsumi der Fall gewesen war.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuZjbgmeZI/AAAAAAAAANM/2DVdgp07qew/s1600/IMG_6116.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5506663803349531026" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuZjbgmeZI/AAAAAAAAANM/2DVdgp07qew/s320/IMG_6116.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;So verbrachte ich den ersten Tag mit einigen Erkundungsspaziergaengen, Anfreunden mit der Huendin Coco und Begruessung der vielen Kuehe, die allerdings allesamt sehr scheu und aengstlich waren... &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Am Abend lernte ich auch die Kinder Satoru (7), Asuka (9) und Hiroshi (11) kennen. Sie waren ganz anders, als Natsumis Sproesslinge. In erster Linie selbstbewusster und etwas gleichgueltig, was Anweisungen ihrer Mutter betraf.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Der Vater erinnerte in seiner Gutmuetigkeit, sowie Vorliebe fuer Schlafen und Essen an einen grossen Baeren, was ihm auch seinen Spitznamen "Kuma" (jap. fuer Baer) einbrachte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Tage flossen ineinander. Es war ein komplett anderer Ablauf als in Otaki, der mir vor allem viel mehr Freiraum liess, da ich mich nicht um die Kinder kuemmern musste.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich hatte meine festen Arbeitszeiten jeweils von 9:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr. So konnte ich immerhin bis sieben Uhr schlafen, hatte eine Mittagspause von zwei Stunden und Abends vor dem Essen sogar noch genug Zeit und (manchmal) Energie um mich ein wenig umzusehen. (Es gab allerdings nicht viel zu sehen und oft war ich koerperlich einfach zu erschoepft um mich auch noch in meiner Freizeit zu bewegen)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ein paar Tage nach meiner Ankunft bekam ich Gesellschaft von einer weiteren WWOOFerin - der Franzoesin Jacki, mit der ich mich sofort anfreundete. Sie war 25 und hatte Psychologie studiert, was uns viele interessante Gespraeche einbrachte. Sie arbeitete nur fuer einen Monat auf Hokkaido, danach wuerde sie wieder Englisch und Franzoesisch in Tokyo unterrichten. Somit wuerden wir uns im August wiedersehen, worauf ich mich schon jetzt freute, obwohl wir nichtmal Mitte Juli hatten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Auch Jacki hatte ein grosses Beduerfnis nach Schlaf und da wir uns ein kleines Zimmer teilten war es gut, dass wir uns in dieser Sache entgegenkamen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nun machte die Arbeit gleich doppelt so viel Spass, denn wir konnten uns beim Jaeten in den Gewaechshaeusern und Kohlfeldern, beim Pflanzen von Kuerbissetzlingen, beim Ausmisten des Kuhstalls oder dem Fuettern immer unterhalten und amuesierten uns koeniglich.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuQwMCYPKI/AAAAAAAAAM8/22DNEsGy-Uc/s1600/IMG_6110.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 240px; FLOAT: left; HEIGHT: 320px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5506654126929886370" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuQwMCYPKI/AAAAAAAAAM8/22DNEsGy-Uc/s320/IMG_6110.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Insbesondere mein Geburtstag wurde dadurch um einiges erfreulicher, selbst als wir tief mit unseren Gummistiefeln im Kuhmist standen und hunderte von Fliegen um unsere Koepfe summten. Zur Feier des Tages bekamen wir sogar schon um vier Uhr frei und Abends gab es Sashimi, Pflaumenwein und Sake. Naomi hatte sogar einige kleine Geschenke zusammengestellt (Origamipapier und Halstuecher) und Akira, ein Freund der Familie wartete mit einem neuen Paar Badelatschen auf. Ich hatte mich an die Liebenswuerdigkeit der Japaner noch immer nicht gewoehnt und war mal wieder sehr geruehrt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Auf der Farm konnte ich ausser der alltaeglichen Arbeit einiges lernen. An unserem freien Tag durften wir naemlich mit den Kindern zusammen zum Kalligraphiunterricht gehen. Danach besuchten wir noch einen nahegelegenen Onsen und Abends fand in der Gemeinde eine Grillfeier statt. Da Naomi ehrenamtlich Kinder, an der Schule ihrer Tochter, in Englisch unterrichtet, und die Rektorin den Wunsch geaeussert hatte auch uns kennen zu lernen, begleiteten wir sie an einem Vormittag und sangen mit den Kinder das Lied "head, shoulders, knees and toes". Und weil das Interesse an anderen Sprachen sehr gross war, nicht nur auf Japanisch und Englisch, sondern auch auf Deutsch und Franzoesisch (wobei ich und Jacki zu den Lehrern wurden).&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Selbst die ganz Kleinen waren mit soviel Ernst und Eifer bei der Sache, dass es eine wahre Freude war. (Naomi meinte sogar spaeter, so viele seien noch nie zu dem freiwilligen Unterricht gekommen und war sehr gluecklich)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;In meiner zweiten Woche begann das Ernten der Kohlkoepfe. Dafuer mussten wir zunaechst das ganze Unkraut in den Trampelpfaden zwischen den einzelnen Kohlreihen jaeten, was allein drei Tage in Anspruch nahm. Anschliessend wurde Nachmittags drei Stunden lang geerntet und Morgens mussten wir nun gegen vier aufstehen, um die Kohlkoepfe in Kisten zu verpacken, was allein schon eine Wissenschaft fuer sich war. (Es mussten alle die gleich Groesse haben und je nach Groesse passten entweder 9 (wenn sie sehr klein waren), 8, 7 oder nur sechs in eine Schachtel. Auch das Muster, nach dem man sie reinlegen sollte war festgelegt. Acht in einer Kiste brachten allerdings den besten Preis, weil sie die perfekte Groesse hatten)&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das Ernten an sich war etwas tragisch, da fast jeder zweite Kohlkopf durch den Regen bereits vergammelt war. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die zwei Wochen auf Mukawa vergingen fast wie im Flug und ehe ich mich versah, war bereits der Tag der Abreise nahe. Ich wollte mit der Faehre nach Niigata, das an Honshus Westkueste liegt, uebersetzen und dort bei einer neuen Gastfamilie arbeiten. Leider war jedoch die Suche nach einer solchen bisher erfolglos geblieben. Daran aenderte sich auch in den letzten Tagen nichts. Es gab sowieso nur fuenf Familien und diese hatten entweder bereits alle genug helfende Haende, oder hatten sich noch nicht gemeldet. Mit der Hoffnung, das wuerde schon noch werden, und dem Versprechen an Jacki, dass wir uns in Tokyo wiedersehen wuerden, kletterte ich also mit meinem Eselchen am Abend meines letzten Tages an Bord...&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mata ne&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Kira&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-7233226865800713693?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/7233226865800713693/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/08/kuhmist-zum-geburtstag-2-wochen-mukawa.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/7233226865800713693'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/7233226865800713693'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/08/kuhmist-zum-geburtstag-2-wochen-mukawa.html' title='Kuhmist zum Geburtstag (2 Wochen Mukawa)'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TGuZ8DEbzYI/AAAAAAAAANU/K9c4qrYEikw/s72-c/IMG_6162.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-7741495316975347639</id><published>2010-07-18T12:09:00.000-07:00</published><updated>2010-07-18T15:25:26.818-07:00</updated><title type='text'>Nichts ist unmoeglich... Kushiro</title><content type='html'>Wie geplant brach ich also gen Osten auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine erste Station sollte der Shikotsu-See sein, wo ich eine Nacht auf einem Campingplatz verbringen wollte. Leider war mein Zeitplan doch recht eng, wenn ich rechtzeitig Kushiro erreichen wollte, da ich durch meine neue Gastfamilie terminlich gebunden war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wie ich es inzwischen gewohnt bin, kam mal wieder alles ganz anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Fahrt zum See, die nur einen halben Tag in Anspruch nahm, schien die Sonne, aber ab und zu regnete es auch ein bisschen. So war es immerhin nicht zu heiss. Durch mein frisch in Sapporo erworbenes Allwetterradio aus blauem Plastik, das zur Zeit mein ganzer Stolz ist, wurde mir die Zeit angenehm verkuerzt. Besonders, als ich einen Sender fand, auf dem sie auch viel westliche Musik spielten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am See angekommen, geriet ich, was mein Vorhaben anging, hier eine Nacht zu verbringen, sehr ins Wanken...&lt;br /&gt;Eine Nacht war bei Weitem zu wenig, denn der See war einfach wunderschoen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kristallklare Wasser, fuer das er auf der Rangliste der saubersten Seen der Erde nur mit dem Baikalsee konkurriert, glitzerte in der Sonne und waere es nicht so kalt gewesen, haette mich nichts gehalten sofort hineinzuspringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TENbFCTIYHI/AAAAAAAAAL0/oqGki_XbN_w/s1600/IMG_5988.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5495336112396722290" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 240px; CURSOR: hand; HEIGHT: 320px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TENbFCTIYHI/AAAAAAAAAL0/oqGki_XbN_w/s320/IMG_5988.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;So baute ich aber erstmal mein Zelt auf und genoss es, den Tag einfach verstreichen zu lassen, ohne etwas Besonderes zu unternehmen. Ich hatte genug damit zu tun, die Aussicht zu geniessen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends schlenderte ich zum nahegelegenen Rider House (eine guenstige, meist spartanisch eingerichtete Unterkunft fuer Reisende per Rad oder Motorrad) und durfte dort sogar ein bisschen WM gucken, waehrend ich mich mit dem Besitzer unterhielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der naechste Tag brachte Gewissheit: Hier wuerde ich gewiss nicht nur eine Nacht bleiben!&lt;br /&gt;Denn es war mal wieder ein herrlicher Sommertag und es war unmoeglich dieses Paradies schon zu verlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;In der Naehe gab es einen kleinen Onsen, der in einem ebenfalls wunderschoenen Park lag. Leider war es keine richtige heisse Quelle und deshalb mit 700 Yen fuer lauwarmes Wasser wirklich Wucher. Aber zumindest konnte ich mich richtig waschen und lange im Park spazieren gehen, dort auf einer Bank sitzend lesen und versuchen, die Eile zu vergessen, die ich mir mit meinem Reiseziel auferlegt hatte.&lt;/p&gt;Mittags fuhr ich zum Campingplatz zurueck, der sogar ueber ein paar kleine Laeden verfuegte, in denen ich mich am Abend mit Rahmen und Getraenken versorgte. Dort machte ich auch eine neue Anschaffung: einen winzigen blauen Klappstuhl, der meinem transportablen Zuhause einen fast luxerioesen Anstrich verlieh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht begann es leider zu regnen und obwohl ich das Zelt nach bestem Wissen ipraegniert hatte, bildete sich nach und nach am Fussende wieder eine kleine Wasserlache. Das bemerkte ich jedoch erst am naechsten Morgen und da war es nicht weiter tragisch, denn es gab gleich neben meinem Zelt einen Unterstand, wo man seinen Abwasch erledigen konnte. Ich missbrauchte jedoch den Tisch als Trockengestell und breitete dort Luftmatratze und Schlafsack aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da es noch immer schuettete, das Zelt fuer einen laengeren Aufenthalt zu eng war und ich etwas unter Klaustrophobie leide, leistete ich meinen trocknenden Habseligkeiten Gesellschaft und vertrieb mir den Tag, indem ich auf dem Tisch sitzend zum Gedudel meines Radios s&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TENmzik48pI/AAAAAAAAAME/n1HLZeuscd0/s1600/IMG_6006.JPG"&gt;&lt;/a&gt;trickte und las.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So verbrachte ich also einen dritten Tag am Shikotsuko, denn auf eine erneute Fahrt im Regen, wo es hier doch weitaus gemuetlicher und vor allem trocken war, hatte ich keine Lust.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Komischerweise hatten allerdings alle Laeden wegen des Regens geschlossen... Als haetten Menschen bei schlechtem Wetter keinen Hunger!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedoch hatte ich mal wieder Glueck und die nette Restaurantbesitzerin, die ueber ihrem Geschaeft wohnte und die ich gegen Mittag erspaehte, erbarmte sich und kochte mir eine grosse Schuessel Rahmen... das schmeckte natuerlich gleich nochmal so gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom Campingplatzbesitzer bekam ich spaeter sogar ein paar Heringe geschenkt, damit ich mein Zelt besser spannen und dadurch vielleicht wasserresistenter machen konnte. Ausserdem sorgte er sich um mich, weil ich nichts zu essen kaufen konnte und drueckte mir ein Fertiggericht in die Hand, das ich mir allerdings leider nicht zubereiten konnte, da ich dafuer einen Gaskocher benoetigt haette... Aber der Gedanke ist es, der zaehlt und ich war sehr geruehrt ueber soviel Fuersorge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am naechsten Morgen hatte der Regen soweit nachgelassen, dass ich einen Aufbruch wagte und weiter nach Chitose fuhr, wo ich beinahe drei Monate zuvor mit dem Flugzeug angekommen war. Wie schnell doch die Zeit vergeht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs geriet ich immer wieder in Regenschauer und als ich durchnaesst in Chitose ankam und feststellte, dass der eingezeichnete Campingplatz eigentlich nur ein Grillplatz ist, es aber in der Naehe zufaellig ein Rider House gab, brauchte ich nicht lange um mich diesmal gleich fuer die komfortablere Loesung zu entscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hausbesitzerin war eine sehr goldige und lustige Frau, die mich sehr bemutterte.&lt;br /&gt;Als ich wieder halbwegs trocken und erneut in Erkundungslaune war, spazierte ich etwas durch die verregnete Stadt und bummelte, ohne auf Rad und Gepaeck aufpassen zu muessen, die nun sicher untergebracht waren, durch alle Geschaefte, die mich ansprachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachmittags gab es eine kleine Ueberraschung. Eine grosse Radlerguppe teils aus Japan, teils aus Australien, naechtigte ebenfalls in meiner Unterkunft. Sie luden mich ein, ihnen Gesellschaft zu leisten und wir hatten einen sehr lustigen Abend. Wir tauschten Informationen ueber unsere Touren, Plaene und Drahtesel aus, lachten viel und gegen Ende wurde ich von mehreren gebeten, sie doch in Australien zu besuchen, wenn ich mal dort sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich ein grosses Zimmer ganz fuer mich alleine hatte, die Frauen der Gruppe sich allerdings ein wenig haetten falten muessen, um alle in das Ihre zu passen, liess ich eine der netten Australierinnen bei mir schlafen... ich bin sowieso lieber unter Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5495342480224196882" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 300px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TENg3sTgmRI/AAAAAAAAAL8/PY0Uo181hZo/s400/IMG_5996.JPG" border="0" /&gt;Am naechsten Morgen mussten wir uns leider schon wieder voneinander verabschieden. Ich fuhr weiter Richtung Osten, die anderen gen Westen nach Sapporo. Diesmal schien zu unser aller Freude die Sonne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit erwaermtem Herzen brach ich auf und fuhr gemuetlich zu meinem nachsten Campingplatz, wo ich bereits am spaeten Vormittag ankam.&lt;br /&gt;Diesmal lag er in einem Minigolfparadies - schade nur, dass ich damit gar nichts anfangen kann. Dafuer entdeckte ich ein Baseballfeld und sah den dort trainierenden Jugendlichen beim Ueben zu. Als die Sonne unterging machte ich noch einen langen Spaziergang durch den kleinen, aber huebschen Ort, in dem es niedliche Haeuser gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war gut, dass ich mich in den letzten Tagen so geschont hatte denn der folgende Tag sollte nicht so erholsam werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte mir ein Rider House ausgesucht, das etwa eine Tagesreise entfert lag. Auf diesem Streckenabschnitt war es leider die erste Uebernachtungsmoeglichkeit, denn ich konnte auf meinem Plan auch keinen Campingplatz ausfindig machen, obwohl das Wetter nun geradezu zum Zelten einlud!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So fuhr ich also los und hatte gegen Nachmittag auch nur noch etwa 15 Kilometer vor mir, als es begann bergauf zu gehen und ich mal wieder schieben musste. Diesmal gluecklicherweise "nur" etwa 2 1/2 Stunden, aber es reichte, um aus dem gemaechlichen Radlertag mal wieder einen etwas stressigen zu machen, denn ich konnte jetzt nicht ans wildcampen denken, da ich mich unbedingt waschen wollte und dachte, ich koenne mir etwas Luxus und damit ein Dach ueber dem Kopf erlauben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Schoene an den Bergen ist: Sie sind fair!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn bergab geht es in den meisten Faellen genauso lange, wie bergauf. (Aber natuerlich ist man schneller, da man bequem im Sattel sitzen kann und nur bremsen muss)&lt;br /&gt;Doch irgendwie musste ich in meinem Genuss, den mir der kuehle Fahrtwind und die Geschwindigkeit bereitete, das Rider House uebersehen haben, denn als ich mich im Tal erkundigte, sagte man mir, es laege in der Richtung, aus der ich eben gekommen war...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was solls, Pech.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder auch nicht, denn es gab noch ein Weiteres etwa 10 Kilometer weiter.&lt;br /&gt;Diesmal verpasste ich es auch nicht und irgendwie war es doch gut, dass ich das Vorherige uebersehen hatte, denn dieses hier war wirklich aufregend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TENnkEtELuI/AAAAAAAAAMM/Er4rFQenUlo/s1600/IMG_6006.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5495349839757848290" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: hand; HEIGHT: 240px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TENnkEtELuI/AAAAAAAAAMM/Er4rFQenUlo/s320/IMG_6006.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es entpuppte sich als alter Eisenbahnwaggon auf einem stillgelegten Gleis... wenn das nicht nach Abenteuer riecht. Zudem wollte ich schon immer mal (seit ich "das fliegende Klassenzimmer" gelesen hatte, in dem einer der Charaktaere in einem ausrangierten Bahnwaggon lebt) in einem solchen wohnen. &lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TENmzik48pI/AAAAAAAAAME/n1HLZeuscd0/s1600/IMG_6006.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TENmzik48pI/AAAAAAAAAME/n1HLZeuscd0/s1600/IMG_6006.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TENmzik48pI/AAAAAAAAAME/n1HLZeuscd0/s1600/IMG_6006.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TENmzik48pI/AAAAAAAAAME/n1HLZeuscd0/s1600/IMG_6006.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war auch wirklich nicht uebel und die Gastmutter mal wieder eine Seele von Mensch, die mir eine Riesentomate und Gutscheine fuer den Onsen in Nibutani schenkte, wo ich ohnehin als naechsten Halt machen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausser dass ich mir mein Abteil mit einer fetten Spinne teilen musste (die ich aber im Bad einsperren konnte - hoho) konnte ich mich auch wirklich nicht ueber einen Mangel an Komfort beschweren und ich verbrachte eine friedliche Nacht. Am naechsten Morgen wurde ich durch das Licht eines herrlichen Sonnenaufgangs geweckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen war mein Plan, noch rechtzeitig Kushiro zu erreichen leider unmoeglich geworden. Die Regentage und mein Beduerfnis nach Erholung hatten mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Aber wie schon einmal festgestellt, ist gerade diese Art von Flexibilitaet das Gute, wenn man alleine unterwegs ist. Dann wuerde ich eben keine Kraniche sehen, das war auch nicht so schlimm. Eine schoene Tour haette ich trotzdem gehabt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;So beschloss ich, nur bis Nibutani zu fahren (einem Ainu-Dorf) und auf dem dortigen wohl grossen Campingplatz einige Tage zu verbringen...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Als ich am naechsten Morgen dort ankam, sah ich jedoch mit Wiederwillen, dass es sich bei dem Campingplatz keineswegs um etwas Idyllisches, sondern vielmehr um eine riesige Anlage auf einem kuenstlichen Berg handelte, mit Sport-, sowie Spielplaetzen, Restaurants und anderen Dingen, die Touristen nicht missen wollen, die am liebsten ihr Haus mitgebracht haetten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Zumal sollte der Spass 1.000 Yen pro Nacht kosten... Ziemlich teuer nur fuer ein Zelt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Nee danke, sagte ich mir deshalb und nahm mir vor, nur das Ainu-Dorf zu besichtigen und dann auf einem Zeltplatz an der Suedkueste zu uebernachten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TEN7iQwFKbI/AAAAAAAAAMc/9ArtjJt2qFU/s1600/IMG_6021.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5495371798864538034" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; CURSOR: hand; HEIGHT: 240px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TEN7iQwFKbI/AAAAAAAAAMc/9ArtjJt2qFU/s320/IMG_6021.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das Dorf war auch etwas spaerlich. Es bestand aus ein paar Huetten, die wohl Ainustil sein sollten. Betreten konnte man sie nicht, weil sie abgeschlossen waren (das an sich war schon ein Stilbruch) aber es war moeglich durch die Fensterscheiben (!!!) zu spaehen und von innen sahen sie alle gleich aus: vornehmlich leer, mit einem Feuerplatz in der Mitte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ein Museum gab es auch und weil ich schonmal hier war, sah ich es mir an. Hier gab es zumindest einige alte Fotos, die einem viel besser zeigten, wie es damals aussah und ich muss zugeben, dass es ganz huebsch aufgemacht war.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Leider war das auch schon alles. Ich hatte den ganzen Tag dafuer eingplant und nun war ich nach einer Stunde bereits durch.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Mir blieb also nichts weiter uebrig, als meine Tour fortzusetzen, doch dieser Tag sollte sich mal wieder als seeehr lang erweisen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Tatsaechlich legte ich insgesamt eine Rekordstrecke von 100 km zurueck - meine bisher beste Leistung.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das habe ich allerdings nicht etwa aus Spass am Radfahren geschafft, sondern bin durch diverse, nicht mehr vorhandene Campingplaetze zum Weiterfahren gezwungen worden. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Meine letzte Hoffnung lag direkt neben einem Onsen und nur diese Tatsache gab mir die Kraft und Motivation zum Durchhalten. Okay, auch ein Missverstaendnis war daran schuld, denn als ich mich an einer Tankstelle erkundigte, wurde mir gesagt, der Onsen mache um sechs Uhr zu... Hinterher erfuhr ich, dass der Zeltplatz gemeint war, aber da es schon vier Uhr war, ich noch 20 Kilometer zu fahren hatte und unbedingt in den Onsen wollte, nahm ich nochmal alle Kraft zusammen und trat in die Pedale. Die letzten Kilometer habe ich nur noch verschwommen in Erinnerung und weiss lediglich, dass ich mir immer wieder gesagt habe "Onsen, ich komme"...&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich schaffte es auch tatsaechlich, Punkt 17:15 Uhr dort einzutreffen. Da ich mir dachte, das Zelt koenne ich auch spaeter aufbauen, liess ich alles vor dem Gebaeude stehen, schloss nur mein Rad ab und wollte gerade den Eintritt bezahlen, als ich das Schild mit den Oeffnungszeiten bemerkte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Doch anders als erwartet, war ich nicht frustriert, dass ich mich umsonst abgestrampelt hatte, sondern war nur erleichtert, dass ich mich nun auch bis 22:00 Uhr einweichen lassen konnte, wenn ich wollte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;So fuhr ich doch noch die letzten Meter bis zum Zeltplatz und erwischte den Besitzer gerade noch vor Officeschluss. Positiv war auch, dass eine Nacht hier nur 315 Yen kostete! Und der Platz war wirklich, wirklich huebsch und noch dazu so nahe am Onsen! Hier konnte ich getrost die naechsten Tage bleiben, bis ich zu meiner naechsten Gastfamilie musste. Sogar eine Bahn fuhr hier... wenn das nicht alles ideal war?&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Und noch eine Ueberraschung sollte ich erleben. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Vielleicht sah ich bemitleidenswert uebel aus, mit mal wieder einem leichten Sonnenbrand (trotz schickem Hut aus dem 100 Yen-shop), aufgesprungenen Lippen und wuscheligem Haar, oder aber er wollte wirklich nur freundlich zu mir sein. Jedenfalls drueckte er mir einen Schluessel in die Hand und erst nach einigem Hin und Her verstand ich, dass er mir eines der Bungalows zum Preis einer Zeltnacht ueberliess, obwohl es locker das zehnfache kostete!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Was sollte ich dazu noch sagen. Ich starrte ihn einfach nur an und waere ihm am liebsten um den Hals gefallen. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Kein Zeltaufbauen, sofort in den Onsen, schlafen...&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das waren die einzigen Dinge, die mir in diesem Moment durch den Kopf gingen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Es war zudem ein wirklich suesses Bungalow. Wie ein Nest sah es aus: Eine kleine Pyramide auf vier Holzpfeilern. Ich schleppte gleich meine Sachen nach oben. Ein netter Mann, der zusammen mit seiner Frau mein Nachbar war, allerdings in seinem Auto schlief, half mir dabei.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Danach hielt mich nichts mehr.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Schnell packte ich einen Beutel mit frischen Klamotten, schnappte ein Handtuch und fuhr meinem Tagestraum entgegen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der Onsen war auch keine Enttaeuschung. Er erinnerte an eine Lagune, mit Felszungen als Dekoration und an den Waenden Mosaike von Berg- und Flusslandschaften. Die Becken waren auch ganz verschieden. Kalt und heiss, mit Blubber und ohne, salzig und suess. Ich genoss es in vollen Zuegen und verbrachte beinahe zwei volle Stunden im Wasser, ehe ich mich davon gesaettigt fuehlte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TEN775CHtsI/AAAAAAAAAMk/9GFjfUgpby0/s1600/IMG_6050.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5495372239174350530" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 240px; CURSOR: hand; HEIGHT: 320px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TEN775CHtsI/AAAAAAAAAMk/9GFjfUgpby0/s320/IMG_6050.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wieder an meinem Nest angekommen, gelangte ich mit dem netten Ehepaar ins Gespraech. Sie hiessen Akira und Hisae und wollten mich an ihren Tisch zum Abendessen einladen, als mir einfiel, das ich ja noch das Fertiggericht vom Shikotsuko hatte. Dieses durfte ich auf ihrem Kocher zubereiten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Auch fanden wir gleich ein Thema, ueber das wir reden konnten, denn auch sie waren Mundharmonikaspieler. Im Gegensatz zu mir jedoch richtig Pofessionelle!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;So spielten wir uns gegenseitig einige Lieder vor, bis mir fast die Augen zufielen und ich bat, mich zurueckziehen zu duerfen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Am naechsten Morgen wollten sie nach Kushiro aufbrechen. (Was fuer ein Zufall) und deshalb hatte es die ganze Nacht in meinem Kopf gearbeitet... Konnte ich es wagen, sie zu bitten, ob sie mich mitnehmen wuerden? Gross genug war ihr Auto, aber ich hatte Hemmungen, weil es von unserem Standpunkt aus einige hundert Kilometer waren. Ausserdem ging es mir hier doch nicht schlecht. Mit der guten Bahnverbindung nach Mukawa, dem Onsen in der Nahe und meinem kleinen Bungalow... warum wollte ich hier weg? Vielleicht war ich es inzwischen einfach zu gewohnt staendig auf Achse zu sein und ich konnte einfach nicht mehr ohne Abwechslung leben?&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Nachdem wir unser Fruehstueck miteinander geteilt hatten wagte ich es dennoch zu fragen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TEN8sWlHe7I/AAAAAAAAAMs/McSUH9eBkOM/s1600/IMG_6056.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5495373071739485106" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; CURSOR: hand; HEIGHT: 150px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TEN8sWlHe7I/AAAAAAAAAMs/McSUH9eBkOM/s200/IMG_6056.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Sie hatten zwar ein bisschen Probleme das Rad in den Kofferraum zu bekommen und ich musste mich auf der Sitzbank wegen meines vielen Gepaecks sehr zusammenfalten, aber ich durfte mit!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Als wir uns ueber Autos unterhielten und ich auf meine Frage, was fuer einen Wagen sie fuehren als Antwort bekam, es sei ein Toyota (ich erkenne leider keine Automarke, selbst wenn ich drin sitze), entschied das meine Blogueberschrift.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Es wurde sogar ein richtiger Familienausflug, denn wir fuhren an der Kueste entlang bis zum suedlichsten Zipfel und verbrachten dort ein bisschen Zeit, schossen Fotos, bewunderten Blumen und freuten uns ueber das gute Wetter.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Danach schlief ich ein, wie ich zu meiner Schande gestehen muss.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wir erreichten Kushiro gegen fruehen Abend. Akira und Hisae hatten sich entschlossen, mit mir eine Nacht auf dem Zeltplatz in Tsuru zu verbringen und zu unserer grossen Ueberraschung war er sogar umsonst. Eine Menge Motorradfahrer zelteten auch dort und das ergab eine sehr gemuetliche Atmosphaere.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Allerdings gab es keine Kraniche! &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ihnen sei es zu warm geworden und sie seien nach Russland geflogen, erklaerte mir Akira.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das erfuhr ich jetzt!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dabei hatte ich ihnen noch am Abend zuvor erzaehlt, wie gerne ich die Kraniche sehen wollte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Und auch in Otaki, als ich mit Naomi meine Route besprach wurde ich nicht darauf hingewiesen...&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Vielleicht wollten sie mich nicht enttaeuschen, aber auch wenn das lieb gemeint war, fuehrte es auf meiner Seite nicht gerade zu Freudenspruengen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich troestete mich mit dem Gedanken, dass ich immerhin eine tolle Erfahrung und eine schoene gemeinsame Reise gemacht hatte, statt allein vor mich hinzuradeln. Da waere die Enttaeuschung wohl noch groesser gewesen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Zu dritt gingen wir spaeter in den nahegelegenen Onsen, assen zu Abend und spielten noch ein bisschen Mundharmonika, bis es Zeit wurde, schlafen zu gehen. Akira wollte am naechsten Tag weiter in den Norden fahren und ich war mir noch nicht sicher, was ich machen sollte. Ich hatte es aufgegeben, zu planen. Ich war auf den Geschmack gekommen, mich treiben und ueberraschen zu lassen. Auf diese Weise wurde man nicht enttaeuscht und konnte wirklich viel erleben!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;So brach der naechste Morgen an und ich hatte ueber Nacht entschieden Richtung Kushiro-City zu fahren. Auf dem Weg gab es ein Kranichcenter, wo es angeblich ein paar dieser Tiere zu sehen gab.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Nachdem wir uns ueberschwaenglich verabschiedet hatten, machte ich mich auf den Weg.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es war eine schoene Strecke, durch den Nationalpark, aber leider uebersah ich mal wieder meine Ausfahrt und fuhr am Kranichcenter vorbei. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Auch nicht so schlimm, dann fuhr ich eben weiter bis in die Stadt. Dort gab es ein Rider House und ich konnte noch ein paar Karten schreiben, und meine Busfahrkarte zurueck nach Sapporo kaufen. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Am naechsten Tag freute ich mich ueber meine Entscheidung, denn es regnete mal wieder.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich kaufte eine Fahrkarte fuer den Nachtbus und durfte sogar noch bis zum Abend in dem Rider House bleiben, bis es Zeit wurde, zum Bahnhof zu gehen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die Fahrt war sehr angenehm und ich konnte sogar etwas schlafen...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Als ich am naechsten Morgen in Sapporo ankam, verbrachte ich den Tag damit, eine neue Prepaidkarte fuer mein Handy und eine Busfahrkarte nach Mukawa fuer den naechsten Morgen zu kaufen, Karten zu schreiben und zu lesen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mittags traf ich mich mit Claus zum Mittagessen und er gab mir den Schluessel zu seiner Wohnung, damit ich schonmal meine Sachen abladen konnte. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Insgesamt kann ich mich also wirklich nicht ueber eine langweilige Reise beschweren. :)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der naechste Blog wird ueber meine Zeit in Mukawa.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Mata ne&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Kira &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-7741495316975347639?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/7741495316975347639/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/07/nichts-ist-unmoeglich-kushiro.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/7741495316975347639'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/7741495316975347639'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/07/nichts-ist-unmoeglich-kushiro.html' title='Nichts ist unmoeglich... Kushiro'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TENbFCTIYHI/AAAAAAAAAL0/oqGki_XbN_w/s72-c/IMG_5988.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-257074960298019643</id><published>2010-06-19T22:02:00.000-07:00</published><updated>2010-06-19T22:48:47.249-07:00</updated><title type='text'>Special: Das Japanische Essen</title><content type='html'>Vor einiger Zeit wurde ich von einem meiner treuen Leser gebeten, doch mehr darueber zu schreiben, was ich jeden Tag so esse und trinke...&lt;br /&gt;Nicht nett von mir, dass ich dieses Thema bisher so unter den Tisch habe fallen lassen, wo ich doch immerhin fuer Kost und Logis arbeite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus diesem Grund bekommt es nun einen ganzen Post fuer sich alleine:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2q3Alat-I/AAAAAAAAALk/CkFXOqhvHcg/s1600/IMG_5720.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2q3Alat-I/AAAAAAAAALk/CkFXOqhvHcg/s320/IMG_5720.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484727783233599458" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei meiner Gastfamilie verwoehnte mich Natsumi tagtaeglich mit ihrem leckeren und abwechslungsreichen Essen, das eher vegetarisch gehalten war. (Wenn es mal Fleisch gab, dann Reh, denn ein Freund von ihnen ist Jaeger  und muss dafuer sorgen, dass diese Tiere nicht zu zahlreich werden,  denn in den letzten Jahren haben sie sich stark vermehrt.)&lt;br /&gt;Fuer gewoehnlich gab es morgens gegen 8:00 Uhr Fruehstueck (asagohan) bestehend aus Misosuppe oder Fischbruehe mit wechselnder Einlage aus Tofu, frischem wilden Gemuese, Fisch, Moehren, Zwiebeln oder Pilzen aus dem Garten, dazu eine Schale Reis und zwei oder drei Platten mit verschiedenen anderen Beilagen; Pickels aus unterschiedlichen Pflanzen, gebratener Fisch (meistens Flunder), Omlette, Natto, Tempura (frittiertes Gemuese), Salate aus Kohl, Karotten oder Kartoffeln und vieles mehr. Dazu gab es Leitungswasser, am Abend jedoch auch mal selbstgebrautes Bier oder selbstgekelterten Rotwein von Takashi, Sake oder Pflaumenwein. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2rM3DtG7I/AAAAAAAAALs/-BhgLrWHDx8/s1600/IMG_5890.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2rM3DtG7I/AAAAAAAAALs/-BhgLrWHDx8/s400/IMG_5890.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484728158633401266" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An manchen Tagen backte sie jedoch auch Brot, was im uebrigen toll schmeckt und es leicht mit unserem heimischen aufnehmen kann. (Es laesst sich sogar mit Butter bestreichen, ohne dass es zerbroeselt) Ab und zu gab es auch Pancakes - dicke Pfannkuchen mit Ahornsirup, Marmelade oder Honig. Das waren dann eher die westlicheren Tage, die mein Magen aber stets erfreuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dinge, die wir nicht aufassen, wurden dann zum Mittagessen (hirugohan) gegen 12:00 Uhr erneut angeboten. Dieses gleicht in der Kombination dem Fruehstueck. Es gibt generell nichts, das nur Morgens, Mittags oder Abends gegessen wird, so wie bei uns. Sogar deftigere Gerichte wie Curryreis gab es am Morgen schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischen Mittag- und dem Abendessen (yorugohan) um 18:00 Uhr gab es die "Oyatsu", die Snacktime um 15:00 Uhr. Sie war eigentlich nur eine kleine Erfrischung in der Pause und bestand entweder aus ein paar Keksen, Scones oder anderen selbstgebackenen Leckereien von Natsumi. Hatte sie hierzu mal keine Lust oder keine Zeit, reichte sie anstatt dessen ein paar Scheiben Obst (meistens Apfel oder Orange) oder japanische Suessigkeiten. Dazu gab es, wenn ich Glueck hatte, statt Leitungswasser auch mal frische Milch von der Nachbarfarm, Kraeutertee oder Saft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Japanischen Essen an sich habe ich eigentlich keine Probleme. Auch Fisch kann ich morgens essen.&lt;br /&gt;Was ich dagegen gar nicht mag, ist Natto (gegorene Bohnen) und Umeboshi (sauer-salzig eingelegte Pflaumen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei spielten gerade die Umeboshi in der Japanischen Geschichte eine besondere Rolle, denn sie retteten in ihrer Eigenschaft als einiges Wuerzmittel fuer den sonst sehr geschmacklosen weissen Reis vielen Japanern im 2. Weltkrieg das Leben. Wie Natsumi mir erzaehlte gab es wohl in dieser Zeit nichts anderes, was die Bevoelkerung haette essen koennen und diese eingelegten Pflaumen sind in ihrem Geschmack tatsaechlich so intensiv, dass eine einzige ausreichte, um eine ganze Schale Reis interessanter zu machen.&lt;br /&gt;Passenderweise erinnert die rote runde Pflaume auf dem weissen Reis auch sehr an die Japanische Flagge, was erklaert, warum dieses Gericht so populaer ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich esse, wenn ich mit dem Rad auf Tour bin, ist natuerlich weitaus einseitiger und ziemlich langweilig. Obst (vorwiegend Aepfel und Bananen, einfach, weil sie sich lange halten und auf Vorrat gekauft werden koennen), Nuesse (um es ein bisschen gesuender zu machen und dem Koerper Energie zu geben), hin und wieder Fertiggerichte (um mal etwas Warmes in den Bauch zu bekommen) Muesli (wenn ich mir was Besonderes goennen will) und Reisbaellchen... Dazu Leitungswasser (weil kostenlos) oder mal Milch, die vom Muesli uebrig ist.&lt;br /&gt;Ziemlich unspektakulaer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Claus in Sapporo dagegen sind wir Abends auch mal ins Restaurant gegangen, haben alle Sorten Nudelsuppen gegessen (Rahmen, Soba und aehnliches) oder versucht selber zu kochen (Spaghetti vorzugsweise, einfache Salate, Tempura (was in die Hose ging) oder Fertiggerichte)&lt;br /&gt;Bei ihm habe ich vor allem meine Gelueste nach westlichem Essen befriedigt, zum Fruestueck Muesli, Marmeladenbrote und gekochte Eier gegessen und Kaffee oder Schwarztee mit Milch getrunken. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe, ich konnte mit diesem Post den Leserwunsch zur Genuege erfuellen...&lt;br /&gt;Wenn es mal wieder ein Highlight in Sachen Essen geben sollte, werde ich versuchen, es innerhalb des entsprechenden Textes einzubinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-257074960298019643?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/257074960298019643/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/06/special-das-japanische-essen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/257074960298019643'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/257074960298019643'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/06/special-das-japanische-essen.html' title='Special: Das Japanische Essen'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2q3Alat-I/AAAAAAAAALk/CkFXOqhvHcg/s72-c/IMG_5720.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-73571414624029679</id><published>2010-06-19T20:03:00.000-07:00</published><updated>2010-06-19T21:54:14.718-07:00</updated><title type='text'>Fruehling in Otaki</title><content type='html'>Vom 19.05. bis 18.06.10 war ich also wieder bei meiner alten Gastfamilie in Otaki.&lt;br /&gt;Der Schnee war auch hier endlich vollkommen verschwunden und inzwischen sind die Temperaturen fast sommerlich.&lt;br /&gt;Deshalb begann auch die Arbeit auf den Feldern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fuer dieses Jahr hat sich Takashi eine Rasenflaeche in der Naehe gemietet, weil er mehr Platz zum Anbau von Bohnen, Kuerbis, Kohl und Karotten braucht und auch wieder Schafe halten moechte.  Allerdings wurde dieses Gelaende schon seit fuenf Jahren nicht mehr bepflanzt und es ist dementsprechend verwildert: Viele kniehohe Gewaechse, junge Weiden, Bambus (wer haette das gedacht) und Steine... Viele. Steine.&lt;br /&gt;Denn in frueheren Zeiten der Erdgeschichte verlief der Shiribeshikawa noch genau an dieser Stelle, war wohl auch breiter und hat im Transport von Fels und Kies ganze Arbeit geleistet. So bestand meine Taetigkeit anfangs im Praeperieren der kuenftigen Beete. Hierzu wurden erstmal die kniehohen Pfanzen abgeschoren, danach fuhr Takashi ein paar Mal mit dem Traktor ueber diese Flaeche (begleitet von markerschuetterndem Klappern, das die Steine im Kontakt mit den eisernen Pfluegehaken erzeugen) und ich lief hinter ihm her, raeumte die Brocken, die an die Oberflaeche kamen auf die Seite und riss die jungen Weiden aus, die nun lockerer in der Erde sassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2ek52AU3I/AAAAAAAAALc/h3rSGAMyjUI/s1600/IMG_5974.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2ek52AU3I/AAAAAAAAALc/h3rSGAMyjUI/s320/IMG_5974.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484714278046946162" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Taetigkeit wurde etwas durch die Fliegen erschwert, die es nun durch das waermere und feuchtere Wetter in Huelle und Fuelle gibt. Dabei handelt es scih jedoch nicht um gewoehnliche Moskitos, sondern sehr kleine Tiere, die zwar nicht stechen, aber beissen. Das Resultat ist dennoch fast das Gleiche... Um uns dagegen zu schuetzen trugen wir auch bei hohen Temperaturen stets Overall, Hut mit Moskitonetz (durch das sie dennoch manchmal gelangen) und Handschuhe. Sehr frustrierend, wo es endlich so schoen sonnig ist und man gerne etwas Farbe bekommen haette. Auch der erleichternde Wind kann so nicht an die Haut gelangen und man schwitzt sich halb tot. Manchmal entschied ich mich daher fuer das Uebel der Fliegenbisse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waehrend meiner Zeit bei der Gastfamilie lernte ich auch zwei weitere Hilfsarbeiterinnen kennen: May aus Taiwan und Degony aus Amerika leisteten mir im Gaestehaus Gesellschaft. May war zwar fast doppelt so alt wie ich, aber wir freundeten uns dennoch sofort an, weil wir einen aehnlichen Sinn fuer Humor und damit viel Spass hatten. Vor allem waehrend der Arbeit!&lt;br /&gt;An unserem freien Tag, den wir gemeinsam verbrachten, fuhren wir an den Toya-See. Gemeinsam mit einer Kanadierin, Phedora, die hier in Otaki Englisch unterrichtet und die ich daher kannte, weil Natsumi einen Abend pro Woche einen Englisch-Aufbaukurs besucht und mich immer mitnahm.&lt;br /&gt;Der Toya-See ist in sofern interessant, da es sich bei ihm um einen Vulkankrater handelt. Der Vulkan selbst explodierte vor einigen Jahrtausenden und so entstand ein Krater, der sich nach und nach mit Wasser fuellte. In der Mitte erhob sich spaeter ein neuer, kleinerer Vulkan, der nun aber nur noch eine gruen bewachsene Insel ist.&lt;br /&gt;Wir fuhren Schwanen-Tretboot, was sehr lustig war, denn als wir entdeckten, dass man das  Boot auch rueckwaerts fahren lassen konnte, machte Phedoras Tochter, die ebenfalls mitgekommen war, die unverkennbaren Piepgeraeusche eines ausparkenden Japanischen Lasters nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2dL_khd_I/AAAAAAAAALM/U8Duh5wIbg8/s1600/IMG_5902.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2dL_khd_I/AAAAAAAAALM/U8Duh5wIbg8/s400/IMG_5902.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484712750575876082" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausser dem Praeparieren der Felder half ich waehrend dieser Zeit bei Jaeten der Gemuesebeete, umsetzen von Zwiebeln, Rhabarber und Erdbeeren, Aufbauen des Gewaechshauses, Pflanzen von Tomaten, Bohnen und Mais, sowie dem Errichten von Elektrozaeunen (einen zum Abwehren von Rehen und einen fuer das Schafgehege) und vieles mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2d3pclumI/AAAAAAAAALU/WDgRtCPUGSg/s1600/IMG_5930.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2d3pclumI/AAAAAAAAALU/WDgRtCPUGSg/s320/IMG_5930.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484713500551264866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Mal wurde ich auch an Bekannte oder Freunde "ausgeliehen" und half dort beim Scheren der Schafe oder Aussaehen, denn durch den verzoegerten Winter sind alle Bauern nun in Eile. Einmal habe auch auf einem Campingplatz gearbeitet und dort das ganze alte Laub zusammengeharkt. Das hat den ganzen Tag gedauert, aber ich bin sogar bezahlt worden. (Fast 6.000 Yen habe ich bekommen, die ich eigentlich meiner Gastfamilie abtreten wollte, weil ich ja an diesem Tag nicht fuer sie arbeiten konnte, aber sie bestanden darauf, dass ich zumindest die Haelfte des Geldes behielt)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch natuerlich musste ich nicht nur arbeiten. Wir hatten auch so viele schoene Abende. An einem hatten Freunde Sommerfeuerwerk mitgebracht, das hier "Hanabi" genannt wird. (Japaner sind in dieser Beziehung ja sowieso viel intelligenter, weil sie Feuerwerk lieber im Sommer machen, wenn es warm ist und nicht zu Neujahr)&lt;br /&gt;Im schwindenden Licht und ersterbenden Gezirpe der Millionen von Zikaden, die es jetzt gibt, entzuendeten wir Wunderkerzen, kleine Raketen und das Senko-Hanabi. Das ist eine Art bunt gestreifter Faden, den man oben haelt, unten entzuendet und in dessen Verlauf sich eine kleine gluehende Kugel bildet, die sich nach oben frisst, dabei Funken sprueht und abfaellt, wenn man den Faden nicht still genug haelt. Dieses Senko-Hanabi wird vor allem am Ende des Sommers entzuendet und loest bei den Japanern eine gewisse Melancholie aus, weil die abfallende Kugel den Uebergang zum Herbst symbolisiert.&lt;br /&gt;Ausserdem durfte ich mal fuer einen ganzen Tag mit Ikkyou in die Schule gehen, was sehr niedlich war, weil er in der zweiten Klasse ist. Am Morgen holte uns der Schulbus ab, wo ich bereits ziemlich angestarrt wurde. Im Klassenzimmer erhielt ich dann meinen eigenen (winzigen) Tisch unter den meine Beine leider nicht passten. Wir hatten Sport, Mathe und Japanisch. Die Kinder waren alle goldig und ihre Lieblingsbeschaeftigung war, sich von mir fangen zu lassen (natuerlich in der Pause), an mir herumzuturnen, mit meinen Haaren zu spielen oder begeistert meine Taschen zu durchwuehlen und deren Inhalt zu studieren. Auch Ikkyou war ganz stolz und fuehrte mich erhobenen Hauptes herum. Ich fuehlte mich so an meine Grundschuljahre erinnert, dass ich die Zeit gerne nochmal zurueckgedreht haette... damals hatte man es schon gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2aLlnGLrI/AAAAAAAAAK8/BDrsC7oAbZs/s1600/IMG_5875.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2aLlnGLrI/AAAAAAAAAK8/BDrsC7oAbZs/s320/IMG_5875.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484709445072465586" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An meinem letzten Tag bei meiner Gastfamilie, bevor ich ein allerletztes Mal Claus in Sapporo besuchen und danach zu meiner zweiwoechigen Urlaubstour zum Kushiro Nationalpark aufbrechen wuerde, lernte ich noch einen Imker aus Deutschland kennen, der jedes Jahr nach Otaki kommt, um seine Bienen nach Kagoshima zu bringen, wo er unter anderem auch eine Campingplatz besitzt. Er lud mich ein, auf meiner Durchreise mal vorbeizukommen und gab mir seine Karte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorgestern bin ich dann also nach Sapporo getrampt. Ein nettes Ehepaar nahm mich bis nach Kimobetsu mit, wo zur Not auch der Bus gefahren waere, aber dort musste ich keine 30 Sekunden mit meinem Schild an der Strasse entlanglaufen, bis ein Mann neben mir hielt. Ob es mich stoeren wuerde, einen Umweg ueber Otaru zu machen, wo er etwas einkaufen wolle...&lt;br /&gt;Natuerlich stoerte mich das keineswegs, solange ich das Geld fuer den Bus sparen konnte und sowieso gehoert hatte, in Otaru solle es sehr huebsch sein.&lt;br /&gt;Sogar etwas zu trinken kaufte er mir. Sein Auto war zudem gut klimatisiert, die Musik angenehm (irgendeine Band aus Okinawa) und an jeder Ampel nutzte er die Gelegenheit seinen Wagen zu putzen, der gut roch, obwohl er Zigaretten rauchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Freitagmittag verbrachte ich dann noch damit eine neue Prepaidkarte, eine Luftpumpe und eine Fahrradtasche zu kaufen, die man braucht, um das Fahrrad vorschriftsgemaess mit Bus und Bahn transportieren zu duerfen. (Ein netter Japaner, der eigentlich seinen freien Tag hatte, aber trotzdem zufaellig im Laden war beriet mich sehr ausfuehrlich.) Mit seiner Hilfe fand ich auch die richtige Pumpe mit dem richtigen Aufsatz fuer mein Ventil. Er liess sich zum Dank sogar auf einen Kaffee einladen. Dabei erfuhr ich, dass er nicht nur hervorragend Englisch, sondern auch etwas Deutsch und Franzoesisch sprach und ehrenamtlich versucht Touristen zu helfen. (Nun, das konnte ich ja bestaetigen) Er gab mir noch seine Emailadresse, falls ich Fragen zur Japanischen Kultur haben sollte, die er mir gerne beantworten wuerde. xD&lt;br /&gt;Den Abend verbrachten Claus und ich Fussball guckend gemuetlich bei ihm daheim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern bummelten wir einfach nur durch Sapporo. Durch Parks, durch Shoppingmalls und durch Supermaerkte, wo wir uns mit Getraenken fuer den naechsten Fussballabend und Essen eindeckten. Dabei amuesierten wir uns mal wieder koeniglich ueber diverse Dinge in den 100-Yen-Laeden, Englische Uebersetzungen (deren Sinn uns unverstaendlich war) und die Koerpergroessenkomplexe der jungen Japanerinnen, die trotz offensichtlicher Schmerzen ihre Fuesse in Schuhe mit enormen Absaetzen zwaengten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja und heute geht es schon wieder nach Otaki. Meine Gastfamilie ist auch zufaellig in Sapporo, weil sie hier einige ihrer Produkte verkaufen will und wird mich lieberweise mit zuruecknehmen.&lt;br /&gt;Morgen frueh werde ich dann meine sieben Sachen packen und (diesmal ganz gemuetlich) die ca. 400 km zum Nationalpark zuruecklegen, zwischendurch auf richtigen Campingplaetzen naechtigen (die inzwischen alle geoeffnet haben) und dann ein paar Tage in dem, von Kranichen, Rehen und wahrscheinlich vielen, vielen Moskitos bevoelkerten Feuchtgebiet verbringen.&lt;br /&gt;Vom 2. bis 8. Juli muss ich dann wieder arbeiten. Diesmal auf einer Kuhfarm in Mukawa, in der Naehe von Tomakomae. Um dorthin zu gelangen, werde ich mir wohl eine Zugfahrkarte leisten, da es leider keine Buslinie dorthin gibt und die Zeit zu knapp ist, um mit dem Fahrrad zu fahren. (Ausser ich lege es wieder auf 80 Kilometer pro Tag an, aber dann waere der Erholungseffekt gleich Null und die Kuehe muessten ihre Staelle selber ausmisten, weil ich wahrscheinlich tot irgendwo auf der Strecke bleibe)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe geplant, anschliessend gen Tokyo aufzubrechen. Allerdings habe ich noch keine Highlights, die ich auf dem Weg dorthin erleben moechte. Ein paar Ideen sind da, aber das sieht dann auf meinem Routenplan zu zickzackmaessig aus, als dass es umsetzbar waere. (Immerhin ist da eine grosse Bergkette in der Mitte von Honshu)&lt;br /&gt;Deshalb werde ich das wohl eher auf mich zukommen lassen... Jetzt gehts erstmal nach Osthokkaido. :)&lt;br /&gt;Spaetestens von der Kuhfarm werde ich dann auch wieder schreiben koennen. Aber ich habe ja mein Handy, eine neue Prepaidkarte, wahrscheinlich Empfang und freue mich immer ueber Mails an diese Adresse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-73571414624029679?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/73571414624029679/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/06/fruehling-in-otaki.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/73571414624029679'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/73571414624029679'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/06/fruehling-in-otaki.html' title='Fruehling in Otaki'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2ek52AU3I/AAAAAAAAALc/h3rSGAMyjUI/s72-c/IMG_5974.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-166042089085177695</id><published>2010-06-10T16:55:00.000-07:00</published><updated>2010-06-19T20:01:55.958-07:00</updated><title type='text'>Urlaub auf Rishiri: 15. bis 16.05.10</title><content type='html'>Um fuenf kam ein Mann, der das Gebaeude aufschloss und mich einliess. Gluecklich betrat ich die warme Wartehalle. Es dauerte allerdings noch eine halbe Stunde, bis die Schalter oeffneten und ich fuer mich und mein Rad einen Fahrschein kaufen konnte.&lt;br /&gt;Dann schob ich mein Eselchen in den Bauch der Faehre, wo es mit einem Seil an einigen Metallstangen befestigt wurde und ich begab mich ins obere Geschoss, wo die Passagiere logierten.&lt;br /&gt;Erschoepft liess ich mich auf eine der Polsterbaenke fallen, wo ich erstmal vor mich hindoeste und mich auch nicht die grosse Japanische Touristengruppe  nicht zu stoeren vermochte. Ich genoss einfach die Weichheit des Sitzes und die Waerme der Morgensonne, die durchs Fenster auf mein Gesicht schien.&lt;br /&gt;Spaeter schaffte ich es sogar mich aufzuraffen und mit einigen der Japaner zu unterhalten, die gleich Fotos machten (auf denen ich natuerlich, uebernaechtigt wie ich war und noch immer mit Sonnenbrand sehr schlecht abschnitt) und mir einige Tipps fuer meinen Aufenthalt auf der Insel gaben. Zelten auf richtigen Campingplaetzen war wohl tatsaechlich moeglich. Ich freute mich darauf, endlich einmal legal irgendwo zu schlafen und das Zelt am naechsten Morgen nicht gleich wieder abbauen zu muessen, denn ich wollte das ganze Wochenende dort verbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2BdhbD5iI/AAAAAAAAAKc/NIHmzS5FAaw/s1600/IMG_5859.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2BdhbD5iI/AAAAAAAAAKc/NIHmzS5FAaw/s320/IMG_5859.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484682265395193378" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne schien noch immer, als wir Rishiri erreichten und auch der Himmel hatte sich nicht verklaert. Es versprach ein schoener Tag zu werden.Das Meer zu meiner Rechten begab ich mich entlang der Kueste auf den kuerzesten Weg zum empfohlenen Campingplatz. Der kuerzeste Weg entpuppte sich allerdings auch als immerhin 15 Kilometer, die sich durch den Wind mal wieder etwas zogen. (Kein Wunder, wenn man dauernd schieben muss)&lt;br /&gt;Jedoch sollte ich heute Glueck haben. Nach etwa der Haelfte der Strecke hielt neben mir ploetzlich ein grosser Van und der Fahrer erkundigte sich besorgt, ob mit mir alles in Ordnung sei. Ich bejahte und fragte, wie weit es noch bis zu meinem Ziel sei. Dabei hielt ich ihm die Broschuere entgegen und deutete auf den kleinen roten Punkt, der der den Zeltplatz markierte.&lt;br /&gt;"Etwa 20 Minuten per Rad" war die Auskunft. Allerdings AUF dem Rad, was schlichtweg nicht moeglich war... Das schien der Mann auch eben gerade zu denken, denn ehe ich mich versah, hatte er es auch schon gepackt und mitsamt meinen Taschen in den grossen Kofferraum seines Autos gehievt. Dann machte er mir deutlich, ich solle vorne einsteigen, er wuerde mich hinfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2CR68pSkI/AAAAAAAAAKk/E8HWT8Cw_g8/s1600/IMG_5860.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2CR68pSkI/AAAAAAAAAKk/E8HWT8Cw_g8/s400/IMG_5860.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484683165600139842" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fahrt war wirklich ein Genuss! Wir duesten so schnell dahin und ich fuehlte mich wie eine Koenigin. Allein haette ich den Platz vielleicht auch gar nicht gefunden, denn der Weg war nur auf Japanisch beschriftet und dei bebilderten Schilder ungenau. Wie sich herausstellte, war mein Sankt Martin mit dem Besitzer dieses Platzes befreundet und half mir noch alles Erforderliche zu klaeren, bevor er sich verabschiedete.&lt;br /&gt;Ich durfte mein Zelt fuer unschlagbar guenstige 300 Yen pro Nacht auf einer, offensichtlich muehsam vom Bambus freigehaltenen saftigen Wiese aufschlagen. Ausser dem meinem stand noch ein weiteres, froschgruenes Zelt dort, dessen Eigentuemer ich allerdings nicht sehen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2DOpYa4yI/AAAAAAAAAKs/95K4lmtJ56E/s1600/IMG_5864.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2DOpYa4yI/AAAAAAAAAKs/95K4lmtJ56E/s320/IMG_5864.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484684208856818466" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wollte eigentlich Natsumi anrufen, um zu klaeren, ob ich in einigen Tagen wieder zurueckkommen duerfe, aber der Apparat im "Office" (ein kleiner Vorraum in einer noch kleineren Huette) war defekt und auch ein Gang durch den Ort war erfolglos.&lt;br /&gt;Als ich zu meinem Zelt zurueckkehrte, war mein Nachbar inzwischen auch anwesend und sass Kaffee trinkend und Zeitung lesend vor einem kleinen Unterstand, an dem es fliessend Wasser und einige Grillbecken gab.&lt;br /&gt;Ich fragte ihn nach einem oeffentlichen Telefon (endlich konnte ich mal wieder "mein Japanisch" anwenden, da er kein Englisch sprach) und er hielt mir sofort sein Handy entgegen, mit der Begruendung, innerhalb Japans wuerden ihn Gespraeche eh nichts kosten. Das war doch mal nett. :)&lt;br /&gt;So konnte ich mit Natsumi doch noch vereinbaren, dass ich in drei Tagen per Bahn, Bus und mit einem kurzen Aufenthalt bei Claus zurueckkommen wuerde. Dies stellte zum Glueck auch kein Problem dar...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschliessend unterhielt ich mich mit meinem hilfsbereiten Nachbarn, Miyazaki-san, der Rentner war und hier auf Rishiri fischte und Blumen pflueckte. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut und am Abend dieses Tages, den ich doesend, lesend, strickend und nichtstuend verbrachte, lud er mich sogar in einen herrlichen Onsen, mit heissen Schlammbecken innen und aussen, und danach sogar noch zum Essen ein. Schon Mittags hatte er mich nach meinem Lieblingsessen gefragt, ob ich Meeresfruechte und Krabben moege... Und da hatte ich ihm dummerweise erzaehlt, dass eine der Sachen, die ich hier auf Hokkaido unbedingt mal probieren wollte, der Verzehr einer Krabbe sei, da diese Insel dafuer ganz besonders bekannt ist.&lt;br /&gt;Nun, diesen Wunsch bekam ich nun erfuellt, denn ohne weitere Worte orderte er eine solche, die so gross wie ein Frisbee war. Wie mein Vater es fuer mich wohl gemacht haette, praeparierte er mir sorgsam das Fleisch. Bei manchen Teilen (vor allem beim Ausloeffeln der Schale, die er mir aufgedraengt hatte) musste ich mich allerdings ein bisschen zum Essen ueberwinden und ich liess jene aus, die den Eindruck machten, als waere die Krabbe vor ihrem Tod gerne nochmal aufs stille Oertchen gekrebst.&lt;br /&gt;Danach folgten noch Fischbaellchen, gegrillter, selbstgefangener Fisch, Sashimi und Tempura.&lt;br /&gt;Es kostete mich einige Muehe Miyazaki-san und die nette Gastwirtin davon zu ueberzeugen, dass ich wirklich, wirklich satt sei. Dennoch wurde es spaet, bis wir zu unseren Zelten zurueckkehrten. Die Sterne leuchteten hier mit ungekannter Intensitaet und ich fuehlte mich angenehm bettschwer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am naechsten Morgen erwachte ich nicht vor halb neun!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der folgende Tag begann sehr gemuetlich mit Fruehstueck in Gesellschaft von Miyazaki-san und seinen Freunden, darunter ein Vogelbeobachter, der bestimmt schon an die 80 sein musste, in einem Campingwagen in der Naehe hauste und mit seinem weissen Bart und der Brille eher an einen Chinesen erinnerte. Bei dem anderen handelte es sich um einen etwas juengeren Mann, der auf Rishiri ebenfalls Urlaub machte und im Ort wohnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemaechlich bereitete ich mir mein Muesli zu, diesmal ganz gepflegt an einem Tisch, und unterhielt mich mit dem Aeltesten bei gruenem Tee ueber Voegel. Insbesondere ueber die frechen Kraehen, die es hier in grosser Zahl gibt. Man durfte gar nicht anfangen sie zu fuettern, denn dann riefen sie gleich ihre ganze Verwandschaft, bzw. Freunde herbei und man wurde sie nicht mehr los. Ganz zu schweigen davon, dass diese Tiere sehr furchteinfloessend sein koennen, da sie recht gross sind und dicke, scharfe Schnaebel haben. Eine besondere Kraehengattung hier macht nicht "krah, krah", wie wir es kennen, sonder einen Laut, der an das Japanische Wort fuer "guten Morgen" erinnerte. "Ohaio, ohaio" schallte es deshalb oft zu uns herueber. Was fuer hoefliche Voegel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen halb elf nahm mich Miyazaki mit auf den Berg. Nun, eigentlich nur ein Stueck weit hinauf, den die Spitze war noch stark zugeschneit und wir kamen nicht weit.&lt;br /&gt;Zunaechst ging es noch auf einem schoenen geteerten Weg leicht bergan. Doch nach und nach verwandelte sich dieser immer mehr in einen Pfad, den hier und da der Bambus zurueckeroberte. So schlugen wir uns durchs Gebuesch und an manchen Stellen haette man eine Machete gut gebrauchen koennen.&lt;br /&gt;Bald war auch der Pfad verschwunden und wir folgten nur noch einer schmalen Spur durchs Dickicht. Der Wald um uns herum war friedlich. Hin und wieder zeigte mir mein Bergfuehrer ein paar Blumen, Baeume oder Kraeuter, erklaerte mir wie sie hiessen und wozu sie gut waren. (Die meissten konnte man essen, bis auf die Baeume) Er schin ganz in seinem Element zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2D8l7453I/AAAAAAAAAK0/d9wTzneXbHo/s1600/IMG_5865.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2D8l7453I/AAAAAAAAAK0/d9wTzneXbHo/s200/IMG_5865.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484684998205826930" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ging nun steiler bergauf und immer wieder gab es Flecken, wo hartnaeckig der Schnee lag.&lt;br /&gt;Nach einer Weile schien auch Miyazaki nicht mehr zu wissen, wo er langgehen solle und er lotste mich etwas ratlos unter Baumwurzeln hindurch, ueber tueckische Flusslaeufe, die von Schnee verdeckt wurden und kleine steile Haenge hinauf, bei denen wir uns an den jungen Baeumen, die dort wuchsen, hinaufhangeln mussten.&lt;br /&gt;Irgendwann entdeckte Miyazaki-san endlich in der Ferne auf einem Huegel eine Huette, die, wie er meinte, ein Wegweiser zu einer Strasse sein muesse, welche uns wieder hinabfuehren koenne.&lt;br /&gt;Um diese ominoese Huette zu erreichen, mussten wir allerdings wieder ein ganzes Stueck den hart erkaempften Aufstieg zurueck. Diesmal ueber ein weites Schneefeld, das sicher auch bequemer zum hinaufsteigen gewesen waere. Dann machte uns ein Fluss das Weiterkommen unmoeglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch scheinbar war mein Pflanzenfreund nicht dieser Meinung und hielt bereits Ausschau nach einer geeigneten Stelle zur Ueberquerung.&lt;br /&gt;"Nicht schon wieder" dachte ich nur, aber Zeit zum Protestieren blieb mir gar nicht, denn Miyazaki war bereits ueber die Steine ans andere Ufer gesprungen und wartete dort auf mich.&lt;br /&gt;Obwohl diese Steine klein, glitschig und wackelig waren, schaffte es sogar auch ich trocken auf die andere Seite.&lt;br /&gt;Dort stand uns allerdings schon die naechste Huerde gegenueber. Ein Steilhang, der, zumindest in Sichtweite, den kompletten Fluss entlanglief und gut fuenf Meter hoch war. Ich hatte diese Schwierigkeit gerade erst realisiert, da war mein Begleiter auch schon zur Haelfte oben. Zum Glueck wuchsen auch hier viele junge Baeume oder es hingen Aeste von groesseren herab, so dass wir uns mit etwas Muehe hinaufziehen konnten. Fuer den letzten Teil reichte mir der erstaunlich gelenkige Rentner sogar noch seine Hand. (Allerdings geht man in Japan schon mit 60 Jahren in Rente)&lt;br /&gt;Alleine waere ich niemals auf die Idee gekommen, so etwas zu versuchen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bald darauf stiessen wir auch schon auf die Strasse, um deren zweifelhafte Existenz ich die ganze Zeit gebangt hatte, und sie brachte uns in weniger als einer Stunde in den Ort zurueck.&lt;br /&gt;Am Zeltplatz angekommen wurde ich erstmal mit einem Kaffee verwoehnt und wir unterhielten uns ueber meine weiteren Plaene. (Das klingt einfacher, als es war, denn er sprach nur Japanisch und wie vorzueglich meine Sprachkenntnisse sind, brauch ich niemandem vorzugaukeln) Jedoch bekam ich heraus, dass es wohl einen Bus von Wakkanai nach Sapporo gab, der weitaus billiger als die Bahn, dafuer ein bisschen langsamer war. Ein Busterminal, an dem ich eine Fahrkarte kaufen konnte, gab es wohl im Oertchen gleich um die Ecke. Allerdings riet mir Miyazaki-san mich zu beeilen, denn heute sei Sonntag und da wuerde das Terminal frueher schliessen. (Es war schon halb fuenf!) Die spinnen, die Japaner...&lt;br /&gt;Aber in diesem Fall sollte mir ihre Arbeitswut recht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verabredeten, uns um sechs Uhr wieder am Campingplatz zu treffen, um nochmal gemeinsam in den Onsen zu gehen und machten uns anschliessend in verschiedenen Richtungen auf den Weg. Ich in den kleinen Ort, er fuer eine weitere Hikingtour ins Gebuesch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Terminal zu finden und das Ticket zu kaufen war nicht weiter kompliziert, ich wurde beinahe in einer Saenfte dorthin getragen... Eine junge Japanerin, die ich gefragt hatte, geleitete mich, sich alle paar Schritte verbeugend, stetig laechelnd und mit der Hand die Richtung weisend dorthin.&lt;br /&gt;Die Fahrkarte kostete knapp 6.000 Yen, was fuer Japanische Verhaeltnisse sehr guenstig ist.&lt;br /&gt;Allerdings war mit diesem Luxus nun meine Reisekasse fuer Rishiri erschoepft. Mir blieben gerade noch die noetigen 3.190 Yen in bar, um wieder mit der Faehre ueberzusetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher musste ich Miyazaki-san leider mitteilen, er muesse alleine in den Onsen gehen, da ich keine 500 Yen fuer den Eintritt mehr habe.&lt;br /&gt;Er stand schon mit gepacktem Beutel vor meinem Zelt und winkte nur ungeduldig. Das sei schon in Ordnung (daijoube, daijoube) und lenkte seine Schritte bereits gen Strasse.&lt;br /&gt;So wurde ich ein zweites Mal eingeladen und als ich sauber und erhitzt  in den Ruheraum kam, wo er auf mich wartete, kaufte er mir auch noch ein Softeis mit Mango-Geschmack!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und damit nicht genug...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Weg zurueck eilte er voraus, blieb dann vor einem typisch Japanischen Restaurant stehen und fragte, ob es in Ordnung sei, wenn er dort hineinginge, da er Hunger habe. Natuerlich koenne er gerne gehen, sagte ich. Ich faende auch alleine zurueck, bedankte mich nochmal fuer den netten Abend und winkte ihm schon halb zum Abschied.&lt;br /&gt;Da schuettelte er jedoch sehr energisch den Kopf und winkte auch mich hinein.&lt;br /&gt;So bekam ich an diesem Abend auch noch ein weiteres Essen spendiert... (Diesmal eine grosse Platte Sushi)&lt;br /&gt;Ich war ziemlich beschaemt und wusste gar nicht, wie ich ihm die ganze Freundlichkeit je zurueckgeben koenne...&lt;br /&gt;Er schien jedoch gar nichts von mir zu erwarten und lachte nur, als ich mich immer wieder bedankte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch dieser Abend wurde wieder spaet, da wir noch einen Abstecher in das nette kleine Lokal vom Vortag machten und seine Freundin, die Gastwirtin besuchten. So musste ich mir, als ich auf meine Luftmatratze fiel, zum ersten mal den Wecker stellen, um am naechsten Morgen ja nicht zu verschlafen. (Mein Busticket galt nur fuer einen bestimmten Bus und um diesen zu erwischen, musste ich die erste Faehre um 8:30 Uhr nehmen.) Ausserdem hatte ich einiges zu packen, denn leider neige ich dazu, mich sehr auszubreiten, sobald ich etwas laenger an einem Ort hauste und dann galt es auch noch, die 15 Kilometer zu Hafen zurueckzulegen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich haette mir jedoch gar keine Gedanken machen muessen, denn ich wachte schon vor meinem Wecker, um vier Uhr auf, was sich spaeter als Glueck herausstellen sollte.&lt;br /&gt;Die Tatsache, dass es regnete, liess mich nicht gerade freudig aus dem Zelt huepfen, aber nach einigen Anlaeufen schaffte ich es, meine Nase herauszustrecken um die wahre Situation abzuschaetzen. Es nieselte zwar etwas, jedoch konnte ich diesmal mein Fahrrad im Schutz des Unterstandes beladen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst als ich fertig war, bermerkte ich, dass mein Eselchen mal wieder einen platten Hinterfuss hatte...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ueber fehlende Routine im Reifenwechseln konnte ich mich bisher wirklich nicht beklagen. Innerhalb weniger Minuten war der Reifen ausgebaut und ich kontrollierte den Schlauch. Doch auch mithilfe eines Eimers voll Wasser, den mir Miyzaki-san fuersorglich bereitgestellt hatte, konnte ich kein Loch finden. Er schien komplett in Ordnung zu sein. Komisch.&lt;br /&gt;Ich weiss zwar nicht, wozu er sie brauchte, denn weder im Angelsport, noch zum Blumen pressen benoetigt man meiner Kenntnis nach eine Luftpumpe, aber ich war natuerlich froh, dass er eine besass und gemeinsam machten wir mein Eselchen wieder flott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich hatte ich vor, so bald als moeglich aufzubrechen, da wieder starker Wind wehte (Merkwuerdigerweise immer aus der falschen Richtung) und ich die Faehre nicht verpassen wollte. Jedoch hatte Miyazaki-san, waehrend ich noch mit dem Wiederbeladen meines drahtigen Freundes beschaeftigt war, ein kleines Fruehstueck mit Eiern, Brot, selbstgemachter Marmelade und Kaffee gezaubert und schien nicht gewillt, mich nuechternen Magens gehen zu lassen. Viel Ueberredungskunst war hierzu auch nicht noetig, denn der Kaffee duftete wirklich zu gut...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natuerlich erreichte ich das Schiff trotzdem noch rechtzeitig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich allerdings in Wakkanai mein Rad abholte, das netterweise fuer mich von Bord geschoben worden war, fand ich es mit plattem Hinterrad vor. Gluecklicherweise blieb mir noch etwas Zeit, bis mein Bus fahren wuerde. Das wuerde wohl reichen um wenigstens eine neue Luftpumpe kaufen zu koennen.&lt;br /&gt;Leider gab es in der Naehe des Hafens kein Fahrradgeschaeft, nur einen Motorradladen, aber da dieser auch ein paar Fahrraeder anbot, betrat ich trozdem die grosse Werkstatt um mich nach dem Benoetigtem zu erkundigen. Luftpumpen hatten sie tatsaechlich. Allerdigs standen diese nicht zum Verkauf. Sie waeren ohnehin viel zu gross gewesen, da es sich um die Sorte handelte, die man normalerweise zum Aufblasen grosser haesslicher Schwimmtiere mit Glubschaugen in den scheusslichsten Farbkombinationen benutzte.&lt;br /&gt;Doch immerhin durfte ich den Reifen (diesmal unter wahrhaft professionellen Umstaenden, mit richtigem Wasserbecken) in deren Werkstatt flicken und eine der Pumpen zum Fuellen des Reifens ausleihen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rueckweg goennte ich mir noch einen Milchkaffee und eine Apfeltasche aus einem Conbini und setzte mich mit diesem verfruehten Mittagessen vor den Eingang des Faherenterminals um auf meinen Bus zu warten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Busfahrt war seltsam.&lt;br /&gt;Zumal wir die gleiche Strecke zurueckfuhren, die ich mit dem Rad bewaeltigt hatte. Mir war, als wuerde alles Revue passieren, als haette jemand aus Versehen die Taste zum Zurueckspulen einer Kassette gedrueckt. Es regnete, was einerseits den Gemuetlichkeitsfaktor in einem warmen, trockenen Bus zu sitzen erhoehte, andererseits die Orte nun alle sehr ungemuetlich aussehen liess, die ich waehrend meiner Tour teils im Sonnenschein erlebt hatte.&lt;br /&gt;So wollte ich sie nicht in Erinnerung behalten, also nutzte ich die Zeit um mein Tagebuch zu schreiben...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Sapporo angekommen, verbrachte ich zwei Tage bei Claus, waehrend dieser ich mit Erschrecken feststellte, dass der Ueberzugsrahmen meiner Kreditkarte mir 500 Euro sein Maximum erricht hatte und ich daher kein weiteres Geld abheben konnte, was auch die Problematik in Wakkanai erklaerte. Es gelang uns jedoch, mich wieder fluessig zu bekommen, bevor ich den Bus nach Kimobetsu nehmen musste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist allerdings ein ziemlich mieses Gefuehl, wenn einen alle Automaten als "invalid" bezeichnen. Fast so, als waehre man ohne Guthaben auf dem Konto kein Mensch mehr und eigentlich nicht berechtigt, sich in der Stadt zu bewegen. Fast wie ein Ausgestossener...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-166042089085177695?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/166042089085177695/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/06/urlaub-auf-rishiri-15-bis-160510.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/166042089085177695'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/166042089085177695'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/06/urlaub-auf-rishiri-15-bis-160510.html' title='Urlaub auf Rishiri: 15. bis 16.05.10'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TB2BdhbD5iI/AAAAAAAAAKc/NIHmzS5FAaw/s72-c/IMG_5859.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-3299322074470678891</id><published>2010-06-02T23:49:00.000-07:00</published><updated>2010-06-07T20:46:33.177-07:00</updated><title type='text'>Radtour nach Rishiri: 5. Tag 14.05.10</title><content type='html'>Derart erfrischt stand ich am naechsten Morgen wie schon eingespielt mit der Sonne um halb fuenf auf, packte meine Sachen rasch zusammen, schob das rad wieder auf die Strasse, fuhr ein Stueckchen und genehmigte mir dann mein Fruehstueck aus einer Banane und ein paar Nuessen. (Die Energieriegel kann man allesamt vergessen, denn sie sehen nicht nur wie Grillanzuender aus, sondern schmecken auch so.)&lt;br /&gt;Auch heute aenderte sich das Wetter nicht. Der Sturm blies mir weiterhin aus Norden ins Gesicht und schien sich einen Spass daraus zu machen.&lt;br /&gt;Meine Haut war dadurch schon so trocken, dass nichtmal die Creme half, die ich mir inzwischen gekauft hatte, meine Lippen aufgesprungen und um der Ironie gerecht zu werden, hatte ich mir an den ersten beiden schoenen Tagen auch noch einen Sonnenbrand geholt, weil der Wind die Luft hatte kuehler erschienen lassen, als sie war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn der Himmel nun wieder truebe war und nichts von der Klarheit des letzten Abends beibehalten hatte, schien die Wolkendecke nun doch sehr viel duenner und ab und zu blitzte sogar ein Streifen von blauer Faerbung durch das Weiss.&lt;br /&gt;Mit neuer Hoffnung und Kraft schob ich also mein Rad weiterhin die Huegel hinauf und strampelte sie wieder hinunter, denn an freie Fahrt war keine Sekunde zu denken. Stand man am Fusse einer Steigung, blockierte diese ein wenig den Wind, so dass man denken konnte, er haette sich endlich etwas gelegt, aber kaum, dass man den Kamm erreicht hatte, blies er einem erneut heftig entgegen und man musste sich wieder gegen ihn stemmen.&lt;br /&gt;Auf diese Weise brachte ich also die letzten 80 Kilometer nach Wakkanai auch noch hinter mich. gegen Mittag klaerte sich sogar der Himmel nach und nach ganz auf, die Sonne kam heraus und sofort wurde es viel waermer. Ich konnte sogar meine Handschuhe, Schal und Muetze wegpacken, die in den letzten drei Tagen staendige Begleiter gewesen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich versprach ein Schild, es seien nur noch 25 Kilometer bis zu meinem Ziel, da wurde meine Fahrt ploetzlich von einem weiteren Schild gestoppt, das besagte, ab hier seien keine Fahrraeder mehr erlaubt. (Was eigentlich ein Witz ist, da sie nirgends zuvor durch Schilder gestattet worden waren und damit sowieso jeder faehrt, wo es ihm passt)&lt;br /&gt;Man darf sich die Japanische Autobahn (die unpassenderweise auch noch als Highway bezeichnet wird) auch nicht vorstellen wie eine Deutsche, da hier durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km pro Stunde alles viel gemaechlicher von Statten geht und sie zum Teil sogar ueber Fusswege sowie Ampeln verfuegen, durch kleinste Kaeffer fuehren, in denen die Geschwindigkeit auch gleich auf 40 km pro Stunde gedrosselt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte ich jetzt, durch dieses kleine Schild etwa gezwungen sein, den viel laengeren Umweg zu fahren?&lt;br /&gt;Ratlos zog ich meine Strassenkarte aus der Tasche und studierte meine Moeglichkeiten. Viel gab es nicht und ich beschloss daher, einen der Bauarbeiter zu fragen, die gerade an dieser Stelle den Strassenbelag erneuerten. Einer hatte wohl meine Misere erahnt und kam schon auf mich zu.&lt;br /&gt;Hilflos deutete ich erst auf das besagte Schild, dann mein Rad und teilte ihm mit, dass ich von Sapporo kaeme und nach Wakkanai wolle. Wo ich denn sonst langfahren solle?&lt;br /&gt;Der Mann antwortete entwas, dass ich aus einem Japanischen Mund niemals erwartet haette&gt; Ich solle doch tatsaechlich ein Verkehrsschild ignorieren! Naja, ganz so sagte er es natuerlich nicht, aber er meinte, solange ich aufpasste und ganz links am Strassenrand fuehre, nicht auf der Strasse selbst, waere das in Ordnung... Ich glaube, in diesem Moment glich meine Miene jemandem, dem man gerade verboten hatte etwas offensichtlich Giftiges und Unappetitliches zu essen. Als ware ich jemals auf den Gedanken gekommen, mitten auf der Strasse zu fahren! Ich bin doch nicht lebensmuede!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natuerlich versprach ich jedoch brav, mich an seine Anweisungen zu halten und fuhr, gluecklich darueber einige Kilometer gespart zu haben, weiter. Dennoch zogen sich die letzten 25 nochmal ueber eine unerwartet lange Zeit, da es viele Heugel gab und mich der Wind nach wie vor nicht mochte. Ich ihn auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TA28N1nCByI/AAAAAAAAAJ8/MFgMZKY8lDE/s1600/IMG_5850.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TA28N1nCByI/AAAAAAAAAJ8/MFgMZKY8lDE/s320/IMG_5850.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5480243267494872866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann nachmittags jedoch erreichte ich endlich die Stadt. Kurz ueberlegte ich noch, ob ich die Nacht nich erst ausserhalb verbringen solle und erst am naechsten Morgen hineinfahren solle, entschied mich aber dagegen, als ich keinen allzu guten Platz auf Anhieb finden konnte und ich schlicht und einfach zu neugierig war.&lt;br /&gt;Ausserdem stand in meinem Rough Guide keine Uhrzeit der ersten Faehre nach Rishiri, nur dass sie sehr frueh fuehre. Ausserdem konnte ich so ohne Stress noch etwas die Stadt erkunden, bzw. etwas Geld abheben, da es laut meines Buches auf der Insel fuer Auslaender keine Moeglichkeiten dafuer gab.&lt;br /&gt;So erkundigte ich mich zuerst nach einer Bank. Aber ich hatte etwas Pech. Entweder nahmen sie meine Karte nicht, oder waren geschlossen...&lt;br /&gt;Vor einer kleinen Baeckerei machte ich Halt und fragte eine nette Verkaeuferin, die zu meinem Glueck auch noch etwas Englisch sprach, nach anderen Optionen. Bei der Post koenne ich es versuchen. Wir unterhielten uns noch ein wenig und sie erzaehlte mir, sie sei vor ein paar Jahren einmal in Sueddeutschland gewesen. Was fuer ein Zufall!&lt;br /&gt;Wie sich herausstellte, war sie die Tochter des Eigentuemers der Baeckerei, der mir, nachdem ich mich verabschiedet und bedankt hatte, noch ein ganzes Baguette schenkte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Post angekommen versuchte ich mein Glueck erneut. Es sah zunaechst auch alles gut aus.  Ich konnte sogar den Betrag angeben, den ich ausbezahlt haben wollte. Dann jedoch spuckte der Automat meine Karte einfach wieder aus und statt des Geldes erhielt ich nur einen Zettel, auf dem stand, dass die Auszahlung nicht moeglich sei.&lt;br /&gt;Das durfte doch nicht wahr sein... Wie sollte ich nun an Geld kommen? Ich wollte schon einen der Schalterbeamten fragen, da kam ploetzlich die kleine Verkaeuferin auf mich zu. Sie wollte sich nur erkundigen, ob alles geklappt habe, weil sie sich Sorgen um mich gemacht haette. Und nur deshalb war sie mir extra gefolgt? Ich war geruehrt!&lt;br /&gt;Leider konnte ich ihr nichts Positives berichten, so erzaehlte ich ihr von meinem Fehlschlag und versuchte dabei optimistisch zu klingen, obwohl mir in diesem Moment wirklich nicht so zumute war. Zusammen mit einem der Schalterbeamten versuchten wir es dann nochmal erneut, aber wieder nichts... Ich solle bei meiner Bank anrufen, meinte er anschliessend zu mir.&lt;br /&gt;Ich ueberlegte angestrengt, woran es liegen koennte, dass ich "invalid" war, wie mich (bzw. meine Karte) der Automat netterweise bezeichnete. Mein Vater hatte erst ein paar Tage zuvor nochmal genuegend Geld von meinen Ersparnissen auf das Onlinekonto ueberwiesen, das war also auszuschliessen. Vielleicht war ich einfach zu gierig gewesen, als ich 10.000 Yen angegeben hatte? Ich versuchte mein Glueck erneut mit dem bescheideneren Betrag von 5.000 Yen, und siehe da, auf einmal oeffnete er mir die Pforten zu neuem Reichtum ohne Zoegern. Moeglicherweise lag es ja an meiner geringen Kreditwuerdigkeit, dass ich nicht so viel abheben konnte, wie ich wollte. Naja, mir sollte es erstmal egal sein, denn nun stand meinem kleinen Urlaub auf Rishiri nichts mehr im Wege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunaechst bedankte ich mich aber nochmal ueberschwaenglich bei allen und die Brotverkaeuferin gab mir sogar noch ihre Telefonnummer. Ich solle sie anrufen, wenn ich Probleme haette. Was soll man zu so viel Freundlichkeit noch sagen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dieser netten Begegnung fuhr ich weiter in Richtung haven. Ich fand die Faehre auch sofort, aber das Terminal, wo man die Tickets kaufen konnte, hatte schon geschlossen und Abfahrtszeiten standen leider auch nirgendwo. Was solls, dann wuerde ich morgen frueh eben schon zeitig vor Ort sein. Mit Warten hatte ich noch nie Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;Es wurde naemlich wirklich langsam Zeit, einen Schlafplatz zu suchen. Zu diesem Zweck versuchte ich, aus der Stadt herauszufahren, um mein Zelt irgendwo ausserhalb aufzuschlagen. Aber die Stadt hoerte und hoerte einfach nicht auf.  Ich hatte auch nur die Option, die Kueste entlangzufahren, denn zu meiner Rechten erhob sich eine Bergkette, die viel zu steil war, um sie mit dem Rad passieren zu koennen (selbst ohne Rad haette ich es wohl nicht versucht).&lt;br /&gt;Ratlos setzte ich mich erstmal ans Ufer, um zumindest den wunderschoenen Sonnenuntergang zu geniessen. Und dabei ueberkam mich auf einmal schreckliches Heimweh!&lt;br /&gt;Es ueberrollte mich so ploetzlich und unerwartet, dass ich nur mit Muehe die Traenen unterdruecken konnte. Wie gern waere ich jetzt daheim gewesen und haette irgendwas Lustiges mit meiner Schwester im Fernsehen angeguckt oder mit meiner Mutter gesprochen, oder mit Freunden ausgegangen...&lt;br /&gt;Ich vermisste sie alle so heftig, dass es schon weh tat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch immerhin, eines dieser Dinge konnte ich mir, soweit eben moeglich, erfuellen. Und so zog ich ohne nochmal zu ueberlegen mein Handy aus der Tasche (das mich in den letzten Tagen mit fast staendigem Empfang ueberrascht hatte) und waehlte die Nummer von daheim. In Deutschland musste es jetzt gerade Mittag sein... vielleicht hatte ich Glueck und jemand war da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es klingelte keine zwei Mal, da hoerte ich die Stimme des Menschen, an den ich in der letzten Zeit am haeufigsten hatte denken muessen.&lt;br /&gt;"Hi Kiri" floetete meine kleine Schwester froehlich und der Klang ihrer Stimme trieb mir nun doch die Traenen in die Augen und ich fuehlte ploetzlich schmerzhaft einen dicken Kloss in meinem Hals. Wie sehr ich sie vermisste!&lt;br /&gt;Nachdem wir uns ein wenig unterhalten hatten (sie backte gerade Kuchen), ging es mir schon etwas besser. Doch nach diesem Telefonat beschloss ich, nach Otaki zurueckzufahren, sobald ich Rishiri gesehen hatte. Es war, durch den verzoegerten Winter und das momentan noch unbestaendige Wetter  sowieso noch nirgends etwas los. Ich war viel zu frueh dran... Also schluckte ich meine ehrgeizigen Plaene, ganz Hokkaido umrunden zu wollen hinunter.&lt;br /&gt;Was sollte es mir denn bringen, wenn es durch den staendigen Wind keinen Spass machte? Und beweisen wollte ich auch niemandem etwas. Alles war viel mehr eine Plackerei als Freude.&lt;br /&gt;Immerhin war ich nach Japan zu kommen, um zu lernen und nur durch stumpfsinniges Fahren, das momentan nur darin bestand, Kilometer zu fressen, lernte ich weder Sprache noch sonst etwas. Bei meiner Gastfamilie hatte ich schon so viel aufschnappen koennen und nun begann die Zeit der Feldvorbereitung und des Aussaehens. Das war doch viel interessanter!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich diesen Entschluss gefasst hatte, war mir schon wieder viel froher zumute. Die Reise hatte mich wohl einfach mehr geschlaucht, als ich mir selber hatte eingestehen wollen und nun, da ich am ersten Ziel war, und das naechste noch nicht wirklich abgesteckt hatte, kam wohl die Erschoepfung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne war inzwischen vollstaendig untergegangen und die Welt erstrahlte nur noch in ihrem rasch sterbenden Licht. Also stand ich von der kalten Kaimauer auf, packte meine Sachen zusammen und fuhr wieder Richtung Stadtkern zurueck, da ich meiner Schwester versprochen hatte, in einem Hotel zu naechtigen, sollte ich keinen passenden Ort fuer mein Zelt finden.&lt;br /&gt;Nach nur einigen Minuten fand ich jedoch eine idyllische Parkanlage, die ich zuvor nicht bemerkt hatte. Man konnte dort Minigolf spielen und es gab einen Kinderspielplatz, aber das Wichtigste und Vollkommenste war, dass der Untergrund aus weichem, gruenen Rasen bestand, wie ich ihn schon lange nicht mehr gesehen hatte. Kein Bambus weit und breit! Mein Himmel auf Erden...&lt;br /&gt;Also bog ich sofort in einen der kleinen Pfade ein und auf einmal erblickte ich auf einem der Huegelchen, die diese Anlage zierten, eine Gruppe aus acht oder neun Rehen, die dort im Abendschein friedlich grasten.&lt;br /&gt;Das bestaerkte mich in meiner Entscheidung. Wenn diese Tiere es hier sicher fanden, dann war das auch fuer mich richtig.&lt;br /&gt;Ich hatte auch schon einen huebschen Platz fuer mein Zelt erspaeht, auf dem ich von drei Seiten Sichtschutz genoss und die andere Seite der Parkmitte zugewandt war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TA282qu9TRI/AAAAAAAAAKE/MgevuroJV_4/s1600/IMG_5854.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TA282qu9TRI/AAAAAAAAAKE/MgevuroJV_4/s320/IMG_5854.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5480243968949964050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun wartete ich nur noch auf die Dunkelheit, damit ich es mir gemuetlich machen konnte. Ich hatte bereits meine Taschen vom Fahrrad genommen und mein Zelt entrollt, da gingen auf einem ueberall Strassenlaternen an, die ich zuvor gar nicht registriert hatte. Von Dunkelheit und Schutz konnte nun keine Rede mehr sein. So packte ich alles wieder enttaeuscht zusammen und machte mich auf die Suche nach einer Stelle, an der keine Laterne stand.&lt;br /&gt;Diese waren jedoch leider sehr ueberlegt angebracht und beleuchteten jeden Zentimeter des Parks mit mattem Licht. Verdammt.&lt;br /&gt;Ich kehrte an den Kinderspielplatz zurueck und stellte fest, dass eins der Gerueste eine breite Holzverkleidung besass, die sich einem Dach gleich, schraeg an die Stangen lehnte. Sie war mit einigen Seilen versehen, so dass die Kinder an ihr heraufklettern konnten, doch fuer mich bedeutete sie genug Platz fuer mich und mein Rad und sogar Schutz vor Regen. Ausserdem war es darunter so dunkel, dass man mich garantiert nicht bemerken wuerde.&lt;br /&gt;Leider reichte der Platz nicht aus, um mein Zelt aufzubauen und so entrollte ich nur dessen Unterboden auf dem schmutzigen Grund, wickelte mich in meinen Schlafsack und versuchte mich zu entspannen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedoch kroch nach ein paar Minuten die Bodenkaelte selbst durch meinen dicken Schlafsack (meine gute Luftmatrazte wollte ich hier auf diesem dreckigen Boden nicht benutzen) und ich fuehlte mich an die Naechte in den Alpen erinnert, die ich letztes Jahr im Januar hinter mich gebracht hatte. Damals hatte mich ein Kollege zu einem Survivaltraining ueberredet und vergessen mich in Sachen Ausruestung besser aufzuklaeren. Oder wahrscheinlich vorausgesetzt, dass ich besser Bescheid wusste. So hatte ich nur eine Turnmatte als Unterlage und einen viel zu duennen Schlafsack dabei. Auch damals zelteten wir. Mitten auf dem Gletscher in einigen Schneeloechern, die wir zu diesem Zweck ausgehoben hatten. Und auch damals frohr ich so erbaermlich wie jetzt, weil die Kaelte des Gletschers durch Matte, Schlafsack und selbst meinen dicken Anorak kroch.&lt;br /&gt;Diesmal haette ich sie vielleicht mit einer dicken Jacke abwehren koennen, da hier keine 25 Grad minus herrschten.&lt;br /&gt;Aber der Anorak lag zuhause in Deutschland und hier verfuegte ich nur ueber meinen Kapuzenpulli, zwei duenne Sportjacken und meine Windjacke. Ich zog dennoch alles uebereinander, massierte meine kalten Beine, bis sie wieder warm wurden, legte den Regenschutz meines Fahrrades noch zusaetzlich unter und klemmte meine Hand zwischen Schulter und Boden.&lt;br /&gt;Auf diese Weise doeste ich immer mal wieder ein, wachte auf, massierte mich wieder warm, schrieb meiner Familie Mails von meinem Handy und doeste danach wieder ein.&lt;br /&gt;Ich empfand es als kleine Ewigkeit, aber endlich wurde alles um mich herum merkbar heller. Da wusste ich, dass die Sonne nicht mehr allzu lange brauchen wuerde, denn hier geht sie schon vor vier Uhr auf.&lt;br /&gt;Also machte ich mich steif aber froh ueber Bewegung auf den Weg zum Hafen. Es war etwa halb vier und die ganze Stadt schlief noch. An einem Getraenkeautomaten, die hier in Japan zum Glueck ueberall stehen, zog ich mir einen heissen Kakao, der erst meine Finger und dann meinen Magen waermte.&lt;br /&gt;Das Faehrenterminal hatte natuerlich noch geschlossen, als ich dort ankam. So fruehstueckte ich erstmal. Ich besass ja noch das Baguette und etwas Milch fuer mein Muesli, das ich mir gestern geleistet hatte. Nach diesem, fuer meine Verhaeltnisse fuerstlichen Mahl lief ich auf und ab um mich zu waermen. Die Sonne hatte es noch nicht ueber die Gebaeude geschafft...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... to be continued...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S. Entschuldigt den verspaeteten und etwas langen Post, aber ich musste ihn in mehreren Abschnitten schreiben, weil ich gerne auch noch meine Emails lesen und beantworten wollte und nur begrenzt ins Internet darf...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-3299322074470678891?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/3299322074470678891/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/06/radtour-nach-rishiri-5-tag-140510.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/3299322074470678891'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/3299322074470678891'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/06/radtour-nach-rishiri-5-tag-140510.html' title='Radtour nach Rishiri: 5. Tag 14.05.10'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TA28N1nCByI/AAAAAAAAAJ8/MFgMZKY8lDE/s72-c/IMG_5850.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-2449559258610844296</id><published>2010-05-27T21:14:00.000-07:00</published><updated>2010-06-07T20:50:16.016-07:00</updated><title type='text'>Radtour nach Rishiri: 4. Tag 13.05.10</title><content type='html'>Am folgenden Tag regnete es nicht mehr. Es stuermte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausser, dass ich mich gegen den starken Wind vorwaerts kaempfte, passierte auch nicht viel Aufregendes. Erstaunlicherweise kam ich trotzdem auf ca 80 km an diesem Tag. Dafuer war ich aber am Abend total erschoepft. (Naja, immerhin war ich auch von 5:00 Uhr Morgens bis 6:00 Uhr Abends unterwegs)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Conviniencestores fand ich immer unregelmaessiger. Oft vergingen Stunden, bis ich wieder einen sah. Vor allem gab es keinen 7eleven mehr, in dem ich haette Geld abheben koennen. (Es gibt verschiedenen Conbinis wie Lawson, 7eleven, oder Secomart, aber nur der oben genannte akzeptiert meine Kreditkarte)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Landschaft wurde auch sehr oede und bedrueckend, denn ich fuhr nun nicht laenger an der Kueste entlang, sondern durch sanfte Huegel. Diese erweckten aus der Ferne den Anschein, als seien sie mit weichem, trockenen Gras bewachsen, aus der Naehe jedoch konnte man erkennen, dass es sich mal wieder um den allgegenwaertigen Bambus handelte.&lt;br /&gt;Dieses Gewaechs kann ich nicht unbedingt als meinen Freund bezeichnen. Es hat auch keinerlei Aehnlichkeit mit dem huebschen, langstaengeligen Zierbambus, der in so vielen Gaerten gerne als Sichtschutz gepflanzt wird. Nein, dieser ist klein, gedrungen, hat nur wenige, dafuer sehr breite Blaetter, die oft sehr vertrocknet wirken und waechst auf allem, was lange genug stillsteht. Wie ein Teppich breitet es sich ueber Kilometer aus und verdraengt alle kleineren Pflanzen. (Natsumi erzaehlte mir, um einen Ort Bambusfrei zu halten, muesse man ihn drei Jahre lang jaeten)&lt;br /&gt;Und dieses Gewaechs macht staendig Geraeusche! Auch wenn kein Lueftchen weht, meint man ein menschliches Fluestern zu vernehmen. Fegt dagegen der Wind hindurch, klingt es, als schluegen sich grosse Tiere durchs Unterholz... Oft bin ich deshalb schon aus dem Schlaf geschreckt und lag lauschend da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen zwei Uhr ueberlegte ich mir ernsthaft, schon ein Nachtlager zu suchen, weil ich den zermuerbenden Wind so leid war. Deshalb folgte ich einem kleinen Pfad, der zu meiner Linken in den Wald, einen Abhang hinunter auf eine grosse Wiese fuehrte. Eigentlich war es perfekt: viel Platz, windstill (sehr wichtig), ausser Sichtweite und trotzdem in Naehe der Autobahn...&lt;br /&gt;Aber dennoch fuehlte ich mich hier irgendwie unbehaglich. Zumal ich auf dem Pfad Hinterlassenschaften eines groesseren Tieres gefunden hatte, das wohl oefter dort vorbeizukommen pflegte.&lt;br /&gt;So begab ich mich schweren Herzens zurueck auf die Strasse, um meinen Kampf mit dem Sturm wieder aufzunehmen. Doch es lohnte sich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach etwa 5 km fuehrte die Strasse aus den Bambushuegeln hinaus zurueck an die Kueste, wo es mir sofort besser ging, obwohl der Wind sich hier (ungehindert von Baeumen und Buschwerk) fast verdoppelte. Ich kam auch endlich wieder an kleineren Doerfern vorbei. Die letzen lagen einige zig Kilometer zurueck. Der Abend brachte auch noch eine kleine Ueberraschung: Ich hatte gerade eine groessere Siedlung durchquert (in der mich eine Gruppe Jugendlicher angestarrt hatten, als haetten sie noch nie eine erschoepfte Auslaenderin hungrig eine Nudelsuppe verschlingen sehen), da klaerte sich der Himmel vom gewohnten bleigrau ueber hellgrau zu fast blau, die Sonne kam heraus und liess alles in ihrem goldenen Abendschein erstrahlen, waehrend ich durch saftige gruene Wiesen und Aecker fuhr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser herrlichen Stimmung fand ich auch meinen bisher schoensten Schlafplatz, auf dem ich mein Zelt aufschlug: Eine Erhebung, auf der eine weite gruene Wiese durch ein Waeldchen (mit dem unvermeidlichem Bambus als Bodenbewuchs) eingezaeunt wurde. In der Ferne konnte ich einen Bauernhof ausmachen, aber der war weit genug weg, als dass ich mit meiner kurzen Anwesenheit haette stoeren koennen. Hier verbrachte ich meine bisher erholsamste Nacht als Wildcamperin. Es war grossartig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TA29yBgXFWI/AAAAAAAAAKM/ZrHqY8KvDBY/s1600/IMG_5837.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TA29yBgXFWI/AAAAAAAAAKM/ZrHqY8KvDBY/s320/IMG_5837.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5480244988675036514" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... to be continued...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-2449559258610844296?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/2449559258610844296/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/05/radtour-nach-rishiri-4-tag-130510l.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/2449559258610844296'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/2449559258610844296'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/05/radtour-nach-rishiri-4-tag-130510l.html' title='Radtour nach Rishiri: 4. Tag 13.05.10'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TA29yBgXFWI/AAAAAAAAAKM/ZrHqY8KvDBY/s72-c/IMG_5837.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-7960040888660234671</id><published>2010-05-26T01:18:00.000-07:00</published><updated>2010-06-07T20:53:00.165-07:00</updated><title type='text'>Radtour nach Rishiri: 2. u. 3. Tag 11./12.05.10</title><content type='html'>Ich fruehstueckte, als ich mich den Abhang wieder hinaufgekaempft hatte (wobei ich mir etliche Kratzer zuzog) am Strassenrand. Hierfuer besass ich noch immer eines von drei hartgekochten Eiern, die ich mir bei Claus zubereitet hatte und wie immer Aepfel, Bananen und ein paar Nuesse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_9LzVNeFnI/AAAAAAAAAJ0/I99fTgfALA4/s1600/IMG_5795.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_9LzVNeFnI/AAAAAAAAAJ0/I99fTgfALA4/s320/IMG_5795.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5476179017144866418" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Tag verlief eher unspektakulaer, aber ich legte einige Kilometer zurueck. An der Kueste kommt man sehr schnell voran und als ich mein Zelt an einer Raststaette aufschlug, stand bereits "Wakkanai: 189 Kilometer" an den Autobahnschildern.&lt;br /&gt;Mein fuer heute auserkorener Schlafplatz bestand aus einer Art Aussichtsplattform aus Holzbohlen und da ich keinen besseren Ort innerhalb der Stadt finden konnte und mir der Leuchtturm in der Naehe, sowie die abendliche Hafenstimmung so gefiel, wartete ich bis zum Einbruch der Dunkelheit, bevor ich das Zelt aufbaute. Es war eine sehr friedliche Nacht, begleitet vom Glucksen der Wellen unter mir und den hin und wieder kreischenden Moewen.&lt;br /&gt;Gegen Mitte der Nacht fing es an zu regnen und das steigerte das Wohlbefinden, im trockenen warmen Schlafsack zu liegen gleich noch einmal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wach wurde ich so richtig, als ich Maennerstimmen vernahm, die klangen, als kaemen sie ganz aus der Naehe. So packte ich alles zusammen, was diesmal ein wenig muehsamer war als sonst, denn ich musste es wegen dem stetig fallenden Regen innerhalb des Zeltes erledigen. Der Boden meines Nylonheims war feucht, anscheindend hatte er bei seinem Abenteuer im Fluss doch einige Kratzer abbekommen...&lt;br /&gt;Ein wenig gewoehnungsbeduerftig war es, das klatschnasse Zelt in die Huelle zu packen und zu wissen, dass es an diesem Abend wohl auch innen sehr feucht und ungemuetlich sein wuerde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Regen fiel nicht sehr stark, aber bald war ich trotzdem von Kopf bis Fuss nass. Meine Bemuehungen, ihn stoisch ueber mich ergehen zu lassen scheiterten nach ein paar Stunden Fahrt, als ich fuehlte, dass aus meinen Schuhen Schwimmbecken geworden waren und meine Fuesse (trotz der Plastiktueten, in die ich sie gesteckt hatte) ebenfalls nass wurden.&lt;br /&gt;Auf einmal war es auch sehr kalt geworden, denn es hatte begonnen ein heftiger Wind zu wehen, der mich auch in den kommenden Tagen nicht mehr verlassen sollte.&lt;br /&gt;Zumal duschten mich die Laster nun jedes Mal von oben bis unten ab, wenn sie an mir vorbeifuhren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, das machte keinen Spass mehr!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich beschloss, die Nacht irgendwo im Trockenen zu verbringen und auch meine Sachen zu flicken. Es war gerade mal halb acht am Morgen und die ersten Conviniencestores ;effneten. Da ich immerhin auch schon um die 15 Kilometer hinter mir hatte, plagte mich kein schlechtes Gewissen, als ich im naechsten Lawson nach einer Unterkunft fragte.&lt;br /&gt;Nach einigem Hin und Her bekam ich tatsaechlich heraus, dass es keinen Kilometer weiter eine Minshuku (eine Privatunterkunft) gaebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dankbar machte ich mich auf den Weg. Zur Zeit ist noch Vorsaison und deshalb sind so ziemlich alle gewoehnlichen Touristenunterkuenfte wie Campingplaetze oder Strandhotels geschlossen.&lt;br /&gt;Ein paar dieser Enttaeuschungen hatte ich auch schon hinter mir, bis ich diese frohe Botschaft erhielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TA2-WEE6EJI/AAAAAAAAAKU/lvMUCwjabJk/s1600/IMG_5827.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/TA2-WEE6EJI/AAAAAAAAAKU/lvMUCwjabJk/s320/IMG_5827.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5480245607840485522" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Unterkunft war zwar fuer den Preis von 3.000 Yen sehr spartanisch und die Zimmer etwas heruntergekommen, aber die Hauseigentuemerin war dafuer umso herzlicher, nahm mich und mein Rad unter ihre Fittiche, beheizte mein Zimmer, bereitete Abends ein heisses Bad und war wirklich lieb.&lt;br /&gt;Mittags machte ich noch einen Spaziergang und besichtigte den Ort. Es gab sogar eine Post und ein Heimatmuseum, das allerdings geschlossen hatte. Danach zog ich mich auf mein Zimmer zurueck, schrieb Karten und mein Tagebuch und verbrachte eine sehr angenehme, trockene und warme Nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... to be continued&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-7960040888660234671?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/7960040888660234671/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/05/radtour-nach-rishiri-2-u-3-tag-11120510.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/7960040888660234671'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/7960040888660234671'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/05/radtour-nach-rishiri-2-u-3-tag-11120510.html' title='Radtour nach Rishiri: 2. u. 3. Tag 11./12.05.10'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_9LzVNeFnI/AAAAAAAAAJ0/I99fTgfALA4/s72-c/IMG_5795.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-1729196650099666517</id><published>2010-05-23T16:55:00.000-07:00</published><updated>2010-05-27T21:48:03.433-07:00</updated><title type='text'>Radtour nach Rishiri: Erster Tag 10.05.10</title><content type='html'>Der Abschied von Claus und seiner huebschen Wohnung fiel sehr schwer. Zumal ich nicht wusste, wann mir ein Komfort und nette Gesellschaft wie hier wieder vergoennt sein wuerde...&lt;br /&gt;Jedoch trug das sonnige und warme Wetter dazu bei, dass ich mich recht bald auch auf das freute, was nun vor mir lag. Auch dieser Teil meiner Reise wuerde seinen Reiz, seine Hochs und Tiefs haben. (Wobei fuer mich als Radfahrer die Hochs je eher die Tiefs waren und umgekehrt)&lt;br /&gt;Recht bald, nachdem ich die Route 5, die aus dem Stadtzentrum fuert, hinter mir gelassen hatte und schon auf der 231 fuhr, die mich auch an die Kueste bringen wuerde, konnte man bereits den erhoehten Salzgehalt der in Luft ausmachen und ich wurde immer beschwingter. Noch heute wuerde ich das Meer sehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natuerlich zog sich die Strecke durch die Stadt doch noch ein wenig hin, aber nachdem ich aus ihr heraus war, vergingen Zeit und Kilometer recht schnell. Solange man den Highway fuhr, war es auch nicht so bergig, obwohl ich auch dies ab und zu auf mich nahm, um schoenere Ausblicke und etwas Ruhe vor den schnell dahinbrausenden Autos zu haben.&lt;br /&gt;Zunaechst war die Jueste noch nicht gut einsehbar. Die Promenade, auf der ich gerade entlang fuhr fuehrte nur durch duenige Landschaft mit hohem Gras, so dass man den Eindruck hatte, man befaende sich irgendwo in Nordeuropa (an der Ostsee vielleicht), nicht aber in Japan!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_zb_nznbLI/AAAAAAAAAJM/rI-BOKYBa_w/s1600/IMG_5785.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_zb_nznbLI/AAAAAAAAAJM/rI-BOKYBa_w/s320/IMG_5785.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5475493133039398066" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mich dann jedoch zwangslaeufig zurueck auf die Autobahn begeben musste, wichen die Duenen sehr bald fantastischen Steilklippen, die mir den Blick auf das Meer nicht laenger vorenthielten. Anschliessend aenderte sich dieses Landschaftsbild kaum noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_9DQjcAUDI/AAAAAAAAAJU/SK5G83-hkp8/s1600/IMG_5788.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_9DQjcAUDI/AAAAAAAAAJU/SK5G83-hkp8/s400/IMG_5788.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5476169623575482418" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Post eines kleinen Oertchens versorgte ich mich mit neuen Briefmarken und bekam von dem Postmann sogar, der deshalb extra noch zweimal hinter mir her lief, noch ein kleines Handtuch fuer den Onsen und Suessigkeiten aus Okinawa geschenkt. Ich freute mich sehr, denn das Handtuch konnte ich sehr gut fuer kleinere Erfrischungen am Strassenrand gebrauchen und Essen ist ja sowieso immer gut...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Freundlichkeit des Postmannes kam mir als Aufmunterung ebenfalls entgegen, den kurz zuvor war mir auf der Autobahn die erste Panne wiederfahren. Das Reparieren an sich war nicht das Problem gewesen (fuers Erste hatte ich sowieso Ersatzschlaeuche dabei, denn das Flicken braucht immer etwas Zeit und das tat ich lieber Abends im Ruhe vor dem Zelt), nein, was mir Kummer bereitete, war der Verlust meiner kleinen Luftpumpe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_9D2kysJnI/AAAAAAAAAJc/MdjXjqvU1BA/s1600/IMG_5790.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_9D2kysJnI/AAAAAAAAAJc/MdjXjqvU1BA/s200/IMG_5790.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5476170276774094450" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob verloren oder vielleicht in Sapporo entwendet... als ich den Reifen aufpumpen wollte, war sie jedenfalls nicht mehr an ihrem Platz. Da es sich hierbei auch um ein Geschenk (diesmal von meinem Vater) gehandelt hatte, war ich natuerlich ungluecklicher, als es ein solcher Gegenstand vielleicht wert gewesen waere. Noch dringender war allerdings das Problem, wie ich nun den Reifen gefuellt bekam. Es blieb mir nichts anderes uebrig, als mein Rad erneut zu beladen und es zu einer kleinen Gruppe von Farmhaeuschen zurueckzuschieben, wo hoffentlich jemand eine Luftpumpe besass.&lt;br /&gt;Hier hatte ich jedoch sofort Glueck. Nachdem ich das erste Haus erreicht hatte, kam in ebendiesem Moment ein aelterer Farmer heraus, den ich auch gleich auf mein kleines Problem ansprach.&lt;br /&gt;Klar koenne er mir helfen, meinte er und eilte auch schon davon. Ich ging mit meinem hinkenden Eselchen hinterher und gemeinsam machten wir es wieder strassentauglich. Allerdings war der gute Mann zu eifrig gewesen: Der Reifen war an einigen Stellen merkwuerdig ausgebeult und als ich gerade ein Geschenk als Dankeschoen zusammenstellte, machte es auf einmal laut und vernehmlich "Zzzzsssch" und der Reifen war wieder platt.&lt;br /&gt;So baute ich ihn ein zweites Mal aus und sah, dass der Schlauch regelrecht geplatzt war. Ein unflickbarer Riss, fast eine Hand breit, klaffte im Gummi.&lt;br /&gt;Ich begab mich mit dem Schlauch auf die Suche nach dem netten mann um zu fragen, ob ich seine Hilfe ein zweites Mal in Anspruch nehmen koenne. Er war ebenfalls betroffen und wollte sich nicht davon abbringen lassen, den alten Reifen mit dem kleinen Loch eigenhaendig zu flicken.&lt;br /&gt;Beim Aufpumpen bremste ich ihn diesmal jedoch rechtzeitig, obwohl er es ungern einsah und lieber so lange weitergepumpt haette, bis der Reifen steinhart war. Ich erinnerte mich jedoch an die guten Ratschlaege meines Vaters und meines Kollegen, die mir beim Aufruesten meines Eselchens geholfen hatten und bestand darauf aufzuhoeren (Trotz sichtlich enttaeuschter Mine meines Retters, der auch noch zu nobel war, eines meiner Geschenke anzunehmen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies sollte auch nicht das einzige gute Ereignis fuer diesen Tag bleiben. Spaeter, es war schon fast Abend und ich machte erschoepft Rast, weil ich mich gerade durch mehrere Tunnel gequaelt hatte, in denen selbst ein kleines Auto klingt wie ein Jumbojet und man staendig glaubt, man befaende sich auf einer Landebahn, begegnete ich einem jungen Ehepaar aus Sapporo. Sie waren sehr interessiert und fragten mich bei einem Kaffee und Reisbaellchen, die sie mir spendiert hatten, fast eine halbe Stunde lang aus. Zum Abschied schenkten sie mir noch einen merkwuerdigen eingeschweissten Riegel, der aussah wie roher Teig mit Fruechten und beschloss ihn mir fuer ein fuerstliches Fruehstueck aufzusparen. (Natuerlich habe ich ihn vergessen und erst gegen Mittag gefunden und gegessen was ein Glueck war, denn er schmeckte statt suess nur nach furchtbar vielen Proteinen aus Krabbenfleisch oder Fisch)&lt;br /&gt;Zumindest dieses Ehepaar nahm jedoch meine Dankesgaben an und gaben mir sogar ihre Telefonnummer. Ich solle sie anrufen, wenn ich wieder in Sapporo sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_9KcCWgfDI/AAAAAAAAAJk/2AU9INZVNto/s1600/IMG_5793.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_9KcCWgfDI/AAAAAAAAAJk/2AU9INZVNto/s320/IMG_5793.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5476177517433879602" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_9K4LMk_wI/AAAAAAAAAJs/djTgOf8ZGCw/s1600/IMG_5791.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_9K4LMk_wI/AAAAAAAAAJs/djTgOf8ZGCw/s320/IMG_5791.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5476178000844488450" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese erste Nacht verbrachte ich unweit der Autobahn an einem kleinen Abhang, zu dem ich mich erst einmal durchs Unterholz schlagen musste. Ich schlief recht gut und wachte am naechsten Tag mit der Sonne um halb fuenf auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... to be continued...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-1729196650099666517?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/1729196650099666517/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/05/reise-nach-wakkanai-und-rishiri.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/1729196650099666517'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/1729196650099666517'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/05/reise-nach-wakkanai-und-rishiri.html' title='Radtour nach Rishiri: Erster Tag 10.05.10'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S_zb_nznbLI/AAAAAAAAAJM/rI-BOKYBa_w/s72-c/IMG_5785.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-2002779192398444916</id><published>2010-05-07T21:15:00.000-07:00</published><updated>2010-05-23T16:55:26.769-07:00</updated><title type='text'>Sissipus laesst gruessen: Mein Weg nach Sapporo</title><content type='html'>Nachdem mein Zelt eine Nacht mehr Zeit zum Trocknen hatte, konnte ich endlich am 3. Mai aufbrechen.&lt;br /&gt;Die Sonne schien, es war warm und meine Hoffnungen auf eine angenehme erste Tour erfüllten sich somit vollständig. Die Abreise an sich verzögerte sich natürlich doch noch etwas. Mein Gepäck war viel zu schwer und ich ließ mal wieder mit blutendem Herzen einige Habseligkeiten zurück.&lt;br /&gt;Anschließend galt es, sich noch von all den lieb gewonnenen Menschen zu verabschieden, die letzten Fotos zu machen und die kleinen Geschenke zu verstauen, die mir noch mit auf den Weg gegeben wurden. Besonders freute ich mich über den selbst hergestellten Proviant - bestehend aus zwei Stücken Käse, Müsli und Keksen von Natsumi oder befreundeten Farmerfamilien, die ich kennen gelernt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann jedoch fuhr ich und eine leichte Brise wehte die Haare aus dem Gesicht. Das Gefühl vollkommener Freiheit überkam mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ca. 25 Kilometer bis Kimobetsu, wo ich zwei Wochen zuvor schon gewesen war. verliefen auch recht unspektakulär. An einem kleinen Obst- und Gemüsestand kaufte ich zwei Äpfel und machte unter japanischer Dudelmusik aus dem Laden eine kurze Rast mit wundervollem Blick auf den Mt. Youteizan, der mich auf der gesamten Strecke hierher schon begleitet hatte und durch seine Ähnlichkeit mit dem Fuji-san hier in Hokkaido sehr berühmt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S-atwrOaAVI/AAAAAAAAAI0/8GGV-NG6Gqk/s1600/IMG_5728.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S-atwrOaAVI/AAAAAAAAAI0/8GGV-NG6Gqk/s400/IMG_5728.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5469249849236521298" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun jedoch ließ ich ihn zu meiner Linken liegen und fuhr auf dem Highway Route 230 Richtung Sapporo weiter. Recht bald nach der Ortschaft ging es bergauf. Nicht stark, aber beständig. Die ersten Kilometer hielt ich auch noch durch, dann jedoch wurde es auch mir zu anstrengend und ich begann zu schieben, während rechts von mir die Autos vorbeibrausten, die Motorradfahrer gelegentlich winkten und ihr "ganbarre ne" - "halte durch" hören liessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich hielt ich durch. Sogar den ganzen Weg bergauf bis zum Nakayama Pass, für den ich schiebend fast vier Stunden brauchte. (Bis Kimobetsu ware es dagegen nur etwas mehr als eine bei etwa gleicher Kilometerzahl gewesen!) Hier oben erfrischte ich mich nochmal an der Raststätte einer Skihütte und bewunderte die Aussicht, die sich mir auf nun fast 1.000 Höhenmetern bot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Abfahrt war berauschend! Kilometer um Kilometer flog an mir vorbei, die ich zuvor so mühselig erkämpfen musste. Sogar die Tunnel waren auf diese Weise erträglich und schnell überwunden. Ehe ich mich versah, befand ich mich auch schon in den Vororten von Sapporo und hatte nur noch um die 15 Kilometer bis zur Stadt zurückzulegen. So langsam wurde es also Zeit, nach dem Campingplatz Ausschau zu halten, den ich mir herausgesucht hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider fand ich ihn nicht. Ich fragte einen netten älteren Bauern, der ihn leider nicht kannte und mir stattdessen viele wohl nette Sachen auf Japanisch erzählte, die ich jedoch leider nicht verstand und mich etwas später lächelnd und nickend verabschiedete. Selbst das sicherlich größere Motorradhotel, dass sich in der Nähe befinden sollte konnte ich nicht entdecken. Vielleicht erkannte ich auch einfach die Ausschilderungen nicht.&lt;br /&gt;Das war aber auch nicht weiter tragisch, denn es war erst kurz nach vier und die Sonne schien noch immer über die Gipfel der Berge, die ich passiert hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Weile fuhr ich noch auf dem angenehm breiten Fußweg entlang, bis eine kleine Seitenstraße in einen Wald und nach etwa 500 Metern wieder auf die Hauptstraße führte. Diesem kleinen Weg folgte ich und baute dort in einem kleinen Wäldchen mein Zelt in einer Bambuslichtung auf. Das entfernte monotone  und beruhigende Geräusch der Autobahn stets im Hintergrund begann ich mich häuslich einzurichten. Nur einmal fuhr ein Auto die Seitenstraße entlang und hielt ein paar Meter von meinem Zelt entfernt, wohl um eine kleinere Panne zu beheben. Sonst störte mich niemand. Das Zelt hatte ich bewusst hinter einer großen Wurzel aufgebaut, die es fast vollständig verdeckte. Als es begann zu dämmern kroch ich hinein und las im Licht meiner Stirnlampe noch so lange, bis mich die Müdigkeit übermannte und ich in einen nur duch gelegentliche kurze Wachphasen unterbrochenen Schlaf fiel, die durch den trocken raschelden Bambus verursacht wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Morgen kam viel zu schnell und ich krabbelte gegen halb sechs bereits wieder ans Tageslicht, weil ich noch einige Taschen umpacken wollte. Besonders die am Lenker waren viel zu schwer und es kostete allein viel Kraft ihn gerade zu halten. So schichtete ich alle meine schweren Habseligkeiten in die Hinterradtaschen und nur meine Kleidung und der Proviant blieben in den kleinen vorne. Das ging doch schon bedeutend besser und beschwingt nahm ich nach einem kleinen Frühstück, das aus dem letzten Stückchen Käse, zwei Keksen und ein paar Schlucken aus meinem Wasserbeutel bestand, meinen Weg zur Stadt wieder auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser war tatsächlich in weniger als einer Stunde zurückgelegt und als ich den letzten kleinen Hügel im Morgenlicht erklomm, belohnte mich ein wundervoller Blick auf die Stadt und zu meiner Linken auf ein großartiges Bergpanorama für meine bisherigen Mühen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Stadt dagegen kam ich bedeutend langsamer voran, aber nach etwa zwei Stunden erreichte ich das kleine ruhige Viertel, in dem mein Freund Claus wohnte, den ich besuchen wollte und der erst einen Tag zuvor hier angekommen war. Leider kannte ich nur die Nummer des Wohnblocks, keine Hausnummer, aber da seine Adresse eher nach einer Stundentenunterkunft klang, fand ich das einzige Gebäude, das in Frage kam recht schnell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als auf mein Klingeln keiner reagierte, warf ich ihm eine Notiz mit meiner Handynummer in den Briefkasten und wollte, bewaffnet mit einer Dose Pepsi aus dem dort befindlichen Getränkeautomaten schon wieder weiterfahren, um irgendwo mein kärgliches Mittagessen einzunehmen, da steckte er verschlafen den Kopf von seinem Balkon und lachte. Das Rütteln den Briefkastens hätte er gehört, nicht aber die Klingel.&lt;br /&gt;So konnte ich also doch gleich meine Sachen in seiner kleinen Wohnung unterbringen und mein Rad zu den anderen Studentenrädern stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun begann eine sehr erholsame Woche. Wir wickelten gemeinsam beinahe das komplette Touristenprogramm ab, kauften weitere Dinge für seine Wohnung um es gemütlicher zu machen und er war ab und zu damit beschäftigt, Dutzende von Formularen für die Bank und seinen Arbeitgeber auszufüllen. Währendessen ruhte ich mich in seiner Wohnung aus, schrieb Postkarten, ging spazieren oder einkaufen. Es war so erholsam, wie ich es mir seit langem gewünscht hatte.&lt;br /&gt;Die Abende wurden auch stets gemütlich, bei einigen Dosen Bier aus dem Convinience-Store, sinnlosen Beschäftigungen oder dem Kochen eines einfachen Abendessens.&lt;br /&gt;Es war auch sehr spannend zu erleben, wie es ist, in einer großen Japanischen Stadt zu leben. Besonders was die komplexe und aufwändige Mülltrennung oder Küchenausstattung (sie kochen auf ganz rustikalen Gasplatten!) angeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S-au7aEycoI/AAAAAAAAAI8/kYSGy-Ymplo/s1600/IMG_5760.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S-au7aEycoI/AAAAAAAAAI8/kYSGy-Ymplo/s320/IMG_5760.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5469251133122966146" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S-axWK1s_tI/AAAAAAAAAJE/gb_mCgxQRjs/s1600/IMG_5776.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S-axWK1s_tI/AAAAAAAAAJE/gb_mCgxQRjs/s320/IMG_5776.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5469253791912885970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun nähert sich jedoch auch diese Zeit ihrem Ende. Schon morgen breche ich wieder auf, denn Claus muss nun anfangen zu arbeiten und ich habe Hokkaido zu umrunden. Die nächsten zwei Tage sollen laut Wetterbericht auch sehr schön warm und sonnig werden. Ein wahres Glück für mich, denn bei Regen wäre der Abschied noch schwerer geworden, als er jetzt sowieso schon ist. Mal wieder geht es mir viel zu gut und ich bin so dankbar für die schöne Zeit hier in Sapporo!&lt;br /&gt;Doch bekanntlich soll man aufhören, wenn es am meisten Spaß macht...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder Gelegenheit haben werde meinen Blog zu vervollständigen. Jedoch fürchte ich, dass es noch ein wenig dauern wird, bis ich wieder ins Internet komme. Hoch im Norden sollen diese Gelegenheiten mangels größerer Städte weniger werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings freue ich mich schon sehr, an der Küste entlangzufahren und das Meer zu sehen, vielleicht sogar mal am Strand zu schlafen... Ich schätze mal, dass ich bis Wakkanai, dem Punkt ganz im Norden, wo ich zwei kleine Inselchen besichtigen möchte ca. eine Woche brauchen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-2002779192398444916?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/2002779192398444916/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/05/etappe-nummer-eins-oder-wie-es-ist-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/2002779192398444916'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/2002779192398444916'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/05/etappe-nummer-eins-oder-wie-es-ist-ein.html' title='Sissipus laesst gruessen: Mein Weg nach Sapporo'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S-atwrOaAVI/AAAAAAAAAI0/8GGV-NG6Gqk/s72-c/IMG_5728.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-4687843664281180580</id><published>2010-04-30T16:57:00.001-07:00</published><updated>2010-05-02T04:54:18.248-07:00</updated><title type='text'>Taufe im Shiribeshikawa</title><content type='html'>Die vergangene Nacht wollte ich ja eigentlich in meinem Zelt verbringen. Nur um zu sehen, ob der Schlafsack den naechtlichen Minusgraden gewachsen sei, oder ob ich die ersten Naechte wohl doch eher in einem Riderhotel verbringen sollte.&lt;br /&gt;Zudem sind Natsumi und Takashi ruehrend um mein Wohl besorgt und boten mir mehrmals an, ich koenne so lange bleiben wie ich wolle. Dies wuerde jedoch meine Plaene sehr durcheinanderbringen und obwohl ich mich hier inzwischen wie Zuhause fuehle und komplett in die Familie intigriert wurde, fuehle ich, dass es langsam an der Zeit ist, zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch es kam alles anders als geplant... Und so begann mein erstes kleines Abenteuer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Zelt hatte ich schon am Vormittag aufgebaut und so gut es ging mit den Heringen im lockeren Schnee gesichert. So hatten wir einen gemuetlichen Abend. Die Kinder und Takashi waren beim Badminton und deshalb sahen Jamie und ich uns "the beauty and the biest" an, waehrend Natsumi eifrig backte. Es wurde recht spaet und als wir uns gegen halb zehn auf den Weg zu unserer Huette machten, war es schon lange finster.&lt;br /&gt;Jamie fragte, wo denn mein Zelt stuende und ich leutete mit meiner kleinen LED Lampe auf den Platz, wo ich es am Morgen zurueckgelassen hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur, dass dort kein Zelt mehr stand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungluecklicherweise war es sehr dunkel, weil kein Mond schien und so tasteten wir uns in den winzigen Lichtkegeln unserer Lampen vorwaerts und versuchten den Schatten meines vermutlich nur umgepusteten Zeltes auszumachen. Das Gute an ihm ist ja, dass es so leicht, deshalb allerdings auch nicht sehr standfest ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Panik wuchs, als wir nach fuenf Minuten noch immer nicht fuendig geworden waren. Nicht nur das Zelt an sich fehlte, auch die guten Heringe und mein kuerzlich erworbener, auf dieses Zelt zugeschnittener Extraunterboden, der mich zusaetzlich vor Kaelte, Naesse und scharfkantigen Steinen schuetzen sollte.&lt;br /&gt;Jamie merkte in diesem Moment auch noch an, sollte das Zelt in den Fluss gefallen sein, so waere es sehr wahrscheinlich verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das versetzte mich vollends in Sorge, denn der Fluss ist zurzeit stark angeschwollen und so reissend, dass kaum eine Chance bestuende es jemals wiederzusehen.&lt;br /&gt;So bewegten wir uns in Richtung Fluss, ich schaute in das tosende Wasser und mir drehte sich leicht der Magen um. In diesem Moment wusste ich, dass Jamie Recht hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf einmal jedoch stiess sie mich von der Seite an und wies mit ihrer Lampe auf eine Stelle im Fluss am anderen Ufer, an der sich zwei Baumstaemme miteinander verkantet hatten. Und dort, halb in den Fluten versunken, hing mein kleines Zelt einsam an einem der Staemme und kaempfte trotzig gegen die Stroemung...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im ersten Moment ueberkam mich Erleichterung.&lt;br /&gt;Doch wie sollte ich es dort erreichen? Der Shiribeshikawa ist momentan an die drei bis vier Meter breit und wer weiss wie tief.&lt;br /&gt;Was sollte ich tun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jamie hatte zum Glueck ihren Kopf auf den Schultern behalten und alarmierte sofort Takashi. Als dieser jedoch kam, konnte er mir nur wenig Hoffnung machen.&lt;br /&gt;Morgen wuerde er es versuchen, wenn es hell waere. Jetzt koenne er nichts tun. Allerdings versicherte er mir, das Zelt sei inzwischen so mit Wasser gefuellt, dass es wohl eher nicht weggetrieben wuerde. Ausserdem war gluecklicherweise gerade diese Stelle, an der es hing, nicht ganz so stark umspuelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es sei ja nur ein Zelt, das solle ich nicht vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Moment kamen mir jedoch die Traenen. Dieses Zelt war nicht einfach nur ein Stueck Stoff und ein paar Metallstaebe.&lt;br /&gt;Es war mein Zuhause! Und das fuer das ganze kommende Jahr.&lt;br /&gt;Zudem gehoerte es nichtmal mir, sondern war eine Leihgabe meiner Tante...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Tatsache blieb Tatsache, dass wir zunaechst nichts ausrichten konnten. Es war zu gefaehrlich.&lt;br /&gt;So begab ich mich geknickt und noch immer unter Traenen in die Huette, wo zumindest noch meine Luftmatratze und mein Schlafsack sicher lagen. (Ich hatte am Morgen mit dem Gedanken gespielt, sie schonmal ins Zelt zu bringen, um es am Abend gemuetlicher aufzufinden, es jedoch letztenendes zum Glueck nicht getan)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich brauche wohl nicht zu erwaehnen, dass ich in dieser Nacht kein Auge zumachen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Staendig tauchte vor mir das Bild meines, von den Fluten fortgerissenen und von scharfkantigem Holz komplett zerissenen Zeltes auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen halb zwei hielt ich es nicht mehr aus. &lt;br /&gt;Ich ging hinaus um mich zu vergewissern, dass all dies kein Traum war und ob mein Zelt wohl immer noch dort sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort hing es, so, wie wir es zurueckgelassen hatten. Es brach mir fast das Herz, es dort so hilflos zu sehen. Doch ich konnte nichts tun. Ausserdem regnete es und war ziemlich kalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So begab ich mich in dieser Nacht ein zweites Mal auf mein Lager in der Heutte, um mich bis zum Morgengrauen herumzuwaelzen und zu versuchen wenigstens ein bisschen zu schlafen.&lt;br /&gt;Als ich das naechste Mal die Augen aufschlug war es immerhin schon kurz nach fuenf und hell genug, um ohne Lampe sehen zu koennen.&lt;br /&gt;Ich zog mich warm an und begab mich abermals zu der markanten Stelle im Fluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunaechst bekam ich einen leichten Schock. Das Zelt war fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dann sah ich ein paar Meter entfernt ein eckiges Stueck gruene Plane wie ein Finger aus dem Wasser ragen. Es lag nun auf dem Grund des Flusses und wurde von den Fluten leicht hin und her geschaukelt. Fast friedlich sah es aus...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich noch immer nicht wusste, was ich tun sollte, ging ich auf die Suche nach dem zweiten Zeltboden und den Heringen. Wenn ich wenigstens zwei oder drei finden sollte, waere ich schon gluecklich, sagte ich mir.&lt;br /&gt;Was ich als erstes fand, war die zweite Plane. Sie lag zusammengeknuddelt und durch einige Seen Regenwasser beschwert in der Naehe unserer Blockhuette.&lt;br /&gt;Froh sammelte ich sie auf und hing sie ueber dem Stromkabel, das uns immer mit Licht versorgte, zum Trocknen auf. (Es regnete zwar immer noch, aber nasser konnte sie eh nicht mehr werden)&lt;br /&gt;Heringe fand ich keine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ging ich noch ein bisschen am Flussufer entlang. Nur um zu sehen, ob man nicht an einer anderen Stelle leichter uebersetzen konnte...&lt;br /&gt;Eine solche Stelle fand ich keine hundert Meter entfernt. Zwei umgestuerzte Baeume bildeten natuerliche Bruecken und die eine sah tatsaechlich so aus, als waere es moeglich, sie trockenen Fusses zu ueberqueren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies versetzte mich natuerlich in Euphorie und ich wollte gleich mal testen, ober der Stamm auch nicht zu glitschig sei. Ein paar Zentimeter Schnee am Ende des Stammes erschwerten allerdings zunaechst das Betreten und ich versuchte den Schnee etwas loszutreten.&lt;br /&gt;Ehe ich mich jedoch versah, sass ich rittlings auf dem Stamm und meine Fuesse baumelten im kalten Wasser. Nun, da ich schonmal halb nass war, hinderte mich nichts mehr daran, die Ueberquerung zu wagen.&lt;br /&gt;Leider war der Stamm wirklich rutschig. Ich glitt sofort an der Seite ab und nun hing ich bis ueber die Huefte im Wasser, das stark an meiner Kleidung zerrte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Merkwuerdigerweise war mir nicht kalt. Vielleicht der Schreck. Aber da mir nun wirklich nichts Schlimmeres mehr passieren konnte, wagte ich am Stamm entlang einige Schritte in den Fluss hinein. Er war jedoch viel zu reissend und ich wusste, ich hatte keine Chance heil ans andere Ufer zu kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So gab ich mich pudelnass geschlagen und kroch unter einigen Muehen wieder zurueck ans Ufer. Mir war noch immer nicht wirklich kalt, aber ich fuerchtete eine Blasenentzuendung und deshalb begab ich mich schnell zurueck zur Huette, wo ich kurz meine Kleidung wechselte um dann erneut ans Flussufer zurueckzukehren. Dort harrte ich im Nieselregen aus, bis (es war etwa sieben Uhr) Takashi, Natsumi und Jamie kamen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er trug einen Gummianzug, der ihm bis zur Brust reichte und in Null Komma Nichts hatte er eine Leiter ueber den Fluss gelegt, war hinuebergekrabbelt und zog mein Zelt in Einzelteilen aus dem Wasser. Zwei Heringe waren verloren, aber ich hatte mein Zuhause wieder!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich konnte kaum so schnell gucken, da war er schon wieder bei uns und gemeinsam haengten wir die tropfenden Planen ueber eine Schnur, die er fuer mich gespannt hatte. (Das Stromkabel war zu gefaehrlich, sagte er, womit er natuerlich Recht hatte)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ueberhaupt kam ich mir in diesem Moment ein bisschen einfaeltig vor. Vor allem, als Natsumi mir auch noch den Tag freigab und mich in eine Decke gewickelt vor dem heissen Ofen mit ihrem herrlichen Ingwertee verwoehnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann niemals gutmachen, was diese Familie schon fuer mich getan hat!&lt;br /&gt;Jamie taufte das Zelt nach seinem Abenteuer uebrigens auf den Namen "Lucky" und sagte, es sei wirklich ein sehr starkes Zelt, weil es all dies gut und ohne einen Riss ueberstanden hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun verzoegert sich allerdings meine Abreise bis zum 3. Mai.&lt;br /&gt;Ich habe keine Lust mit tropfnassen Sachen aufzubrechen und morgen beginnt die Softeissaison auf der Takara Farm. Natsumi moechte dort ihre Leckereien verkaufen und ich wollte ein paar der netten Menschen wiedersehen um Tschuess zu sagen und Adressen auszutauschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr hoert von mir deshalb spaeter aus Sapporo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-4687843664281180580?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/4687843664281180580/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/taufe-im-shiribeshikawa.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4687843664281180580'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4687843664281180580'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/taufe-im-shiribeshikawa.html' title='Taufe im Shiribeshikawa'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-5715709368449758085</id><published>2010-04-30T00:12:00.000-07:00</published><updated>2010-04-30T00:34:36.321-07:00</updated><title type='text'>Sapporo</title><content type='html'>Meinen dritten freien Tag verbrachte ich mit Jamie, Takashi und den Kindern in Sapporo.&lt;br /&gt;Es war naemlich auch Natsumis freier Tag und so brachen wir gegen halb neun Morgens in dem fuer sechs Personen viel zu kleinem Auto auf.&lt;br /&gt;Mit den Kindern auf dem Schoss fuhren wir zunaechst allerdings bei einem Freund der Familie vorbei um deren groesseren Van zu borgen. (Die Frau dieses Freundes lebte zehn Jahre in der Schweiz. Inzwischen bin ich ja daran gewoeht Japaner Deutsch sprechen zu hoeren, da ich zum Glueck ein paar gute Japanische Freunde in Deutschland habe, aber einen Japaner Schweizerdeutsch sprechen zu hoeren, klang wirklich drollig. Dennoch freuten sich meine Ohren ueber diese paar Brocken Heimat)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dem Van hatte nun jeder einen Platz fuer sich und so wurde die zweieinhalbstuendige Fahrt sehr kurzweilig. Ich versuchte mir die Strecke einzupraegen, die ich eine Woche spaeter mit dem Fahrrad zuruecklegen wuerde muessen.&lt;br /&gt;(An ein paar Stellen ist es ziemlich huegelig, aber ich werde Rast in der Naehe eines Onsenhotels machen, wo man den Onsen separat nutzen darf. (Empfehlung von Natsumi. Heute werde ich auch eine Nacht im Zelt verbringen, um sie zu beruhigen, dass ich am naechsten Morgen lebendig daraus hervorzukrabbeln vermag)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Sapporo angekommen besuchten wir gemeinsam einen Japanischen Flohmarkt. Im Gegensatz zu den Deutschen, die ich kenne, war dieser jedoch komfortabel in einer riesigen Halle untergebracht und alles blieb trocken, waehrend draussen wechselmuetiges Wetter herrschte.&lt;br /&gt;Leider fand ich nichts Brauchbares, obwohl viele Sachen zum Kaufen verleiteten. Japaner verkaufen zwar auch den gleichen Kruscht wie die Deutschen, allerdings sind deren Sachen im Vergleich zu den unseren in tadellosem Zustand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Flohmarkt und einem kurzen Abstecher zu Takashis Eltern trennten sich unsere Wege am grossen Schrein von Sapporo. Jamie und ich wollten ein bisschen Zeit fuer uns und die anderen wuerden solange ein paar Freunde besuchen fahren.&lt;br /&gt;Sapporo gefiel mir auf den ersten Blick sehr. Nicht unbedingt, weil es sonderlich huebsch ist, aber es gibt doch die eine oder andere nette Ecke und die Stadt ist nicht so ueberlaufen. Man muss sich nicht nach jedem zweiten Schritt entschuldigen, weil man staendig kollidiert und man fuehlt sich auch nicht so auffalled als Europaeer. Die Leute beachteten uns kaum, was ich sehr angenehm fand.&lt;br /&gt;Wir besichtigten einige der Sehenswuerdigkeiten, von denen ich den Fernsehturm am liebsten mochte. Man hat eine tolle Aussicht und erst von oben wird einem bewusst, dass die ganze Stadt kesselfoermig von Bergen umgeben ist. Wunderschoenen Bergen um genau zu sein! Allerdings wurde mir auch bewusst, dass es eine sehr grosse Stadt ist...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9qH5ycYiJI/AAAAAAAAAIs/QVBt5mm8fdY/s1600/IMG_5667.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9qH5ycYiJI/AAAAAAAAAIs/QVBt5mm8fdY/s400/IMG_5667.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5465830524630632594" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf jeden Fall freue ich mich schon darauf, eine ganze Woche dort verbringen zu koennen. Dann werde ich mir endlich ein paar Taschenbuecher kaufen und ein paar neue Socken. :) (Natsumi hat mir mit ihrer Englischen Literatur sehr geholfen und ich habe mich bisher begeistert durch Treasure Planet, The old man an the sea und Prince Caspian gelesen. Buecher sind etwas, das mir zu Beginn wirklich sehr gefehlt hat)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den naechsten Post schaffe ich wahrscheinlich erst aus Sapporo, weil morgen mein letzter Tag hier ist. Ich bin schon sehr gespannt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-5715709368449758085?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/5715709368449758085/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/sapporo.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/5715709368449758085'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/5715709368449758085'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/sapporo.html' title='Sapporo'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9qH5ycYiJI/AAAAAAAAAIs/QVBt5mm8fdY/s72-c/IMG_5667.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-1933464003384812685</id><published>2010-04-26T20:20:00.001-07:00</published><updated>2010-04-27T23:04:26.144-07:00</updated><title type='text'>Mein Eselchen wird Ackergaul</title><content type='html'>Jetzt muss ich doch auch mal einen Erfolg meines drahtigen Freundes hier einstellen. Es ist naemlich ebenfalls bei meiner Gastfamilie in Dienst getreten. Als kleiner Ackergaul.&lt;br /&gt;Zweimal hat er mir schon geholfen schwere Lasten mittels eines Handkarren zu befoerdern, den ich an seinem Gepaecktraeger befaestigt habe.&lt;br /&gt;Einmal waren es mehrere Saecke Asche fuer die Felder (wir bestreuen sie damit, um den Schnee schneller zum Schmelzen zu bringen sowie als ersten Duenger) und das andere Mal schleppte er fuer mich mehrere leere Kisten zum sechs Kilometer entfernten Nachbarhof, wo wir wieder einmal Holz holen mussten. Allerdings waren die Kisten zu gross, um sie gefuellt zurueckzubringen, also bat ich Natsumi, sie dort spaeter mit dem Auto abzuholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es ist unheimlich praktisch, wenn Arbeit anderswo zu verrichten ist und gerade keiner da ist oder Zeit hat, um mich dorthin zu fahren. So bin ich wenigstens ein bisschen selbstaendig und mein Eselchen war auch stolz, helfen zu koennen. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9fPvs5ABVI/AAAAAAAAAIk/dueWcK2Ag_U/s1600/IMG_5696.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9fPvs5ABVI/AAAAAAAAAIk/dueWcK2Ag_U/s400/IMG_5696.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5465065091248424274" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-1933464003384812685?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/1933464003384812685/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/mein-eselchen-wird-ackergaul.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/1933464003384812685'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/1933464003384812685'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/mein-eselchen-wird-ackergaul.html' title='Mein Eselchen wird Ackergaul'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9fPvs5ABVI/AAAAAAAAAIk/dueWcK2Ag_U/s72-c/IMG_5696.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-6933983271793181612</id><published>2010-04-20T18:30:00.001-07:00</published><updated>2010-04-26T20:18:07.896-07:00</updated><title type='text'>Mein erster Ausflug</title><content type='html'>Da ich meinen ersten freien Tag (pro Woche steht mir ein solcher zu) damit verbracht habe, in Date eine Kamera (die nur Japanisch kann) und ein Handy (das hier in Otaki keinen Empfang hat) zu kaufen, wollte ich meinen zweiten freien Tag mit etwas Erfreulicherem verbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war ein Samstag und wir alle fuhren Vormittags ins Dorf, weil in Ikkyous Schule Elterntag war. Natuerlich wollte ich mir das trotzdem nicht entgehen lassen, denn ich hatte noch nie eine Japanische Schule von innen gesehen. Wir durften bei einer Unterrichtsstunde zusehen, die sehr niedlich war, denn Ikkyou geht erst in die zweite Klasse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und weil ich sowieso mal mein Fahrrad auf Japanischem Boden ausprobieren wollte, packte ich es zusammen mit einem Lunchpacket von Natsumi am Morgen mit ins Auto. Das Dorf ist etwa 20 Kilometer von meinem neuen Zuhause entfernt. Allerdings leben wir hier in einer sehr bergigen Umgebung, deshalb wuerde das fuers Erste ausreichen.&lt;br /&gt;Nachdem die Unterrichtsstunde also beendet war, begann der Teil, in dem die Eltern Gespraeche mit den Lehrern fuehren. Fuer mich nicht weiter interessant, weil es mich nichts anging und ich sowieso nichts verstanden haette. Also schnappte ich meine Provianttasche und machte mich auf den Weg.&lt;br /&gt;Natsumi hatte mir am Abend zuvor noch gezeigt, wo ich einen schoenen Wasserfall finden wuerde und als Insidertipp auf meinem Plan noch eine Landstrasse gezeigt, von der aus man wohl eine herrliche Aussicht haette. Mit diesen Zielen fuhr ich also los. Natuerlich erstmal in die falsche Richtung. Das fand ich allerdings erst heraus, als ich ausser Atem (ich war gerade einen Berg hinaufgestrampelt) meinen Kompass zu Rate zog... Doch beim naechsten Versuch fand ich die richtige Abzweigung und fuhr eine Weile auf der Hauptstrasse entlang.&lt;br /&gt;Die Autofahrer waren allesamt sehr ruecksichtsvoll und umfuhren mich stets in weitem Bogen. Daher war dieser Streckenabschnitt nicht so stressig, wie zunaechst befuerchtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Abzweigung zum Sangaidaki (dreifacher Wasserfall) fand ich diesmal sogar auf Anhieb und radelte dann genuesslich eine fast leere Strasse entlang, die durch wunderschoene Berge fuehrte.&lt;br /&gt;Am Ziel (einem kleinen Parkplatz mit geschlossenem Souveniershop und oeffentlichen Toiletten in aeussert ansehnlichen Blockhuetten) angekommen konnte man schon von Weitem das Brausen und Rauschen des Wasserfalls hoeren. Aber ich sah ihn nicht. Auch gab es keine Schilder, die mir beschrieben haetten, in welche Richtung ich gehen muesste. Nur ein kleiner Fluss floss gemaechlich dahin und erweckte keinesfalls den Anschein, als wolle er sich demnaechst in die Tiefe stuerzen.&lt;br /&gt;So war ich gezwungen mein begrenztes Vokabular zusammenzukratzen und einen Mann anzusprechen, der gerade mit seiner Tochter Schlitten fuhr. Zu meiner Erleichterung war er sehr freundlich, lachte viel und seine ausfuehrliche Beschreibung habe ich sogar verstanden. Ein kleiner Triumpf, wo mir das doch nur selten gelingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seiner Instruktion folgend begab ich mich also auf einen kleinen Trail, der nach einer Weile ueber eine Brucke zum Wasserfall fuehrte. Und es war wirklich eine sehr schoene Aussicht, die sich mir da bot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZR66CM1oI/AAAAAAAAAH8/5ynqL7xYLNY/s1600/IMG_5640.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZR66CM1oI/AAAAAAAAAH8/5ynqL7xYLNY/s400/IMG_5640.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464645270313424514" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZSXMTYlFI/AAAAAAAAAIE/TBBu6jCF5BE/s1600/IMG_5639.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZSXMTYlFI/AAAAAAAAAIE/TBBu6jCF5BE/s320/IMG_5639.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464645756253672530" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Sommer waere es mit Sicherheit noch angenehmer gewesen, denn nach einer Stunde Rast wurde es doch sehr kalt. Immerhin war ich gerade (mit Umweg) 15 Kilometer bergauf geradelt und hatte keine Kleidung zum Wechseln dabei. Nachdem ich also mein Lunchpaket halb aufgegessen und noch einen kurzen Abstecher zu einem nahe gelegenen Berg gemacht hatte, um die dort aufgestellten kanadischen Totempfaehle zu bewundern, machte ich mich wieder auf den Weg zum zweiten Punkt meines Tagesausfluges.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZT89piAvI/AAAAAAAAAIM/rGme-E9im8U/s1600/IMG_5637.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZT89piAvI/AAAAAAAAAIM/rGme-E9im8U/s320/IMG_5637.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464647504666690290" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schilder wollten mich zwar in die Irre fuehren, aber zum Glueck hoerte ich auf meinen Instinkt und nahm die erste kleine Strasse, die sich zu meiner Rechten bot. Eine Weile war ich zwar unsicher, ob meine Entscheidung wirklich richtig war, aber die Umgebung war eindeutig huebsch und selbst wenn ich falsch abgebogen waere, so war dies trotz bergiger Beschaffenheit eine angenehme Strecke. Ausserdem wies der Kompass zweifelsfrei immer wieder nach Sueden, so fuhr ich also auch wenigstens in die gewuenschte Richtung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZXMTlRzsI/AAAAAAAAAIc/9fSByZykdM8/s1600/IMG_5641.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZXMTlRzsI/AAAAAAAAAIc/9fSByZykdM8/s400/IMG_5641.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464651066787352258" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umgeben von duftenden Nadelbaeumen, herrlichem Gebirgspanorama und ab und zu einem Sonnenstrahl fuhr ich also eine ganze Weile gemaechlich dahin, bis ich vor mir auf der Strasse ploetzlich ein merkwuerdiges grosses Tier sah. Obwohl fuer einen Baeren viel zu klein konnte ich es zunaechst nicht einordnen. Es erinnerte mich an kein Tier, das ich jemals gesehen haette.&lt;br /&gt;Da es hinkte, war ich mit meinem Fahrrad schneller und es liess sich auch nicht von mir stoeren, sondern trottete vor sich hin, als ich an ihm vorbeifuhr. Und da erkannte ich, dass es sich um eine Art Waschbaer handelte. Jedoch war er nicht schwarz und weiss wie jene, die ich kannte, sonders ausschliesslich braun. Spaeter erklaerte mir Natsumi, dass ich einen Japanischen Waschbaeren, einen Tanuki gesehen hatte. Was mich jedoch in Erstaunen versetzte war die Groesse des Tieres. Dieser Tanuki konnte es von der laenge fast mit meinem Rad aufnehmen, war sehr dick und ich waere ihm ungern naeher gekommen, wenn er ein gesundes Bein gehabt haette.&lt;br /&gt;Zu dem Zeitpunkt konnte ich noch nicht wissen, dass ich zwei Tage spaeter erneut einem solchen Wesen gegenueberstehen wuerde. Auge in Auge beim Holz aufschichten.&lt;br /&gt;Leider habe ich kein gutes Foto von ihm bekommen, weil er kurz darauf im Wald verschwunden ist. Aber als er sich ein letztes Mal umdrehte, konnte ich noch auf den Ausloeser drucken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZW0pmI4OI/AAAAAAAAAIU/GVRPRD_7I8M/s1600/IMG_5642.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZW0pmI4OI/AAAAAAAAAIU/GVRPRD_7I8M/s400/IMG_5642.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464650660379680994" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-6933983271793181612?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/6933983271793181612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/mein-erster-ausflug.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/6933983271793181612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/6933983271793181612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/mein-erster-ausflug.html' title='Mein erster Ausflug'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZR66CM1oI/AAAAAAAAAH8/5ynqL7xYLNY/s72-c/IMG_5640.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-1050579840351909880</id><published>2010-04-20T17:58:00.000-07:00</published><updated>2010-04-26T19:45:33.424-07:00</updated><title type='text'>Die ersten Wochen Teil 2</title><content type='html'>Da ich heute das grosse Glueck habe, den Vormittag ueber alleine zu sein (Ikkyou ist in der Schule und die restliche Familie ist mit der Neuseelaenderin, die seit zwei Tagen die kleine Huette mit mir teilt in Date) nutze ich diese Gelegenheit, um meinen Blog etwas auf Vordermann zu bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Familie ist sehr nett und sie kuemmern sich ruehrend um mich. Auch wenn das bedeutet, dass einem die Kinder auf Schritt und Tritt folgen und ich seit zwei Wochen kaum mehr alleine war. Wir verbringen den ganzen Tag zusammen und Abends falle ich todmuede gegen neun ins Bett!&lt;br /&gt;Seit zwei Tagen bin ich also auch dort nicht mehr allein, sondern lebe mit der Neuseelaenderin Jamie zusammen, die dort auch etwa zwei Wochen verbringen wird. Sie spricht allerdings fliessend Japanisch und daher hat sich mein Leben hier etwas veraendert.&lt;br /&gt;Zuvor hat meine Gastmama Natsumi fuer mich in Englisch uebersetzt, aber nun reden sie alle so viel mit Jamie in Japanisch, dass sie dazu wohl keine Lust mehr hat. Und weil ich noch immer nicht wirklich viel von dieser Sprache verstehe, ist es manchmal ein wenig frustriernd, nicht mitlachen zu koennen und nur noch dabeizusitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So nutze ich jede Gelegenheit, um Arbeiten draussen verrichten zu koennen. Ich habe schon einige Sachen ausprobiert und sie machen alle Spass. Vor allem das Fuettern der Laemmchen, die fuer ein paar Tage bei uns waren und das Spazierengehen mit der Huendin Lucky, die immer auf ihrer Hundehuette sitzt, als sei Snoopy ihr groesstes Vorbild.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZKlefRDpI/AAAAAAAAAHc/Xwh676BsQvU/s1600/IMG_5634.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZKlefRDpI/AAAAAAAAAHc/Xwh676BsQvU/s320/IMG_5634.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464637205560495762" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZOFFW2myI/AAAAAAAAAHk/f_8JCx4Nkxk/s1600/IMG_5691.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZOFFW2myI/AAAAAAAAAHk/f_8JCx4Nkxk/s200/IMG_5691.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464641047105018658" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es gibt auch anstrengendere Taetigkeiten: Ich habe schon Tonnen von Schnee geschippt, damit man in verschiedene Verschlaege kommen oder dort Holzscheite aufstapeln kann. Letzteres mache ich nun seit fast einer Woche. Die Familie hat naemlich den gesamten Holzvorrat eines Nachbarn bekommen und wir sind nun dabei sie nach und nach hierher zu karren und aufzustapeln... Ich hoffe, dass wir bald damit fertig sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZPIaEDjyI/AAAAAAAAAHs/4DfnAqn00Us/s1600/IMG_5686.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZPIaEDjyI/AAAAAAAAAHs/4DfnAqn00Us/s320/IMG_5686.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464642203714555682" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZPnijz7AI/AAAAAAAAAH0/iiDxn4kuyeI/s1600/IMG_5690.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZPnijz7AI/AAAAAAAAAH0/iiDxn4kuyeI/s200/IMG_5690.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464642738571176962" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten helfe ich viel im Haushalt: Abwasch, Waesche aufhaengen und abhaengen, putzen, Feuer fuer das Bad machen, usw.&lt;br /&gt;Hier wird naemlich nur mit Holz geheizt, was die unglaubliche Menge an Stapelarbeit erklaert.&lt;br /&gt;Strom gibt es zwar, aber die Familie moechte moeglichst oekonomisch leben. Daher ist auch mein kleines Reich jeden Abend bitterkalt, bis ich das Feuer im Ofen entfacht und mich in meinen Futon gekuschelt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass ich mir in der zweiten Woche hier eine ordentliche Erkaeltung eingefangen habe, die ich trotz des guten Ingwertees von Natsumi noch immer nicht ganz ueberstanden habe. Das wird sich wohl auch noch eine Weile hinziehen, denn ich muss nach wie vor um sechs aufstehen, um Ikkyou fuer die Schule zu verabschieden, mit Lucky vor dem Fruehstueck spazieren zu gehen und dann meine Arbeit draussen zu erledigen. Und wenn ich drinnen bin, wollen die Kinder spielen. So komme ich kaum dazu mich zu erholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was das Betreuen der Kinder angeht, so hatte ich es mir Schlimmer vorgestellt, aber weniger anstrengend. Sie wollen staendig unterhalten werden, auch wenn ich gerade draussen Arbeit zu verrichten habe. Dauernd sind sie am zanken, machen Bloedsinn und aergern ihre acht Monate alte Schwester... Richtige Rouwdies. Daher waren die ersten neuen Worte, die ich gelernt habe "abunai" (gefaehrlich), "dame" (lass das) und "yamete" (hoer auf)&lt;br /&gt;Vor allem weil ich die Sprache noch nicht wirklich kann, ist es sehr ermuedend den Kleinen klarzumachen, was ich von ihnen will. Aber sonst kommen wir ganz gut miteinander aus, denke ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch auch, wenn es hier noch so familiaer und freundlich ist, so ist das Fehlen von Freiraum etwas, dass mit der Zeit sehr an den Nerven zehrt. Ich habe zwar meine eigene Huette, aber dorthin darf ich mich erst Abends zurueckziehen...&lt;br /&gt;Deshalb hoffe ich , dass bald der Schnee schmilzt und es allgemein ein wenig waermer wird. Aber in jedem Fall werde ich gegen Ende April mein Fahrrad satteln und Hokkaido erkunden. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit erstmal, was meinen Alltag hier angeht. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-1050579840351909880?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/1050579840351909880/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/die-ersten-wochen-teil-2.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/1050579840351909880'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/1050579840351909880'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/die-ersten-wochen-teil-2.html' title='Die ersten Wochen Teil 2'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S9ZKlefRDpI/AAAAAAAAAHc/Xwh676BsQvU/s72-c/IMG_5634.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-2409362932079635500</id><published>2010-04-19T21:39:00.000-07:00</published><updated>2010-04-20T17:58:34.724-07:00</updated><title type='text'>die ersten Wochen Teil 1</title><content type='html'>Leider komme ich erst heute dazu, meinen ersten Bericht aus Japan zu schreiben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reise an sich werde ich lieber nicht im Detail beschreiben. Sie war, wie nicht anders zu erwarten sehr anstrengend, langwierig und ermuedend. Aber ich und mein Gepaeck sind einigermassen unbeschadet in Chitose angekommen und am naechsten Tag hatte ich sogar das Glueck, von Natsumi abgeholt zu werden, weil die Strassen noch vereist sind.&lt;br /&gt;Seit gestern ist zwar langsam der Fruehling zu spueren, aber wir haben noch immer ordentlich Schnee und letzte Woche wurde es sogar richtig kalt und wir sassen, von Schneestuermen gefangen fast drei Tage im Haus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S800IbWyVxI/AAAAAAAAAHU/AGAUqapKMkI/s1600/IMG_5630.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S800IbWyVxI/AAAAAAAAAHU/AGAUqapKMkI/s320/IMG_5630.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5462079242457208594" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist zu erwaehnen, dass ich nicht mit der Familie zusammenwohne, sondern eine eigene kleine Hutte habe, ein paar hundert Meter vom Haupthaus entfernt. Bei Dunkelheit und Schnee ist es Abends ein kleines Abendteuer, dort unbeschadet hinzukommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S80yoQWbXcI/AAAAAAAAAG8/L2Chu7093RI/s1600/IMG_0282.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S80yoQWbXcI/AAAAAAAAAG8/L2Chu7093RI/s320/IMG_0282.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5462077590235471298" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde im naechsten Blog ein wenig was ueber meine bisherigen Taetigkeiten und die Familie erzaehlen. Hier wollte ich nur schonmal die ersten Fotos online stellen, weil mich mehrere bereits darum gebeten haben :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S80yNm21S7I/AAAAAAAAAGs/iJf2iABjqOQ/s1600/IMG_0266.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S80yNm21S7I/AAAAAAAAAGs/iJf2iABjqOQ/s320/IMG_0266.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5462077132420500402" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S80zG9Bb90I/AAAAAAAAAHM/Pm82NltQiFk/s1600/IMG_0269.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S80zG9Bb90I/AAAAAAAAAHM/Pm82NltQiFk/s320/IMG_0269.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5462078117623101250" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S80yYQ_ew7I/AAAAAAAAAG0/kdaTvWXTcbo/s1600/IMG_0271.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S80yYQ_ew7I/AAAAAAAAAG0/kdaTvWXTcbo/s320/IMG_0271.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5462077315529753522" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S80yoQWbXcI/AAAAAAAAAG8/L2Chu7093RI/s1600/IMG_0282.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider ist meine Internetzeit pro Tag auf 30 Minuten beschraenkt  und die sind ziemlich schnell weg, wenn ich meine Mails beantwortet  habe...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb leider fuer heute schon wieder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-2409362932079635500?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/2409362932079635500/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/die-ersten-zwei-wochen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/2409362932079635500'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/2409362932079635500'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/04/die-ersten-zwei-wochen.html' title='die ersten Wochen Teil 1'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S800IbWyVxI/AAAAAAAAAHU/AGAUqapKMkI/s72-c/IMG_5630.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-6292897583306364000</id><published>2010-03-03T09:16:00.000-08:00</published><updated>2010-03-06T01:42:22.371-08:00</updated><title type='text'>Packeselchen</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(51, 255, 51);"&gt;Heute habe ich meinen Gepäckträger für das Vorderrad bekommen!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 255, 51);"&gt;Von der väterliche&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S46vEYlW7vI/AAAAAAAAAGk/Asu_1GMX0ds/s1600-h/IMG_6000.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S46vEYlW7vI/AAAAAAAAAGk/Asu_1GMX0ds/s320/IMG_6000.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5444481489390989042" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 255, 51);"&gt;n&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 255, 51);"&gt; Begeisterung für Technik gnadenlos angetrieben - die allen Männern gleichermaßen angeboren scheint - muss er natürlich gleich nach Feierabend montiert werden. Aber selbst ich finde sogar Spaß daran, nachdem ich erst meine abendliche Mattigkeit überwunden habe und alles einfach passt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschließend befestige ich alle vier Packtaschen und drehe eine kleine Proberunde in unserem Hof. Sie sind als Last natürlich noch nicht erst zu nehmen, da ich sie nur mit Kissen ausgestopft habe, aber dennoch konnte ich mir schon ein Bild von ihrer Hinderlichkeit machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Wochenende werde ich sie dann jedoch mal richtig füllen und dann eine längere Strecke über die Felder düsen. Bei dieser Gelegenheit kann ich auch gleich ausprobieren, ob ich alles, was ich mitnehmen muss, gut unterbekomme...&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 255, 51);"&gt;Der kürzlich geflickte Reifen ist zu meinem Erstaunen auch noch prall und durch diese Erfolgserlebnisse verwöhnt und motiviert fühle ich mich nun auch technisch fit genug für meine Tour.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 255, 51);"&gt;Bliebe der Vollständigkeit halber zu erwähnen, dass mein Mountainbike, das ich im letzten Post so für seine Treue und Zuverlässigkeit lobte, mich vorgestern mit einem platten Hinterreifen empfing, als ich gerade nach Hause fahren wollte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 255, 51);"&gt;Aber ich nehme es ihm nicht übel - es war sicher nur besorgt, dass ich mich zu sehr auf meinem ersten Erfolg ausruhen würde und mir eine Wiederholung dieser Lektion nichts schaden könne. Braves Bike...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 255, 51);"&gt;Mata ne&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 255, 51);"&gt;Kira&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-6292897583306364000?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/6292897583306364000/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/03/packeselchen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/6292897583306364000'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/6292897583306364000'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/03/packeselchen.html' title='Packeselchen'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S46vEYlW7vI/AAAAAAAAAGk/Asu_1GMX0ds/s72-c/IMG_6000.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-6215317927142274003</id><published>2010-02-26T07:40:00.000-08:00</published><updated>2010-03-03T09:44:41.836-08:00</updated><title type='text'>Jungfernfahrt</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Das ist doch unfassbar!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Da tingelt man mit den alten, porösen Weißwandreifen jeden Tag zur Arbeit - wohlgemerkt über den für Fahrräder lebensgefährlichen, besonders an Montagen von zahllosen studentischen Exzessen gezeichneten Uni-Campus - und bekommt trotzdem nie einen Platten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Und nun, auf der nur lächerliche fünf km langen Probefahrt mit den neu aufgezogenen Schwalben (während der ich stolz wie Oskar und hoch im Sattel das neue Fahrgefühl genieße) jage ich mir doch tatsächlich eine dicke Glasscherbe durch die angeblich kugelsichere Weste... &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Das ist so ironisch, dass es schon wieder lustig ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Dass mein Eselchen lahmt, merke ich natürlich erst am nächsten Morgen und halte es erst für einen Scherz. Aber nach vergeblicher Anstrengung den Reifen wieder aufzupumpen, muss ich mir leider früher oder später die lästige Wahrheit eingestehen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Doch die positive Seite an der Geschichte ist, dass ich nun endlich mal einen Reifen flicken kann. Mein altes Mountainbike war so robust und treu, dass es mich nie in diese Verlegenheit gebracht hat...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Mata ne&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Kira&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-6215317927142274003?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/6215317927142274003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/02/jungfernfahrt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/6215317927142274003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/6215317927142274003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/02/jungfernfahrt.html' title='Jungfernfahrt'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-5401055536881206556</id><published>2010-02-16T07:34:00.001-08:00</published><updated>2010-05-11T23:55:34.162-07:00</updated><title type='text'>Step 1: Hokkaido</title><content type='html'>(Hier müßte eigentlich die unten erwähnte Karte sein, die wird aber momentan überarbeitet und ist deshalb momentan beim Grafiker und nicht hier ;-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hat leider etwas gedauert, weil ich bisher keine Lust hatte, die Route am PC auszuarbeiten, aber hier ist sie. Zumindest Teil 1 meiner Reise... er beschränkt sich daher auf Hokkaido - die nördlichste Insel, auf der ich die ersten Monate (voraussichtlich April bis Juni) verbringen werde.&lt;br /&gt;Da ich das Planen lange im Voraus nicht mag und diese Reise auch keine typische 0815-Liste zum Abhaken wichtiger Touristen-Attraktionen werden, sondern vor allem von zwischenmenschlichen Kontakten und Erlebnissen geprägt sein soll (wenn es nach mir geht), hatte ich einige Schwierigkeiten mein Versprechen zu halten und hier meine ausgewählte Strecke zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Bei meinem letzten Japan-Besuch habe ich mich immer erst vor Ort erkundigt, was es zu sehen und zu erleben gibt und dann ganz nach meiner persönlichen Stimmung entschieden. So war ich sehr flexibel und fühlte mich nicht von meinen eigenen Plänen unter Druck gesetzt. Allerdings hatte ich damals nur zwei Wochen zur Verfügung und so standen zugegebenermaßen meine wichtigsten Knotenpunkte, aufgrund von gewissen Notwendigkeiten fest.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nach einer Weile dachte sich ein Teil in mir, es sei wohl doch ganz praktisch zumindest einige Anlaufstationen zu haben, zwischen denen ich mich dann immer noch treiben lassen kann. Ganz planlos wollte auch ich nicht durch eine fremde Insel fahren - wer weiß was mir sonst für landschaftliche Leckerbissen oder gastfreundliche Orte verborgen blieben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stieß eher zufällig auf einen sehr guten Reiseführer: "The rough guide to Japan"&lt;br /&gt;Er ist zwar auf Englisch geschrieben, aber dafür enthält er eine Menge Insider-Tipps, wie z.B. herrliche Landschaften, urprüngliche Dörfer und eine Fülle an Informationen über sonst nirgends so genau ausgeführte Kleinigkeiten. (Und dabei habe ich inzwischen fast die gesamte Bandbreite an Japan-Reiseführern, die die Stuttgarter Bücherläden zu bieten haben)&lt;br /&gt;Jedenfalls war es mir anhand dieses Werkes möglich, trotz meiner Abneigung eine einigermaßen sinnvolle Route zusammenzustellen, die meine Leser hier hoffentlich zufriedenstellen wird:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Woche nach meiner Ankunft am 05. April steht bereits durch den (zunächst) einwöchigen Aufenthalt bei meinem ersten Arbeitgeber fest. Ich hoffe jedoch, dass er sich noch ein wenig ausdehnen lässt. Die Familie wirkt sehr nett und ich würde ungern schon nach einer Woche wieder gehen, denke ich. Aber das wird sich erst dort zeigen. Vorerst schreibe ich regelmäßig Briefe, damit sie mich schon etwas kennen lernen können und somit ihre Meinung vielleicht ändern...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschließend möchte ich die Insel einmal umrunden. Zu meiner Freude wird ein Freund aus meinem Astronomie-Arbeitskreis Mitte April sein Auslandsjahr in Sapporo beginnen, wo ich ihn natürlich gerne besuchen würde. Aber da der Zeitpunkt und die Umstände noch nicht ganz klar sind, vermerke ich diesen Besuch erstmal mit einem Fragezeichen. Wenn es noch zu früh sein sollte, werde ich ihn vielleicht nach meiner Umrundung heimsuchen - dann hätte ich wenigstens schon etwas zu berichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Umrundung selbst mache ich vor allem wegen der Einsamkeit und der Natur. Hokkaido ist im Vergleich zu den anderen drei Hauptinseln sehr dünn besiedelt, daher ist es für meinen Einstieg bestens geeignet. Ich werde versuchen, mich während dieser Zeit schonmal etwas an das Alleinsein zu gewöhnen.&lt;br /&gt;Es gibt eine Menge Nationalparks und ich hoffe, viele Tiere sehen zu können. Auch wunderschöne Berge sind in Hülle und Fülle vorhanden und sofern diese nicht mehr zugeschneit sein sollten, werde ich mich jeder Gelegenheit erfreuen, sie zu erklimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr kann ich momentan leider noch nicht über meine Zeit in Hokkaido voraussagen, aber wenn ich erst einmal dort bin, wird es sicherlich noch genug zu erzählen geben...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-5401055536881206556?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/5401055536881206556/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/02/step-1-hokkaido.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/5401055536881206556'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/5401055536881206556'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/02/step-1-hokkaido.html' title='Step 1: Hokkaido'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-6216321556996485526</id><published>2010-02-11T11:08:00.000-08:00</published><updated>2010-02-11T12:27:31.271-08:00</updated><title type='text'>Neulich beim Schmid...</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 102);"&gt;Vor etwa zwei Wochen hat mein Drahteselchen neue Hufeisen bekommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 102);"&gt;Die alten Weißwandreifen waren zwar urig, wiesen allerdings schon etliche Risse auf und trotz ihres nostalgischen Charms traute ich ihnen nicht zu, mich das kommende Jahr hindurch sicher zu tragen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 102);"&gt;Nun habe ich nach einer Einführung in die höheren Weihen des Reifenwechselns meinem Schatz zwei schicke schwarze "Schwalbe Marathon" verpasst. (Mit Reflektionsband)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 102);"&gt;Außerdem war meine Tante so lieb, sich für mich um einen Vorderrad-Gepäckträger zu kümmern, der hoffentlich bald bei mir eintreffen wird. Ich kann es nicht erwarten mein Eselchen weiter aufzurüsten, zu beladen und endlich die erste Runde mit vollem Gepäck zu drehen. Ich bin schon so gespannt, wie es die 25 zusätzlichen Kilos verkraftet... bzw. wie es sich damit fährt. In meiner Vorstellung wird das zu Anfang bestimmt ein Eierlauf und mir bleibt zu hoffen, dass ich nicht von den Hütern des Gesetzes mit Verdacht auf Alkoholgenuss gleich wieder aus dem Verkehr gezogen werde. Ein kleiner Trost bleibt mir jedoch: Ich besitze wenigstens keinen Führerschein, den sie mir wegnehmen könnten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 102);"&gt;Und seit einer Woche habe ich nun auch meinem geliebten breiten Bett den Rücken gekehrt und schlafe auf meiner gemütlichen neuen Luftmatratze in meinem kürzlich erworbenen Schlafsack. Sozusagen um die Wächter meiner zukünftigen Nachtruhe schon einmal zu testen, mich an sie zu ge- und meines Bettes zu entwöhnen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 102);"&gt;Vielleicht auch, das muss ich zugeben, um dann ein Stück Zuhause mitnehmen zu können - keine sterilen, neuwertigen Errungenschaften.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 102);"&gt;Der Schlafsack ist zwar ein wenig zu klein und zu eng, aber nur minimal. Meine klaustrophobischen Anfälle halten sich jedenfalls in Grenzen und es ist bestimmt auch eine Sache der Gewohnheit. Irgendwann werde ich es mir nicht mehr anders vorstellen können... hoffe ich jedenfalls.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 102);"&gt;Der Verzicht auf ein Kopfkissen erscheint mir da schon schwieriger. Seit Tagen tut mein Nacken weh und ich kann nicht mehr ganz durchschlafen - aber das wird sich mit der Zeit sicher auch legen. Gerade deshalb trainiere ich ja schließlich - damit sich das böse Erwachen vor Ort in Grenzen hält und ich mir sagen kann, dass das nicht nur an der ungewohnten Umgebung liegt. :)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 102);"&gt;Mata ne&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 102);"&gt;Kira&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-6216321556996485526?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/6216321556996485526/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/02/neulich-beim-schmid.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/6216321556996485526'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/6216321556996485526'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/02/neulich-beim-schmid.html' title='Neulich beim Schmid...'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-7819370580456026609</id><published>2010-01-18T12:43:00.000-08:00</published><updated>2010-02-19T09:03:40.268-08:00</updated><title type='text'>Von wegen trockenen Fußes...</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 102, 102);"&gt;Während ich in München war, habe ich die geklebten, frisch geflickten Stellen im Zelt trocknen lassen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 102, 102);"&gt;Als ich am nächsten Tag nach dem Rechten sah, hatten sich die Flicken bereits wieder zum Teil abgelöst. Vielleicht habe ich die Zelthaut nicht stark genug angeraut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 102, 102);"&gt;Leider musste ich die Plastikflicken notgedrungen ganz ablösen und habe die ganze Geschichte dabei nicht besser gemacht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 102, 102);"&gt;Im Internet habe ich selbstklebende Nylonflicken für Campingausrüstung gefunden und probiere diese jetzt mal aus. Sogar die Farbe konnte ich aussuchen - khaki kam meinem Zelt allerdings am nächsten...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 102, 102);"&gt;Hoffentlich hebt sich das nicht zu sehr ab - ich will nicht unbedingt in einer zweiten Villa Kunterbunt residieren. Sogar Nahtdichter-Klebeband gibt es. Das werde ich auf jeden Fall auch mitnehmen, falls ich wieder mal in einem Fußbad aufwachen sollte. Es scheint mir wesentlich einfacher und sicherer zu sein, alles abzukleben, als dieses Gepinsele.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 102, 102);"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a style="color: rgb(255, 102, 102);" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S1TLBrFnoBI/AAAAAAAAAFI/VIvLP_Dh8WY/s1600-h/09-07_day40_bearSpray.gif"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 257px; height: 257px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S1TLBrFnoBI/AAAAAAAAAFI/VIvLP_Dh8WY/s320/09-07_day40_bearSpray.gif" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5428186680494891026" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 102, 102);"&gt;Pfefferspray für Bären?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 102, 102);"&gt;Was es nicht alles gibt...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 102, 102);"&gt;Aber irgendwie habe ich das Gefühl, das würde einen Bären bei Anwendung noch aggressiver machen, wenn er wirklich die Absicht haben sollte mich zu verspeisen. Vielleicht nimmt er es auch gleich zum nachwürzen. Nach dem was ich gelesen habe, besteht es zu fast 100 % aus Cheyennepfeffer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 102, 102);"&gt;Zum Glück gibt es in Japan nur die einigermaßen harmlosen Braunbären - da brauche ich das hoffentlich nicht, wenn ich achtsam bin und die Tierchen nicht absichtlich belästige.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 102, 102);"&gt;Lieber kaufe ich mir ein Dutzend Glöckchen und klinge wie ein Rentierschlitten an Heiligabend, als sowas anzuwenden!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 102, 102);"&gt;Das Bärchen auf der Flasche sieht auch nicht gerade glücklich aus...&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-7819370580456026609?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/7819370580456026609/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/01/von-wegen-trockenen-fues.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/7819370580456026609'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/7819370580456026609'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/01/von-wegen-trockenen-fues.html' title='Von wegen trockenen Fußes...'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S1TLBrFnoBI/AAAAAAAAAFI/VIvLP_Dh8WY/s72-c/09-07_day40_bearSpray.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-4056725349640748384</id><published>2010-01-16T09:07:00.000-08:00</published><updated>2010-02-24T14:54:06.591-08:00</updated><title type='text'>Pilgerfahrt</title><content type='html'>Morgens, halb 10 in Deutschland - München Hauptbahnhof.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich steige aus dem Zug und merke gleich, dass es kälter als in Stuttgart ist.&lt;br /&gt;Der Himmel ist bleigrau und es weht ein frischer Wind am Bahnhof. Ich bin froh, meine dicke Jacke angezogen zu haben, die zwar nicht formschön, aber warm ist.&lt;br /&gt;Heute will ich endlich mein Visum beantragen. Extra habe ich mir frei genommen und mich früh aus dem Bett gequält. Ich gehöre zu den Menschen, die Stress und Hektik verabscheuen. Daher bin ich bei Terminen auch meist eine halbe Stunde zu früh dran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Generalkonsulat hat von 9:00 - 12:00 Uhr und nachmittags nochmal von 14:00 - 16:00 Uhr auf. Aber man weiß ja nie. Vielleicht habe ich die falschen Passfotos gemacht (nicht verbrechermäßig genug) und muss nochmal in ein Fotogeschäft? Für solche und andere Fälle dieser Art ist mir ein gesundes Zeitpolster immer wichtig. Sollte dagegen alles problemlos laufen, würde ich mir in München noch die Zeit vertreiben, bzw. meine Schwägerin treffen, bis ich am Abend um halb sechs wieder nach Hause fahren würde. Unflexible Zugtickets sind billiger - besonders viel Geld habe ich zur Zeit nämlich nicht...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um meinen grottenschlechten Orientierungssinn mal wieder unter Beweis zu stellen, brauche ich fast eine Stunde, bis ich endlich vor den Türen des Konsulats stehe. Zwar habe ich die U-Bahn und die richtige Haltestelle auf Anhieb gefunden, aber das Gelände am Odeonsplatz stimmt in den Maßen irgendwie nicht mit der winzigen Wegbeschreibung auf der Internetseite überein. (Oder aber mein Einschätzungsvermögen ist noch schlechter als mein Orientierungssinn - was quasi unmöglich ist)&lt;br /&gt;Zum Glück gibt es auch in München nette, hilfsbereite Menschen, die sich eines verirrten Schäfchens annehmen. Ein Mann begleitet mich sogar ein Stück weit. Wahrscheinlich hat er Sorge, ich würde trotz seiner genauen Beschreibungen nicht in die richtige Straße einbiegen - was ich ihm nichtmal verübeln kann. Würde er mich genauer kennen, hätte er es wahrscheinlich erst recht gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer kleinen Wanderung (laut Plan hätte ich wirklich nicht gedacht, dass es so weit weg wäre) stehe ich also endlich vor dem ersehnten Gebäude und fahre mit dem Aufzug in den 4. Stock.&lt;br /&gt;Dort erwartet mich bereits eine Art Portier und drückt für mich den Klingelknopf. Nun, das hätte ich mir jetzt schon zugetraut, auch wenn ich mich nicht gekannt hätte. Offensichtlich mache ich heute einen bemitleidenswerten Eindruck.&lt;br /&gt;Die Lautsprecherstimme einer Japanerin fordert mein Begehr und ich piepse, gerade noch einigermaßen würdig aus Sorge, man würde mir sonst das Ersehnte aufgrund meiner mangelnden Kompetenz verweigern, ich hätte den Wunsch ein Visum zu beantragen. ("Bitte, tötet mich nicht", hätte zu dieser Stimme allerdings besser gepasst)&lt;br /&gt;Daraufhin ertönt jedoch erstaunlicherweise trotzdem der Summer und ich drücke mich gegen die Tür, die wuchtiger aussieht, als sie dann im Endeffekt ist und stolpere deshalb ein wenig unbeholfen in einen kleinen Vorraum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wiederum werde ich empfangen. Diesmal von einem Angestellten, der auch beim Zoll am Flughafen hätte arbeiten können. Er fordert nämlich sofort Jacke und Rucksack und schleust sie auf einem Rollband durch den Scanner. Siedend heiß fällt mir mein Schweizer Taschenmesser ein, dass ich heute mitführe.&lt;br /&gt;Nein, nicht als letzte Chance an ein Visum zu kommen, sollte man mich dessen als unwürdig erachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zum Glück sieht dieser Mensch in ihm keine ernsthafte Bedrohung. Und ich befürchte fast, das liegt weniger an dem kleinen Messerchen, als wieder mal an meiner - wohl wirklich nicht ernst zu nehmenden Erscheinung.&lt;br /&gt;Sollte ich es eines Tages schaffen, mir ein bisschen Respekt zu erarbeiten, werde ich drei dicke Kreuze in den Kalender malen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dieser flüchtigen Leibesvisitation bin ich befugt ein paar weitere Schritte bis zu einem Schalter zu gehen, an dem ich von der Lautsprecherstimme in Persona aufgefordert werde, mich zu einem der anderen zu begeben. Diese Schalter befinden sich alle hinter einer dicken Glasscheibe und der Angestellte spricht mithilfe eines kleinen Mikrofons zu den Besuchern. Für die Bittsteller wurde allerdings kein Mikrofon angebracht und so äußere ich, wohl etwas lauter als nötig, mein Dankeschön und schlurfe aus dem kleinen Vorraum in ein größeres, lichtdurchflutetes Zimmer.&lt;br /&gt;In dessen Mitte nimmt ein großer Tisch mit einigen japanischen Broschüren und Formularen den meisten Platz ein, in einer Ecke läuft ein Fernseher mit irgendwelchen Reiseberichten und eine Wand ist gesäumt von einem Regal, auf dem noch mehr Broschüren zur Ansicht angeboten werden. Keiner der Schalter ist besetzt und niemand sieht auf, als ich mich nähere. Deshalb gehe ich aufs geratewohl zu einer der Glasfronten und warte, bis mich ein Angestellter bemerkt und sofort darauf geschäftig auf mich zueilt.&lt;br /&gt;Wieder habe ich es mit einem hilfsbereiten Japaner zu tun, der allerdings erst nicht versteht, was ich möchte. Aber ich glaube, das lag mehr an der Akustik, als an seinen Sprachkenntnissen. Diese erweisen sich nämlich als ausgesprochen gut, als er mich auffordert, alle Unterlagen in ein kleines Schiebekästchen unter der Glasscheibe zu legen. Aus lauter Hast, da es nun an mir ist etwas zu tun, lege ich unbeabsichtigt auch noch einige andere Dokumente dazu, die gar nicht gefordert waren und mir dann zwischen einigen Missverständissen umständlich wieder zurückgereicht werden.&lt;br /&gt;Eine andere schlimme Eigenschaft meinerseits ist die Fähigkeit, in nahezu jedes sich bietende Fettnäpfchen zu treten, das es gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Japaner wuselt mit den Dokumenten davon und ich flaniere solange an dem Regal mit den Prospekten vorbei, um mir die Zeit zu vertreiben. Ich bin gerade dabei, etwas über die nächtliche Besteigung des Fuji zu lesen, als mich jemand aufruft. Es ist gerade mal eine Viertelstunde her. Ich fange an, den öffentlichen Dienst mit anderen Augen zu sehen. Wahrscheinlich müsste man einfach ein paar Japaner dazwischensetzen, damit der Laden läuft? Ich würde das mal probieren. Viele Einrichtungen hätten es nötig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine sehr freundliche Frau (diesmal allerdings eine Deutsche) teilt mir die erhofften Worte mit, alles sei in Ordnung und ich könne das Visum am 26. Januar abholen.&lt;br /&gt;Wie jetzt? Zwar hatte man mich schon zuhause beruhigt und gesagt, nur selten dauere es wirklich länger als sechs Wochen, dennoch bin ich zutiefst schockiert.&lt;br /&gt;Alle Dokumente sind in Ordnung UND ich kann die Aufenthaltserlaubnis in weniger als zwei Wochen abholen? Ich bin eindeutig im falschen Film, bitte weckt mich nicht auf!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Tatsache bleibt Tatsache... Dabei hatte ich mit allen möglichen Komplikationen gerechnet und mich darauf vorbereitet. Nicht, dass ich misstrauisch oder pessimistisch wäre. Im Gegenteil! Aber ich arbeite selbst im öffentlichen Dienst und weiß, dass da manches drunter und drüber geht. Alles reine Vorsicht. Nun kommen weder der USB-Stick mit den Kopien aller Dokumente, noch meine Zeugnismappe oder meine Visitenkartensammlung, die meine sämtlichen japanischen Kontakte und damit meine guten Absichten beweist, zur Anwendung? Ich bin fast enttäuscht.&lt;br /&gt;Dabei war ich sicher, dass zumindest zu meiner Reiseroute noch Fragen gestellt würden. Sie beschränkt sich nämlich nur auf eine einzige genaue Angabe, betreffend meine erste Woche in Hokkaido, die ich bei der bereits erwähnten Gastfamilie verbringen darf. Die restichen Monate sind ein vages Larifari aus "travel", "sightseeing", "visiting friends" und "wwoofing" - jeweils ohne genaue Orte und Adressen. Bei der Spalte mit Frage nach der jeweiligen Unterkunft habe ich nur auf "camping side", "tenting", "youth hostel" und "farmstay" nennen können.&lt;br /&gt;Doch anscheinend ist diese ausweichende Art, den Bogen auszufüllen, normal.&lt;br /&gt;Wenigstens versucht mich niemand von meiner Idee abzubringen, mit dem Zelt zu reisen. Ein Umstand, für den ich aus tiefstem Herzen dankbar bin. Nach den vielen mahnenden und skeptischen Worten bisher bin ich froh über jede Unterstützung. Und sei sie auch passiv.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich das Generalkonsulat verlasse, ist es gerade mal elf Uhr. Ich habe noch einen ganzen herrlichen Tag in München vor mir und von meinen Schultern scheint eine schwere Last genommen worden zu sein, von der ich bis eben nicht wusste, dass sie existiert hatte.&lt;br /&gt;Bis zum heutigen Tag konnte ich mich noch nicht richtig auf das Bevorstehende freuen. Solange nicht alles in die Wege geleitet war und vielleicht noch schief gehen konnte, war es mir nicht möglich das zuzulassen.&lt;br /&gt;Ich habe mir in den letzten Jahren angewöhnt, nicht immer allzu enthuisiastisch und optimistisch zu sein, da dies meist nur Enttäuschungen nach sich zieht. Ich wollte die Sache diesmal komplett neutral angehen. Dabei die Linie zum Pessimismus nicht zu überschreiten, war manchmal gar nicht so leicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nun durchströmen mich zum ersten Mal nur positive Gefühle. Rein und klar in Form von freudiger Erwartung auf das, was kommen mag.&lt;br /&gt;In diesem Moment ist mir ganz egal, ob alles gut laufen würde - ich bin schlicht und einfach glücklich, endlich in der Lage zu sein, es herauszufinden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mata ne&lt;br /&gt;Kira&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-4056725349640748384?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/4056725349640748384/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/01/pilgerfahrt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4056725349640748384'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4056725349640748384'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/01/pilgerfahrt.html' title='Pilgerfahrt'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-8443840050852602745</id><published>2010-01-14T12:16:00.000-08:00</published><updated>2010-01-17T01:56:12.898-08:00</updated><title type='text'>points of view</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S099dy1JhTI/AAAAAAAAADY/qaAXQaNwVlo/s1600-h/points_of_view.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 663px; height: 364px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S099dy1JhTI/AAAAAAAAADY/qaAXQaNwVlo/s400/points_of_view.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5426694026819110194" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;div style="text-align: justify; color: rgb(255, 0, 0);"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt;Kaum zu glauben, aber ich habe mich aufgerafft und an meinem Zelt sowohl die Imprägnierung vorgenommen, als auch den Riss geflickt. Hoffentlich hält das jetzt auch. Ich habe da meine Zweifel... Ich muss es demnächst wohl mal unter die Dusche stellen, wie Chris vorgeschlagen hat. xD&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S09_vlIQUCI/AAAAAAAAADw/nGRr9OUOsm0/s1600-h/IMG_5979.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 253px; height: 188px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S09_vlIQUCI/AAAAAAAAADw/nGRr9OUOsm0/s200/IMG_5979.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5426696531402051618" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S0-AIh6S33I/AAAAAAAAAD4/GmpTir5UGDk/s1600-h/IMG_5985.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 248px; height: 186px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S0-AIh6S33I/AAAAAAAAAD4/GmpTir5UGDk/s200/IMG_5985.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5426696960034922354" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt;Übrigens ein empfehlenswerter Straßenplan: &lt;/span&gt;&lt;a style="color: rgb(204, 204, 255);" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S0-A8BFq3aI/AAAAAAAAAEI/MPg_fcvznVY/s1600-h/IMG_5977.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 183px; height: 245px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S0-A8BFq3aI/AAAAAAAAAEI/MPg_fcvznVY/s320/IMG_5977.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5426697844577459618" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Touring Mapple&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt;Leider nur in jap&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt;anisc&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt;hen Convenience-Stores oder über www.amazon.jp zu erwerben.&lt;br /&gt;Ich ha&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt;be letztere&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt;s probiert, konnte zwar trotz Japanischkenntnissen nicht a&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt;lles lesen und verstehen, aber&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt; habe in diesen Fällen dann ein&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt;fach irgendwas angeklickt, was sympathisch und richtig aussah - und es hat offensichtlich funktioniert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 204, 255);"&gt;Touring Mapple gibt es für verschiedene Regionen Japans. Ich habe daher erstmal fünf Ausgaben gekauft, um ein bisschen planen zu können. Sie sind toll. Alle möglichen hilfreichen Dinge wie Campingplätze, Onsen, Autobahnnummern, Tankstellen und Jugendherbergen sind mit Symbolen gekennzeichnet. Klasse!&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 0, 0);"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-8443840050852602745?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/8443840050852602745/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/01/kaum-zu-glauben-aber-ich-habe-mich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/8443840050852602745'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/8443840050852602745'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/01/kaum-zu-glauben-aber-ich-habe-mich.html' title='points of view'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S099dy1JhTI/AAAAAAAAADY/qaAXQaNwVlo/s72-c/points_of_view.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-8968338418069504178</id><published>2010-01-06T02:19:00.000-08:00</published><updated>2010-01-17T01:54:51.753-08:00</updated><title type='text'>Von undichten Zelten und anderen "Komplikationen"</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Die Zeit ist wie im Flug vergangen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Inzwischen schreiben wir schon 2010 und damit ist Japan einen gigantischen Schritt näher gerückt, ohne dass inzwischen viel passiert wäre.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Ich wollte mir ein paar organisatorische Dinge unbedingt für die letzten Wochen aufheben, um beschäftigt zu sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Nichts Schlimmer, als die Schäfchen im Trockenen zu haben, Däumchen zu drehen und zu warten, warten, warten... Wenn ich nur schon los könnte!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Aber zum Glück HABE ich noch viel zu tun, was mir die Zeit verkürzt und mich antreibt. Nächste Woche muss ich nach München, um mein Visum endlich zu beantragen. Bis ich alle Unterlagen dafür zusammenhatt&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;e, dauerte es leider länger als gedacht. Gut, dass ich schon so früh mit der Planung angefangen habe. Doch nun besitze ich Kopien und Ausdrucke sämtlicher Ersparnisse, die Bestätigung meiner Reiseausland&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;sversicherung, einen Hinflug, Passfotos, meinen Reisepass, Lebenlauf (auf Englisch und Japanisch), Reiseroute (auf Englisch und Japanisch) und die Begründung meiner A&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;ntragstellung (eine DIN A4-Seite). Damit werde ich also dann ins Generalkonsulat pilgern und hoffentlich bald auch die ersehnte Erlaubnis in Händen halten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Wenn es nach mir ginge, wären noch hunde&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;rte von Büchern zu lesen, verschiende Recherchen zu machen, um alle nur denkbaren Informationen zu bekommen. Doch ich habe schlicht und einfach keine Muße. Über Weihnachten habe ich es gerade mal geschafft, die Nähte des undichten Zeltes zu reinigen. Glücklicherweise ist heute ein Feiertag, also werde ich versuchen es später frisch zu imprägnieren. Einen Riss&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt; von der Länge meines Daumens hat es auch.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Zum &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Fest&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;der Li&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;ebe habe&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt; ich v&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;on meiner Familie eine wundervolle Luftmatrat&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;ze bekommen, die federleicht, bequ&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;em und zude&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;m selbst aufblasbar ist. Welch ein Komfort im V&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;e&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;rgleich zu mei&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;ner&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt; bisherigen Isomatte - die diesen Namen gen&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;augenommen gar nicht verdient hat, da s&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;ie  weder isolierte, noch vor den schmerzhaften &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Unebenheiten im Boden schütze...&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt; Ein erholsamer Schlaf scheint &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;nun endlich gesichert.&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Dann wären noch ein zweites Paar Radtaschen, ein Schlafsack und etliche andere Kleinigkeiten zu erwerben. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Die kleinen Radtaschen für mein Vorderrad (je 20 Liter) sind von Ortlieb - das bedeutet für mich den unverzichtbaren Luxus trockener, sauberer Klamotten - wofür ich allerdings etws mehr bezahlen musste. Auch die Hinterradtaschen sollen mir diese Sicherheit gewährleisten, sind aber, da sie pro Tasche 25 Liter fassen, nochmal teurer. Jedoch bin ich sicher, es nicht zu bereuen, wenn ich dann im taifungebeutelten Spätsommer unterwegs bin und die Straßen unter Wasser stehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Meine Freundin Janina, die ich aus dem Japanisch-Kurs kenne, hat sich zudem angeboten, diesen Blog mit Bilder zu füllen, da ich dort auf Achse ja keinen eigenen PC mitführen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meinem Zimmer kann man inzwischen nicht mehr treten... überall stehen Kisten, mein Zelt macht sich auf dem Boden breit und auf meinem einzigen Tisch &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;stapeln sich all jene Dinge und Unterlagen, die ich mitnehmen will/muss. Verschiedene Anläufe an den Feiertagen, Ordnung in das Chaos zu bringen, sind im Sand verlaufen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Aber die Stimmung ist dafür gut - jedes Mal wenn ich die Sachen sehe, überkommt mich Vorfreude - zum Glück sind es nur noch drei Monate! :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens hat sich inzwischen so viel Kram angesammelt, den ich mit&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;nehmen muss, dass ich das Rad doch extra aufgeben werde. Trotzdem werde ich bei Klappi bleiben, denn inzwischen ist es mir schon sehr ans Herz gewachsen. (Außerdem möchte ich ihm das Erlebnis "big in Japan" nicht vorenthalten - auch Drahtesel haben Gefühle...)&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Mata ne&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 102);"&gt;Kira&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-8968338418069504178?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/8968338418069504178/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/01/von-undichten-zelten-und-anderen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/8968338418069504178'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/8968338418069504178'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2010/01/von-undichten-zelten-und-anderen.html' title='Von undichten Zelten und anderen &quot;Komplikationen&quot;'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-4448308719791066848</id><published>2009-10-31T04:38:00.000-07:00</published><updated>2010-02-19T09:06:25.063-08:00</updated><title type='text'>Ein fahrbarer Untersatz</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;D&lt;/span&gt;a mein eigenes treues Mountainbike, das ich für die tägliche Strecke zu meinem Arbeitsplatz benutze zu schwer ist, um es in den 30 kg Freigepäck (die Emirates mir erlaubt mitzunehmen) unterzubringen, machte ich mir viele Gedanken um eine praktische Lösung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Ich hätte mir dort eins kaufen können (was aber teuer gewesen wäre) oder mein Mountainbike einfach vorab hinschicken. (Doch mir gefiel der Gedanke nicht, dass es dort - weit weg von mir - irgendwo lagert, wo ich es erstmal abholen müsste).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Daher wollte ich es von Anfang an gerne mit mir führen, aber ohne die 140 Euro Zusatzgebühr bezahlen zu müssen, wenn es geht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Die Dame im Reisebüro war auch sehr bemüht mich zufrieden zu stellen. Sie telefonierte viel mit Emirates und gab mir dann Bescheid, ich dürfte mein Rad ohne Zusatzkosten aufgeben, wenn es mir gelänge, es in die 30 kg Freigepäck zu integrieren... Klang doch nicht schlecht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Nur hatte die Sache einen Haken:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Es war schlicht und ergreifend zu schwer! Wahrscheinlich müsste ich schon Übergepäck zahlen, selbst wenn ich ohne weitere Reisetaschen nach Japan fliegen würde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Diese Vorstellung war mir nicht angenehm und so erkundigte ich mich nach weiteren Alternativen...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;An einem schönen Herbstwochenende machte ich mit meinem Vater eine Radtour zu meiner Tante. Sie wohnt in Biberach in einem kleinen Holzhaus, ohne elektrisches Licht, Fernsehen und was der modere Mensch sonst noch bevorzugt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Außerdem hat sie einen Faibel für alte Klappräder. Sie hatte mit einem solchen schon eine Tour über die Alpen bis nach Griechenland gemacht, daher kannte ich ihren Vorzug bereits, was Stabilität und Ausdauer angeht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Mit kommt es schließlich nicht auf Geschwindigkeit an - ich bin sowieso eher ein gemütlicher Mensch und habe zudem ein Jahr lang Zeit. Ein Radsportler könnte in ebendieser Zeitspanne fünfmal Japan rauf und runter fahren, wenn er Lust hätte. Mir reicht es einmal - aber gemächlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Ich will ja auch was von Land und Leuten sehen und innehalten - zur Ruhe kommen... und Kontakte knüpfen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Da wäre schnelles Radeln nicht unbedingt förderlich. Ich denke mit 30 - 40 km pro Tag liege ich ganz gut. Selbst ohne Gangschaltung, 20"-Reifen, mittelmäßiger Kondition und all den Höhenmetern, für die Japan bekannt ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Im Kopf hatte ich also eigentlich schon meine Entscheidung gefasst: Ein Klapprad musste es sein. Aber keines dieser modernen filigranen Aludinger, die nicht einmal einen Gepäckträger haben! Ich wollte deutsche robuste Wertarbeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Selbst wenn es dadurch zwangsläufig schon 35 Jahre auf den Reifen hätte, so wäre dies doch eher ein Anzeichen von Langlebigkeit, Stabilität und Verlässlichkeit. Es wäre wohl kaum gefährdet, plötzlich auf halber Strecke unter mir zusammenzubrechen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Meine Tante gab mir neben ihrem weitgereisten, betagten, flaschengrünen und extrem leichten Einmann-Zelt noch einen weiteren Hinweis mit auf den Heimweg, der mich sehr bestärkte: Je weniger von dem modernen, und daher komplexen Kram an einem Rad montiert ist, der auf langen und anspruchsvollen Reisen unweigerlich kaputt gehen kann, desto weniger Ärger hat man damit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Vor allem, da es durch die fortschrittliche, komplizierte Technik immer schwieriger wird, Dinge selbst zu reparieren, wenn man sich damit zuvor nur selten bis gar nicht beschäftigt hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Ich bin gerade mal in der Lage einen Reifen aufzupumpen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Also warum, ob meiner offensichtlichen Unkenntnis, das Schicksal herausfordern? Wenn ich, neben meiner persönlichen Sympathie für diese alten Drahteselchen, auch noch auf der sicheren Seite wäre, was mögliche Pannen anging, dann konnte mir das doch nur recht sein!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Die Suche nach einem Klapprad begann also. Aber irgendwie schien sich das Schicksal gegen mich verschworen zu haben!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Man könne fast meinen, alle Welt wäre auf einmal scharf auf Klappräder! Bei eBay gingen mangelhafte, verrostete und verbogene Mifas zu Preisen weg, die es mit denen von aktuellen, auf Briefmarkengröße komprimierbaren Falträdern aufnehmen konnten. Eine verdrehte Welt!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Wie sollte es bei diesen Voraussetzung möglich sein, mein Wunschrad zu erstehen ohne dabei das  komplette Sparkonto für den Auslandsaufenthalt zu plündern?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Nach fast zwei Monaten vergeblicher Suche und gescheiterten Geboten schien meine Lage aussichtslos - würde ich wohl doch umschwenken und mein altes Rad per Post vorausschicken müssen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Es schien mir nicht richtig gleich aufzugeben! Ich wollte mein Klapprad! Und ich wollte meinem Traum entsprechend damit gemütlich durch Japan zuckeln.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Meine Familie engagierte sich mustergültig für mich. Besonders mein Vater. Jeder Bekannte oder Kollege wurde auf das Thema sensiblisiert und hielt mit mir Ausschau.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Nun - endlich - ein paar weitere Misserfolge und Enttäuschungen später (die es aber wert waren!) steht es nun - ich glaube es noch kaum - einträchtig mit unseren anderen Rädern im Schuppen. Durch seine geringe Größe wirkt es fast wie ein Kälbchen im Kuhstall.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Gegen alle Erwartungen glückte meinem Paps noch das Unmögliche und er gewann eine Auktion bei eBay. Für sagenhaft günstige 50,- Euro darf ich nun ein wunderschönes, erstklassig erhaltenes, grünes 70er-Jahre Klapprad der Marke Jungherz mein Eigen nennen:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt; &lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" style="color: rgb(153, 255, 153);" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/Suw6X84Y8jI/AAAAAAAAACE/bIZyj1i_mCY/s1600-h/IMG_5952.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5398754236464427570" style="width: 240px; cursor: pointer; height: 320px;" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/Suw6X84Y8jI/AAAAAAAAACE/bIZyj1i_mCY/s320/IMG_5952.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Und es war Liebe auf den ersten Scheinwerfer... &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Es funkelt, als käme es gerade erst vom Fließband - hat aber dennoch die unverkennbaren kleinen, liebevollen Gebrauchsspuren eines gut gepflegten Reliktes aus alter Zeit, die einem Gegenstand erst das Leben und seinen individuellen Charakter einzuhauchen vermögen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;In meiner Planung kann ich nun viel konkreter werden. Ich muss einen erhöhten Gepäckträger für meine Fahrradtaschen basteln und konnte das Rad endlich wiegen (niedliche 15 kg - das heißt mir bleiben für persönliche Dinge wiederum 15 kg im Freigepäck und 7 kg Hangepäck - für ein ganzes Jahr mag das wenig wirken, aber ich darf nicht vergessen, dass ich das Zeug auch mit mir herumschleppen muss. Reduzieren wäre also ohnehin sinnvoll, wenn ich mir keinen Leistenbruch zuziehen will. Besonders bei den Bergen, an denen ich wohl werde schieben müssen, da mein kleiner Liebling keine Gangschaltung hat.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Inzwischen habe ich schon meinen Hinflug (nach Chitose - Hokkaido) und meine erste Gastfamilie (und zugleich Arbeitgeber).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Die sind so goldig! Wir hatten schon Kontakt per Fax... sie haben drei kleine Kinder, um dich ich mich kümmern darf, einen Hund, Katzen, eine kleine Konditorei, ein paar Felder...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Der Traum schlechthin für jemanden der Kinder und Tiere liebt, Konditorin werden wollte und gern draußen ist!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Als nächstes kommt das Visum an die Reihe!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Davor habe ich noch ein wenig Bammel - hoffentlich bekomme ich es ohne Schw&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;ierigkeiten!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;... ziemlich Fahrradlastig dieser Post. xD&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" style="color: rgb(153, 255, 153);" href="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/SuxGzInjKkI/AAAAAAAAACM/4yqqMOsKcsU/s1600-h/IMG_5951.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5398767897611020866" style="width: 200px; cursor: pointer; height: 150px;" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/SuxGzInjKkI/AAAAAAAAACM/4yqqMOsKcsU/s200/IMG_5951.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Mata ne&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 255, 153);"&gt;Kira&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4669573568343001612-4448308719791066848?l=mondhaseaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/feeds/4448308719791066848/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2009/10/ein-fahrbarer-untersatz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4448308719791066848'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4669573568343001612/posts/default/4448308719791066848'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://mondhaseaufreisen.blogspot.com/2009/10/ein-fahrbarer-untersatz.html' title='Ein fahrbarer Untersatz'/><author><name>Mondhäschen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12185890429522953974</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S4lpuWqafzI/AAAAAAAAAFc/x4vGeaBtE_U/S220/Wichtel_Kater.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/Suw6X84Y8jI/AAAAAAAAACE/bIZyj1i_mCY/s72-c/IMG_5952.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4669573568343001612.post-2676531387208324995</id><published>2009-08-29T10:16:00.000-07:00</published><updated>2010-01-17T01:43:12.105-08:00</updated><title type='text'>Ein Traum an der Grenze zur Wirklichkeit...</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S09rw8NzueI/AAAAAAAAADA/qTMMiI_K0QE/s1600-h/IMG_5711.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 187px; height: 249px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_EY9B6_P5XjE/S09rw8NzueI/AAAAAAAAADA/qTMMiI_K0QE/s200/IMG_5711.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5426674564546673122" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;A&lt;/span&gt;lles begann mit meiner Vorliebe für Abe&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;nteuer- und &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;Fa&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;nta&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;sy&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;büch&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;er&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;,&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;die ich schon als kleines Mädchen verschlugen habe. I&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;nsbesondere, wenn meine He&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;lden ihr&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;em &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;Alltagsleben entrissen wurden und sich auf einmal in &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;neuen Situationen oder fremden Ländern zurechtfinden mussten. So handelten meine &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;Tagträume oft davon, wie ich meine&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;m (im Vergleich langweiligen) Alltag entkam und auf eine lange Reise ging.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;&lt;br /&gt;Doch Jahre gingen ins Land und das ersehnte Abenteuer schien in immer w&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;eitere Ferne zu rücken. Denn mit dem Alte&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;r kam die E&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;rkenntnis, dass in unserer modernen Welt eine spannende und lange Reise nicht so ohne Weiteres umzusetzen ist. Vor allem ohne Geld, ohne Ausbildung und ohne Berufserfahrung...&lt;br /&gt;So siegte die Einsicht und die folgenden Jahre verbrachte ich damit zu sparen, mich zu bilden und einen festen Stand in meinem Beruf zu bekommen.&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch immer lauter wurde der Ruf der Ferne und des Abenteuers und ich wusste, sollte ich ihn nicht bald erhören, so würde er irgendwann aufgeben und aus meinen Kinderträumen würde nie Wirklichkeit werden. &lt;/span&gt;  &lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also fing ich langsam an, mich ernsthaft mit einem Auslandsjahr auseinanderzusetzen. Bereits in der Schule war mir klar, dass ich einen work &amp;amp; travel-Aufenthalt machen wollte, da das meiner Vorstellung von Abenteuern und Abwechslung am meisten entsprach. Damals fing dieser Boom ge&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;rade erst an und die Auswahl der Länder beschränkte sich vor allem auf Australien und Neuseeland. Doch als ich mich nun informierte, stellte ich zu meiner Freude fest, dass sich inzwischen neue Möglichkeiten boten.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt; &lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;Natürlich fiel mir die Entscheidung schwer - jedes Land hat schließlich seine Reize und man kann überall Erfahrungen machen und Dinge lernen, die einem anderswo verborgen bleiben.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;Also entschied ich mich auch hier wieder aus einem eher praktischen Grund. Da ich schon seit fünf Jahren an der VHS &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 204, 204);font-family:arial;" &gt;Japanisch lerne und die Kultur mich sehr fasziniert, entschloss ich mich dafür, im Land der aufgehenden Sonne mein Glück zu suchen.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-f
